Auf ein Wort

 

Riese oder Zwerg

Die Augenbraunen zucken. Ein leichtes Flackern erhellt und beschattet zugleich die Nah- und Fernsicht. Wer ist ein Riese, der wegen seiner Bedeutung gesehen wird, auch wenn er sich am liebsten versteckt? Und wer ein Zwerg, der wegen seiner Einflusslosigkeit übersehen wird, auch wenn er auf etwas Wichtiges hinweist?


Die Augen taumeln hin und her, als wären sie mal betrunken, mal siegestrunken, wenn sie die Wege der Riesen und Zwerge verfolgen. Sie wandern zu den bunten Jahrmärkten des Lebens, auf denen es viel Genuss und Lust, Konsum und Kommerz gibt, aber auf denen auch Eitelkeiten verletzt werden, Eifersüchteleien toben, sich gähnende Langeweile und oberflächliche Gleichgültigkeit eingenistet haben.


Die Augen werden abgelenkt vom Laufrad des Zeitgeistes, an dem viele drehen, um ja nichts, vor allem eigene Vorteile nicht zu verpassen. Sie werden hingelenkt zur Mühle der Reflexionen, die Verantwortung mit Spießigkeit verwechselt, indem sie schöne Gefühle kleinhält, wahre Leidenschaft kleinmacht und neugieriges Entdecken kaputtmacht. Sie begegnen Netzwerken der Beziehungen, die fleißig geknüpft werden, um sich gegenseitig fördern, aber auch beaufsichtigen zu können. Sie verlaufen sich manchmal im Dschungel der Ängste, der Macht- und Ohnmachtsgefühle, der Allmachts- und Verschwörungsphantasien. Und in den Augen blitzt und donnert es angesichts des Sumpfes aus Intrigen und Verdächtigungen, aus Begünstigungen und Seilschaften, alles sichtbar hinter dem glitzernden Vorhang des guten Scheins.


Die Augen verdrehen und wegsehen – macht das Sinn?


Vielleicht sollte man einmal die Augen schließen, um zur Ruhe zu kommen und die Reise ins Innere anzutreten. Denn im Gegenlicht der Innerlichkeit kann zum Beispiel ein mutiger Zwerg in einer Behörde, der Betrug aufdeckt, selbst wenn er persönliche Nachteile hat, wie ein Riese erscheinen. Und ein Riese in der Leitung, der den Zwerg bei seiner Aufklärung hindert und sogar entlässt, verwandelt sich zum hässlichen Giftzwerg.


Warum also nicht mit geschlossenen Augen ohne Reizüberflutung und Zuckungen nachdenken – auch um- und weiterdenken?!


Wie wäre es, wenn ein Riese seinen Fehler einsieht, um Entschuldigung bittet und dem Zwerg einen neuen Anfang schenkt, weil der die Details „ganz unten“ besser kennt und erkennt, auch die Irrungen und Wirrungen. Und ein Zwerg bereit ist, loyal auf den Schultern des Riesen zu stehen, weil der den besseren Überblick hat, um dann selbst die Zusammenhänge und Wirkungen leichter wahrnehmen zu können. Wenn Zwerg und Riese entdecken, dass sie sich gegenseitig brauchen und dass sie beide auf Wertschätzung und Vergebung, auf Neuanfänge angewiesen sind.


Und wenn man dann die Augen wieder öffnet, kann vieles im neuen Licht gesehen werden, ohne überblendet zu werden. Die Bedingungen und Verhältnisse der Zwerge und Riesen, ihre Fesseln und Zwänge, ihre Überheblichkeit und Verlogenheit, ihre Engstirnigkeit und Kleinkariertheit, ihre Schaumschlägerei und Traumtänzerei. Aber auch – im Licht des christlichen Glaubens - ihre von Gott geschenkte Würde, ihre Liebenswürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit, ihre Lern- und Entwicklungsfähigkeit, ihre Verantwortung sowie ihre Freiheit, im Zwerg den Riesen und den Riesen im Zwerg (neu) zu sehen. Und sich selbst im jeweils anderen.


Immer mit klaren und menschlichen Augen, die die betriebsblinde Dunkelheit des allzu Menschlichen erhellen, weil sie heller strahlen als das Licht der Scheinwerfer.

 

Burkhard Budde


Martin aktuell

 

Kann Liebe Politik sein?

 

Ein Ritter der Nächstenliebe teilt seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. Anders als ein Raubritter mit Scheuklappen, der nur an seinen eigenen Vorteil denkt. Oder als ein Schönritter mit Heileigenschein, der gern Mäntel verteilt, die ihm nicht gehören. Aber auch ein Bettler kann täuschen und enttäuschen. Ob Martin von Tours im 4. Jahrhundert getäuscht worden ist? Auf jeden Fall hat er nicht seinen ganzen Mantel abgegeben oder dem Bettler sein Pferd zur Verfügung gestellt. Er wusste wohl, dass schrankenlose oder selbstlose Hilfe heimtückisch sein kann.

 

Aber der Heilige Martin blieb als Mensch menschlich. Und zugleich vernünftig: Auch ein Ritter kann eines Tages zu Boden gehen und Hilfe gebrauchen. Und dann ist es gut, wenn es Mitritter gibt, die zuvor vielleicht Bettler waren, aber nicht am Tropf der Hilfe hängen geblieben sind, sondern mitgeholfen haben, „Mantelfabriken“ zu bauen.

 

Jeder Mensch braucht irgendwann einmal ein gnädiges Hören, damit sein leiser Ruf nach Liebe gehört wird. Ein gnädiges Sehen, damit der Mitmensch sich in ihm wiederentdecken kann. Ein gnädiges Reden, damit man gemeinsame Lösungen findet.

Keine Lichtgestalt und keinen Supermenschen, wohl aber einen Mitmenschen, der vernünftig und zugleich gnädig bleibt, „Lebensmäntel“, Lebenszeit und Lebensmöglichkeiten, teilt. Und solche liebenden Ritterschläge können Neuritter im Alltag der Politik bewegen – bis heute für morgen.

 

Burkhard Budde

  

Das Foto zeigt die Szene der Mantelteilung.

Nicht nur ein Bettler ist zu sehen, sondern zwei Bettler sind dargestellt; ferner einer mit einem Holzbein sowie ein offensichtlich blinder Mensch. Alle vier Bettler erwarten etwas vom Ritter; sie weisen auf verschiedene Gesichter der Not hin. Im Hintergrund erscheint darüber ein zweiter Ritter, der betet. Offensichtlich ein Hinweis auf die Tat der Nächstenliebe, die im Horizont der Gottesliebe geschieht.

Der Martinsaltar aus dem 15. Jahrhundert befindet sich in der Martinskirche in Spenge.

Auf ein Wort

 

Ritterschlag im Alltag

Ist die Maschine wichtiger als der Mensch, das Formular wichtiger als die Zuwendung, der Erfolg wichtiger als Fairness, das Ansehen wichtiger als Glaubwürdigkeit, das Geld wichtiger als Liebe?

„Kohle“, Status, Job, Bürokratie, Technik sind natürlich nicht unwichtig. Aber ist die konkrete Tat der Menschlichkeit nicht noch wichtiger?

 

An eine Gesellschaft mit einem menschlichen Gesicht erinnert der Heilige Martin, der im 4. Jahrhundert seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt hat. Damit setzte der reitende Ritter vor den Toren der französischen Stadt Amiens ein wichtiges Zeichen: Großes kann im Kleinen geschehen. Und wer teilt, muss nicht zu den Verlierern, sondern kann auch zu den Gewinnern gehören, wenn sich seine gute Tat vermehrt.

 

Doch das ist leichter geschrieben und gesagt als getan. In der Wirklichkeit tummeln sich Raubritter mit Scheuklappen, die nur an ihren eigenen Vorteil denken. Oder Scheinritter mit Heiligenschein, die andere auffordern ihren Mantel zu teilen, aber selbst nicht daran denken. Oder Schönritter im politischen oder religiösen Gewand, die gerne Mäntel teilen, die ihnen gar nicht gehören.

Und natürlich können auch „Bettler“ täuschen und enttäuschen. Und was die Hilfe anbelangt: Schon damals hat der heilige Martin, der spätere Bischof von Tours, nicht den ganzen Mantel an den Bettler abgegeben oder gar einfach sein Pferd zur Verfügung gestellt. Offensichtlich wusste er, dass schrankenlose oder selbstlose Hilfe heimtückisch sein kann.

 

Die wahren Ritter der Nächstenliebe – und das ist mehr als allgemeine Menschlichkeit  oder ein politisches Programm - sitzen heute nicht hoch zu Ross , sondern sind häufig zu Fuß, auf Augenhöhe, mit brennendem Herzen, aber auch mit kühlem Kopf im Stillen unterwegs: Zum Beispiel der Arzt, der nicht nur an dem kranken Organ seines Patienten interessiert ist. Der Lehrer, der nicht nur an die Zensur seines Schülers denkt. Der Politiker, dem es nicht nur um die Stimme seines Wählers geht. Die Eltern, denen nicht nur die Karriere ihres Kindes wichtig ist...

 

Sie und viele andere, darunter auch zahlreiche Freiwillige - teilen ihren Lebensmantel, indem sie ihre Lebenszeit und ihre Lebensmöglichkeiten teilen. Nicht nur aus spontanem Mitleid, sondern weil sie wissen, dass aus „Bettlern“ „Ritter“ werden können. Und dass auch „Ritter“ eines Tages zu Boden gehen (können) und Hilfe gebrauchen. Jeder Mensch braucht irgendwann einmal ein gnädiges Hören, damit sein leiser Ruf nach Liebe gehört wird. Ein gnädiges Sehen, damit der Mitmensch sich in ihm wiederentdecken kann. Ein gnädiges Reden, damit man gemeinsame Lösungen findet. Natürlich immer im Rahmen des Nötigen im Möglichen. Vielleicht auch durch den Aufbau von „Mantelfabriken“,. Und Hilfe zur Selbsthilfe ist menschenwürdiger als der Tropf der Hilfe.

 

Der Heilige Martin hatte in der Nacht nach der Mantelteilung einen Traum. In ihm soll der Bettler als Christus erschienen sein. Und der Sinn des biblischen Wortes ging ihm wohl unter die Haut: „Was du

dem geringsten meiner Brüder tust, hast du mir getan.“

Ob in der Nächstenliebe Gottesliebe aufleuchtet, die allen Rittern und Bettlern eine unantastbare Würde schenkt?

 

Am 11. November jedenfalls, dem Beerdigungstag des Heiligen Martin, kann das Martinsfest ein Licht in die Dunkelheit einer gnadenlosen Welt bringen. Nicht unbedingt durch Lichtgestalten und Supermenschen, wohl aber durch Mitmenschen, die menschlich und gnädig bleiben. Und dafür den ständigen Ritterschlag mitten im Alltag erleben.

 

Burkhard Budde

 

Auf ein Wort

Kritik im Porzellanladen

Kritik einfach am Nervenkostüm abperlen lassen? Oder jede Kritik wild von sich weisen?

 

Ein Mitarbeiter sollte ehrlich seine Meinung sagen. „Als ich meine Kritikpunkte genannt hatte“, berichtete er sichtbar eingeschüchtert, „putzte mich mein Chef wie ein dummer Junge herunter.“ Zukünftig werde er lieber schweigen.

Ist Kritik immer eine Alibifloskel und eine Majestätsbeleidigung?

 

Ein Vorgesetzter sprach mit einem Mitarbeiter über seine fehlende Teamleistung. „Wie ein begossener Pudel hat er mein Zimmer verlassen“, erzählte er später seiner Frau.

Hat sich der „Chef“ falsch verhalten, die Persönlichkeit seines Mitarbeiters verletzt?

 

Ein Politiker wehrte sich gegen einen Journalisten, der aggressiv und mit spitzer Feder schrieb, selbst aber keine Kritik vertragen konnte. Der Politiker wurde fortan in seiner Zeitung totgeschwiegen oder nur noch in negativen Zusammenhängen erwähnt.

Ist Kritik am Kritiker unerwünscht, nur Applaus erwünscht?

 

Im Porzellanladen der Gefühle sollte man sich nicht wie ein brüllender Löwe, eine abgehobene Giraffe, eine graue Maus oder eine heuchlerische Schlange verhalten.

Um nicht zu viel Porzellan zu zerschlagen, sollte unterschieden werden:

 

Einen Mitmenschen nur in Watte zu packen und zu lobhudeln, was er doch für ein toller Typ sei, bremst seine Entwicklung. Ein offenes und ehrliches sowie faires Gespräch über Unvollkommenes und Kritikwürdiges ist deshalb besser als Harmoniesucht.

 

Das ständige Suchen jedoch nach dem Haar in der Suppe verdirbt die Freude am gemeinsamen Essen, am Zusammensein und Zusammenbleiben. Eine gemeinsame Kultur des Vertrauens und der Verantwortung ist deshalb besser als Kritiksucht.

 

Lieblose Kritik ist unsachlich und unangemessen, verallgemeinernd und vereinfachend, flott und bloßstellend. Sie erzeugt nachhaltige Misstöne. Heilsame Kritik jedoch, die zwischen der Wertschätzung der Person und seiner Leistung unterscheidet, versucht sachlich und angemessen, konkret und empathisch zu sein; kann zuhören und hineinhören, hineindenken und hineinfühlen. Sie bedenkt zudem den richtigen Ort und den richtigen Zeitpunkt der Kritik, vor allem bietet sie mit dem richtigen Ton Hilfe bei der Suche nach neuer Musik an.

 

Kritik ist dann annehmbar, weil sie keine Abrechnung, aber auch keine Schuldzuweisung darstellt, sondern ein Lernprozess ist, ein Sprungbrett bei der Frage nach neuen und gemeinsamen Wegen.

 

Als heilsame Selbstkritik übersieht sie nicht den Balken im eigenen Auge. Und der Splitter im fremden Auge wird nicht überbewertet. Die Kritikpunkte, aber auch die Nerven werden ins rechte Lot gebracht.

Burkhard Budde


Erbe als Schrittmacher

Senioren Union diskutierte über notwendige Erneuerung

Ilse Nickel, Vorsitzende der Senioren-Union

 

Wer das reformatorische Erbe achte, gehöre zu den Schrittmachern gesellschaftlicher und kirchlicher Erneuerung. Die Braunschweiger könnten auf „ihren Schatz“, die erste Verfassungsurkunde des Luthertums weltweit, stolz sein. Diese Meinung vertrat Burkhard Budde  auf einer Veranstaltung der Senioren Union der CDU am Reformationstag in der „Löwenkrone“ der Stadthalle.

 

Zum Erbe auch der Braunschweiger Reformation, die der Pfarrer Johannes Bugenhagen aus Wittenberg 1528 im Auftrag des Stadtrates einführte, zähle, sich nicht bevormunden und entmündigen zu lassen, sondern sich eine eigene Meinung bilden zu können. „Wir brauchen auch heute keinen kirchlichen, politischen oder journalistischen Vormund, sondern Anwälte der Erneuerung“, sagte Burkhard Budde. Und zwar der Freiheit und der Vielfalt – damals die Neugestaltung des Gemeinwesens – der Solidarität und Verantwortung – damals insbesondere  „Armenfürsorge“ – sowie der Bildung und Gerechtigkeit – damals insbesondere „Schulwesen“.

 

Die Gesellschaft, die sich immer mehr in Gruppen, Kulturen und Stile differenziere und zerlege, brauche neben der Vielfalt auch ein Einheitsband wie das Grundgesetz, die Gesetze und die Rechtsordnung, aber auch eine Alltagskultur zum Beispiel mit den Werten Ehrlichkeit, Vertrauen, Fairness, Toleranz, Gleichberechtigung und Hilfsbereitschaft.

 

Darüber hinaus gehöre die Feiertagskultur, die geschichtlich gewachsen und in der Alltagskultur der gesamten Gesellschaft verankert sei, zum Einheitsband. Christliche Feiertage, so führte der Referent aus, seien nicht nur religiöse Angebote für gläubige Menschen, sondern regelmäßig wiederkehrende soziale Brücken und kulturelles Geländer für alle. Zu Weihnachten gebe es deshalb auch „Familienbesuche“ und „Familienfeiern“ ohne Kirchenbesuche.

 

Die Forderung nach mehr gruppenbezogenen Feiertagen wie islamische Feiertage verkenne, dass ohne Verankerung in der Alltagskultur der Mehrheitsgesellschaft die Einheit gefährdet sei. „Wer jedoch die Einheit in der Vielfalt stärken will, muss sich um das Einheitsband kümmern, vor allem es im Alltag vorleben“, meinte Budde, der um weitere Mitstreiter bei einer kirchlichen und gesellschaftlichen Erneuerungsbewegung warb.


Christliche Kirchen brauchen ständig Erneuerung

10 Thesen zum Reformationsjubiläum am 31. 10.2017

Zukunftsperspektiven gewinnen christliche Kirchen

durch die gelebte Botschaft des Evangeliums:

1.)    als Gestalter, nicht nur als Verwalter des Erbes.

Hierarchie und Organisation gehören ständig auf den Prüfstand des Evangeliums.

Sie haben der Freiheit und Verantwortung aller Gläubigen zu dienen.

2.)    als Erneuerer, nicht nur als Bewahrer der Tradition.

Rituale und  Überliefertes gehören ständig auf den Prüfstand der Menschlichkeit.

Sie müssen Menschen bei der Sinnsuche helfen und Vertrauen stärken.

3.)    als Verkündiger, nicht nur als Funktionär einer Institution.

Würden- und Amtsträger gehören ständig auf den Prüfstand der Verantwortung.

Sie haben eine friedensstiftende und dienende Aufgabe.

4.)    als Zeuge, nicht nur als Manager von Religion.

Dienstleistungen und Angebote gehören ständig auf den Prüfstand der Christlichkeit.

Sie müssen soziale Weite durch geistliche Tiefe und gelebte Glaubwürdigkeit gewinnen.

5.)    als Partner, nicht als Handlanger oder Bevormunder der Öffentlichkeit.

Öffentliche Stellungnahmen gehören ständig auf den Prüfstand der Notwendigkeit.

Sie müssen im Lichte des Evangeliums begründbar und nachvollziehbar sein.

 

Der Auftrag der Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat muss im Zentrum aller kirchlichen Tätigkeiten stehen; Schrittmacher und zugleich Maßstab sind:

6.)    die Bibel als geistliche Quelle, ethischer Kompass und normative Instanz christlicher und kirchlicher Existenz.

7.)    Jesus Christus als Mitte der biblischen Botschaft sowie als Dreh- und Angelpunkt aller Tradition und Erneuerung.

8.)    der Glaube an Jesus Christus als der persönliche Generalschlüssel zum christlichen Leben, das in dem mitleidenden und selbstleidenden Gott geborgen, vor dem freien und freimachenden Gott zu verantworten ist und durch den gnädigen Gott vollendet wird.

9.)    der Geist Christi als geschenkte Gewissheit der bedingungslosen und universellen Liebe Gottes, die ein Leben in Liebe und Vernunft, in Freiheit und Verantwortung, in Weisheit und Vertrauen bewirkt.

 

Eine Allerweltskirche produziert Langeweile und Stillstand.

Eine Hauskirche kümmert sich am liebsten um sich selbst.

Eine Nischenkirche macht es sich in der Bedeutungslosigkeit bequem.

Eine Amtskirche mit Gremienwirtschaft und Behördenstruktur, die nur sozial tätig ist oder nur gesellschaftliche Zensuren verteilt, ist wie ein Baum ohne Wurzeln und Früchte.

10.) Die Kirche Jesu Christi, die sich ständig erneuert, ist nicht gleichgültig den Gleichgültigen, hochmutig den Hochmütigen, ängstlich den Ängstlichen, lieblos den Lieblosen gegenüber. Die vom Geist Christi bewegte Institution ist vielmehr eine menschliche und gemischte Bewegung des biblischen Geistes der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit - Teil der Welt, aber nicht von der Welt, in der Welt, aber vor allem für die Welt mit einem eigenen menschlichen Gesicht, einem eigenen gläubigen Herzen, einem eigenen Kopf der Vernunft sowie mit eigenen Händen der Versöhnung und des Friedens. 

 

Burkhard Budde


Auf ein Wort

 

Gott kommt nicht aus der Mode

 

Geht der alten Dame die Puste aus, weil ihr die Kraft zur Rundumerneuerung fehlt?

Im Jahre 1517 jedenfalls wurde sie von Martin Luther scharf angegriffen. Im Feuer der Kritik standen ihr vermeintlich heuchlerisches Getue, ihre Verdummungsversuche und ihr Geschäftsgebaren; äußerlich der Verkauf von Ablassbriefen und die Käuflichkeit kirchlicher Ämter. Für Luther redete die alte Dame zwar von Gott, aber nicht mit Gott. Und der „glühende Backofen voller Liebe“, so der Reformator über Gott in einer Predigt aus dem Jahre 1522, lasse sich auch nicht kaufen.

Dem streitbaren und provozierenden Kämpfer gegen kirchliche Würdenträger waren insbesondere  die Bibel wichtig - kein Rezeptbuch für das Verhalten, wohl aber geistliche Quelle und ethischer Kompass - ; die Gnade - kein leeres Versprechen, wohl aber die Gewissheit der bedingungslosen Annahme durch Gott - ; der Glaube - kein blindes Gefühl, wohl aber der Schlüssel des Menschen zum Evangelium - ;  Jesus Christus - kein Religionsstifter, wohl aber menschlicher und zugleich göttlicher Spiegel der universellen Liebe Gottes.

    

Lebt heute in der „alten Dame“, die alle Konfessionen als Kirche Jesu Christi verkörpert, das Anliegen Luthers und der Reformation fort?

Oder ist sie vor allem mit der Verwaltung des Erbes beschäftigt, mit Gremienwirtschaft, Behördenstruktur, Machthierarchien, mit sich selbst?

Passt sie sich ängstlich jeder neuen Mode an und holt das Kleid der Verkündigung nur selten aus dem Schrank ursprünglicher Aufgaben?

Wird sie als Moraltante wahrgenommen, die Zensuren erteilt, deren Stimme in der Öffentlichkeit höchstens geduldet, jedoch nicht ernstgenommen wird?

Plustert sie sich als kirchliche Managerin eines sozialen Marktriesen auf, weil sie meint, noch effizienter agieren zu können, und Nächstenliebe nur übt, wenn sie sich rechnet?

 

Die alte Dame ist aber noch nicht am Ende ihres Lateins, wenn sie ihre geistlichen Wurzeln neu- oder wiederentdeckt. Ihre größten Feinde sind Verwaltungsmentalität und Selbstverweltlichung, Selbstgerechtigkeit und Gleichgültigkeit, Mittelmäßigkeit und Realitätsverlust, vor allem jedoch Unglaube und Kleinglaube, nicht mit Gottes Handeln zu rechnen.

 

Aber wie  kommt ein neuer moderner Geist in die alte schwerfällig gewordene Dame?   Indem man in ihr Gesicht mit den Falten der Erinnerung, aber auch den klaren Augen blickt - und sich darin selber entdeckt. Denn Kirche hat man nicht, sondern man ist Kirche. Die Erneuerung der Kirche fängt beim einzelnen an, der mit Gott und den Menschen durch den Glauben, die Bibel, die Gnade und den Geist Jesu Christi in Verbindung bleibt.

 

Die alte und zugleich junge Dame bleibt dann keine langweilige Amtskirche ohne Fußvolk, keine Haus- oder Nischenkirche, sondern wird eine begeisterte Kirche Jesu Christi, die Schritt halten kann und andere suchende und dienende Christen begeistert. Sie braucht keine äußere Gesichtsstraffung, wohl aber ein neues und gelebtes Grundvertrauen in Gott, der an ihr und durch sie in der Welt und für die Welt handelt und deshalb als ewiger Erneuerer nie aus der Mode kommt.

 

Burkhard Budde


Ein Artist.

 

Nur ein Artist?

Eine exotische Ausnahmeerscheinung ohne Alltagsberührung?

Mit perfekten Leistungen ohne Nachahmungsmöglichkeiten?

 

Ein außerordentlicher Zauberer?

Ein Spiegel unwirklicher Illusionen?

Mit phantasievoller Schaffenskraft und gezähmter Leidenschaft?

 

Ein Mensch und zugleich Künstler?

Der viel Schweiß und Nerven, Fleiß und Zeit investiert hat?

Mit ständigen Wiederholungen und immer neuen Anfängen?

 

Der als Paar ein faszinierendes und fesselndes Spiel vorführt.

Das zusammen gewachsen ist und jetzt mit Grenzen spielt.

Mit Selbstvertrauen und bedingungslosem Fremdvertrauen.

 

Funkelnde Akrobatik und akrobatische Geschmeidigkeit,

die unerreichbar, aber unbeschreiblich schön ist.

Den Atem anhaltend bis der Applaus alle erlöst.

 

Burkhard Budde

(Inspiriert durch den Besuch „Trust me“ im Lessingtheater in Wolfenbüttel am 25. Oktober 2017)


Nicht Asche verwalten, sondern Feuer entzünden

In Braunschweig wurde Kirchengeschichte geschrieben

Der Reformator Martin Luther hat nie die alte Hansestadt Braunschweig besucht. Dafür aber war sein Freund Johannes Bugenhagen in der Stadt Heinrichs des Löwen und führte 1528 die Reformation auf Bitte des Braunschweiger Rates ein. Bugenhagen, der aus dem pommerschen Treptow stammte und seit 1523 Stadtpfarrer in Wittenberg war, setzte auch in Braunschweig um, was Luther dachte.

 

Die Neuregelung der Braunschweiger Stadt- und Kirchenordnung, die der Theologe Bugenhagen erarbeitete und die vom Rat am 6. September 1528 beschlossen wurde, war wegweisend für die folgende Reformation in Norddeutschland und ganz Europa, zum Beispiel für Hamburg, Lübeck, Pommern und Dänemark (Norwegen).

 

Auf diesen historischen Schatz in Braunschweig, auf die erste Verfassungsurkunde des Luthertums weltweit, wiesen Pfarrer Dieter Rammler, Direktor des Theologischen Zentrums Braunschweig, und Dr. Henning Steinführer, Leiter des Braunschweiger Stadtarchivs, während Veranstaltung des Lions Clubs Braunschweig Dankwarderode  am 26. Oktober 2017 in der luth. Pfarrkirche St. Ulrici- Brüdern hin.

 

In der Kirchenordnung, dem „Braunschweiger Modell“ (Rammler), von Bugenhagen, dem „Glücksfall für Braunschweig“ (Steinführer) erarbeitet, ging es vor allem um die die Gestaltung des christlichen Gemeinwesens, um den Gottesdienst (z.B. Predigt und Abendmahl im Mittelpunkt, keine Seitenaltäre, gute Prediger, die bibelorientiert waren), um die Armenfürsorge (z.B. Finanzierung der Hebammen, Einsatz von Diakonen) und um das Schulwesen (für alle, auch für Mädchen, Finanzierung).

 

Braunschweig war - wie Städte überhaupt - Vorreiter der Reformation, weil sich ein humanistisch gebildetes Bürgertum nicht länger bevormunden lassen wollte. Die Botschaften „Alle sind gleich“ und „Jeder kann sich eine eigene Meinung bilden“ zündeten – und bleiben bis in die Gegenwart relevant. Luthers geistig-geistliche Flamme brauchte Freunde wie Bugenhagen, um nicht im Keim erstickt zu werden. Die Erneuerungsbewegung braucht auch heute keine Verwalter der Asche, sondern Mitstreiter, die das Feuer der Freiheit und Verantwortung, der Solidarität und Bildung immer wieder neu entfachen.

 

Burkhard Budde


Kommentar

 

Muslimischen Feiertag einführen?

 

Überlegungen, einen muslimischen Feiertag in Deutschland einzuführen, mögen gut gemeint sein. Aber sind sie weitsichtig und klug, Motor oder Bremse der Integration?

Warum gleichsam rechtlich Gas geben und - „typisch deutsch“ - wieder Regelungen schaffen?

 

Schon heute können muslimische Arbeitnehmer oder muslimische Schüler religiöse Feste wie Ramadan oder das Opferfest feiern, wenn keine Sachgründe wie der notwendige Betriebs- und Schulablauf  oder -Frieden dagegen sprechen.

 

Wer sich für die Einführung eines muslimischen Feiertages mit dem Hinweis auf Pluralität, Meinungs- und Religionsfreiheit einsetzt, öffnet die Tür für weitere Forderungen. Zum Beispiel die Einführung eines Feiertages für Konfessionslose und Nichtgläubige oder einen Feiertag der religiösen Vielfalt?! Und könnte es nicht auch gute Gründe für die Einführung eines jüdischen Feiertages geben, um die Erinnerung an Gewaltherrschaft und Diktatur wachzuhalten und damit die gemeinsame Verantwortung im Blick auf den Schutz der Menschenwürde zu stärken?

 

Und wenn schon generell „Bilanz“ gezogen wird, weil die christlich geprägte Feiertagskultur nicht selten inhaltlich ausgehöhlt worden ist oder eine Abstimmung mit den Füßen erfährt,     warum nicht gleich im Gegenzug oder als Kompensation für einen Islam-Feiertag den 2.Weihnachtstag, den 2.Ostertag oder den 2. Pfingsttag als staatlich anerkannte religiöse Feiertage abschaffen?

 

Es geht kein Weg an der gewachsenen Identität eines Landes vorbei, den kulturellen und religiösen, geprägten und (immer noch) prägenden Fingerabdruck wahrzunehmen. Zur identitätsstiftenden Einheit gehören Sprache und Geschichte, Traditionen und Rituale, aber auch die christlichen Wurzeln, Werte und Normen, die gerade ein tolerantes und friedvolles Miteinander und Füreinander ermöglichen.

 

Wichtiger als ein neuer religiöser Feiertag sind ein gesellschaftliches Klima und ein politischer Werterahmen, zu dem individuelle Freiheit und persönliche Verantwortung, Heimatorientierung und Weltoffenheit gehören, der nicht verschwiegen, sondern genannt, erklärt, gelebt und vorgelebt, gefördert, aber auch eingefordert werden muss. Damit unsere Gesellschaft auf dieser Grundlage offen und zukunftsfähig bleibt und nicht in ein Vielerlei und Allerlei auseinanderdriftet.

 

Wichtiger als Feiertage sind  gelebte Inhalte der Integration in den Moscheen, Synagogen und Kirchen, aber auch in den Parlamenten und Schulen, Unternehmen und Häusern. Und manche Bürger können auch im stillen Kämmerlein in geistig-geistlicher Tiefe viel für eine wehrhafte Gesellschaft mit menschlichem Antlitz viel bewegen, integrieren.

 

Burkhard Budde


Auf ein Wort

 

Mehr als Süßholzgeraspel

Die Sahne, die stolz den Kuchen dekoriert, greift plötzlich den Zucker an: „Du löst dich doch nur im Tee auf und verschwindest“. Verärgert reagiert der Zucker und geht in die Offensive: „Ohne dich schmeckt der Kuchen immer noch und keiner würde dich vermissen“. Ein Mehrkornbrötchen, das auf einem Teller in der Nähe liegt, mischt sich ein und sagt: „Alles gehört irgendwie zusammen. Ohne meine Körner wäre ich kein Mehrkornbrötchen“. Nur ein Eis am Stiel, an dem ein Kind schleckt, schweigt, verdreht aber die Augen und denkt nach. Ist nicht alles vergänglich, vielleicht sogar vergebliche Liebesmüh? Auch oder gerade, wenn man selbstlos ist, weil man dann sein Selbst los wird? Aber wo bleibt der Sinn allen Lebens?

 

Nur einfach auf die Sahne hauen, täuschen und blenden, übertreiben und aufbauschen macht den Kuchen auch nicht genießbarer oder attraktiver. Aber „Sahne mit Begründung“ kann dem Auge schmeicheln und die Zunge verzücken; ihr „schöner Schein“ zum gemeinsamen Sein mit dem Kuchen dazugehören.

 

Nur einfach den Zucker verteufeln, unterstellen, dass Werte wie Verantwortung und Fairness Süßholzgeraspel seien, aber im Tee der alltäglichen Auseinandersetzungen keine Rolle spielten, muss nicht richtig sein. Keinem wird die Pistole auf die Brust gesetzt, seine Überzeugungen aus pragmatischen Gründen aufzulösen oder moralisch zu überzuckern. Jeder kann (!) sein Gesicht zeigen.

 

Wie beim Mehrkornbrötchen ist auch ein Leben im Einklang mit sich selbst und anderen möglich. Ohne dabei abzuheben oder sich aufzugeben. Vielmehr sollte man neugierig bleiben sowie gelassen bei der Suche nach Wahrheiten, Lösungen – nach Sinn.

 

Denn immer steckt im einmaligen und vielfäligen Leben, das vergänglich und endlich ist (kein Sonderwissen des Eises am Stil!), ein individueller Sinn mit vielen Überraschungen,  entdeckbar und wahrnehmbar im Lebensvollzug. Und der macht Geschmack – bei allen Unterschieden - auf gegenseitigen Respekt und begründetes Vertrauen, auf ein beglückendes Miteinander und solidarisches Füreinander.

 

Bei vielen Menschen läuft das Wasser im Munde zusammen - nicht nur, wenn sie an ein leckeres Stück Kuchen mit Sahne, an Tee mit Zucker (und Zitronensaft) oder an ein deftiges Brötchen mit gesunden Körnern denken. Sondern auch an ein bisschen Liebe, an bedingungslose Annahme, persönliche Wertschätzung, faszinierende Leidenschaft und an ein sinnvolles sowie sinnstiftendes Leben in Gemeinschaft.

 

In der wahren Liebe liegt der eigentliche Sinn des Lebens. Und in einer Sinnerfahrung kann sich beglückende Liebe ereignen.

 

Burkhard Budde

 

(Veröffentlicht auch in Wolfenbütteler Schaufenster am 22.10.2017)


Auf ein Wort

 

Zwischen Allmacht und Ohnmacht

 

Wer etwas (nicht) macht, hat (auch) Macht. Und diese ist weder die Krönung der Gottlosen noch der Ritterschlag der Frommen.

 

Machterwerb, Machterhalt und Machtverlust gehören zum Leben dazu wie die Luft zum Atmen. Einen machtfreien Lebensraum  gibt es nicht, auch wenn einzelne davon träumen, reale Machtspiele und Machtphantasien bewusst unter der Decke halten oder die eigenen Wechselbäder der Gefühle zwischen Allmacht und Ohnmacht verleugnen. 

 

Jede Macht ist ein Gestaltungsinstrument, das einem Menschen die Möglichkeit gibt, in das eigene oder fremde Leben positiv oder negativ auch gegen innere oder äußere Widerstände einzugreifen.

 

Aber Vorsicht! Politische Macht beispielsweise  kann wie eine Droge wirken, zum Kontrollverlust führen und abhängig machen. Oder wie Leim, der Atemwege der Menschlichkeit und des Anstandes verklebt. Oder wie Eis in der Sonne an einem Wahltag und schnell dahinschmelzen.

 

Macht darf nicht intriganten Strippenziehern, feigen Heckenschützen oder boshaften Gestalten überlassen bleiben. Ein dunkler Dschungel mit dem Gesetz des Stärkeren oder ein fieses  Theaterspiel mit heuchlerischen Akteuren  muss vielmehr

 

 transparent gemacht sowie machtvoll bekämpft werden. Und demokratisch legitimierte Macht auf Zeit muss stets an Recht und Gesetz gebunden und öffentlich kontrollierbar bleiben, damit sie nicht missbraucht wird. Macht und Verantwortung sind zwei Seiten einer Medaille, der freiheitlichen Demokratie, die Machtteilung durch Gewaltenteilung kennt. 

 

Die politisch Mächtigen muss man nicht verteufeln oder verachten, auch nicht anhimmeln oder hofieren. Wohl aber kann man ihre legale und legitimierte Macht erkennen und anerkennen, wertschätzen und unterstützen. Besonders wenn sie sich für die Wahrung der Würde aller einsetzen und sich um die nachhaltige Gestaltung der Lebensbedingungen kümmern, die für alle wichtig sind. Nicht als Privilegierte mit Beharrungsvermögen, sondern als Macher im Auftrag von Bürgern für Bürger mit Entwicklungspotenzial.

 

Denn wer sich mit vertrauenswürdiger Vollmacht  für die Allgemeinheit oder auch für die Machtlosen einsetzt, braucht Macht.

 

Burkhard Budde

 

(Veröffentlich auch in Wolfenbütteler Schaufenster vom 15.!0.2017) 


Wendet ein neuer Vertrag die gemeinsame Not?

Botschaft eines St. Andreasberger an die Verantwortlichen

Der Blick eines stattlich wirkenden sowie farbenfroh und leger gekleideten Mannes in schwarzen Stiefeln ist ernst und sorgenvoll. In seiner rechten Hand hält er mit festem Griff ein gerolltes Stück Papier. Er richtet seine Augen zu einem jungen Mann, der ihm den Rücken zuwendet, weil er dabei ist, mit einer Lupe die Flosse eines Urreptils zu untersuchen.

Eine schlanke Frau in seiner Nähe blickt scheinbar sprachlos und fragend zum Himmel, an dem sich dunkle Wolken zusammenbrauen. Ein kleiner Waschbär (?, links im Bild) ist im Begriff, sich aus dem weiten und leblosen Tal, aus dem auch der ältere Mann in der Mitte gekommen ist, auf eine nächst höhere Ebene, gleichsam aus dem Bild hinaus zu bewegen.

 

Das Ölgemälde von Peter Peinzger, das zurzeit in der Kunstausstellung „Natur-Mensch-2017“ in St. Andreasberg im Oberharz zu sehen ist, trägt den Titel „Der Naturvertrag“. Der freischaffende Künstler, 1952 in Weimar geboren, seit 1973 in St. Andreasberg, Berlin und Schweden wirkend, provoziert allein mit dieser Überschrift.

 

Ist es nicht schon zu spät, einen Vertrag zwischen Natur und Mensch „auf Augenhöhe“ und „nachhaltig“ abzuschließen. Oder gibt es bereits seit langer Zeit einen Vertrag, der dem Menschen die alleinige Herrschaft über die Natur ermöglicht? Wo ist die Vielzahl der Lebewesen (geblieben)? Wo der gemeinsame Lebensraum für Mensch und Tier? Wo das bunte und faire Spiel der Lebenskräfte? Und wer trägt die Verantwortung?   

 

Oder gibt es trotz aller Monotonie und Herrschaft sowie aller Monopole und Bevormundung noch Hoffnung auf ein neues und gemeinsames  Leben in und mit der Natur?

 

Oder wird sich die zerstörte und gleichgemachte Naturlandschaft mit ihren rohen und unberechenbaren Urgewalten eines Tages rächen, sich gegen den Menschen aufbäumen, ihm den Vertrag aus der Hand reißen, ihn selbst an den Rand drängen, wie einen bösen Traum vertreiben oder zum ohnmächtigen Zuschauer degradieren?

 

Ist der rote Horizont ein Weckruf zur Umkehr? Der helle Himmel (mit einem versteckten Gottesauge?) ein Ruf in die persönliche und politische Verantwortung? Sind die hellen Gesichter der  Akteure ein Hoffnungsschimmer?

 

Vor allem geht dem Betrachter des Bildes ein Licht auf - das Licht der Vernunft, damit ein neuer Vertrag mit der Natur im beiderseitigen Interesse abgeschlossen wird?!

 

Damit die schöpferische Kraft der Versöhnung das letzte Wort behält?!

 

Burkhard Budde


Faszination wirkt bis in das Reich der Mitte

Besondere Reize im Harz

 

Faszination Harz: „Die Sehnsucht nach den Bergen und Tälern war so groß, dass ich nach 10 Jahren zurückgekehrt bin“, berichtet mir eine junge Kassiererin im Supermarkt einer kleinen Stadt im „Bergwald“, so die Bezeichnung des Harzes im Mittelalter. Zuvor habe sie an der Küste gearbeitet, wo es auch sehr „cool“ war, aber die Liebe zur Heimat war dann doch wohl intensiver.

 

Das Mittelgebirge mit seinen drei Naturparkes am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie mit dem Brocken (1142 Meter hoch) hat ganz besondere Reize, die viele Menschen zum Beispiel aus Braunschweig und Hannover, aus Hamburg und Bremen, aber auch aus Berlin sowie aus den Niederlanden und Dänemark regelmäßig anziehen.

 

Das faszinierende Zusammenspiel sowie einzigartige Wechselspiel von urwüchsiger Natur und gewachsener Kultur, von beispielhafter Technik und sozialer Geschichte lässt die Seele des Besuchers nicht unberührt, öffnet und bewegt sie, lässt sie eins werden mit dem Erlebten, das ihr schöpferische Ruhe und neue Kraft schenkt.

 

Ich komme in der Bergstadt St. Andreasberg im Naturpark Harz mit einem älteren Ehepaar aus Leipzig ins Gespräch. Seit der Wiedervereinigung machen sie regelmäßig Urlaub am Rande des Nationalparks Harz und erkunden die Region. „Es gibt Städte, die langsam aufblühen. Aber auch Orte, die sich immer noch im Dornröschenschlaf befinden.“ „Aber ist das nicht auch ein besonderer Reiz?“ frage ich. Das Paar lacht spontan. Dann antwortet die Frau: „So habe ich das noch nicht gesehen“. Wir sprechen über diese Orte, die behutsam „wachgeküsst“ werden können, ohne den Charme ihrer natürlichen Ausstrahlungskraft zu verlieren.

 

Wir verstehen uns: Der geheimnisvolle Mantel, der sich über einen solchen Ort wärmend und beruhigend legt, wird im hektischen und gestressten Alltag einer Großstadt (mit anderer Luft und mehr Lärm) immer seltener erfahrbar. Und diesen Mantel, der aus Natur und Kultur zusammengesetzt ist, wenn nötig zu flicken oder zu erneuern, ohne ihn einfach zu zerstören, kann eine spannende politische und zivilbürgerliche Aufgabe sein, die Zukunft eröffnet.


 

Wenig später kommt es zu einer Begegnung mit den Bandmitgliedern der Indi-Popgruppe „You Silence I Bird“ aus Hannover und Braunschweig. Sie machen am Rande der Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld einen Band-Urlaub. Denn die Natur ist ihnen eine wichtige Inspirationsquelle.

 

Übrigens scheinen auch die etwa 600 chinesischen Studenten an der Harzer Hochschule von dieser Quelle, die sich untrennbar mit dem Studienort verbindet, fasziniert zu sein. Denn nicht ohne Gründe (Plural!) wirkt die Harzer Faszinationskraft bis in das Reich der Mitte.

 

Burkhard Budde


Auf ein Wort

 

Farbe bekennen

 

Immer nur zur harmonischen Musik in Reih und Glied marschieren? Es möglichst allen recht machen? Für alles offen sein?

Ok?! Aber sich dann nicht wundern, wenn man auf Dauer von niemandem mehr so richtig wahr- und ernstgenommen wird. Dass gähnende Langeweile herrscht. Oder dass man plötzlich zwischen allen Stühlen sitzt, wegen vieler Angriffsflächen.

 

Wer überleben will, muss sich auch anpassen können – aber möglichst nicht um jeden Preis, zum Beispiel um den Preis persönlicher Rückgratverkrümmung und der  Selbstaufgabe oder der Zementierung der Verhältnisse.

 

Es gibt eine Alternative: Man kann versuchen, Brücken zum Andersdenkenden zu schlagen, ohne ins Schwimmen der Beliebigkeit zu geraten; Segel zu setzen, die Argumente anderer bedenken, ohne das Ruder der Verantwortung  aus der Hand zu geben; mit dem Florett zu fechten, seine Überzeugungen vertreten, ohne zum Holzhammer der Selbstgerechtigkeit  greifen zu müssen.

 

Wohl wissend, dass niemand die Wahrheit gepachtet hat, weil es nur Wahrheiten gibt. Dass es nichts gibt, was allen gefällt. Dass einfach Abtauchen in den angeblichen Geschmack der meisten Menschen gefährlich ist, wegen Luftmangel bzw. Perspektivlosigkeit.  

 

Erst die Suche nach tragfähigen und nachhaltigen Lösungen zum gegenseitigen Nutzen und zum Wohle aller  eröffnet neue Möglichkeiten - immer gebunden an gemeinsame Werte wie Fairness und Wahrhaftigkeit, Toleranz und Kompromissbereitschaft, Empathie und Wehrhaftigkeit.

 

Um Ziele zu erreichen, müssen Werte gelebt werden. Muss der einzelne auch mal aus der Reihe tanzen, um in Würde und Freiheit Farbe zu bekennen. Damit aus verschiedenen Farben ein hoffnungsvolles Bild wird, das im gegenseitigen Vertrauen selbst bei schräger Marsch- und Begleitmusik alle Verantwortlichen bewegt. Damit die Wirklichkeit „fit“ für die Zukunft wird. Und die Vernunft das letzte Wort behält.

 

Burkhard Budde 

 

(Veröffentlicht auch in Wolfenbütteler Schaufenster vom 8.10.2017 sowie in Die Welt vom 2. 10.2017)


„Verrückte Brötchen des Humors“

Komiker Johann König in Wolfenbüttel

 

Spaßverderber oder Miesepeter konnte man nicht erleben. Wohl aber Spaßvögel, die über einen Komiker und seine Späße spontan und herzhaft lachen konnten.

Das gelang Johann König mit seinem Spaßprogramm „Milchbrötchenrechnung“ am 6. Oktober 2017 in der Lindenhalle in Wolfenbüttel, zeitweise wie am Fließband einer Bäckerei. König, der „irre Vogel“,  hielt etwa 1000 Teilnehmern den Spiegel mit Alltagserfahrungen im Haushalt, aber auch auf der Straße und im Zoo vor, indem sich vielen wiederentdecken konnten – mit spitzer Zunge, süßem Gift und Überraschungseiern.

 

Dem freundlichen Komiker konnte man selbst Zerrspiegel mit „boshaften“ und „grenzwertigen“ Anspielungen sowie irritierenden und verrückten Wahrheiten nicht übel nehmen. Er täuschte mit Bekanntem, verführte mit immer neuen Bildern in den Kopfkinos seiner Zuhörer, um schließlich in überraschender Weise „seine“ Wahrheit ans Licht zu bringen sowie ins „rechte“ Licht der Wirklichkeit zu rücken.

 

Wer auch über seine musikalischen Einlagen und witzigen O-Töne nicht lachen konnte, wollte (oder konnte?) offensichtlich keinen Spaß verstehen. Und musste wohl die Rechnung der Milchbrötchen mit einfacher Bespaßung bezahlen.

 

Wer aber seine schmackhaften und zugleich verrückten Brötchen des Humors mit ironisierenden Rosinen verdaute, konnte in (fast) allen Spiegeln irgendetwas Komisches wiederentdecken. Und irgendwie und irgendwo sogar sich selbst. Der kam auf seine Kosten, lachte über sich selbst und wurde zum Spaßmacher seiner eigenen Seele.

 

Burkhard Budde  


„Rebellischer Geist mit gutem Gewissen“


Woher stammt der „rebellische Geist“, woher das „schlechte Gewissen“ eines Müßiggängers? Wer hat den „Schwarzen Peter“? Der Reformator Martin Luther (1483 bis 1546)? Oder begann beides mit dem Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg?



Für den Historiker Prof. Dr. Peter Burschel (Wolfenbüttel), der auf dem Rittertag des Johanniterordens am 30.September 2017 in Braunschweig den Festvortrag hielt, sind die Nähe des Protestantismus zur Demokratie und zum Kapitalismus Narrative (sinnstiftende Erzählungen), die immer noch wirkten. Der Protestantismus sei jedoch nur ein Weg (gewesen), um den Reformstau zu überwinden. Er stehe in einem komplexen Kulturzusammenhang und habe Spuren im Ausland im Kontext anderer Religionen und säkularer Lebensentwürfen hinterlassen. Und sich dabei selbst verändert.


Die „Musik“ des Protestantismus spiele heute in Afrika und Asien, nicht in Europa. Burschel weiter: „Und er kehrt in neuer Weise zurück, nicht immer ganz ohne.“


Aber was ist heute unter einem „rebellische Geist“ zu verstehen? Widerspruch und Widerstand zu leisten, wenn Würde und Menschenrechte verletzt werden? Oder wenn arrogante Gleichgültigkeit und ignorante Boshaftigkeit im Alltag herrschen?


Und was bedeutet heute „Müßiggang“? Entschleunigung, Pausenzeit, Auszeit, Selbstbefreiung aus dem Alltagstrott, (verantwortungs-) bewusstes Leben?


Vielleicht kann der Glaube an den gnädigen Gott bei der Suche nach persönlichen Antworten (doch) helfen, jenseits eines rebellischen Aktivismus, einer selbstgerechten Besserwisserei und einer müßigen Langeweile einen neuen Durchblick zu gewinnen.


Wie Luther können „Glaubensrebellen mit ethischem Kompass“ und „Müßigänger ohne schlechtes Gewissen“ erkennen, dass sie mit leeren Händen vor Gott stehen, damit sie die unsichtbare Hand Gottes (besser) ergreifen können, um persönlich zu begreifen: Ich bin bereits beschenkt, zum Beispiel mit Zuversicht und Kraft, vor allem mit (unendlich) viel Liebe. Und gebe diese Lebensgeschenke dankbar und gern, in Liebe und Vernunft weiter…

Burkhard Budde


Auf ein Wort

 

Lohn der Dankbarkeit

 

„Undank ist doch der Welt Lohn!“ denken die einen. Einen kühlen Kopf behalten, rechnen und analysieren, deuten und urteilen; darauf komme es an! 

 

Aber „nur“ denken? „Nein danke!“ antworten andere. Lieber jammern und nörgeln sie, kritisieren und schimpfen, zeigen scheinbar Betroffenheit und erzeugen miese Stimmung; das sei jetzt dran!

 

Aber einmal Hand aufs Herz: Wer hat sich selbst gezeugt, geschaffen oder geboren? Wer lebt ewig? Hat auch nur ein Mensch das Entscheidende im Leben in seiner Hand? Kann er vielleicht  Gesundheit, Liebe und Vertrauen einfordern oder gar einklagen? Sind diese Werte etwa käuflich und erwerbbar, einfach leistbar und herstellbar?

 

Und doch sollten wahre Lebensgeschenke bewusst bedacht und verantwortungsvoll durchdacht werden, gerade weil sie nicht selbstverständlich sind. Und damit man sie nicht holterdiepolter verliert.

 

Eine dankbare Hand kann leichter und bewusster abgeben, sogar vergeben, zum Beispiel Neid, Rache, Gier und Selbstsucht loslassen, um Sinnstiftendes und Lebensdienliches  sowie Versöhntes und Zukunftsorientiertes neu zu empfangen.

 

Der dankbar Denkende muss nicht mit seinen Händen auf seine eigenen Schultern klopfen, weil er ja immer alles richtig macht, sondern kann anerkennen, wenn andere tolle Leistungen erbringen; oder auch anderen, die gestürzt sind, auf die Beine helfen, damit sie wieder selbstständig laufen lernen.

 

Wenn einer weit und tief genug denkt, kann es sogar zu einer Begegnung mit der unsichtbaren, aber persönlich erfahrbaren Hand kommen, die alles Leben geschaffen hat, trägt und erhält, erneuert und vollendet. Die im Vertrauen auf die Botschaft Jesu Christi niemanden im Stich lässt. Und der man sich anvertrauen kann.

 

Doch der aktuelle Lohn jenseits von Undankbarkeit und Gedankenlosigkeit ist die innere Freiheit, im Leben und für das Leben Verantwortung zu übernehmen – in freier sowie froh- und reichmachender Dankbarkeit.

 

Burkhard Budde

 

(Das Foto zeigt ein Werk der Künstlerin Marie-Luise Schulz aus Braunschweig; der Artikel ist auch im Wolfenbütteler Schaufenster am 1. Oktober 2017 erschienen.)

 

Auf ein Wort

 

Steckt im Menschen ein Politiker?

 

Nach einer Weinprobe, an dem auch Politiker teilgenommen hatten, verkündete ein Bürger stolz: „Politiker sind auch nur Menschen.“ Eine neue Erkenntnis?

 

Klar, demokratische Politiker sind keine Übermenschen, die eine neue Welt aus ihrem Hut zaubern können. Keine Super-Schlaumeier, die in der Lage sind, Flaschen zu öffnen und über deren Inhalt zu sprechen, aber selbst den Inhalt nie „verkostet“ haben. Keine Super-Pokerspieler, die mit allen Wassern gewaschen sind, und mit einem freundlichen Pokerface ihre Mitspieler über den Tisch ziehen.

 

Als Menschen, die in der Politik und von der Politik verdienen, kennen auch sie Wechselbäder der Gefühle, Ängste und Hoffnungen, Verletzungen und Ungerechtigkeiten. Auch sie sehnen sich nach Wertschätzung und Anerkennung, Sinnerfüllung und Erfolg. Und auch sie haben Neigungen und Vorlieben, Ecken und Kanten, eine individuelle Geschichte mit Prägungen und Erfahrungen.

 

Aber ihre Wähler erwarten zugleich, dass sie sich nicht wie Klein- oder Großfürsten in demokratischen Gewändern aufführen, sondern vertrauenswürdig sind und keinen Etikettenschwindel betreiben: Nicht Wasser predigen und selbst Wein trinken.

Dass sie die Sorgen der Wähler kennen, sie wahr- und ernstnehmen sowie sich mit ihnen ehrlich und sachliche auseinandersetzen, ohne es allen recht machen zu wollen.

 

Politiker, die um Vertrauen bitten, haben eine Vorbildfunktion: Ohne Gesetzestreue und Rechtstreue können sie ihren Dienst vom Bürger legitimiert und für den Bürger nicht wahrnehmen. Sie müssen frei genug sein, sich eine eigene Meinung zu leisten, sie aber auch immer wieder kritisch zu hinterfragen und vor allem die Freiheit des politischen Gegners zu respektieren, anders zu denken.

 

Demokratische Politiker sind dem ganzen Volk verpflichtet, nicht in jeder Beziehung  einer Fraktion, Partei, Gruppe oder Organisation. Anerkennen wir diesen Dienst für das Gemeinwohl. Verstehen wir ihn, können wir aufstehen und zur Wahl gehen. Wohl wissend, dass Politiker Menschen wie wir alle sind.

 

Im Wein soll Wahrheit stecken. Aber steckt nicht auch in jedem Menschen ein Politiker?

 

Burkhard Budde

 

(veröffentlicht auch am 24.9.2017 im WOLFENBÜTTELER SCHAUFENSTER und am 15.9.2017 in DIE WELT)


Auf ein Wort

 

Ein Schlüssel für Schubfächer

 

Wo ist der Schlüssel für das Schubfach?

 

In einem fast leeren Schubfach befinden sich nur wenige Wissensbrocken und Meinungsfetzen; in einem überfüllten nur alberner Krimskrams sowie Trophäen der Geschmacklosigkeit.

 

Unsichtbare, aber liebgewonnene Schubfächer dienen dazu, Menschen zu bewerten, einzusortieren und wegzuschließen. „Das ist typisch“, heißt es dann. Und leicht entsteht daraus ein festes Vorurteil oder sogar ein Feindbild.

 

Schubfächer bieten zwar grundsätzlich Ordnung und Orientierung, um Dinge und Meinungen schneller wiederfinden zu können.

 

Aber sie bilden nicht die ganze Vielfalt der Wirklichkeit ab. Von Zeit zu Zeit sollten deshalb die Inhalte kritisch gesichtet werden, um kein unübersichtliches Chaos entstehen zu lassen, damit keine Inhalte verstauben oder ungenießbar werden, um vor allem Platz für Neues und neue Entdeckungen zu schaffen.

 

Denn könnte es nicht sein, dass ein Mensch sich weiterentwickelt hat? Oder dass er auch aus dem Schubfach herausmöchte?

 

Der Schlüssel zum Verschließen (Gehässigkeiten gehören in das unterste Schubfach) und Aufschließen (weil es nur faire Chancen außerhalb eines Schubfaches gibt) ist die (selbst-) kritische Liebe, auf der kein Etikett und kein Preisschild kleben.

Als Würde in Vernunft und Menschlichkeit, die der Schöpfer allen seinen Geschöpfen ohne Leistungen geschenkt hat, kann sie nicht eingeschlossen werden. Sie hilft, schubfachfertige Antworten zu überwinden. Und ermöglicht eine befreite Beweglichkeit im Kopf sowie offene und freie Begegnungen mit Überraschungen.

 

Wer diesen Schlüssel sucht, hat ihn schon gefunden.

 

Burkhard Budde


 

( Das Foto zeigt ein Werk der Künstlerin Marie-Luise Schulz aus Braunschweig; der Text ist auch veröffentlicht im Wolfenbütteler Schaufenster vom 17. 9. 2017.)


Auf ein Wort






Im Laufrad des Lebens

 


Auch ein Hamster im Laufrad leistet etwas.

Gleichzeitig sein Smartphone zu benutzen, eine Zigarette zu rauchen und einen Kinderwagen zu schieben, bedarf einer flinken Akrobatik. Sich im Alltags- und Berufsleben abzustrampeln und immer besser sowie erfolgreicher zu werden, geht nicht im Schneckentempo.

 

Aber kommt ein Hamster, auch wenn das Rad sich immer schneller und sich alles nur noch um ihn bewegt, wirklich von der Stelle?

 

Um den (existentiellen) Schwindel zu überwinden und um neue Orientierung, Halt und Kraft, vor allem Selbstbestimmung zu gewinnen, sind Ruhephasen wichtig. Nicht nur um das Leben wirklich zu genießen und echte Freude zu haben, sondern auch um mit der Zeit souverän und in freier Vernunft umzugehen; zum Beispiel: Kann ich mir eine eigene Meinung bilden und das Wesentliche vom Unwichtigen (noch) unterscheiden? Welche (neuen) Schwerpunkte muss ich setzen? Wie kann ich lernen, “Nein“ oder „Ja“ zu sagen? Unangenehme Dinge als Erstes zu tun? Mich selbst kritisch zu sehen? Mich begründet zu entschuldigen? Verantwortung zu übernehmen? Widerspruch mutig zu leisten, wenn die Würde mit Füßen getreten wird?

 

Manche entdecken in dieser Zeit des bewussten und vertieften Nach- und Vordenkens noch mehr. Die Lebenszeit, die einmalig und begrenzt ist, bleibt ein göttliches Geschenk des Gebers aller Zeiten. Zu wertvoll, sie nur im Hamsterrad des Lebens zu verbringen.

 

Burkhard Budde

 

(Veröffentlicht auch im Wolfenbütteler Schaufenster am 10.September 2017)


Kein Platz für Hass

Klavier und Geige in einer Brust


 

Die beiden verstehen sich prächtig. Ihr Zusammenspiel verzaubert viele. Doch dann brodelt es in der Brust. Bei jedem Atemzug gibt es ein Stechen. Neid nagt am Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Eifersucht verstärkt Verlustängste und sät ständig Misstrauen. Ruhmsucht lässt Eitelkeit und Verachtung anderer erblühen. Herrschsucht lässt keine anderen Meinungen gelten und duldet keinen Widerspruch. Selbstsucht breitet sich explosionsartig aus und vernichtet alle menschlichen Spuren.

 

„Du bist selbstverliebt“, verurteilt die Geige das Klavier, das kontert: „Und du selbstgerecht“. Das Klavier glaubt tatsächlich, stets den Takt vorgeben zu müssen, weil es etwas „ganz Besonderes“ sei. Und die Geige lebt im Bewusstsein, immer „bestens gestimmt“ zu sein. Es kommt zur Machtfrage: Wer hat das Sagen im Konzert des Lebens? Wer setzt sich trotz der Widerstände beim Spiel durch? Und wer bekommt den meisten Applaus?

 

Beide kochen vor Wut, versuchen von eigenen Misstönen abzulenken und eigene Schwächen mit aggressiven Tönen unhörbar zu machen. Die Geige behauptet, dass das Klavierspiel „eigentlich“ überflüssig sei. Und das Klavier wird taub für die wichtigen Einsätze des „bedeutungslosen“ Geigenspiels. Humorlos sowie immer kraftloser und einsamer, ideenloser und stereotyper, hemmungsloser und brutaler blubbern sie voller Selbstmitleid das immer gleich Lied von Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit.

 

Bis der ganze Körper und ihr Leben vergiftet sind und der Dirigent das respektlose Spiel beendet, weil in der Brust kein Platz für Hass ist, der alles zerstört - wahllos, ausnahmslos, rücksichtslos.

 

Dabei will der Dirigent, der zugleich Komponist ist, das Lied von Freiheit und Liebe, Verantwortung und Vernunft, Recht und Gesetz, Geschichte und Kultur sowie von dienender und geteilter Macht auf Zeit einüben.

 

Und dafür braucht er auch ein Klavier und eine Geige, die sich respektieren, die mehrstimmige Partitur achten und die gemeinsamen Spielregeln beachten, um im Orchester des Lebens Freude zu verbreiten, vor allem im Vorspiel und Zusammenspiel eine gemeinsame Zukunft für alle zu stiften.

 

Denn wenn die Seele anderer durch das Lied vom neuen Leben, das nur Neuanfänge kennt, verzaubert wird, kann die Ideologie des Hasses entzaubert, die Vernunft (wieder)

vernünftig und der Mensch (wieder) menschlich werden, kritische Mündigkeit und unabhängige Unterscheidungskraft (wieder) wachsen.

 

Burkhard Budde


Kommentar

Mehr als ein religiöses Tortenstück

Warum lassen sich junge Paare kirchlich trauen?

 


Kirchliche Trauung? Ja, bitte!

Warum möchten junge Paare in einer Kirche getraut werden?

Weil das Ja-Wort vor dem Traualtar wie eine hübsche Blume im bunten Strauß kultureller Angebote ist? Weil ein religiöses Tortenstück der bunten Hochzeitstorte traditionell dazugehört? Weil etwas Außergewöhnliches  gesucht wird und zwar in der zeremoniellen Inszenierung von standesamtlicher Eheschließung und anschließender Hochzeitsfeier mit gutem Essen und Trinken, Reden und Showelementen, mit Glanz und Tanz?

 

Viele mögliche Gründe gibt es; aber offensichtlich soll bei allen Brautpaaren, ob sie nun religiös oder religiös „unmusikalisch“ sind, das Versprechen eines wichtigen persönlichen Moments an einem spirituell sprechenden Ort gemeinsam mit Weggefährten eingebettet werden.

 

Der kirchliche Raum atmet den Geist der Kontinuität und Freiheit. Die Brautleute sagen (noch einmal) freiwillig „Ja“ zu einem gemeinsamen Lebensweg vor Verwandten und Freunden, vor der kirchlichen Öffentlichkeit. Nicht aus Spaß oder nur für einen flüchtigen Augenblick, sondern verbindlich und auf Dauer - und in der Kirche vor einer übergeordneten und umfassenden Verantwortungsinstanz, vor dem liebenden Gott sowie vor seiner Gemeinde. Die Zeitgeister der Schnelligkeit und der Schnelllebigkeit, der Gleichzeitigkeit und der Oberflächlichkeit, der Technikhörigkeit und des Lebensdrucks werden so zur Ruhe gebracht, gebändigt und neutralisiert, wenigstens zeichenhaft und zeitweise. Und die freie Entscheidung der Brautleute vor dem Standesbeamten wird an einem Ort bekräftigt, vertieft und in einen erweiterten Horizont gestellt, der über sich selbst hinausweist, alle miteinander verbinden will und allen Lebensmöglichkeiten auf allen Wegen verspricht.

 

Der kirchliche Raum atmet zudem den Geist der Liebe und der Verantwortung. Brautleute und die Verkündigung der christlichen Botschaft von der Gottes- und Nächstenliebe gehen ein untrennbares Bündnis ein, weil die Brautleute im Mittelpunkt der Trauung stehen, indem ihnen persönlich die bedingungslose Liebe Gottes zugesprochen wird, die ihnen eine unverlierbare Würde schenkt und befähigt, selbst Verantwortung füreinander und miteinander sowie für die Mit- und Nachwelt zu tragen. Der Geist der Liebe Christi, der nur Neuanfänge kennt, die Vernunft erhellt und vernünftig macht, Maßstab aller Dinge ist, Kraft und Mut zur Erneuerung schenkt und Strukturen prägen kann, wird auch durch den Raum sprach- und erlebnisfähig. Die Brautleute verspüren, dass sie nicht allein auf dem Wege sind, sondern dass es eine begleitende Gemeinschaft der Gläubigen und Liebenden gibt, die nicht bevormunden, sondern zur Freiheit in Liebe und Verantwortung befähigen wollen.

 

Der kirchliche Raum ist wichtig für die suchenden Seelen nach dem Geist der letzten Geborgenheit und des letzten Sinns, auch und gerade weil der Geist Jesu Christi sich nicht einsperren oder wegsperren, sich nicht gleichgültig ignorieren oder schwärmerisch instrumentalisieren lässt. Doch auch er braucht manchmal ein „menschliches Gefäß“, einen würdigen Ort des neuen Nachdenkens mit neuen Energien und des gemeinsamen Feierns ohne Unterschiede. Das Gefäß im weitesten Sinn bleibt zwar unvollkommen und brüchig, aber mit ihm kann man – und sei es nur ein Tropfen - sinnstiftendes Außergewöhnliches für das „Gewöhnliche“ im Alltag schöpfen.

 

Und könnte dann nach einer Hochzeitsfeier im Ehealltag nicht die Erinnerung an den ein oder anderen geistig-geistlichen Tropfen ein Versuch wert sein, mit dem liebenden Gott selbst froh- und neumachende Erfahrungen zu sammeln?!

 

Burkhard Budde

 

Beim Hausbau von Liebenden



Im Ruheraum kann der Körper durchatmen, die Seele beruhigt werden und der Geist neue Orientierung finden.

Im Innenraum wird das Wissen vermehrt; im Vorraum, der zum Innenraum führt, das Gewissen geschärft, Sinn gestiftet und Herzensbildung gestärkt.

Die Fenster und Türen können geöffnet werden, damit die frische Luft des geistigen Austausches hereinkommt; geschlossen werden, damit die Individualität in der Zweisamkeit vor Zugwind geschützt ist.

Bausteine und Material sind wertschätzende Kommunikation, Fingerspitzengefühl und Empathie, Vergebungsbereitschaft und Solidarität sowie gegenseitige Entwicklungshilfe.

Das Fundament ist unsichtbar, aber im gegenseitigen Grund-Vertrauen erfahrbar, so dass Toleranz und Akzeptanz, Kompromissbereitschaft und versöhnliches Streiten möglich werden.

Der Baugrund ist das Vertrauen in Gottes letzte Geborgenheit und in seine bedingungslose Liebe, die seit Jesus Christus nur Neuanfänge und die persönliche Verantwortung vor dem liebenden Gott und dem Nächsten kennt.

 

 

 

 

Das Haus wird nie perfekt sein, aber in Liebe, in Freiheit und Barmherzigkeit um-, weiter- und neugebaut, kann es im Häusermeer des Lebens nicht übersehen werden.

Denn es lädt stets zu neuem Leben ein.

 

Burkhard Budde


„Jeder Mensch kann schön sein,

ein ästhetisches Ereignis“

„Hairspray“ auf dem Braunschweiger Burgplatz

Träume können Schäume sein oder zu Alpträumen werden. Aber manchmal ist das Kopfkino auch eine vorweggenommene Wirklichkeit, die lustvoll Freude bereitet. Der Traum von Erfolg, Berühmtheit, Gerechtigkeit und Liebe kann dennoch wahr werden – trotz schlechter Voraussetzungen, auch wenn man nicht in ein passendes Klischee passt und „schlechte Karten“ hat.

 

Diese Erfahrung sammelt die junge Tracy Turnblad in „Hairspray“, einem Broadway Musical, das zurzeit  auf dem Burgplatz in Braunschweig aufgeführt wird. Sie ist zwar ehrgeizig und begabt, aber für eine Tanzkarriere offensichtlich für die Idealvorstellung ihrer Zeit viel zu dick und ohne entsprechende Förderer und Netzwerke.

 

Nichtdestotrotz – gegen Widerstände - gelingt es ihr, an einer TV-Show teilzunehmen und die „Miss Teenage Hairspray“- Wahl zu gewinnen. Dass sie es (zugleich) schafft, Herzen zu erobern – besonders das Herz des Teenie-Schwarms Link Larkin - sowie sich erfolgreich für schwarze Jugendliche einzusetzen, damit diese in Zukunft an der Tanz-Show gleichberechtigt teilnehmen können, krönt die Geschichte aus Baltimore der frühen 1960er Jahre.

 

Auch ein anderer Star überzeugte: Deborah Woodson (Motormouth Maybelle) war ein schillernder Blickfang für die Augen, ein eindringliches Erlebnis für die Ohren sowie ein bewegender Resonanzboden verzauberter Gefühle.

Die Hairspray-Songs gingen unter die Haut und verführten, den eigenen „Body“ unabhängig von fremden und unsichtbaren Jurys mit allen Sinnen anzunehmen und neu zu deuten. Annahme anderer kann durch Selbstannahme beflügelt werden. Und ist nicht jedes geliebte Geschöpf Gottes nicht nur lebenswert, sondern auch liebenswert?

 

Im Wechsel- und Zusammenspielspiel von Herz und Kopf kann zudem jeder Mensch auch schön sein, vor allem ein ästhetisches Ereignis, ob nun der Daumen anderer nach unten oder nach oben zeigt.

Kein „schöner Traum“ von morgen , sondern bereits eine „wahre Wirklichkeit“ von heute.

 

Burkhard Budde


Auf ein Wort

 

Eine Hütte im Gespräch mit einer Villa

Wie gelingt ein erfolgreiches Leben?

Eine unzufriedene und einsame Wohnhütte fragte eine vornehme und feine Villa mit gehobener Ausstattung nach einem erfolgreichen Leben. „Das ist anstrengend. Ehrgeizige Ziele, konsequente Disziplin und ein langer Atem gehören dazu. Viele innere und äußere Widerstände, auch Neid und Eifersucht, musst du überwinden, bist du es geschafft hast. Und du brauchst stets ein wenig Glück, Türöffner und Rückenwind“.

 

Die Hütte verdrehte ein wenig die Augen. Sie meinte bereits alles versucht zu haben – aber ohne Erfolg. Ein anderes Wohnhaus, das zufällig und immer neugieriger das Gespräch verfolgt hatte, mischte sich ein und sprudelte voller Ideen und eigener Erfahrungen.

 

Man dürfe beim Haus des Lebens den Ruheraum nicht vergessen, der helfe Fremdbestimmung zu überwinden. Den inneren Raum des Wissens, zu dem man durch den Vorraum des Gewissens gelange. Die Fenster und Türen, die zu öffnen seien, aber auch verschließbar, um eine konkrete Verantwortung in der jeweiligen Situation wahrnehmen zu können. Die richtigen Bausteine und das entsprechende Material, um ein Miteinander und Füreinander, Empathie und Erneuerung zu ermöglichen.

Und vor allem müsse an ein stabiles und wachsendes Fundament des Selbst- und Fremdvertrauens gedacht werden, damit die Stürme des Lebens gemeistert werden können.

 

„Puh“, sagte die Hütte, schüttelte genervt den Kopf und blickte stur vor sich hin. „Das ist mir alles zu viel“. Und sie schimpfte noch über das Häusermeer, die Ungerechtigkeit und die verkommenen Paläste.

 

Die Villa mit ihrem individuellem Gesicht jedoch fühlte sich inspiriert und dachte fröhlich über einen Umbau und Erweiterungsbau nach – und wenig später auch an einen Neubau.

 

Burkhard Budde


Verzückt, verzaubert, verliebt

Lichtspiele faszinieren und reflektieren

 

Ohne Licht gibt es kein Leben. Und ohne Lichterspiele und Lichterglanz, ohne ein faszinierendes Feuerwerk, auch das der bewegten und bewegenden Gefühle in bunter und gemischter Gemeinschaft, gäbe es kein gelungenes Salz- und Lichterfest der Stadt Bad Harzburg.

Am 19. August 2017 kämpften vielen Lichter im Lichtermeer des Parks erfolgreich gegen einen Regenguss. Und Hunderte von Besuchern ließen sich vom Regen nicht beeindrucken, sondern verfolgten nach dem „Segen von oben“ das spielerische Lichtspektakel am Himmel und am Boden aufmerksam und mit viel Gefühl. Es hatte sich wieder gelohnt, in Bad Harburg lichterfülltes Leben in der Dunkelheit lichtvoll und auch ein wenig liebend zu erleben.

 

Burkhard Budde


Sehnsucht nach Menschlichkeit

„Justfour“ aus Braunschweig in Bad Harzburg

Kann Musik die Sehnsucht nach Menschlichkeit wecken? Ohne Musik jedenfalls würde ein Fest Menschen nicht so leicht bewegen können, sich auf den Weg zu machen, um neue Gefühle zu entdecken.

 

Das Salz- und Lichterfest in Bad Harzburg bot am 19. August 2917  an verschiedenen Stellen Orte mit Musikgruppen, die die Sehnsucht nach einem Leben beflügelten, das eigene Leben mit Menschlichkeit, mit einer musikalischen Prise Salz schmackhaft zu machen und mit einem Licht positiven Denkens zu erhellen, um eigene Freud- und Humorlosigkeit zu überwinden.

Zum Beispiel gelang es der Gruppe „Justfour“ aus Braunschweig Besucher des Festes nicht nur mit „edlen Tropfen & neuen Klassikern“ zu unterhalten, sondern auch zum rhythmischem Mitmachen spontan zu „verführen“. Claudine Finke (Leadgesang),Hamu Frenk (Leadgesang und Gitarren), Andreas Döring (Gesang und Schlagwerk),

Fridbert Schwartz (Gesang und Gitarren), Tobias Lampe (Kontrabass und Gesang) waren mehr als „alte Haudegen“, die nur ihre „Pflicht“ tun; sie begeisterten vielmehr viele, weil sie offensichtlich selbst von ihrer Musikinterpretation begeistert waren. Und dabei als Musiker der „guten alten Schule“ engagiert und vor allem menschlich blieben.

 

Burkhard Budde


Augenweide ohne getönte Brille

Festumzug in Bad Harzburg

 

Eine Augenweide war wieder Krodo, früher wohl ein germanischer Gott der Sachsen, heute Maskottchen des Heilbades Bad Harzburg – und des beliebten Festumzuges anlässlich des traditionellen Salz- und Lichterfestes am 19. August 2017.

Die Stadt mit acht Ortsteilen und insgesamt etwa 21 000 Einwohnern präsentierte ein pulsierendes und buntes Leben, das lebendige Traditionen, engagiertes Vereinsleben, aber auch attraktive städtische Institutionen wie Kindergärten und Feuerwehr den vielen Gästen aus der ganzen Region fröhlich vor Augen führte.

 

Dass das „Tor zum Oberharz“ eine Zukunft hat, daran glauben auch die auffallend vielen Kinder und Jugendlichen, die beim Umzug mit von der Partie waren, aber auch die örtliche Politik (an der Spitze des Zuges konnte man Bürgermeister Ralf Abrahms sehen), die gemeinsam mit den Bürgern die Verantwortung für die liebenswerte und lebenswerte Stadt am Nordrand des Harzes tragen.

 

 

 

 

Wer mit offenen Augen durch Bad Harzburg mit seinen Parks und Wohnanlagen geht, erlebt und entdeckt mit dem inneren Auge immer wieder neu eine Stadt mit vielfältigem Charme und authentischer Eleganz, blühendem Geist und schöpferischer Natur, von dem manche Großstädte mit ihrem Lärm, ihrer Luft und ihrer Hektik, ihrer unübersichtlichen Vielfalt nur träumen können.

Eben eine Augenweide ohne Scheuklappen und ohne getönte Brille; nicht nur bei einem Umzug eine Entdeckung für Krodo, sondern für alle Liebhaber natürlicher Details im kulturellen Geschehen des Alltags.

Burkhard Budde


Neuanfang bei VW mit Bernd Althusmann

Mit Bernd Althusmann, wenn er denn Ministerpräsident von Niedersachsen werden sollte, könnte endlich ein umfassender Neuanfang bei VW auf den Weg gebracht werden, der für das Unternehmen, aber auch für das Land wichtig ist.

Ein notwendiger Kultur- und Strukturwandel ist nur mit einer neuen Führung möglich. Der „Kopf“ des Aufsichtsrates muss unabhängig und frei sein bzw werden. Es darf in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck aufkommen, dass nach einer ideologischen Pfeife getanzt wird oder viele unter einer machtpolitischen Decke stecken.

Die zu Kontrollierenden können sich nicht selbst kontrollieren. Mitglieder des Aufsichtsrates dürfen nicht vom Vorstand, den sie kontrollieren sollen, abhängig sein. Die Gesichter an der Spitze müssen mit gutem Beispiel vorangehen, vor allem die neue Kultur vorleben. Eine Kultur der Angst und des Versteckspieles sind durch begründetes Vertrauen und Offenheit, Kritik und Fairness, Weiterentwicklung und Verantwortung schrittweise und gezielt zu überwinden, damit der fachliche und ökonomische Erfolg im Wettbewerb durch mehr Glaubwürdigkeit nachhaltig möglich wird.

Ein Ministerpräsident im VW-Aufsichtsrat kann als unabhängiger Kontrolleur und fachkundiger Ratgeber des Vorstandes sowohl die Interessen des Unternehmens als auch die des Landes wahrnehmen, wenn er über methodische Kompetenz und fachliche Expertise verfügt und diese einbringt, vor allem wenn er kein Feigenblatt, kein Aushängeschild oder auch kein Instrument ist, sondern eine selbstbestimmte und unabhängige Persönlichkeit.

Bernd Althusmann ist auf dem richtigen Weg - zugunsten der VW-Mitarbeiter und ihrer Familien, der Zulieferer und Kunden sowie der Bürger des Landes.

 

Burkhard Budde


Neues Buch „Abenteuer Ehe“


 

Ein Rechtsanwalt blätterte in dem neuen Buch „Abenteuer Ehe“, dachte einen Augenblick nach und bestellte dann zehn Exemplare. „Die kann ich gut an Klienten mit Ehefragen oder an Freunde verschenken, die heiraten wollen“, begründete er seine Entscheidung.

 

Das Buch ist eine historische und theologische Fundgrube; es gibt aber auch lebensdienliche Denkanstöße und geistige Perspektiven für alle, die an einer gelingenden Ehe von Mann und Frau interessiert sind und sich eine eigene Meinung zum Thema „Ehe“ bilden wollen. Der Autor, Burkhard Budde aus Bad Harzburg, Theologe und freier Journalist, formuliert das in seinem Vorwort so: „Das Glück zweier Menschen mag flüchtig sein, aber es sehnt sich danach, auch in der Institution Ehe jeden Tag wachgeküsst zu werden“.

 

In den fünf Kapiteln des Buches geht es vor allem um die Ehe als Stiftung Gottes in ihrer patriarchalischen Struktur („Quelle des Alten Testaments“), um die Ehe im Geist der Liebe, der Freiheit und Verantwortung („Quelle des Neuen Testamentes“), um die Ehe als „weltlich Ding“, „Sakrament“ und „Zivilehe“ sowie unterschiedliche Verständnisse von Ehe („Quelle der Geschichte“), um die Ehe von Mann und Frau als „Leitwährung“ im Sinne des Grundgesetzes sowie auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes („Quelle der Gegenwart“) und um die Ehe als Institution der Liebe („Quelle der Zukunft“), die ein Wachsen in der Leidenschaft, im Vertrauen, in der Verantwortung und in der Vernunft ermögliche.


Das Buch (DIN A5, 88-seitig) kann beim Autor bestellt werden; um einen Druck- und Versandkostenzuschuss in Höhe von sieben Euro pro Exemplar wird gebeten.

E-Mail: burkhard-budde@t-online.de


Schmetterlingsgefühle

Können Schmetterlinge lachen?

Mit lachenden und offenen Augen strahlen?

Strahlend rastlos hin und her flattern?

Flatternd scheinbar wahllos genießen?

Genießend im Lebenskampf zur Ruhe kommen?

Ruhend sich verzaubern lassen?

Nach dem Zauber des Regens

von der Sonne geschenkte und einmalige Zeit erleben?

Die zu kurz und zu schön ist,

um nicht ungeahnte Gefühle

mit einem lachenden und einem weinenden Auge

in den Wunderwerken der Natur

und im eigenen Bauch zu verspüren.

 

Burkhard Budde


Im Schnellgalopp

 

Auf dem Rücken eines Pferdes.

 

Das Gefühl der Freiheit weitet den Blick.

Das Gefühl der Stärke beflügelt das Selbstwertgefühl.

Das Gefühl der Schnelligkeit gibt sich dem Augenblick hin.

 

Der Reiter steigert sich im Rausch einer Beziehung.

Im Eins werden beherrscht er das Tier.

Und das Pferd trägt ihn mit seinen Gefühlen fort.

 

Aber nach dem Rennen

macht jeder wieder seinen Ritt

durch die Achterbahn eigener Gefühle.

 

Burkhard Budde


Kommentar

 

Tor zum Oberharz war geschlossen

Nächtliche Regenfälle brachten Hochwasser

Das Tor zum Oberharz wurde geschlossen. Über Nacht schüttete es wie aus Kübeln. Und am Morgen des 26. Juli 2017 gab es in Bad Harzburg eine böse Überraschung. Aus kleinen Rinnsalen waren Sturzbäche geworden. Und aus Bächen reißende Flüsse, die ihre neuen Wege über Parkanlagen, Straßen und Grundstücke suchten. Was gerade im Weg stand, wurde gnadenlos und unterschiedslos heimgesucht. Manche Keller liefen voller Wasser; manche Häuser und Geschäfte konnten selbst mit Sandsäcken oder anderen Materialien nicht vor der braunen Brühe mit ihrem Gestein, Geröll, Schutt und Schmutz geschützt werden. Der Fluss Radau war nicht wiederzuerkennen und spielte laut mit seinen neuen Muskeln. Naturwege zum Beispiel zur Rabenklippe und zum Molkenhaus waren unterspült, verschwunden?!

 

 

 

 

Die Menschen in der Stadt, die sich zeitweise wie eine Insel vorkam, weil die Zufahrtswege versperrt waren, blieben überraschend sorgenvoll gelassen. Feuerwehr, Polizei und andere Helfer taten, was sie tun konnten, meistens ging es um Schadensbegrenzung.

Stunden später war der katastrophale Spuk für viele wie aus heiterem Himmel zu Ende. Die Sonne lachte wieder. Aber viele Menschen hatten nichts mehr zu lachen, als sie sich die Schäden für die Stadt, die Natur und Kultur  ansahen sowie die ersten Aufräumarbeiten mit nassen Füßen beobachteten oder selbst mit der Arbeit vor der eigenen Haustür begannen.

Und die Moral dieser Katastrophe? Individuelle Vorsorge? Sandsäcke und Gummistiefel griffbereit im Keller parat halten? Kommunale Vorsorge? Katastrophenschutz kritisch überdenken, dazulernen, von anderen lernen, flexibel und maßgeschneidert erneuern?

Auf jeden Fall darf nicht alles beim Alten bleiben. Auch wenn neue Maßnahmen nicht automatisch immer besser sind und keine Allmacht haben. Weil ihre Bewährungsprobe immer bevorsteht. Aber damit nicht das Gefühl der Ohnmacht gegenüber menschenverschuldeten (?) Naturgewalten die Oberhand gewinnt, sondern die Verantwortung des Staates für die Sicherheit seiner Bürger. Und damit das Tor zum Oberharz offen bleibt.

 

Burkhard Budde


Auf ein Wort


 Warme Dusche


Sie ist kein Luxusartikel für Reiche, die sich etwas Besonderes leisten können.

Auch kein Sonderangebot für Schnäppchenjäger, die zur rechten Zeit ihre Vorteile nutzen.

Kein Ladenhüter für Ewiggestrige, die ihre Botschaften nicht mehr loswerden.

Kein Lockangebot für Naivlinge, die sich über den Tisch ziehen lassen.

 

Menschlichkeit ist wie eine warme Dusche.

 

Wer sich keiner Dusche aussetzt, dem fehlen sachliche und konstruktive Kritik, der Atem stockt und vergeht.

Wer eine heiße Dusche erlebt, der hält die Luft an, wenn ihn stürmische, aber heuchlerische Umarmungen fast erdrücken und den Atem nehmen.

Wenn unerwartet eine kalte Dusche droht, weil man wie Luft behandelt wird,  wird es ungemütlich, verletzend und der Atem stockt.

 

Die warme Dusche der Menschlichkeit jedoch ermöglicht ein ruhiges Ein- und Ausatmen und in den Wechselbändern der Konflikte einen langen Atem.

 

Angenommene können anschließend sich selbst und andere leichter annehmen, Befreite zu Befreiern werden. Erlebte Barmherzigkeit kann sich zur gelebten Barmherzigkeit wandeln.

Das Nötige im Möglichen wird klarer denkbar, analysierbar und deutbar, abwägbar und vorstellbar. Für das Richtige im Konkreten können menschliche Menschen brennender lieben sowie in Freiheit persönliche Verantwortung übernehmen.

 

Und in dieser Menschlichkeit atmet sogar Göttlichkeit, wenn die warme Dusche jedem Menschen seine Würde in Würde lässt.

 

Burkhard Budde


Liebesglück

 Das Herz pocht im Zufallsglück,

schlägt im Glücklichsein

und verwandelt das Leben

leidenschaftlich und vertrauensvoll,

verantwortungsbewusst und klug

in Liebe.

 

Burkhard Budde 


Genuss

 


Der Wein ist rein.

Keine Täuschung, kein Schwindel.

Das Sein bestimmt den Schein.

 

Der Wein ist reif.

Kein Alter, keine Herkunft.

Der Charakter überzeugt allein.

 

Der Wein ist fein.

Kein Muss, kein Sollen.

Das Glück ist dein.

 

Das wünsch ich dir,

auch mir und uns

durch des Weines Gunst.

 

Die Sehnsucht nach Freiheit und Liebe

macht ohne Verdruss

den Augenblick zum Genuss.

 

Burkhard Budde


Steilvorlage für eine gefeierte Band

„You Silence I Bird“ eröffnete das Wolters Hoffest

mit „Silent Radio“

Mit harmonisches Sounds streichelten und bewegten Paul Baumann (Gitarre), Jonas Budde (Piano), Hendrik Garbade (Bass) und Moses Köhler (Schlagzeug) die musikalischen Gefühle der Teilnehmer des Konzertes am 7. Juli 2017 beim traditionellen Wolters Hoffest.

Die jungen Sänger der Indie-Band „You Silence I Bird“, die alle auch singen und mit ihren individuellen Stimmen sich ergänzen und eine wohlklingende  Gesamtstimme erzeugen, hatten den begehrten Slot als Supportact vor „Silent Radio“ im Rahmen eines Wettbewerbes gewonnen, den „Silent Radio“ gemeinsam mit der KOSATEC Computer GmbH (Geschäftsführer Andreas Sander) durchgeführt hatte.

 

Der besondere Stil von „You Silence I Bird“ war eine emotionale Steilvorlage für die anschließend spielende und gefeierte Band „Silent Radio“.

 

 

 

 

Zuvor hatten die Musiker von YSIB stolz auf ihr Debütalbum „Tilia“ hingewiesen, das vom Tonmeister Peter Schmidt abgemischt wurde, der bereits mit Peter Fox und AnnenMayKantereit zusammenarbeitete.


Die Quellen des Flusses

Den Fluss der islamistischen Ideologisierung trockenlegen

 

In der überregionalen Tageszeitung F.A.Z. erschien am 3.Juli 2017 folgender Beitrag:

 

Die „offene Flanke des Antiterrorkampfes“ ist ein zentrales Schlüsselthema: Es gibt keinen Islamismus ohne Islam, da sich die islamistischen Mörder offen auf den Koran berufen.

 

Wie können und sollen jedoch aufgeklärte Menschen unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder auch „unreligiöse“ Mitbürger damit umgehen? 

 

Wer einen Fluss erfolgreich gestalten, säubern und erneuern, trockenlegen oder sein Flussbett verändern will, muss sich zugleich mit seinen sichtbaren oder versteckten Quellen kritisch auseinandersetzen. Dem Fluss der islamistischen Ideologisierung und Instrumentalisierung, der Radikalisierung und Brutalisierung kann man nicht allein mit effektiverer Polizei- und Justizarbeit, mit neuen Gesetzen und Regelungen, mit mehr Geld für Integrationsarbeit oder besserer nationaler und internationaler Zusammenarbeit begegnen. Wichtig ist darüber hinaus die Quellen des Flusses wahr- und ernst zu nehmen, sie offen und kritisch zu hinterfragen. Im Rahmen einer Bildungs- und Kulturoffensive von Muslimen, Christen, Nichtchristen und Nichtgläubigen müssen die liberalen Werte des Grundgesetzes verteidigt, vor allem (vor-)gelebt und vermittelt werden.

 

Kein Leser, der aus der Quelle des Korans schöpft, soll nur das „herausfischen“, was gerade zu seinem „ideologischen Denken“ passt. Aber jeder sollte sich fragen, wie man den „vollständigen Text“ auch - zum Beispiel historisch - verstehen und für die heutige Zeit auslegen kann, damit er nicht missverstanden oder missbraucht wird oder blutige Spuren hinterlässt. Und vor allem sollte er zu der Einsicht kommen, dass - auch im Zweifel - ein weltliches Gesetz in Deutschland  stets Vorrang vor einer religiösen Auffassung hat.

 

Im Fluss islamischer Parallelgesellschaften, in denen die religiösen Quellen wortwörtlich verstanden werden, nicht jeder eine individuelle Meinungs- und Deutungshoheit hat und von denen eine schleichende Islamisierung mit patriarchalischem Denken und archaischer Kultur ausgehen, müssen liberale Quellen wie Gleichberechtigung von Mann und Frau und individuelle Freiheit (aber auch Wissenschaftsfreiheit) bekanntgemacht, verteidigt und zu einem neuen Miteinander im Fluss gemeinsamen Lebens beitragen. Niemand kann gezwungen werden, in Freiheit und Selbstbestimmung zu leben. Aber jeder muss die Möglichkeit haben, frei und unabhängig sein eigenes Leben zu führen.

 

Burkhard Budde       

 

(Leserbrief in der F.A.Z. vom 3. Juli 2017 zum Kommentar „In der Goethe-Moschee“ in der F.A.Z. vom 17. Juni 2017)  


Kommentar

 

Keine Unterschiede, keine Freiheit

Argumente für eine Ehe von Mann und Frau im Sinne des Grundgesetzes

 

Wer stellt in der Politik eigentlich die wichtigsten Weichen?

Stammtische sollen keine Zugführer sein, da sonst der Sturm der Gefühle die Vernunft verdrängt. Experten scheiden auch aus, weil sie nicht selten die unkontrollierbaren Gefühle vergessen. Meinungsforscher würden die politische Arbeit von Volksvertretern überflüssig machen. Netzwerke innerhalb und außerhalb der Parteien sowie jenseits der Öffentlichkeit versuchen dennoch, den Zug des Zeitgeistes „Alles ist auch anders möglich“ zu führen.

 

Gibt es mit dem Thema „Ehe für alle“  Weichensteller, die die  öffentliche Diskussion sowie argumentative Überzeugungsarbeit scheuen und lieber konservative Werte im Zug des Zeitgeistes durch ein neues Gesetz  in einer „Nacht und Nebelaktion“ opfern? Wagen es nur wenige, sich öffentlich für die klassische Ehe von Mann und Frau als Leitwährung in unserer Gesellschaft einzusetzen? Gibt es die Angst, vom Zeitgeist aufs Abstellgleis manövriert zu werden?

 

Und dabei existieren viele Argumente, die für den Sonderschutz und die Begünstigung der Ehe von Mann und Frau im Sinne des Grundgesetzes Artikel 6 sprechen: Diese Gemeinschaftsform erhebt keinen Absolutheitsanspruch, da sie keine anderen Gemeinschaftsformen diskriminiert. Nur sie kann auf natürliche Weise Kinder hervorbringen und stellt damit eine natürliche Lebensgrundlage für ein Kind dar sowie eine schöpferische und nachhaltige Keimzelle der Gesellschaft. Umgekehrt müssten Andersdenkende („Ehe für alle“) eine „Pflicht zur Gleichheit“ von Ungleichheiten („Ehe als Institution“ und „Lebenspartnerschaft“) begründen.

 

Ausgerechnet in der Tageszeitung FAZ vom 30.Juni 2017 schreibt Johannes Gabriel in seinem Artikel „Wir verraten alles, was wir sind“: „Schwule und Lesben aller Länder: Besinnt euch! – Was wollt ihr eigentlich mit der „Homo-Ehe“ – und wozu? …. Wir wollen so sein wie alle, Kinder haben, Familie gründen…wie sehr wird dadurch alles verraten, was wir sind?...“

 

Wenn es keine Unterschiede mehr gibt, dann braucht man auch keine Vielfalt mehr. Dann hat man allerdings auch keine Wahlfreiheit mehr. Im Zug der Zeit braucht man jedoch einen zuverlässigen sowie differenzierten Fahrplan, um nicht den Anschluss an den notwendigen Fortschritt für das Wohl von Kindern sowie der Gesellschaft zu verpassen. Das klassische Modell der Ehe von Mann und Frau sowie das der Familie mit Vater, Mutter und Kind führen nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft, die Vielfalt, aber auch eine bewährte institutionalisierte Verbindung kennt.

Man kann nur hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht die Weichen im Sinne des Grundgesetzes ändert, damit der Fahrplan nicht durcheinander gerät.

 

Burkhard Budde

 


Begegnung in der Zigarrenstadt

Auch Gunter Gabriel lebte in Bünde

 

In der Nähe von Bielefeld liegt die Stadt Bünde mit etwa 47 000 Einwohner. Die „Elsestadt“ in Ostwestfalen, einst Zentrum der europäischen Zigarrenindustrie, nennt man auch heute noch die „Zigarrenstadt“.

 

Als der Sänger Gunter Gabriel („Hey Boss ich brauch mehr Geld“) am 22. Juni 2017 starb, erinnerten sich alte Schulfreunde gerne an den „Mann mit Ecken und Kanten“ aus Bünde.

Im Mittelpunkt eines Gedankenaustauschusses am 25. Juni 2017  mit Bündes Bürgermeister Wolfgang Koch (CDU) stand jedoch die Kommunalpolitik. Burkhard Budde, der auch die Junge Union Bünde mit aufgebaut hatte,  war von 1975 bis 1979 als jüngstes Ratsmitglied in der Stadt aktiv, auch als Vorsitzender des Jugendausschusses.

 

Beim nächsten Besuch in Bünde wird der Gedankenaustausch sicherlich fortgesetzt werden


Mist

 

Mist – wie wird man ihn los?

 

Viele Jahre sonnte er sich in seinem Ruhm,

blickte verliebt in den Spiegel seiner Eitelkeiten.

Da baute der Hase Mist.

 

Igel kamen aus ihren Verstecken, hielten ihm den Spiegel vor:

„Du hast Mist gebaut. Wir tun nur unsere Pflicht.“

Der Hase lief und lief. Aber immer waren Igel schon da.

 

Andere Hasen erschraken, taten sich zusammen.

Manche hatten noch eine Rechnung mit ihm zu begleichen.

Alle sagten „Wir tun nur unsere Pflicht.“

 

Da kam ein Sturm auf und wirbelte alles durcheinander.

Die Hasen schlugen Haken, die Igel verschwanden im Gebüsch.

Der Spiegel zerbrach in 1000 Stücke.

 

In jedem Splitter war zu lesen: „Mach etwas aus dem Mist - Dünger.“

 

Burkhard Budde


Kampf für Freiheit und weniger Maulkörbe

Erinnerung an den Volksaufstand für Freiheit und Einheit

 

In einer freien Ordnung mutig seine Überzeugungen zu vertreten, ist schon nicht selbstverständlich. Wenn ein Klima der Angst herrscht, das „Falsche“ zu sagen und von der angeblichen Mehrheit stigmatisiert oder gar ausgeschlossen zu werden, ist schnell die berühmte Schere im Kopf aktiv, das Maskenspiel triumphiert und es wird „freiwillig“ ein Maulkorb aufgesetzt – man hält den Mund, schweigt, um nicht anzuecken.

 

 

 

 

In einer unfreien Ordnung, die mit Gewalt, Zwang und Unrecht herrscht, sich einzusetzen für die Freiheit des Denkens, des Redens, des Versammelns, des Reisens, ja der Überwindung der Unfreiheit zugunsten einer befreiten und freien Ordnung, bedeutet nicht selten ein Kampf auf Leben und Tod.

 

Der Volksaufstand für Freiheit und Einheit, der am 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR stattfand und von sowjetischen Panzern brutal unterdrückt wurde, ist ein historisches Beispiel für mutige Freiheitskämpfer. Sie erinnern noch heute daran, wie wichtig der Geist der Freiheit ist, damit es weniger Dominanzgehabe und Besserwisserei, vor allem weniger Scheren, weniger Maskenspiel und weniger Maulkörbe gibt. Und mehr Unabhängigkeit und Verantwortung, mehr persönlichen Mut und lebendige Einheit in Vielfalt.

 

Burkhard Budde


Kameradschaft in Würde


Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (F.A.Z.), eine überregionale Tageszeitung, hat heute einen Leserbrief von mir veröffentlicht, in dem ich mich auf einen Kommentar von Dr. Reinhard Müller zum Thema „Armee mit Tradition“ (F.A.Z. vom 24. Mai 2017) beziehe.

 

Danke für diese differenzierte und kritische Stimme.

 

Ich musste beim Lesen an die lateinische Regel „Abusus non tollit usum“ denken. Wer die Sonderfälle einer falsch verstandenen Kameradschaft zu Recht bekämpft, muss aufpassen, dass er nicht die Regelfälle einer notwendigen und recht verstandenen Kameradschaft zu Unrecht schwächt. Und wer dem Zeitgeist der einfachen und „klaren“ Antworten huldigt, sich mit der Brechstange durchsetzen will, darf sich nicht wundern, dass er selbst als Spielball im politischen und organisatorischen Machtspiel keine echte Kameradschaft erfährt, instrumentalisiert, ignoriert oder eines Tages selbst geopfert wird.

 

Traditionen an sich sind weder gut noch schlecht. Die historische und politische Bildung mit Unterscheidungs- und Urteilsfähigkeit ist auch für die Bundeswehr der Weg, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten, auch nicht das Wasser zu vergiften, was man eines Tages selbst trinken muss, wohl aber sprach- , argumentations- und handlungsfähig zu werden, um aus der Geschichte mit begründeten Traditionen wirksam zu lernen und eine persönliche sowie gemeinsame Verantwortung in der Gegenwart für die Zukunft zu ermöglichen.

 

Dazu gehört auch eine Kultur der individuellen Verantwortung, die Kameradschaft in Würde und mit Hilfsbereitschaft nicht ausschließt, sondern bedingt und ermöglicht. Für diese Kultur jenseits eines autoritären Machtgewitters, einer angstmachenden Drohkulisse, einer angepassten Laissez-faire- Haltung und einer Kopf-in-den-Sand-Politik trägt die Führung eine gelebte Gesamtverantwortung, indem sie differenziert und je nach Situation und Person sowie „Struktur“, die schlimme Sonderfall zuließ, konsequent und nach vernünftigen sowie rechtsstaatlichen Regeln handelt.

 

Burkhard Budde

(in: F.A.Z. 6.Juni 2017)

 


Geheimnisvolle Musik nicht nur für Musikliebhaber

Bundespreisträger in Goslar zu Pfingsten

 

Ein eleganter Klangteppich mit verschiedenen einfühlsamen Mustern lud nicht nur zum Träumen ein. Das Duo „quniju“ – Gero Schlender (Percusssion und Synthesizer) und Gero Schlender (Panflöte) – entführte seine Zuhörer in geheimnisvolle Welten.

Mit afrikanischen Rhythmen gelang es den Musikern im Rahmen der Aktion „Churchwalk“ am 3. Juni 2017 in der Neuwerkkirche in Goslar einen Musikteppich zu weben, der einen emotionalen Zugang zum Pfingstfest eröffnete. Denn kann die Musik nicht den Himmel auf die Erde holen, wenn der Musikliebhaber sich vom Geheimnis des Glaubens bewegen und erfüllen lässt?!

 

Das Reich Gottes kennt eben verschiedene Zugänge, weil der Geist Gottes weht, wann, wo und wie er will. Auch wenn man genau hinhören muss: Die versteckte göttliche Stimme in der frohmachenden Atmosphäre eines Konzertes ist tatsächlich hörbar und erlebbar, die göttliche Botschaft von der Wahrheit und Liebe Gottes, die entgrenzt und eint, befreit und heilt – vor allem in Bewegung versetzt, um neues Leben zu wagen.

 

Burkhard Budde

 

P.S. Wer es nicht weiß: Thorsten und Gero Schlender sind bereits 38 X Bundespreisträger des Deutschen Rock & Popmusikerverbandes (DRMV).



Zum Pfingstfest

Der größte Fan der Menschen?

 

Ein Fußballfan bekennt sich zu seiner „wahren Liebe“. Er ist begeistert von seinem Verein, begleitet seine Mannschaft in guten und in schlechten Tagen. Er feuert seine Spieler an, applaudiert, singt, pfeift, gröhlt, zittert, dann kullern Tränen und er kann seinen Ärger nicht zähmen, manchmal schlägt er auch über die Stränge. Ein echter Fan handelt gewaltlos, kritisiert in konstruktiver Solidarität, aus Liebe.

Kennt ein „Fan Gottes“ eine ähnliche Begeisterung? Oder gleichen Christen mehr einem Ritter von der traurigen Gestalt, der ohne Leidenschaft, langweilig und humorlos auf einem Schaukelpferd sitzt und Allerweltweisheiten verkündet? Oder der lieber hoch zu Ross auf seine Mitmenschen herabsieht, weil er sich wie ein eigener Boss in seiner abgeschotteten Welt fühlt? Oder der den Ritter guter Taten spielt, aber sich in Wirklichkeit bequem in seinem Trojanischen Pferd eigener Vorteile eingerichtet hat, nicht entdeckt werden will, sondern auf seine große Chance wartet.

 

Häufig scheint bei diesen Fans Windstille zu herrschen. Auch Funkstille. Aber manchmal, auch überraschenderweise, weht eine frische Brise, die man nicht einfangen und einsperren oder sehen, aber spüren kann. Manche stecken den Kopf in den Sand, verstecken sich, mauern sich ein oder gehen einfach in Deckung. Andere behaupten, dass es den Wind gar nicht gibt oder dass er keine Bedeutung hat. Dennoch weht dieser Wind, wann, wie und wo er will. 

 

Man kann sich jedoch auch dem frischen Wind des Geistes Gottes aussetzen, ihm vertrauen, Zutrauen schenken. Und ganz neue Erfahrungen sammeln. Der Staub in den Händen mit überheblicher  Selbstgerechtigkeit und kleinkarierter Moral wird weggeblasen. Der Mief in den Köpfen mit seinen lähmenden und (selbst-)zerstörerischen Neid-, Hass- und Rachegefühlen wird  entsorgt. Die Steine in den Herzen mit den wurmenden Verletzungen und alten Rechnungen werden in eine neue Richtung bewegt.

Ein „Fan Gottes“ kann befreit werden, um Neues, Schöpferisches, Einheitsstiftendes, Versöhnendes zu ergreifen und zu begreifen: „Trotz allem“ – auch gegen Widerstände - wirkt der Geist der Liebe Gottes, der Geist Jesu Christi, in mir, vertreibt andere Geister oder hält sie in Schach. Und dieser Geist kann durch mich,  grundsätzlich auch ohne mich, für andere mitten im Leben Spuren neuen Lebens hinterlassen.

 

Christen müssen keine Fußballfans sein. Aber wie wahre Fußballfans können sie mit ihrem Leben die Wahrheit bezeugen, das es den froh- und neumachenden Geist der Liebe gibt, so dass andere hellhörig und neugierig auf die kirchliche Gemeinschaft werden. Und dann entdecken: Der größte Fan der Menschen ist Gott selbst, der ihnen eine unverlierbare Würde und den Geist Jesu Christi geschenkt hat, weil er nicht nur seine Mannschaft, sondern alle Menschen bedingungslos liebt, damit sie seinen Geist einatmen. Um ihn dann als Begeisterte, die sich nicht auf das Spielfeld der Schwärmerei und des Fanatismus begeben, weiterzugeben – andere mit Kopf und Herz zu be-geistern.

 

Burkhard Budde



Mit Leuchttürmen Kurs halten

Kanzlerin Merkel, Kirchenführer Bedford-Strohm, Huber und Aus der Au beim EAK

 

Ein Leuchtturm. Er steht etwas einsam am Ufer eines großen Sees. In Schönwetterzeiten wird er wenig beachtet. Aber bei stürmischer See kann er für viele Schiffe eine wichtige Orientierung sein, die Fahrrinne zu finden.

 

Kann der christliche Glaube mit einem Leuchtturm verglichen werden?

Oder sollte man die Religion ins „stille Kämmerlein“ verbannen, weil sie in der Zeit der radikalen Pluralisierung ihre Leuchtturmfunktion verloren hat?

 

Für Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel darf man die Religion nicht ins Private verdrängen. „Die Religion gehört in den öffentlichen Raum“, sagte sie beim Kirchentagsempfang des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU  (EAK) am 24. Mai 2017 im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Dialog sei wichtig, von der Oberfläche in die Tiefe zu gehen, auch Streit auszuhalten sowie sich des eigenen Glaubens zu vergewissern.

 

Angela Merkel wies auf Martin Luther hin, „ein Mann der klaren Worte und Prinzipien“, der ermutige, nach den Wurzeln zu fragen und sich auf das Wesentliche zu besinnen, „um dann mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken sowie die Herausforderungen mit Gottvertrauen anzupacken“. Am Beginn der christlichen Botschaft stehe die Freiheit und Verantwortung, die durch Bildung und soziale Gerechtigkeit konkret werde.

 

 EAK-Bundesvorsitzender und Staatssekretär Thomas Rachel kritisierte die „Tugendwächter“ in der Berliner Politik“, die christliche Symbole aus der Öffentlichkeit entfernen wollten. Kreuze seien Teil unserer Kultur.

 

Der Ratsvorsitzende Dr. Heinrich Bedford-Strohm sprach in seinem Grußwort von der aktuellen Botschaft Luthers. „Buße“ bedeute in „Selbstdistanz zu gehen und auch die dunklen Seiten zu sehen“; „Sünde“ bedeute „Selbstverkrümmung des Menschen sowie die der Gemeinschaft“, die jedoch durch Glaube und Liebe überwunden werde.   

 

Die Kirchentagspräsidentin Dr. Christina Aus der Au erinnerte darüber hinaus an den Begriff „Gnade“. Weil Gott zuerst sage „Ich sehe dich“, könnten sich Menschen auf Augenhöhe und mit Respekt wahrnehmen. 


Vor dem Empfang hatte EKD-Ratsvorsitzender a. D. Prof. Dr. Wolfgang Huber auf der 51. Bundestagung des EAK über die Perspektiven der Reformation gesprochen. Im Kern sei die Reformation eine Bildungsbewegung gewesen, die die religiöse Bildung eingeschlossen habe. Angesichts „hemmungsloser Individualisierung“ sei eine „kritische Solidarität“ mit dem Gemeinwohl notwendig. Religionslosigkeit sei kein Garant für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Religiöse Bindung ohne Selbstgerechtigkeit könne vielmehr angesichts der Vielfalt der Interessen und Überzeugungen die Bereitschaft stärken, Gemeinsames zu suchen.

 

Gerade in stürmischen Zeiten, aber auch in Schönwetterperioden bleiben geistig-geistliche Leuchttürme – „wie Luthers Freiheits-, Bildungs- und Emanzipations-Bewegung“ (Thomas Rachel) - wichtig, um nicht (eines Tages) Schiffbruch zu erleiden, sondern um zu jeder Zeit einen menschenwürdigen Kurs in der Politik und im Leben halten zu können.

Burkhard Budde



Wenn die Seele in den Himmel getragen wird

Großes Echo für You Silence I Bird

im Staatstheater Braunschweig

Musik überwindet Grenzen, schlägt Brücken, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und kann sogar die Seele in den Himmel tragen.

Viele finden sich in den jungen Musikern wieder: Sie denken, fühlen, (er-)leben wie viele in ihrem Alter. Und doch schaffen es Paul Baumann, Jonas Budde, Hendrik Garbade und Moses Köhler, die aus Braunschweig und Hannover stammen, mit kreativer Energie Akustik Indie-Pop-Musik in einzigartiger Weise zu gestalten.

Gleich zwei Konzerte am 19. und 20. Mai 2017 im Haus Drei des Staatstheaters Braunschweig, die ausgebucht waren, begeisterten junge und ältere Teilnehmer, von denen einzelne es sich nehmen ließen, spontan zur bewegenden Musik trotz begrenzter Fläche zu tanzen. Den anhaltenden Applaus hatte die Band verdient, die den Seelenhaushalt vieler schon seit längerer Zeit immer mehr bereichert und vertieft.

Musik kann eben auch umgekehrt den Himmel auf die Erde holen.

Burkhard Budde

 

Echt unecht

oder unecht echt?!

 

Wer ist authentisch?

 

Der nicht auffallen will?

Oder auf sich aufmerksam macht?

 

Der aus der Reihe tanzt?

Oder sich unkritisch anpasst?

 

Der Theater spielt?

Oder so ist wie er ist?

 

Wer echt nervig ist,

sollte lieber den Coolen spielen.

 

Wer den Echten spielt,

hat aufgehört echt zu sein.

 

Wer zu sich selbst gefunden hat,

kann es sich sogar leisten,

mit Köpfchen menschlich zu bleiben.

 

Burkhard Budde


Zum Muttertag

 

Gleichberechtigt und auf leisen Sohlen

 

Viele Mütter sind häufig die wahren Leistungsträgerinnen im Alltag einer Familie. Wer als Mutter berufstätig ist, hat gute Gründe. Wer nicht berufstätig sein kann oder will, kann ebenfalls gleichberechtigt und auf Augenhöhe über seine Beweggründe sprechen. Meine Mutter ist für mich ein Beispiel, wie man auf leisen Sohlen über viele Jahre ein sinnvolles und glückliches Leben führen kann.

 

Ein Jahr nach der Goldenen Hochzeit meiner Eltern starb mein Vater im Alter von 75 Jahren.  Meine heute 87jährige Mutter hat sechs Kinder, drei Jungen und drei Mädchen. Ich bin der Zweitälteste und frage sie neugierig: „Du warst so lange mit Vater verheiratet und hast viele Erfahrungen gesammelt. Hast du Tipps für andere, die auch glücklich sein wollen?“

Meine Mutter sitzt in ihrem Lieblingssessel im Wohnzimmer ihres Hauses. Über dem gegenüberliegenden Sofa, auf dem ich sitze und mir während des Gespräches Notizen mache, hängt ein Ölgemälde, das einen Tannenwald mit einem steinigen Weg sowie im Hintergrund Berge zeigt. Mit ihren grünen Augen schaut sie mich erstaunt an, blickt in meine braunen Augen (die Augenfarbe meines Vaters) und lächelt: „Jeder sammelt seine eigenen Erfahrungen. Das ist das Spannende im Leben. Aber natürlich gibt es Steine auf dem Weg, die zu jeder Zeit ein Problem darstellen können.“

 

Und sie berichtet von ihrem Lehrer, der während ihrer Schulzeit die Weisheit zu vermitteln versuchte „Trau! schau! wem?“ Für Mutter bedeutet dies: „Schenk jedem einen begründeten Vertrauensvorschuss, aber bleib stets kritisch.“ Und damit meint sie auch „selbstkritisch“, denn kein Mensch ist perfekt und jeder kann sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Natürlich schließt ein „kritisches Vertrauen“ auch Neuanfänge ein. Denn „wie soll sich ein Mensch sonst entwickeln können?!“ Was Mutter und ich bei diesem Gespräch (noch) nicht wissen, erfahre ich später bei meinen Recherchen: „Trau! Schau! wem?“ ist der Titel eines Flugblattes gewesen, das sich gegen die Verleumdung der Sozialdemokratie gewendet hat und von Gustav Kittler, Schreiner und Politiker, 1878 verfasst worden ist. Auch hat der deutsche Hochschullehrer August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 bis 1874), der vor allem durch das „Lied der Deutschen“ bekannt wurde, ein Gedicht „Traue! schaue wem?“ mit folgender Strophe verfasst:

„Die Winde sprach zur Fliege:

O komm zu mir ins Haus!

Es ist bei mir gut wohnen,

Komm, schlaf und ruh dich aus.“

Man sollte wohl niemandem auf den Leim gehen. Denn sonst folgt nach süßen Verlockungen die böse Überraschung  auf dem Fuße. Und man wundert sich nicht, dass Menschen, auch wenn sie keine Fliegen sind, dennoch am nächsten Morgen das unbekannte Haus nur mit Schwierigkeiten, einem schweren Kopf oder einem schlechten Gewissen und überflüssigem Ärger verlassen können.

 

Mutter hat noch eine weitere Botschaft, die ihr selbst wichtig ist. Am Tag des „Interviews“, am 6. Mai 2017, sagt sie, lautet der Lehrtext in den „Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Gottes Wort für jeden Tag“:

„Alle eure Sorge werft auf ihn;

Denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)

Was meint sie damit? Die Sorgen einfach entsorgen? Wie man einen Mantel ausziehen, an eine Gardrobe hängen, in die Ecke oder in den Altkleidercontainer werfen kann? Das wäre zu einfach, meint Mutter. „Es funktioniert auch nicht, über den Sorgenmantel nur zu sprechen und zu denken „Gott wird es schon richten.“ Zu Gott beten, darauf kommt es an. Nicht nur über ihn, sondern mit ihm sprechen.“ Und dann erzählt sie vom Abendgebet, das sie und mein Vater mit uns Kindern gesprochen haben. Von den Tischgebeten, um vor allem Gott für das nicht Selbstverständliche zu danken. Von den gemeinsamen Gebeten in den sonntäglichen Gottesdiensten, zu denen Vater mit seinen nicht immer ausgeschlafenen Kindern ging, während Mutter das Sonntagsessen vorbereitete, „um Gott, nicht dem Pastor oder der Kirche, die Ehre zu geben“. Denn ein Gebet im stillen Kämmerlein, aber auch in der Gemeinschaft könne ruhiger machen und den Sorgen die Schärfe nehmen. Denn wer mit Gottes Hilfe rechne, sei nie allein unterwegs. Der werde gelassener und froher.

 

Und gab es besondere Erfahrungen in der Familie?

Ihre Augen leuchten, als sie nicht von der „guten alten Zeit“, wohl aber von den Anfängen der Familiengeschichte in der damaligen Zeit berichtet. Denn sie weiß:

„Ein jegliches hat seine Zeit,

und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Prediger 8.6)

Sie gerät nicht ins Schwärmen, was auch nicht zu ihrem realistischen Scharfsinn gepasst hätte, als sie nüchtern von der besonderen Familientradition, die von meinen Eltern, Kinder der Minden-Ravensberger Frömmigkeit, geprägt wurde,  berichtet:

Von der Sonntagskultur mit dem Sonntagsgottesdienst („Vertiefung des Glaubens in Gemeinschaft“), dem Sonntagsausflug („Kennenlernen der Heimat und Festigung der Familienbande“), den Sonntagsbesuchen („Austausch in der Gemeinschaft mit den Großeltern, der Tante und dem Onkel“), aber mit der Sonntagskleidung („in Anzügen mit weißem Hemden“) und dem Sonntagsessen („Das Frühstücksei, der Sonntagsbraten, vor allem die westfälische Suppe.“),

Von der familiären Förder- und Forderungskultur mit der Schulbildung („jedes Kind lernte durch Diktate, durch Abfragen der Vokabeln, die ich gleich mitlernte“), der Musikförderung („vor allem Vater, der selbst gerne klassische Musik hörte, wollte, dass jedes Kind ein Instrument lernt; ihr wurdet dadurch auch freier“), der Gesprächskultur („selbst bei Tisch wurde lebhaft diskutiert, Bedürfnisse, Erlebnisse und Konflikte wurden nicht einfach totgeschwiegen“), der Entlastung von der Hausarbeit („ihr Kinder solltet euch auf die Schule konzentrieren können“), und der religiösen Erziehung („wichtig war deinem Vater und mir, dass ihr Geschwister euch auch vergeben könnt, keine Rechthaber werdet, kompromissbereit seid, euch gegenseitig unterstützt, auch geben und abgeben könnt, weil wir alle von Gottes Barmherzigkeit leben“).

 

Aber was bleibt für die heutige Zeit?

 „Vielleicht“, und sie macht eine kurze Pause, denkt nach und sagt dann, „bleibt es in einer Ehe und dann auch in einer Familie wichtig, miteinander zu sprechen, Interesse am Leben des anderen zu haben und an seinem Leben Anteil zu nehmen.“ Reden – und ihre Stimme wird bewegter – ist kein „Gerede“ und auch keine „Zeitverschwendung“, sondern die Grundlage des gegenseitigen Vertrauens.

 

Und dann wird ihre Stimme etwas schneller, als wenn sie Sorge hätte, noch ein Herzensanliegen zu vergessen.

 

„Die Kinder sollten auch in Zukunft ihre Herkunftsfamilien nicht vergessen“. Nicht

unbedingt aus Dankbarkeit oder aus moralischen Überlegungen, wohl aber wegen „der Freude des Wiedersehens und der Gemeinschaft.“ Denn wer seine Wurzeln nicht abschneide, sondern sie pflege, bleibe verwurzelt und könne sich und andere besser annehmen, auch die Stürme im Leben leichter ertragen. Und vor allem besser entwickeln.

„Die Kinder müssten ja nicht alles als toll empfunden haben, aber nur wenn man seine Augenfarbe akzeptiert, kann man mit den Augen besser verstehen und sehen lernen“.

 

Mutter wäre nicht Mutter, wenn daneben nicht auch ihre liebenswürdige und souveräne Persönlichkeit aufleuchten würde, die es sich leisten kann, unabhängig vom Urteil anderer ihre Erfahrungen und Wünsche diplomatisch-direkt ins Gespräch zu bringen.

 

Ein gelebtes Vorbild, das - wie ihr Mann und mein Vater – aus uns Kindern nie Kopien von ihnen selbst machen wollten, sondern selbstständige und unabhängige Originale mit der Verwurzelung in Familie und Glauben, die ihren eigenen, aber bewussten und verantwortbaren Weg suchen und finden sollen. Und vielleicht gehört auch das zum Geheimnis des Glücks von Menschen, die Vergangenheit zu achten, damit sie den Weg in die Zukunft „glücklicher“ gehen können.

 

Burkhard Budde


Neue Räume aufsuchen

Luthers Sprüche für die heutige Zeit

 

„Auf´s Maul schauen“, um in einen neuen Raum eintreten zu können? Manche hüpfen lieber von einem Bett in das andere der Spaßgesellschaft. Oder vertrauen blind auf die gemachten Betten einer Wissensgesellschaft und schlafen den Traum, eines Tages alles erklären und wissen zu können. Viele bleiben bequem in dem Bett ihrer liebgewonnener Vorstellungen und Gewissheiten liegen. Aber neue Räume aufsuchen? Und wie kann das gelingen?


 

Künstler aus Braunschweig und der Region haben sich mit dem „neuen“ Raum des „alten“ Glaubens, der Botschaft der Reformation und Martin Luthers auseinandergesetzt. Und zwar mit Hilfe des Schlüssels der Kalligraphie, der Kunst des „Schönschreibens“ mit eigener Hand und persönlicher Handschrift.

 

Die Ergebnisse ihrer künstlerischen Interpretation des Raumes der reformatorischen Botschaft für die heutige Zeit sind jetzt in der Gruppenausstellung  im Torhaus am Botanischen Garten, Humboldtstraße 1, 38106 Braunschweig zu sehen (bis 21. Mai ; Öffnungszeiten Montag bis Freitag 15 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr). Zur Kalligraphie- Werkstatt gehören Jochen Schellbach, Ulrike Busch-Hecke, Marie-Luise Schulz, Lilli Bosse, Astrid Schlüting, Gudrun Schwarz, Jochen Zerbst, Lucia Montiel, Kornelia Baier, Ingrid Brenner, Annette Ratayczak; die Leitung hat Torsten Kolle.

Marie- Luise Schulz (l.), bekannte Künstlerin und Kalligrafin aus Braunschweig, zeigt ihre Werke „Luther Sprüche“, „Spruchbilder“ und „Am Anfang war das Wort“. Sie machen deutlich, dass der Schlüssel der Kalligrafie Menschen den historischen Raum des Glaubens erschließen kann, der im ganzen heutigen Haus des Lebens mit seinen Licht- und Schattenseiten und verschiedenen Räumen eine (er-)leuchtende Kraft anbietet.

 

Burkhard Budde  

 


Der alte Mann und seine große Liebe

 

Bei so viel Sehnsucht, kann sie sich nur freuen. Lächelnd streichelt die Sonne die Seele vieler Menschen. Ihre Strahlen scheinen selbst bei sonst verkopften und zugeknöpften Mitmenschen Frühlingsgefühle zu wecken. Viele verlassen die eigenen vier Wände und machen sich auf den Weg in ihren verdienten Frühling.

Frische Frühlingsluft kann auch neue Schmetterlingsgefühle bewirken. Händchenhaltend und irgendwie glücklich wirkend bummeln Paare im fortgeschrittenen Alter durch die Bummelallee in Bad Harzburg, dem Tor zum Oberharz. Jugendliche schnattern liebevoll um die Wette und tauschen Geiles und Kleines, aber Feines aus. Ein junges Pärchen verspürt wohl ein Kribbeln im Bauch so sehr, dass die Leidenschaft keinen Aufschub duldet und ein stürmischer Kuss die süße Folge ist. Auch der Mann mit Hut und seinem Rollator wirkt wie aufgetaut und genießt offenbar das Treiben ohne große Hektik und ohne großen Stress; er ist mittendrin, und schiebt seinen treuen Weggefährten vor sich her, ein wenig tänzelnd Schritt für Schritt. Eine Frau mittleren Alters mit ihrer vollen Einkaufstüte verschnauft bei Gregor, einem Straßenmusikanten, der mit seiner Gitarre Lieder spielt, die an vergangene Zeiten, aber auch an die Freiheit und Menschlichkeit erinnern. Eine Person – ein „Smombie“, eine Mischung aus Smartphone und Zombie? -  blickt mit überglücklicher und geheimnisvoll bedeutsamer Mine auf seinen besten Freund und Lebensbegleiter, den er so anhimmelt, dass er weder nach rechts noch nach links blickt, sondern sich in dem bunten Strom der Passanten einfach treiben lässt.

 

Da taucht einer auf, der mir besonders auffällt. Ein vornehm gekleideter älterer Herr, vielleicht 75 bis 80 Jahre alt, der ein gerahmtes Bild unter dem Arm trägt, etwa 30 X 30 cm groß. Er scheint etwas zu suchen, blickt blitzschnell hin und her. Als sich unsere Augen zufällig begegnen, frage ich mich, ob wir uns kennen, und bleibe stehen. Vielleicht ist er ja ein Bekannter?! Ohne zu zögern geht er auf mich zu, begrüßt mich herzlich, als wenn wir uns schon lange kennen und er auf diese Begegnung insgeheim gewartet hätte. Und dann erzählt er mit funkelnden Augen seine Geschichte. Er macht mit seiner Frau an ihrem Geburtstag einen Ausflug von Hannover, wo er wohnt, nach Bad Harzburg, wo früher Verwandte lebten. Er zeigt seiner Frau die alten Spuren aus der Vergangenheit und spricht mit ihr darüber. Erstaunt suche ich vergeblich eine Begleitperson. Der alte Herr mit seinem weichen und gütigen Gesicht versteht mich nicht. Und dann versteht er mich doch. Er zeigt mir zurückhaltend, aber mit vollem Ernst das gerahmte Bild, das er vorsichtig, ja liebevoll mit sich trägt: Eine Aufnahme seiner Frau, die mich auf dem Bild anschaut, als wenn sie gegenwärtig wär. Und für den Mann gibt es da keine Zweifel. Sie antwortet ihm auch, so sagt er sicher, auch wenn sie gestorben ist, kurz nachdem beide eine neue Wohnung in Hannover bezogen haben. Und diese Wohnung könne er nicht verlassen, auch wenn sein Sohn gerne möchte, dass er zu ihm ziehe. Er möchte bei seiner Frau bleiben. Und heute mit ihr an ihrem Ehrentag diesen schönen Frühlingstag genießen.

 

Ich höre ihm weiter zu. Plötzlich greift er in seine Tasche nach seiner Geldbörse. „Was haben Sie denn jetzt vor“, frage ich verunsichert. „Also geben Sie mir nur kein Geld“, füge ich noch hilflos hinzu.  „Natürlich nicht“, antwortet er wieder gütig, „Sie bekommen aber meine Visitenkarte, damit Sie mich und meine Frau nicht vergessen.“

 

Und das kann ich wirklich nicht, diesen Mann und seine große Liebe vergessen.

Ich spüre Dankbarkeit für diese Begegnung als eine Träne über meine Wange läuft. Und als ein Sonnenstrahl sie trocknet.

 

Burkhard Budde


Konfirmation:

Der Beweger bewegt Bewegte

Das Kennen von Glaubensinhalten macht ein Nennen Gottes möglich.
Das Erkennen der Einheit von Glaube und Liebe macht das Bekennen Gottes glaubwűrdig.
Ein Leben mit und vor Gott jedoch be- wegt das Sein und Werden zum Guten - in Liebe und Vernunft, in Freiheit und Műndigkeit.

Burkhard Budde


Zum Muttertag

Brief einer Mutter an ihren Sohn

 


Mein lieber Junge,

 

am 14. Mai ist wieder Muttertag. Deine Geschwister wollen mich besuchen. Wenn du Zeit hast, bist Du mit Deiner Familie ebenfalls herzlich willkommen. Lange habe ich nichts von Dir gehört. Ich würde mich sehr freuen, Dich wiederzusehen.

 

Wenn ich im Wohnzimmer in dem großen Sessel sitze, kann ich auf ein Foto schauen, auf dem Du zu sehen bist. Erinnerungen werden dann bei mir geweckt.

 

Deine Geburt hatte Deinen verstorbenen Papa und mich sehr froh und glücklich gemacht.

Den ersten Augenkontakt mit Dir, Dein erstes Lächeln, das gemeinsame Lachen, das Streicheln Deiner kleinen Händchen werde ich nie vergessen. Wenn ich Dich auf den Arm genommen hatte und durch unsere kleine Wohnung trug, war ich auf dieses einmalige Geschenk des Himmels richtig stolz, vor allem jedoch dankbar für das Vertrauen, dass Du mir schenktest. Du hattest natürlich auch wie alle Babys ständig Sorge, beim Stillen nicht richtig satt zu werden. Aber du bist immer gesättigt worden und konntest dann nach dem Bäuerchen zufrieden in Deiner Wiege einschlafen.

 

Später hingst Du – unser Nesthäkchen – häufig an meinem Rockzipfel und kämpftest um Aufmerksamkeit und Zuwendung. Denn alle in der Familie mussten erst ihre „Nische“ in unserer Familie finden. Ihr Kinder wart alle verschieden. Aber Dein Vater und ich haben versucht, alle gerecht und fair zu behandeln. Ich weiß, dass uns das nicht immer gelungen ist. Darum bitte ich alle auch im Namen Eures verstorbenen Vaters um Vergebung. Und im Nachhinein auch um ein wenig Verständnis, wenn wir uns  im Labyrinth der unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen, Sehnsüchte und Ängste verlaufen hatten.

 

Wichtig war uns, dass aus allen Kindern ehrliche, nicht naive Erwachsene werden;  freie und mündige Erwachsene, die sich jeden Morgen im Spiegel wiedererkennen können; tolerante und offene Erwachsene, die sich nicht selbst erhöhen, aber auch nicht selbst erniedrigen; die nicht nur an sich denken, sondern auch an ihre Mitwelt und Nachwelt.  Vielleicht erinnerst Du Dich noch an den Satz, den ich Dir einmal gesagt habe, als Du die Schule schwänzen wolltest: „Ehrlich währt am längsten.“ Oder als Du unzufrieden warst, als Du kein Lob für Deinen Einsatz bei der Hausaufgabenhilfe bekamst: „Jede gute Tat findet ihren Lohn in sich selbst.“

 

Ich weiß und bin dankbar dafür, dass keines meiner drei Kinder „grausam selbstgerecht“ ist, kein Eisberg, dessen Spitze über der Wasseroberfläche mit Komplimenten und Menschlichkeit glänzt, aber unter der Oberfläche eitel und eifersüchtig, neidisch und selbstsüchtig ist, voller Minderwertigkeitsgefühle, Selbstzweifel und Ängste.



An der Wand über dem alten Aquarium hängt übrigens immer noch der Lieblingsspruch Deines Vaters „Wo Glaube, da Liebe. Wo Liebe, da Friede. Wo Friede, da Gott. Wo Gott, keine Not.“ Bis heute glaube ich daran, dass der Heiland – wie Dein Vater Jesus Christus bezeichnete – uns Glauben an Gott schenkt, damit wir den Nächsten lieben können.  Und über die Gottesliebe und Nächstenliebe haben wir in den vielen Gottesdiensten unserer schönen Dorfkirche, die wir in Deiner Kindheit regelmäßig am Sonntag besucht haben, viel gehört. Aber manchmal geht mir durch den Kopf: Gibt es nicht auch eine Liebe ohne Glauben? Einen Glauben ohne Liebe? Und wenn ich dann wieder die Fische im Aquarium beobachte, freue ich mich über die quirligen Fische. Manchmal spüre ich: Es könnte noch Fische geben, die noch nicht geboren sind, aber bereits im Aquarium leben.

 

Vor kurzem las ich in der Zeitung etwas über den Muttertag. Eine Anna Jarvis, eine unverheiratete und kinderlose Lehrerin aus West Virginia, die in der Frauenbewegung aktiv war, wollte, dass an ihre am 9. Mai 1905 verstorbene Mutter wegen ihrer Lebensleistung jährlich gedacht wird; wohl die Geburtsstunde des heutigen Muttertages.

 

Ich weiß nicht, ob ich eine „Lebensleistung“ vollbracht habe. Ich kann und will mir selbst keine Noten geben. Aber ich bin mir sehr sicher, dass ich meine Kinder liebe.

 

Deine kranke, aber durch die Kinder immer jung gebliebene 90jährige Mutter

 

P.S. Wenn Du mich besuchen kommst, kannst Du mir gerne meine Lieblingsblume, eine Nelke mitbringen, bitte möglichst in roter Farbe. Danke!

 

Burkhard Budde

 


Der Zauber einer Nacht

Die Bedeutung einer Nacht für den Tag

 

Eine zauberhafte Nacht, die viele verzaubert?! Hexenmeister aus dem Tourismus liefern mit kühlem Kopf ein „anhexendes“ Spektakel. Hexen und Teufel, die sich für die Besucher erschreckend schön verkleidet haben, können sich über ihre eigenen Späße (noch) tierisch  freuen. Mit pochenden Herzen werden die Vernunft gesprengt und die Phantasie angeheizt.

Warum gibt es aber diese Hexerei im Hexenkessel der Gefühle? In der Nacht zum 1. Mai, der Walpurgisnacht, sollen sich auf dem Harzer Brocken um Mitternacht Hexen mit dem Teufel zu einem rauschenden Event, zu einer ausschweifenden Orgie, treffen. Manche Hexen kommen wohl auf Besenstile, andere auf Ziegen und Schweinen herbeigeritten.

 

Eine „schöne“ Erinnerung, die gepflegt werden will?

 

Nicht jeder aufgeklärte Zeitgenosse hat zu der Welt der Hexen, Magier und Teufel einen Zugang. Vernunftmenschen erinnern lieber an die „klassischen Hexen“ aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die nichts zu lachen hatten. Missernten, Hungersnöte, Epidemien oder Kriege waren nicht selten Anlass für Schuldzuweisungen und Verteufelungen, für Hexenjagd und Hexenbestrafung. Die wütende Volksseele suchte häufig ein Ventil für ihre Angst- und Ohnmachtserfahrungen. Und eiskalte Machtpolitiker instrumentalisierten gern abergläubische Gefühle oder ließen sich selbst instrumentalisieren, um ihre Macht zu behalten. In Europa wurden schätzungsweise fünfzig- bis sechszigtausend „Hexen“ verbrannt.

 

Aber man kann aus der Geschichte lernen, wenn man sie kennt, anerkennt und die richtigen Konsequenzen zieht.

 

Vor den Toren Wolfenbüttels beispielsweise findet man das Lechlumer Holz, die Haupthinrichtungsstätte der Braunschweiger Herzöge (16. Jahrhundert bis Mitte 1759), die an Hexenverfolgungen erinnert. Könnte diese Stätte nicht zu einer Erinnerungsstätte werden, sich auch heute für die bedingungslose Achtung der unantastbaren Würde aller Menschen einzusetzen, für Menschenrechte, für die liberale Demokratie?

 

Oder denken wir an die kleinen und großen Bosheiten und Teufeleien im Alltag wie Halbwahrheiten, Schlechtmacherei, Sündenbocksuche, die besonders verletzen, wenn sie mit lieblicher Stimme im Engelsgewand daherkommen. Könnte nicht die Nennung und Darstellung dieser „Hexenverfolgung“  im freien Rollenspiel mit spielerischer Leichtigkeit offenbar und lächerlich gemacht werden – und damit auch zum Guten „verhext“, „verzaubert“, „gebändigt“, „verlacht“ werden?!

 

Dann ginge von dieser Nacht und in dieser Nacht ein Zauber aus, neue Anfänge mit einem menschlichen, fairen und lösungsorientierten Verhalten mitten am Tag.

 

Burkhard Budde


Ein süßes und zugleich bitteres Gift

Ein Gutmensch wird zum Racheengel

 

Rache ist süß! Denn sie sorgt für einen Ausgleich erlittenen Unrechts, damit die eigene Seele endlich Ruhe findet, sagen die einen. Und Unrecht und Verletzungen müssen doch gesühnt werden!

 

Nein, Rache ist bitter, weil der Racheengel immer gieriger wird und ein Schrecken ohne Ende bewirkt, sagen die anderen. Es entsteht neues Unrecht und am Ende gibt es nur verbrannte Erde!

Da wird beispielsweise ein naiver Gutmensch in dem Melodram „Sweeney Todd“ von Stephen Sondheim zum skrupellosen Sklaven seiner zunehmenden Rachegelüste, handelt immer unaufrichtiger und blutrünstiger.  

Ein Richter, der zum Sklaven seiner Eitelkeit und Selbstgerechtigkeit geworden war, hatte ihn in die Verbannung geschickt und seine Frau geschändet. Und nach seiner Rückkehr aus der Verbannung wurde aus einem getriebenen Rächer ein seelenloser Serienmörder.

 

Das süße und zugleich bittere Gift der Rache macht Rächer blind für Selbstkritik, Optionen und neue Wege. Rächende Menschen sind in ihrem Rachefeldzug, der ständig Unschuldige schädigt und beschädigt, geblendet. Ihre Augen sprechen nur noch stumm, weil sie ihr mitfühlendes Herz verloren haben. Oder sie blicken starr in den Abgrund, weil sie von der Dunkelheit ihrer böser Gedanken immer häufiger überwältigt werden. Oder sie schauen mal gleichgültig, mal überheblich auf Menschen herab, weil sie sich überschätzen und andere unterschätzen. Oder sie blicken mal ängstlich, mal gierig nach oben, weil sie Angst vor den Ängsten haben und gedanken- und verantwortungslos geworden sind.

 

Aber was tun?

 

Auge um Auge? Damit Waffenstillstand entsteht oder es einen eindeutigen Sieger und Besiegten gibt?

 

Oder Augen zu und durch? Die Menschlichkeit heimlich mit Füßen treten, um selbst keine Tritte abzubekommen? Der Gerechtigkeit eine schöne Maske aufsetzen, um nicht selbst getäuscht zu werden? Das Spiel von Anstand und Ehrlichkeit mitspielen, um bei so viel Verlogenheit nicht zu den Verlierern zu gehören? Die weiße Weste anziehen, um die eigenen dunklen Flecken unsichtbar zu machen? Die Hände in Unschuld waschen, um von seinen schmutzigen Fäusten abzulenken?

 

Aber Augen ohne Scheuklappen sehen mehr: Die Rache der Rächer, die schon durch ihre Entdeckung, Benennung und Darstellung „gebändigt“ wird. Und dem wirklich unabhängigen Richter zum Urteil anvertraut werden kann. Die Augen aller Opfer, die jammern und leiden, verelenden und versumpfen und sich nach Gerechtigkeit sehnen.

 

Mit offenen Augen kann auch ein neuer Horizont entdeckt werden: Frieden und Freiheit durch Recht und Gesetz sind möglich, Person und Sache können zwar nicht geschieden, aber unterschieden werden. Und wer sich selbst ändert, hat schon den ersten Schritt in diesen Horizont hinein gewagt.

 

Mitten in der Hölle der Rache erscheint am Himmel die Vision einer Vergebungsbereitschaft - ohne das Unrecht zu vergessen oder es schwärmerisch zu verdrängen, ohne dem Unrecht nicht mutig argumentativ zu widersprechen oder mit rechtlichen Mitteln Widerstand zu leisten, aber immer in Würde und Vernunft sowie mit leuchtenden und klaren Augen. Damit nicht die Hölle, sondern der Himmel das letzte Wort in der Zeit und für die geschenkte Gegenwart hat.

 

Burkhard Budde

 

P.S. Ein großes Echo fand beim Publikum das Musical „Sweeney Todd“ von Stephen Sondheim, das  am 16. April 2017 im Staatstheater Braunschweig aufgeführt wurde (Premiere am 4.11.2016). Die Schauergeschichte mit viel „Schwarzem Humor“ spielt im viktorianischen London in einer Hinterhofwelt mit Armut, Ausbeutung und Verelendung der Massen.


Rose zum Osterfest


 

Eine blühende Rose zum Osterfest?

 

Mit ihren Dornen kann sie Schmerzen verursachen. Aber wegen ihrer Schönheit auch  glücklich machen. Ihr Duft ist in der Lage, nicht nur die Sinne zu betören, sondern auch die Sehnsucht nach Liebe und nach einem Neuanfang zu wecken.

 

Uns allen blüht der Tod; er welkt, vernichtet uns nicht. Wir sind vergänglich wie die Königin der Blumen. Im Gegensatz zu ihr können wir jedoch denken sowie mit ihrer Gleichnisfähigkeit Hoffnung auf „blühende“ Liebe entwickeln, die uns glücklich macht.

 

Denn hat Ostern nicht auch etwas zu tun mit einem schöpferischen Neuanfang?

 

Ein Toter – Jesus – wird nach der biblischen Botschaft am dritten Tag nach seiner brutalen Kreuzigung nicht einfach wiederbelebt; auch taucht er nicht plötzlich wie ein körperloses Gespenst auf. Jenseits des Gegensatzes von Materie und Geist soll Jesus eine Neuschöpfung als alleinige und einzigartige Tat Gottes erlebt haben.

 

Also – sinnbildlich gesprochen - wie der Rosensamen in die Erde kommt und stirbt, aber die wachsende Rose dann ganz anders aussieht, vor allem neues Leben zeigt, könnte es mit Jesus auch gewesen sein: Sein scheinbar sinnloses Ende war ein geschenkter Neuanfang mit Sinn.

 

Sicherlich, dieses Gleichnis aus der Natur ist kein Beweis für Jesu Auferstehung. Aber ein möglicher Hinweis sowie eine geistige Ermutigung, sich der Welt des Glaubens im Diesseits zu öffnen. Und nicht länger nur seine Denkgewohnheiten mächtig  zu lieben, in seinem Leben nur gewöhnliche Rosinen zu picken, nur religiöse Seitensprünge zu machen oder gar nur stolz auf seine geistige Ahnungslosigkeit zu sein. Und nicht die ganze Wirklichkeit vor Gott zu bedenken.

 

Wer zugeknöpft bleibt („Alles Geschätz“), verkopft bleibt („Alles unlogisch“), verbohrt bleibt („Alles bekannt“), verhöhnend bleibt („Alles Täuschung“), kann das göttliche Geheimnis des Glaubens und der Liebe nicht entdecken.

 

Wer sich aber der „Rose“ öffnet, sich auf die Gotteserfahrung Jesu einlässt – auch im Leiden und angesichts seines Todes konnte er sich „dennoch“ der liebenden Hand Gottes anvertrauen -, erfährt im Ineinander von Schmerz (der „Dornen“) und Freude (des „Duftes“) immer wieder geistig-geistliche Neuanfänge  in der Wirklichkeit, der schlägt seine Wurzeln in den tiefen Boden der letzten Geborgenheit und  des letzten Sinns. Und zwar ohne religiöse Klimmzüge, ohne blutleere Formeln, ohne blindes Fürwahrhalten, ohne frommes Wunschdenken – einfach durch begründetes Gott- und Christusvertrauen.

 

Wer dann ein Stück dieses Vertrauens angesichts von Ängstlichkeit und Hoffnungslosigkeit sät, seine Verantwortung angesichts von Gleichgültigkeit und Hass wahrnimmt, der wagt auch mutig - ohne Schere im Kopf und ohne Schubladen voller Vorurteile - den lebensdienlichen Aufstand gegen die Macht der vielen Arten des Todes. Und pflegt im Geiste der Liebe, der Freiheit und Vernunft die unterschiedlichen Rosenarten sowie andere Blumen mitten im Garten des Lebens.

 

In ihm lebt eine dynamische und gestalterische Kraft: Die  Gewissheit unbedingten Lebens, einer unvergänglichen Rose.

 

Und kann diese Rose „heiße Luft“ sein, wenn selbst am Ende eines menschlichen Lebens ein Neuanfang steht, ein „Second Life“, eine Verwandlung in die ewige Liebe Gottes hinein?!

 

Burkhard Budde


Das Kreuz mit dem Kreuz

Aus vielen Tränen ein offenes Auge

 

Wegschauen?

Oder vielleicht doch einmal hinschauen?!

 

Ein Verbrecher?

Brutal hingerichtet?

 

Ein Leidender?

Unschuldig verurteilt?

 

Ein Mensch?

Ohne Hoffnung?

 

Warum sind Augen und Mund geschlossen?

Warum schreit er nicht?

 

Warum sind Arme gerade und gestreckt?

Eindeutig?! Zweideutig eindeutig?!Eindeutig mehrdeutig?!

 

Warum hat jede Hand nur drei Finger?

Ein Kreuz mit dem Kreuz!

Erleben Körper, Seele und Geist

etwas Besonderes und Bedeutsames?

 

Warum sieht der Brustkorb aus wie zwei Brotlaibe?

Ein Kreuz mit dem Kreuz!

Erlebt der ganze Mensch

etwas Neues und Gegenwärtiges?

 

Warum wächst aus seinem Schoß ein Weizenhalm mit sechs Ähren?

Ein Kreuz mit dem Kreuz!

Geschieht durch diesen Menschen

etwas Einmaliges und Heilsames?

 

Macht in der Ohnmacht?

Vertrauen im Zweifel?

Trost in der Aussichtslosigkeit?

 

Am Ende einen Neuanfang?!

Durch den Tod zum neuen Leben?!

Neuer Sinn angesichts des Grauens?!

 

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt,

bleibt es allein;

wenn es aber erstirbt,

bringt es viel Frucht.“ (Johannes 6,35)

 

Aus Minus wird Plus,

aus einem Tiefpunkt ein Doppelpunkt,

aus vielen Tränen ein offenes Auge.

 

Burkhard Budde

 

P.S. Das Foto zeigt ein Kruzifix von Niels Helledie (Dänemark)


Niedersachsen braucht

einen neuen Motor und Entwickler

Ulf Thiele beim Wirtschaftsrat

 Ein Vollblutpolitiker sprach vor vielen Vollblutunternehmern: Ulf Thiele, Landtagsabgeordneter und Generalsekretär der CDU Niedersachsen suchte das Gespräch  mit niedersächsischen Unternehmern. Auf Einladung des Wirtschaftsrates der CDU Landesverband  Niedersachsen, der Vorsitzenden Anja Osterloh und dem Landesgeschäftsführer Jan Christian Janßen, erläuterte er in Hannover am 3. April 2017 die Vorstellungen der Christdemokraten zum Thema „Niedersachsen nach vorne bringen“.

 

Scharf kritisierte Thiele die niedersächsische Justizministerin, die den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur „Kinderehe“ („Geschlossene Kinderehen im Ausland sind in Deutschland nichtig“) im Bundesrat „konterkarieren“ will, weil sie den „Einzelfall“ ins Spiel gebracht hat.

 

Auch hatte der Landtagsabgeordnete kein Verständnis, dass der SPD- Kandidat Schulz die Tür zur Linkspartei öffnen wollte (im Saarland) und will (im Bund). Sahra Wagenknecht könnte bei einer Rot-Rot-Grünen Koalition Verkehrs- oder Außenministerin werden; die Grünen hätten einen Zugriff auf das Finanzministerium.

 

In Niedersachsen – und Thiele nannte verschiedene Kritikpunkte - müssten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Auch müsste die „ökonomische Bildung“ – wie funktioniert eigentlich die Soziale Marktwirtschaft?! -  mehr gefördert werden.

Eine Start-up-Kultur sei notwendig, damit eine Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschulen wieder möglich werde.

Die SPD würde verschweigen, dass die A39 und A20 wegen des Koalitionspartners  nicht vorankomme.

Bayern würde eine Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur, ins schnelle Internet“ investieren; Niedersachsen 200 Millionen Euro. Thiele: „ Wir verschenken Zukunftschancen. Wir brauchen Glasfaser bis an die Haustür. Der Flächenstaat muss überall als Standort für Unternehmen attraktiv sein. Das Land braucht ein mutiges Investitionsprogramm. Und man darf die Kommunen nicht allein lassen“. Der Politiker bedauerte, dass die öffentliche Verwaltung noch nicht digitalisiert sei, die Vernetzung der Verwaltungen, aber auch mit den Unternehmen. In Niedersachsen würde die „digitale Revolution“ verschlafen, auch weil es keine Kultur des Umgangs mit den Daten gebe.

 

Eine CDU-geführte Landesregierung würde eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft anstreben. „Wir brauchen seitens der Wirtschaft einen kritischen Blick auf die CDU, aber auch auf andere, was sie mit unserem Land vorhaben“, meinte der CDU-Politiker. Vor allem weil die gegenwärtige Landesregierung nichts tute. Der Ministerpräsident reise zwar durch das Land und sei nett zu den Leuten, „aber den Bauern zum Beispiel werden Knüppel zwischen die Beine geworfen und Neugründer bekommen keine ausreichende  Unterstützung.“ 

Eine Regierung müsse ehrgeizig sein, damit andere – auch Unternehmer, Mitarbeiter und Facharbeiter – ehrgeizig sein könnten. Eine CDU- Regierung wolle Motor und Entwickler sein, Anreize und bessere Rahmenbedingungen schaffen, damit Niedersachsen in Deutschland wieder die Nase vorn hat – und die Bürger eine Zukunft in Sicherheit, Freiheit und Wohlstand.

 

Burkhard Budde


„Braunschweig braucht die CDU“

Bundespolitiker auf dem Kreisparteitag in Braunschweig

 

Der Bundespolitiker Michael Grosse-Brömer ging in die Offensive: Die SPD kümmere sich um die Vergangenheitsbewältigung, die CDU um Zukunftsgestaltung, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU- Bundestagsfraktion auf dem Kreisparteitag der Braunschweiger CDU am 31. März 2017 im Best Western Hotel in Wenden.

Und Grosse-Brömer erläuterte die Position der Christdemokraten: „Wir wollen nicht einfach umverteilen und die Arbeitslosigkeit verlängern, sondern mit fairen Rahmenbedingungen Wachstum stärken, in Arbeit investieren, damit Wohlstand für alle geschaffen wird.“ Als Anhänger der Sozialen Marktwirtschaft kümmere sich die CDU auch um die Leistungserbringer zugunsten der Leistungsempfänger. „Denn alles, was verteilt werden soll, muss zuerst erwirtschaftet werden“, sagte der Abgeordnete aus Harburg, der auch seinen Bundestagskollegen Carsten Müller aus Braunschweig lobte: „Was er sagt, wird in der Fraktion gehört.“ 

 

Carsten Müller wiederum nahm in seinem Bericht auch zur „Bahnanbindung der Stadt Braunschweig“ Stellung. Die Sorgen, Braunschweig könne als Fernverkehrshalt an Bedeutung verlieren, seinen unbegründet. Braunschweig werde in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn eingebunden bleiben – auch wenn die Aus- und Neubaustrecke zwischen Berlin und Nürnberg vollständig in Betrieb genommen worden sei.

Ein weiteres Thema war das Mehrgenerationenhaus des Mütterzentrums Braunschweig e.V.. „Dieser Leuchtturm unserer Stadt wird durch die Bundesregierung weiterhin gefördert“, betonte Müller.

 

CDU-Kreisvorsitzender Dr. Sebastian Vollbrecht hatte zuvor in seinem Rechenschaftsbericht das CDU-Ergebnis bei den Kommunalwahlen angesprochen: „26,2 Prozent kann uns nicht zufrieden stellen.“ Aber an den „Schwachstellen“ werde gearbeitet. Die Erneuerung mit der Vernetzung zwischen Ratsfraktion und Kreispartei sei ein „kontinuierlicher Prozess.“

Die persönliche Bilanz des Oberbürgermeisters (SPD) sei „ernüchternd“, er verwalte und gestalte nicht. Auch Vollbrecht ging in die Offensive: „Wir werden wie bei der Diskussion um die einspurige Verkehrsführung auf dem Bohlweg Schildbürgerstreiche auch als solche benennen.“ Die CDU sei für einen Individualverkehr „in guter Koexistenz mit dem ÖPVN“ – im Gegensatz zu den „Grünen und Teilen der SPD, die den Individualverkehr verteufeln.“

 

Seine neu gewählte Stellvertreterin Antje Keller, die bislang Schriftführerin im Kreisvorstand war, setzte sich dafür ein, dass die CDU wieder stärkste Kraft in Braunschweig wird, „weil Braunschweig uns braucht.“ Für das frei gewordene Amt der Schriftführerin wählten die Delegierten mit großer Mehrheit Dr. Birgit Pohl. 

 

Burkhard Budde


Sympathische und kompetente Politiker

Althusmann und Flachsbarth beim  EAK

Er gewinnt immer mehr Freunde: Dr. Bernd Althusmann, CDU-Landesvorsitzender und CDU-Spitzenkandidat bei den Landtagswahl in Niedersachsen im nächsten Jahr, überzeugte mit seiner persönlichen Freundlichkeit und seinen vielfältigen Erfahrungen, insbesondere aber mit seinen politischen Positionen zum Thema Sicherheit, Bildung, Flüchtlingsfrage, Wirtschaft, Gerechtigkeit und Landwirtschaft.

Auch verdeutlichte er bei der Landesdelegiertentagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK) in Niedersachsen am 1. April 2017 in Walsrode die Bedeutung des christlichen Kompasses mit seinem christlichen Menschenbild für die Politikfelder, für den demokratischen Wettbewerb der besseren Ideen zur Gestaltung des Gemeinwohls. 

 

Pastor Dirk Heuer, EAK- Landesvorsitzender, freute sich, auch Dr. Maria Flachsbarth, stv. CDU-Landesvorsitzende, begrüßen zu können, die mit viel Leidenschaft und Herzblut die Politik Angela Merkels verdeutlichte.

Sowohl Althusmann als auch Flachsbarth sprachen sich für eine pragmatische und an der Zukunft ausgerichteten Politik mit Kompromissbereitschaft bei gleichzeitiger Grundsatztreue aus - jenseits von Ideologien und Populismen. Die EAK-Delegierten schenkten beiden viel Applaus und damit Vertrauen sowie Zutrauen im Blick auf die Zukunft.

 

Der EAK versteht sich, so Dirk Heuer, als „Brücke zwischen Kirche und Politik“, aber auch als Grundsatz- und Diskussionsforum. Der im März 1952 in Siegen gegründete Arbeitskreis will ev. Christen für die Mitarbeit in der Politik gewinnen und das Bewusstsein für die Notwendigkeit des persönlichen Einsatzes für das Gemeinwesen fördern.

(weitere Informationen: www.eak-niedersachsen.de)

 

Burkhard Budde


Ein Vogel lädt zum Träumen ein

Neues Album „Tilia“ der Popband „You Silence I Bird“

Ein unbeschwerter Vogel („Bird“) mit einer feinen Stimme und leisen Tönen lädt dich („You“) ein, zu verweilen („Silence“): „You Silence I Bird“ (YSIB), eine Indie-Popband, die aus jungen Musikern aus Hannover und Braunschweig besteht, beflügelt alte Gefühle, weckt neue Gedanken, und lässt von einer schönen Welt träumen.

 

 

 

 

Auch bei ihrem Konzert im „Pferdestall“ des Caritas-Zentrums in Helmstedt am 25. März 2017 gelang es Paul Baumann (Vocals, Guitar), Jonas Budde (Vocals, Keys), Hendrik Garbade (Bass, Vocals) und Moses Köhler (Drums, Vocals) mit den Songs ihres neuen Albums „Tilia“  die Herzen ihrer Hörer ohne bedrängenden Lärm, vielmehr mit einfühlsamen Rufen zu begeistern.

 

Der Name des Debütalbums ist gleichsam musikalisches Programm. „Tilia“ ist nicht nur der Name des Lindenbaumes, der mit seinen herzförmigen Blättern an die Liebe erinnert.

Natur- und Kulturerlebnisse, Herausforderungen mit der großen Liebe und dem alltäglichen Leben werden in dem neuen Album musikalisch aufgenommen, gestaltet und in neuer Form weitergegeben. Wie die Liebe als Stimme der Sehnsucht ist, so bleibt die Musik der musikalischen Hoffnungsträger ein spannendes Rätsel, spricht für sich selbst, berührt die Seele und lässt staunend die Emotionen feiern.


Den Vogel kann man wie die Nachtigall zwar nicht immer sehen, aber mit Hilfe des neuen Albums hören, nicht zum Weghören, sondern zum Hineinhören, vor allem zum unaussprechlichen und frohmachenden Wegträumen.

Burkhard Budde

Weitere Infos: Webseite: www.ysib.de (Hier kann man auch das neue Album zum Preis von 12 Euro bestellen)

 


Tore, Eigentore und die Mannschaft der CDU

Leserbrief in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 25. März 2017 zum Bericht „Aufbruch der Enttäuschten“ von Rüdiger Soldt (F.A.Z. 22.3.2017)


 

Zuschauer und Fans, aber auch neue Mitspieler können nur gewonnen werden, wenn vor allem nicht auf das eigene Tor geschossen wird. Eine neue „CDU-Sammlungsbewegung gegen die Kanzlerin“ produziert Eigentore, wenn ihre Profilierung zu Lasten und nicht zu Gunsten der Gesamtpartei geht. Im Spiel um die demokratische Macht auf Zeit bekäme diese Bewegung den falschen Applaus von der falschen (Fan-)Tribüne; vor allem von den Fans des neuen Fußballgottes „Martin“, dem zwar fleißig gehuldigt wird, der selbst aber in der Bundesliga der Bundespolitik noch kein einziges Tor geschossen hat.

 

Allerdings sollten „kritische Aktivitäten“ innerhalb der CDU nicht einfach ausgebuht oder verschwiegen  werden. Auch würde wichtige Energie für das Spiel selbst vergeudet, wenn die Spielmacher der Sammlungsbewegung die rote Karte wegen „fehlender Solidarität“ bekämen und den Platz beziehungseise die Partei verlassen müssten. Wer Fouls oder auch mutige konstruktive Kritik mit Fouls oder unverhältnismäßigen Aktionen begegnet, erlebt zwar viel Zustimmung von seiner treuen Fangemeinde, beschädigt und disqualifiziert sich selbst jedoch vor den Augen eines mündigen Publikums.

 

Die CDU- Führung sollte vielmehr ihre Gesamtverantwortung für die ganze Mannschaft wahrnehmen und zu überzeugen sowie zu integrieren versuchen statt abzuspalten oder auszuschalten. Auch die in der Partei vermeintlich Enttäuschten und Vergessenen, Sprachlosen und Ohnmächtigen werden für den Erfolg bei den Wahlen gebraucht: Die das „Konservative“ in der Partei nicht richtig wertgeschätzt sehen, zum Beispiel die Themen „Heimat und Sicherheit“, Familie und Ehe“, „Ordnungspolitik und Prinzipientreue“. Und eigene „konservative“ Spieler auf dem Spielfeld vermissen, mit denen sie sich identifizieren können.

 

Wenn die Führung ausschließlich um des eigenen Vorteils willen hinter dem Ball herlaufen würde, um den orientierungslosen Zeitgeist des „Alles ist (un-) möglich“  nicht zu verpassen oder selbst zum Spielball des Zeitgeistes „Der Erfolg rechtfertigt (fast) jedes (Macht-) Mittel“

würde, dürfte sie sich nicht über Erfolglosigkeit durch Profillosigkeit wundern.

 

Die Führung mit ihrer Kanzlerin Merkel wird jedoch das politische Spiel bei der Bundestagswahl gewinnen, wenn sie zunächst zusammenführt, -hält  und –arbeitet, eine glaubwürdige Mannschaft bildet, die auf den Zuschauerrängen bekannt und anerkannt ist, die  mit dem Kompass des christlichen Menschenbildes ein überzeugendes Mannschaftsspiel mit eigenem und nicht kopiertem Gesicht macht: Zugleich pragmatisch und programmatisch ist, konkret und universell, kompromissbereit und eindeutig, stets die Mitte, vor allem das Gemeinwohl suchend. Mit einer Mannschaft, die geschlossen und entschlossen kämpft und aus erkennbaren christlichen, sozialen, liberalen und konservativen Spielern besteht. Und darunter werden auch viele sein, die vertrauenswürdig sind sowie verschiedene Motive und Ziele in einer Person kompetent, vertrauenswürdig und zuverlässig (“konservativ“) verbinden – wohl auch die Spielführerin Angelika Merkel.

 

Dr. Burkhard Budde, Bad Harzburg (F.A.Z. 25.3.2017)


Auf der Suche nach dem Herz


Wo schlägt das Herz einer Stadt?


Im Unverkennbaren?
Im Unverwechselbaren?
Im Unwiederholbaren?
Im Unantastbaren?
Im Unverzichtbaren?
Im letztlich Unbegreifbaren?


In einem Bürger,
dessen Herz für seine Stadt schlägt,
die er mit seinen Füßen und Händen,
mit seinen Ohren und Augen
immer wieder neu entdeckt
und mit seiner Nase einfach gut riechen kann.

Burkhard Budde


„Aus jeder Ära kann man lernen“

Respekt vor dem Ehrenbürger der Stadt Braunschweig

 Als eine „herausragende Managementpersönlichkeit“, die Industriegeschichte geschrieben habe und als Führungspersönlichkeit, die mit ihrer sozialen und regionalen Verantwortung „ein Segen für die Stadt“ sei, beschrieb der damaligen Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann Prof. Dr. Ferdinand Karl Piëch anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Braunschweig am 28. Januar 2014. Und Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder lobte in seiner Festrede den „Unternehmenslenker völlig neuen Typs“, dem es nie um kurzfriste Gewinnmaximierung gegangen sei, sondern um weitsichtige Planung, die die Substanz erhalte und entwickle. (siehe auch den Bericht im „doppelpunkt“  Nr. 1/ 2014)

 

Am 18. März 2017 kommentierte Andre Dolle in der Braunschweiger Zeitung (BZ) das „Ende einer Ära bei VW.“ Am 21. März erschien daraufhin ein „Kommentar des Kommentars“ von mir in der BZ, der im Folgenden in voller Länge wiedergegeben wird:    

 

Nimmt Piëch endlich endgültig seinen Hut bei VW? Ob Prof. Ferdinand Karl Piëch ein Machtmensch ist, der „undurchschaubar“ und „unberechenbar“ geworden sei, ist eine allgemeine Behauptung. Es ist geschickter, aber auch durchschaubar, eine Persönlichkeit wie Piëch wegen seiner Aussagen im Zuge des Abgasskandals gegenüber der Braunschweiger Staatsanwaltschaft als den „Alten“ zu desavouieren, als sich mit der Angelegenheit selbst auseinanderzusetzen.

 

Wer im Aufsichtsrat nur sein eigenes Süppchen kocht, das ihm zwar schmeckt, aber später von anderen ausgelöffelt werden muss, vergisst schnell die Folgen seiner Verantwortung beispielsweise bei dem Vertrag mit dem Compliance-Vorstand („Millionen fürs Nichtstun“). Warum schickt die Politik keine unabhängigen Vertreter in den Aufsichtsrat, die keine „eigenen“ Interessen haben, aber vom unternehmerischen Ganzen die einzelnen Herausforderungen verantwortungsbewusst und ohne Realitätsferne in den Blick nehmen können?

 

Sehr viel steht auf dem Spiel: Die vielen Mitarbeiter, die langsam die Nase voll haben, weil sie wegen des Skandals alle betroffen, jedoch nicht beteiligt (gewesen) sind. Die Kunden, die sich nicht ernst genommen und über den Tisch gezogen fühlen. Die Öffentlichkeit, die wegen der Interesselosigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder nur den Kopf schütteln kann. Die Politik, die für den schlimmsten Fall der Fälle für staatliche Hilfe sorgen soll.

 

Bei vielen ist der Vertrauensverlust schmerzlicher als der Unmut über die Umweltproblematik. Solange jedoch eine Unternehmenskultur der ständigen Angst herrscht, Vorgaben nicht erfüllen zu können, kann kein neues Vertrauen wachsen. Werden jedoch Menschen im Unternehmen und außerhalb des Unternehmens auf den Weg einer umfassenden Erneuerung mitgenommen, können zugleich Maulkörbe, Fußfesseln und Zwickmühlen, Desinteresse, Angst, Erfolg um jeden Preis überwunden werden.

 

Aus jeder Ära kann man lernen. Einen Kulturwandel anzukündigen reicht nicht. 

Indem Piech in einem „Machtkampf“ scheinbar seinen Hut nimmt, hat er ihn schon in den Ring geworfen. Denn die siegreichen Machtkämpfer müssen erst beweisen, dass sie wirklich einen neuen Hut aufhaben. Der schützt, jedem Mitarbeiter Wertschätzung und Fairness, dem Unternehmen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, dem Land und seinen Menschen eine Zukunft in stürmischen Zeiten gibt.

 

Keiner sollte vergessen: der neue Hut von heute ähnelt manchmal sehr dem alten. Und ein neuer

Hut kann schnell zum Ladenhüter werden.  Darum sollte jede Zeit in ihrer Bedeutung für Gegenwart und Zukunft  beachtet und geachtet werden.

 

Burkhard Budde

(Leserbrief in: BZ 21. März 2017)

   


Nettigkeiten allein helfen nicht

CDU-Arbeitsgruppe „Verfolgte Christen“ tagte in Berlin

Nettigkeiten reichten nicht aus. Im „Dialog des Lebens“ zwischen Christen und Muslimen müsse vielmehr ein konkreter Brückenschlag vor Ort für den gemeinsamen Alltag erfolgen. Dies sei jedoch ein langer Weg angesichts eines real existierenden Islam, meinte Msgr. Joachim Schroedel am 20. März 2017 in Berlin, der seit über 20 Jahren in Ägypten als Priester arbeitet. Zum Thema „aktuelle Lage der Christen in Ägypten“ hatte ihn der Arbeitskreis „Verfolgte Christen“ des Bundesfachausschusses „Außen-, Sicherheits- und Menschenrechtspolitik“ eingeladen.

 

Von den 93 Millionen Ägyptern sind 15 Millionen Christen, die vor allem in der Hauptstadt Kairo leben, die etwa 25 Millionen Bewohner hat (zum Vergleich: in Berlin leben etwa 3,5 Millionen Menschen).

Christen in Ägypten haben nicht die gleichen Rechte wie die Muslime. Ihnen ist zum Beispiel die Offizierslaufbahn verwehrt, auch können sie nicht im Geheimdienst mitarbeiten, berichtete der Priester. Nach der Verfassung darf der Präsident kein Christ sein; nur Mann und Muslim.

 

Obwohl die Muslimbrüder von der Militärregierung „weitestgehend weggesperrt“ worden sind, gibt es nach den Worten von Joachim Schroedel  eine „Art Islamisierung und Arabisierung“, zum Beispiel  immer mehr Moscheen, fast nur noch arabische Werbetafeln und vor allem  Übergriffe von Muslimen auf christliche Familien.

 

Gleichwohl würden viele Christen seit etwa zwei Jahren „aufatmen“. Denn der neue Präsident verfolge die Politik „Wir sind alle Ägypter und müssen gemeinsam den Staat aufbauen“.

 

Christen dürften Muslime nicht „verärgern“, sondern mit Fingerspitzengefühl Missstände – auch die im Blick auf die „Meinungsfreiheit“ – klar beim Namen nennen.

 

Die acht deutschen Schulen in Ägypten, in denen Muslime und Christen gemeinsam unterrichtet werden, seien friedensstiftend und wegweisend  für das Land, das viele Probleme zu meistern hat – zum Beispiel die vier Millionen Menschen in Kairo, die in Armensiedlungen leben und ein Aufstandspotenzial darstellen, aber auch die fehlende Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie verfolgte Christen als religiöse Minderheit.


Kein Mittelmaß, sondern kompetente Politik

Bernd Althusmann bei der JU in Warberg

Er wirkt auf viele junge und ältere Bürger vertrauenswürdig, engagiert und kompetent. „Bernd Althusmann kann es schaffen, Ministerpräsident zu werden, weil er vielfältige Erfahrungen und ein klares Profil hat“, meinte eine junge Frau nach der Veranstaltung der Jungen Union Braunschweig am 17. März 2017 auf der Burg Warberg.

 

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 14. Januar 2018 in Niedersachsen hatte zuvor insbesondere über „Sicherheit“ („Wir werden für Sicherheit und Ordnung sorgen, auch für die notwendige Ausstattung der Polizei.“), „Wirtschaft“ („Wir werden mehr investieren, zum Beispiel bei der Digitalisierung, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.“), „Volkswagen“ („ Es ist ein Skandal wie nachlässig der gegenwärtige Ministerpräsident seine Aufsichtspflichten im VW-Aufsichtsrat wahrnimmt“.), „Landwirtschaft“ („Wir werden keine Politik gegen die Landwirte machen, sondern für sie und mit ihnen Lösungen auch im Blick auf den Verbraucherschutz suchen.“), „Bildung“ („Wir werden mehrt in Bildung statt in die Verlängerung der Arbeitslosigkeit investieren, damit die Arbeitslosigkeit vermieden werden kann.“).     

Auf der vorausgegangenen Klausurtagung des Landesvorstandes des CDU Landesverbandes Braunschweig, die vom Landesvorsitzenden Frank Oesterhelweg geleitet wurde, war mit Uwe Fritsch, VW-Betriebsrat und Aufsichtsratsmitglied, über die „Situation bei VW“ gesprochen worden, sowie mit Dr. Reza Asghari, Professor für Entrepreneurship an der TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule, über „Digitalisierung und Innovation.“

 

Freiheit

Zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes
„Kopftuchverbot am Arbeitsplatz möglich“


Der Kommentar „Stoff für Kulturkampf“ von Jacques Schuster (DIE WELT vom 15.März 2017) war überfällig, damit die demokratische Kultur der individuellen Freiheit und der persönlichen Verantwortung, der offenen Vielfalt und des gegenseitigen Respektes gestärkt wird.

Dazu gehört die unternehmerische Freiheit, kulturelle Spielregeln für alle Mitarbeiter im Rahmen des Rechts und der Gesetze bestimmen zu können. Aber auch die individuelle Freiheit und Lernmöglichkeit einer Mitarbeiterin, ihre religiöse Selbstbestimmung als einen möglichen Ego-Trip um jeden Preis und auf Kosten der Glaubwürdigkeit des Unternehmens zu erkennen sowie aus Einsicht und freiwillig zu überwinden. Oder ihren Arbeitsplatz zu wechseln, was jeder andere Mitarbeiter auch tun muss, wenn er „partout“ die bekannten und anerkannten kulturellen und rechtlichen Spielregeln eines Unternehmens nicht einhalten kann bzw.will.

Menschen muslimischen Glaubens, die ohne die Möglichkeit des Kopftuchverbotes von religiösen oder selbsternannten Sittenwächtern schnell unter moralischen Druck geraten können, werden es nun mit dem Kopftuchverbot als beispielhafte Möglichkeit neuer Freiheit leichter haben, sich gegen die Instrumentalisierung und Politisierung der Religionsfreiheit zu wehren. Ihre Freiheit ist gestärkt worden.

Burkhard Budde


Innovationen ohne Scheuklappen

Bundesministerin Johanna Wanka in Königslutter

 

Ohne Innovation gibt es keinen Wohlstand auf Dauer. Das gilt besonders für Deutschland, der viertstärksten Industrienation der Welt, aber mit nur einem Prozent der Weltbevölkerung.

Damit Deutschland zukunftsfähig bleibe, so Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, auf dem Landesparteitag des CDU Landesverbandes Braunschweig am 4.3.2017 in Königslutter, müsse der Innovationsstandort Deutschland gestärkt werden.

 

Dazu zählten nicht nur die Verdoppelung des Bundesetats für Bildung und Forschung in den letzten vier Jahren, sondern vor allem eine umfassende Innovationsstrategie; zum Beispiel die gezielte Förderung von Gesundheitszentren im Blick auf Infektionskrankheiten, von Forschungsprojekten („Digitalisierung und Arbeitswelt“) und von Bildungsprojekten („individuelle, frühzeitige und flächendeckende Beratung junger Menschen“).

 

Die Basis des Wohlstandes, so die Ministerin, seien Bildung, Fachkräfte, Forschung und Wissenschaft. Johanna Wanka bedauerte, dass erfolgreiche innovative Einrichtungen in Deutschland wie die Pflanzenforschung aus ideologischen Gründen bedroht seien und vertrieben werden könnten.

 

Stolz untersticht CDU-Landesvorsitzender Frank Oesterhelweg, dass die Region Braunschweig  mit 7,3 Prozent der Wirtschaftsleistung die „Forschungs-und Wissenschaftsregion Nr.1 in Europa ist“ (drei Prozent durchschnittlich in Deutschland).

 

Damit weiterhin Zukunft durch Innovation möglich bleibt, sind verlässliche Förderungen in Wissenschaft und Forschung ohne ideologische Scheuklappen nötig – in einer Region mit zugleich viel Geschichte und Kultur, aber auch mit Menschen mit viel Entdeckerfreude und Leistungsstärke.

 

Burkhard Budde


Straßenkarneval –

gedankenlos und belanglos

oder ein kleines Spiel mit der großen Leichtigkeit?

Als fröhlicher Gleichmacher stiftet Karneval überraschende Gemeinschaften.

 

Als bunter Unterscheider zeigt er schöne Überraschungen individueller Noten.

 

Als mutiger Mitmacher im Rollen- und Maskenspiel entlarvt er Miesmacher. Und macht die Illusion, anders sein zu können als man in Wahrheit ist und die Schwere des Alltags vergessen zu können, für ein paar Stunden wahr.

 Als Befreier auf Zeit bläst er einen leichten Hauch von befreiter Leichtigkeit in die alltäglichen Zwänge hinein. Und kann der kleinen Schwermut ihre große Schwere nehmen.

Burkhard Budde


Politiker ohne Erfahrung als Hoffnungsträger

Dieter Nuhr in Braunschweig

Wer kann wie die Welt verbessern? Etwa ein Komiker und Kabarettist wie Dieter Nuhr, der am 18. Februar 2017 in der Stadthalle in Braunschweig den gegenwärtigen Zeitgeist im Vergleich zum vergangenen Geist humorvoll hinterfragte? Viele bekamen mit treffsicheren Pointen ihren Lack ab.

 

Zum Beispiel der Politiker, in den (neue) Anhänger seiner Partei ihre Hoffnungen projizieren, der aber keine Erfahrungen hat. Und der einem Fußballspieler gleicht, der Hoffnungsträger der Vereinsfans ist, aber nie Fußball gespielt hat. Oder der Staat, der immer mehr seine Bürger erzieht und entmündigt. Oder der Volkspädagoge, der alles besser weiß und kann.  Der satirische Querdenker Dieter Nuhr wühlte in den Ängsten der Menschen, um das Positive hervorzukramen; im Kleinkein des Denkens, um Großzügigkeit salonfähig zu machen; in der Korrektheit der Spießer, um ihre Enge zu entlarven.

 

Und ein Hauch von Freiheit wehte durch den Saal, als Menschen befreit und unverkrampft über sich selbst und über die lachen konnten, die sich in ihrer intellektuellen Humorlosigkeit ertappt fühlten. Manchmal ist Komik nötig, um sich souverän und mutig auf den Weg zu machen, die Welt zu verbessern.

Burkhard Budde


Religionsfreiheit als Menschenrecht

Verfolgte Christen auch in Deutschland schützen

 

Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit anerkennen die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen – auf dem Papier. Die Wirklichkeit sieht jedoch in vielen Staaten anders aus: Die Religionsfreiheit beispielsweise wird in 64 Ländern der Erde häufig mit Füßen getreten. Das Recht, einer Religion oder keiner Religion anzugehören und die Religion zu wechseln, gehört zwar offiziell zu den universellen Menschenrechten, wird aber in 64 Ländern der Erde ignoriert. Das gilt auch im Blick auf die etwa 100 Millionen Christen, die weltweit wegen ihres Glaubens bedrängt, verfolgt und vertrieben werden.

In der Arbeitsgruppe Verfolgte Christen des Bundesfachausschusses Außen-, Sicherheits-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik der CDU wurde am 13. Februar 2017 in Berlin zudem über die Bedrängnisse der Christen und anderer religiöser Minderheiten in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland gesprochen. Für Christdemokraten, die sich weltweit für die unteilbaren Menschenrechte engagieren und sich am christlichen Menschenbild orientieren, verwirkt der Asylant sein Recht auf Asyl, der aus Diskriminierungs- und Bedrohungsgründen Asyl in Deutschland sucht, dann aber selbst diskriminiert und andere Flüchtlinge bedroht.

 

Diskutiert wurde über die Forderung, keine weiteren „Integrationsexperimente“ auf dem Rücken christlicher Flüchtlinge und anderer religiösen Minderheiten in deutschen Asyl- und Erstaufnahmeeinrichtungen zu machen. Konkret geht es u.a. darum, Christen sowie andere religiöse Minderheiten, die bereits Opfer von Verfolgung und Diskriminierung geworden sind, zusammen zu legen, damit ein etwa gleiches Verhältnis zu den Muslimen entsteht. Neben einer möglichen getrennten Unterbringung und Präventionsmaßnahmen müssten zudem das Sicherheitspersonal regelmäßig geschult und Vertrauenspersonen christlichen Glaubens bereitgestellt werden.

Wichtig sei auch, Konvertiten nicht pauschal einfach abzuschieben, wenn ihr Schutz in den Herkunftsländern nicht gewährleistet werden könne.

 

Die Zukunft der Christen in der Türkei, in Syrien und im Irak sowie der Jesiden im Irak sei „fast hoffnungslos“, so ein Teilnehmer, falls nicht doch noch ein „politisches Wunder geschieht“. Verfolgte Christen und verfolgte Muslime müssten so geschützt werden, dass ein tolerantes Miteinander auf Dauer möglich werde.

 

Splitter und Dorn

Jeder ist eingeladen, keiner vorgeladen.

Jeder kann feiern, keiner muss mitfeiern;

kann über sich selbst lachen, muss andere nicht auslachen;

kann mutig sein, muss nicht übermütig werden.

 

Wer nur den Splitter im Auge des Karnevals sieht,

sollte den Dorn im eigenen Auge nicht übersehen.

Seine Humorlosigkeit, vielleicht auch Allmachtsphantasie,

seine Selbsttäuschung, Heuchelei, Angst oder Verletzung.

 

Wer jedoch über Komisches und Absurditäten lachen kann,

muss keinen Menschen abwerten, um sich selbst aufzuwerten,

der hat den Dorn im eigenen Auge entdeckt

und ihm die Schärfe genommen.

 

Und bringt als sehende Maus nicht länger den Speck mit,

der sie in die Falle der dornigen Zahlen lockt,

die die Deutung und Verantwortung,

einen Splitter Liebe nicht ersetzen können.

 

Durch eine unsichtbare Kraft,

die anzieht und ausstrahlt,

vor allem schmunzelnd neues Leben schafft.

 

Burkhard Budde


„Wenn du mich liebst“ (Si me amas):

Schlüssel der Liebenden

 

Wenn du mich liebst,

öffne ich dir die Tür.

 


Ich klopfe an, steh in der Tür,

aber ich habe noch keinen Schlüssel von dir.

 

Du kannst mir vertrauen und mit mir reden

sowie mit mir das Glück erleben.

 

Mit klopfendem Herzen stehen wir da

und teilen das Leben hautnah.

 

Wir erfahren den himmlischen Raum,

durchs Schlüsselloch können wir Ewigkeit schaun.

 

Damit wir den Augenblick genießen,

müssen wir Irdisch-Göttliches erschließen.

 

Mit liebenden Augen und zärtlichen Händen

lässt sich alles zum Guten, Schönen und Wahren wenden.

 

Damit die Sehnsucht nach vollkommenem Glück  glüht,

wird das Unvollkommene vorbehaltlos geliebt.

 

Die Friedenstaube fliegt versöhnt voran,

weil das Abenteuer Liebe nie fertig sein kann.

 

Der Horizont der Leidenschaft bleibt verzückt,

weil das Geheimnis der Liebenden stets neu beglückt.

 

Burkhard Budde

 

Das Foto zeigt ein Kunstwerk der Braunschweiger Künstlerin Marie-Luise Schulz, das sie 1997 angefertigt hat und das im Buch „Wege der Versöhnung“ veröffentlicht worden ist.

 

Einstimmung auf den Valentinstag am 14. Februar 2017


„Türöffner zum bunten Leben in Braunschweig“


 Ausstellungseröffnung der Werke von Jörg Scheibe

 

Die Kunst-Fotografie von Jörg Scheibe, so Dr. Burkhard Budde in seiner Ansprache anlässlich der Ausstellungs-eröffnung der fotografischen Kunstwerke von Jörg Scheibe am 2. Februar 2017 im Werkschauraum in Braunschweig,  hat insbesondere eine dreifache Perspektive:

 

„Die Fotos stellen eine soziale und therapeutische

Brücke dar.

Sie zeigen zum Beispiel Mitarbeiter des Klinikums, die freundlich und höflich, engagiert und qualifiziert sind, sich vor allem um den einzelnen Patienten kümmern. Jörg Scheibe, der selbst als Krankenpfleger gearbeitet hat, kennt die Seele eines Krankenhauses. Er weiß, dass Mitarbeiter Wertschätzung und Anerkennung brauchen, damit sie motiviert und engagiert bleiben und durch ihre Beziehungsarbeit dem Patienten Ängste nehmen und Vertrauen aufbauen können. Seine Fotos bewegen Mitarbeiter und Patienten und spiegeln die Kultur wider, die angestrebt wird, damit es zur Begegnung auf Augenhöhe kommen kann.

 

Die Fotos stellen eine künstlerische Sehschule der Wirklichkeitswahrnehmung dar.

Als Reportage- Bilder fangen sie Momente ein, die Mut machen, die Wirklichkeit neu oder anders kennen- und schätzen zu lernen. Jörg Scheibe leiht dem Betrachter gleichsam seine Augen, um mit eigenen Augen auf Entdeckungsreise zu gehen.

 

Die Fotos sind Türöffner zum bunten Leben

in Braunschweig.

Jörg Scheibes Pop-Art macht neugierig auf Braunschweig und in Braunschweig. Es sind keine Panik-Fotos, die den Betrachter in die Enge des Denkens, Fühlens und Verhaltens treiben. Auch keine Gute-Laune-Fotos, bei denen der Betrachter an der emotionalen, kognitiven und sozialen Oberfläche verharrt. Sondern ganzheitlich ausgerichtete Türöffner-Fotos, die Realität und Fiktion dynamisch und spielerisch mischen und mit farbenfroher Leichtigkeit Freude bereiten – und Freunde gewinnen“.

 

 

 

 

 


Schöne Eselei

 

Verstehe.

 

Ich habe Verständnis.

Fühle und denke mit.

Erlebe und helfe mit.

Und suche Verständigung.

 

Aber ich bin kein Alleskönner.

Kein Allesversteher.

Kein Allesverdreher.

Und ich bleibe ich.

 

Verstehst du?

 

Burkhard Budde


Große Gefühle im kleinen Glück
Das Glück beim Schopfe fassen


Das große Glück versteckt sich manchmal in kleinen Gefühlen – und umgekehrt. Großes oder kleines Glück ist nicht käuflich oder leistbar, aber weckbar, indem man sich mit seinen vielfältigen Bedingungen und (Wechsel-)Wirkungen, Möglichkeiten und Voraussetzungen auseinandersetzt.

Die 25. Hochzeitsmesse „Feiern & Heiraten“, die am 21. und 22. Januar 2017 in der Braunschweiger Stadthalle stattfand, lud ein, sich auf die Suche nach dem schönen Äußeren zu machen, die immer auch Ausdruck des glücklichen Inneren sein kann.

Das „ganz große Glück“ befindet sich ohnehin im „ganz kleinen Herzen“ einer einzigartigen Beziehung mit Herzblut und zugleich klugem Kopf, mit begründetem Vertrauen und zugleich persönlicher Verantwortung.
Vielleicht findet man es auch auf einer Messe, manchmal auch in der überraschenden Begegnung vor der eigenen Haustür, nicht selten in einer sinnstiftenden Tätigkeit, in der Gewissheit bedingungsloser Annahme oder befreiender Versöhnung, häufig in den eigenen vier Wänden. Man muss es nur wahrnehmen - nicht übersehen - und im richtigen Moment - bevor es wieder verschwindet - beim Schopfe packen.

Burkhard Budde


Dank für engagierten Wahlkampf

Liberale Demokratie stärken

Christoph Plett, CDU-Kreisvorsitzender in Peine, und Hans-Werner Fechner, CDU-Fraktionsvorsitzender, hatten engagierte Wahlkämpfer des letzten Kommunal- und Landratswahlkampfes eingeladen, um im Rahmen eines gemütlichen Abendessens die vergangene Zeit Revue passieren zu lassen und um sich zu bedanken. In freundschaftlicher Atmosphäre wurden die Erfahrungen gewürdigt und weitere politische Netzwerkarbeit verabredet, um die liberale Demokratie auch vor Ort und in der Region zu stärken.


(K)ein Geheimtipp mehr


Warum in die Ferne reisen, wenn frische Luft und eine reizvolle Natur vor der Haustür liegen? Wer zudem die schöpferische Ruhe sucht, findet sie in der Bergstadt und im Luftkurort St. Andreasberg im Oberharz.
Für Liebhaber einer individuellen Erholung an Leib und Seele ist der Ort schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern beliebte Adresse, um sich jenseits der Touristenströme auf persönliche Entdeckungsreise zu begeben.
Und im Winter ist die faszinierende Natur im Spiel mit der verwandelten Kultur voller Geheimnisse, die die Phantasie beflügelt.

 

 

 

 

Burkhard Budde


„Kecker Flirtversuch“

Das Mädchen mit dem Weinglas

 Ein unsichtbarer Zauber verzaubert.

Eine junge Frau im roten Rock, die auf einem Stuhl sitzt, hält ein Weinglas in der Hand und sucht mit ihren großen Augen verlegen, vielleicht auch ein wenig beschwipst, den Blickkontakt zum Betrachter. Ein unwiderstehliches Lächeln fängt ihn ein, um ihn mitzunehmen in den Annäherungsversuch, der von dem Mann neben der Frau ausgeht.

Dieser sucht ihre Augen, hebt ihre Hand mit dem Weinglas ein wenig an, um sie offensichtlich zum Genießen des Weines zu animieren.

 

In der linken Ecke des Ölgemäldes „Das Mädchen mit dem Weinglas“, das Johannes Vermeer wohl 1659 gemalt hat, sitzt hinter einem Tisch ein weiterer Mann, der müde erscheint und seinen Kopf mit seiner rechten Faust stützt. Der Ehemann, der nichts merkt? Ein Freund, der gleichgültig ist? Ein Mann, der seine Ruhe haben will?

 

Auf dem runden Tisch, auf dem ein weißes Tuch liegt, steht ein Weinkrug sowie ein Teller aus Silber mit Obst. Eine Zitrone als Symbol der Herzens und der Reinheit? Als Schutz gegen erotische Verzauberung?

 

Das Buntglasfenster, das ein wenig geöffnet ist, symbolisiert die „temperantia“ (Mäßigung), die neben „iustitia“ (Gerechtigkeit), „fortitudo“ (Tapferkeit), „sapientia“ (Weisheit) eine der vier klassischen Haupttugenden darstellt. Ein Hinweis auf einen besonnenen und klugen Umgang mit Wein? Mit dem anderen Geschlecht? Eine Ermutigung, sich zu beherrschen und aus unbeherrschten Gefühlen eine beherrschbare Gefühlswelt zu machen?

 

Im Dunkeln hängt ein Portrait eines Mannes an der Wand. Hat dieser Mann im „Hintergrund“ eine Bedeutung für das Mädchen? Ist er der Vater, der Großvater, der Ehemann, ein weises Vorbild, das vor verführerischer Verzauberung in „lustiger Gesellschaft“ oder vor einem „kecken Flirtversuch“  warnt?

 

Das Ölgemälde, das Herzog Anton Ulrich (1633 bis 1714) erwarb, ist im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig zu sehen. Und seit kurzem auch auf Briefmarken, um den unsichtbaren Zauber mit leuchtenden Farben und seiner Kultur der Achtsamkeit sichtbar und zugleich erlebbar zu machen.

 

Burkhard Budde


Würde, Freiheit, Verantwortung

Für einen starken Rechtsstaat mit menschlichem Gesicht

Ein Wunsch für das neue Jahr

 

Wer den Rückwärtsgang der moralischen Selbstgerechtigkeit einlegt, kommt nicht voran. Allerdings kann man Hindernisse sicherer „links liegen lassen“, wenn man in den Rückspiegel der Geschichte blickt und aus Erfahrungen lernt. Und wer die Bedeutung der Bremse im sozialen Miteinander kennt, kommt auf dem Weg der Freiheit und (Selbst-)Verantwortung schneller voran.

 

Aber stets braucht man Wegweiser, um Ziele zu erreichen und eine gemeinsame Zukunft zu ermöglichen. Folgende Wegweiser, die zugleich geistiger Sprit für den Motor eines menschlichen sowie universellen Fortschritts sind, gehören zu einem „Weltethos“ dazu:

 


Die Würde eines Mitmenschen so zu achten, wie man selbst geachtet werden will,

für die unverlierbare und unteilbare Würde aller Menschen einzutreten, sie zu verteidigen und zu ermöglichen.

 

Die Freiheit eines Mitmenschen so zu achten, wie man selbst unabhängig  sein will,

für die an Recht und Verantwortung gebundene Freiheit aller Menschen einzutreten, anders zu denken, zu fühlen, zu handeln, zu sein.

 

Gerecht zu sein,

Lebenschancen für alle zu suchen, unterschiedliche Leistungen anzuerkennen, dem Schwächeren zu helfen, an die Folgen der Mit- und Nachwelt zu denken.

 

Menschlich zu sein,

bei aller Verschiedenheit, Gegensätzlichkeit und Widersprüchlichkeit das Gesicht des anderen zu schützen und seine Seele nicht zu verletzen.

 

Wahrhaftig zu sein,

bei aller Notwendigkeit Sein und Schein zum Ausgleich zu bringen, aufrichtig und glaubwürdig zu leben.

 

Tolerant zu sein,

persönlichen Respekt in der inhaltlichen Auseinandersetzung zu zeigen, niemanden zu verunglimpfen, zu missachten oder feige zu schweigen.

 

Fair zu sein,

sich eine eigene Meinung durch das Hören des anderen zu bilden und keine Vorurteile zu pflegen oder pauschal einen Menschen zu verurteilen.

 

Taktvoll zu sein,

Rücksicht auf die Gefühle und persönliche Situation anderer zu nehmen und nicht selbstsüchtig oder gedankenlos die Seele anderer zu kränken.

 

Höflich zu sein,

mit guten Umgangsformen menschliches Format zu zeigen und nicht durch Lautstärke oder Heuchelei die Wertschätzung zu zerstören.

 

Barmherzig zu bleiben,

weil man selbst auf Liebe und Versöhnung angewiesen ist, selbst Neuanfänge, Kompromisse und Lösungen zu ermöglichen versuchen.

 

Solche Werte können helfen, Menschen miteinander zu verbinden, nicht zu fesseln; zu verbünden, nicht zu umgarnen; zu verändern, nicht zu verhärten. Und sie können Menschenfeindliches aufdecken und verhindern. Diese Werte sollten nicht eingefroren und erst dann aufgetaut werden, wenn die Zeit reif ist. Sie sind mehr als eine schöne Verpackung. Diese Werte sollten als gemeinsame geistige Mitte der Gesellschaft erkannt, (vor-)gelebt, verteidigt, offensiv und konsequent umgesetzt werden.

 

Damit ein friedliches Miteinander gelingt, muss ein starker Rechtsstaat, der für die Achtung der „Straßenverkehrsordnung“, für den Schutz und die Sicherheit seiner Bürger in besonderer Weise verantwortlich ist, mit klugem Kopf und menschlichem Gesicht konsequent und rechtzeitig handeln, damit die Wegweiser beachtet und geachtet werden können sowie eine gemeinsame Zukunft eröffnen.

 

Burkhard Budde

 


Das Glücksschwein

 

Man staunt, kann es nicht erklären.

Man ergreift den Strohhalm des Glücks

und begreift das mögliche Unglück:

Man hat Schwein gehabt.

 

Man wünscht sich Glück

und sich glücklich zu fühlen.

Und in der Zeit und mit der Zeit

Schwein zu haben.

 

Burkhard Budde


Auf ein Wort: Zum neuen Jahr

“The same procedure as last year”?

Der gleiche Ablauf und die gleichen Wünsche wie jedes Jahr?


 

Viele wünschen zum neuen Jahr „Glück“. Aber wenn jeder selbst seines Glückes Schmied ist und sich anstrengen muss? Manche wünschen auch „Segen“. Doch wenn Gott nur ein unbedeutender Glücksbringer ist, den man zwar grüßt, aber mit dem man nicht spricht?

 

Die Ungewissheit, ob Wünsche in Erfüllung gehen, bleibt gewiss. Dennoch sind Wünsche mehr als ein Münzwurf oder ein Blick in die Kristallkugel. Das Unheimliche, das Unwägbare, das Unkalkulierbare verlieren ihre bedrohliche Macht. Das Benannte, das Erhoffte, das Angestrebte überwinden das heimliche Zähneklappern. Und auf dem Mist der Angst kann eine schöne Blume des Vertrauens, der Zuversicht, der Ermutigung und der Verantwortung wachsen.

 

Dabei spielen im neuen Jahr bei aller Eigeninitiative und Eigenverantwortung  „Glück,  Zufall und Gott“ weiterhin eine wichtige Rolle. Dass zum Beispiel im richtigen Augenblick in der richtigen Situation die richtige Person die richtige Tür öffnet. Und dass man vor allem an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Situation  geboren worden ist.

 

Also, man kann getrost mit „Prosit Neujahr“ („Prosit“ =  „es möge gelingen“) anstoßen.

Oder sich einen „guten Rutsch“ wünschen (eigentlich „Gut Rosch“ = „ „guten Anfang“).

Oder wie im alten Rom „Das neue Jahr sei dir ein glückliches und gesegnetes“ („Annum novum faustum felicem tibi“).

Oder im Sinne der Christen „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1.Joh.4,16).

 

Man muss den Mund ja nicht zu voll nehmen. Auch 2017 wird es heitere Komödien mit Illusionen und happy end geben, aber auch bedrückende Tragödien mit Gewalt und zerstörerischem Ende. Die gierige Jagd nach der Brille des Glücks, die man auf der Stirn trägt, wird weiterhin den Kopf vernebeln. Und Hans Guck-in-die-Luft, der sich zum Hänschen Guck- auf- das-Smartphone mutiert hat, wird weiterhin  durch die Gegend laufen, die Realitäten übersehen und irgendwann auf die Nase fallen können.

 

Aber niemand muss sich den Mund verbieten lassen, wenn die Würde bedroht ist oder mit Füßen getreten wird, wenn Liebe und Freiheit, Verantwortung und Vernunft  durch Gleichgültigkeit, Heuchelei, Selbstsucht oder Gewalt und missbrauchter Religion auf dem Spiel stehen.

 

Alle können zu der richtigen Prise Salz Menschlichkeit in der Suppe der Gesellschaft beitragen, so dass das Leben nicht mit moralischem oder totalitärem Denken „versalzt“ oder mit billigen Lebensweisheiten „salzlos“ bleibt, sondern neu lebensdienlich gestaltet werden kann. Selbstbewusst und dankbar kann man sogar auf das Glück hinweisen, dass Gott auch in unglücklichen Zeiten durch seine solidarische Liebe schenkt. Als Hoffnungs- und Verantwortungsträger, der mit menschlichem Einsatz und einer Portion göttlichen Glücks das neue Jahr begeht und neu entdeckt.

Burkhard Budde


Neues Licht

Der Glanz vergeht, aber die Wahrheit bleibt.

Das Schöne verwelkt, aber die Güte reift.

Die Klugheit verstummt, aber die Weisheit redet.

Die Vernunft schläft, aber der Geist wird wach.

Die Dunkelheit herrscht, aber die Liebe leuchtet.

Wenn das Vertrauen wächst, die Gemeinschaft trägt,

die Hoffnung beflügelt, die Verantwortung entsteht.

Dann wird ein neues Licht entzündet.

Burkhard Budde



Im Kampf mit der Finsternis

Das Licht von Weihnachten

Wegducken oder neu sehen und handeln lernen?

 

Das vielköpfige Ungeheuer, dem immer neue Köpfe nachwachsen, handelt hinterhältig und unterschiedslos, grundlos und erbarmungslos. Die terroristische Hydra tötet und mordet, damit Menschen ihre Köpfe einziehen, sich ängstlich verkriechen, sich zerstreiten und auseinandergehen. Damit die Welt der Freiheit und Selbstbestimmung instabil wird und zerbricht. Und damit das Einheitsband der Menschlichkeit und Freiheit, der Toleranz und Solidarität zerschnitten wird.

 

Was hilft?

 

Der Igel dachte, er müsste seine Stacheln ablegen, weil sie die giftigen Schlangen nur provozierten. Aber in Wirklichkeit wurde er schutz- und machtlos. Und die Schlangen fühlten sich eingeladen und ermutigt, über ihn herzufallen und ihn zu vernichten.

 

Die zerstörerische Macht des Bösen wird weder durch Selbstaufgabe der eigenen Identität noch durch einladende Toleranz ohne Akzeptanz des Rechts noch durch wohlwollende Neutralität ohne eigene Werte bekämpft, sondern nur durch die wehrhaften Stacheln eines starken Rechtsstaates mit seinem Gewaltmonopol und seinem Polizeirecht, die ein freies und sicheres, vielfältiges und tolerantes Zusammenleben erst ermöglichen.

 

Weihnachten erinnert an die Macht der Liebe in aller Ohnmacht, an ein göttliches Licht in der menschlichen, auch terroristischen Finsternis, über das die ganze Finsternis sich hermacht, aber es nicht löschen kann, weil sie letztlich und trotz allem machtlos ist. Dieses stille Licht brennt im Glauben bis heute, führt Menschen zusammen und macht sie selbst zu Lichtträgern neuen Lebens.

 

Die Botschaft von der Geburt Jesu darf in keiner Finsternis verschwiegen werden, damit diese erhellt wird und nicht das letzte Wort behält. Jesus, der als Erwachsener den Willen Gottes verkündigt, der leidet und am Kreuz stirbt, aber den Tod durch die schöpferische Liebe Gottes überwindet, will ein friedliches Miteinander.   

 

Seine Botschaft war kein schönes Märchen, kein wissenschaftlicher Beitrag, kein politisches Rezept. Wohl aber der Beginn eines Geschehens der allumfassenden Erneuerung:

Aus Ignoranz wird Solidarität, aus Arroganz Mitmenschlichkeit, aus Dominanz Toleranz.

Angst weicht neuem Vertrauen und stärkt die Verantwortung vor Gott und dem Nächsten, dem Bösen aktiv zu wehren, es in Schach zu halten und der Liebe in Würde und Freiheit eine Chance zu geben.

 

Burkhard Budde  

 


(K)ein Geburtstagsfest ohne Geburtstagskind?!

 

Nur nichts falsch machen! Nur keinen Ärger! Der Friede darf nicht gefährdet, die Freude nicht gestört, der Glanz nicht matt werden. Die Weihnachtsparty soll glatt über die Bühne gehen, das Weihnachtsfest gelingen. Aber hilft dabei ein Kniefall vor dem Zeitgeist, eine schleichende Aushöhlung des Festes?

 

Ein Fest in der Familie ist besser als ein Fest in Einsamkeit und Enge; ein Fest gemeinsamen Genusses besser als Langeweile und Routine; ein Fest der Geschenke mit Wertschätzung besser als leere und geizige Hände; ein Fest des Herzens besser als soziale Kälte und stumpfe Gleichgültigkeit.

 

Aber war`s das?! Sollt das alles gewesen sein?! Ein Geburtstagsfest ohne Geburtstagskind?!

Die Botschaft von der Geburt Jesu Christi ist für manche ein alter Ladenhüter, den man getrost in die Rumpelkammer des Geistes stellen kann. Für andere ein süßer Lockartikel, der in das Schaufenster einer Feier gehört, aber ansonsten keine Bedeutung im Leben selbst hat. Wieder andere erleben die Botschaft als trockenes Brot einer lieblosen Predigt.

 

Es gibt aber auch die freie und befreiende Liebesbotschaft Gottes, die nicht verschwiegen wird und auf offene Ohren trifft: Gott selbst überwindet die Kluft zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf. Die Geburt Jesu ist ein sichtbares und einzigartiges Geschehen dieser unvergänglichen und allumfassenden Liebe.

 

Aber wie das mit der Liebe so ist: Man ist sich ihrer Botschaft erst gewiss, wenn man ihr Vertrauen - keine Naivität oder auch keine Schwärmerei - schenkt. Und persönlich entdeckt: Auch wenn andere Jesus „nur“ als historische Figur oder als moralisierenden Gutmenschen betrachten, kann ich selbst die Geburt Christi -gleichsam im Geiste - in mir erleben.

 

Da hilft beim Weihnachtsfest kein ängstlicher Kniefall vor mächtigen Menschen oder dem flüchtigen Zeitgeist, keine Selbstaufgabe eigener Gewissheiten, sondern nur der aufrechte Gang, der den respektvollen Umgang auf Augenhöhe mit Andersgläubigen und Nichtgläubigen erst ermöglicht – nach einem Kniefall vor dem liebenden Gott, der mich aus Liebe aufrichtet, damit ich diese Liebe und diesen Frieden weitergebe, in Vernunft und Weisheit, in Freiheit und Verantwortung, stets in der frohmachenden Gewissheit seiner Gegenwart und Kraft. Denn „Christus, der Retter ist da.“

Deshalb kann man der Welt getrost „ein gesegnetes Christfest“ wünschen.

 

Burkhard Budde


Kein Schnäppchen, sondern Diamant

 

Über die „deutsche Staatsbürgerschaft“ hat die überregionale Tageszeitung „Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) am 13. Dezember 2016den folgenden Leserbrief von mir veröffentlicht.

 Es gibt peinliche Ladenhüter, die man gerne im Hinterzimmer versteckt oder lagert. Und billige Schnäppchen, die im Schaufenster zu finden sind, überzeugen auch nicht alle, die liberale Demokratie im Innern kennen und schätzen zu lernen.

 

Die deutsche Staatsbürgerschaft ist weder ein Ladenhüter noch ein Schnäppchen, auch keine einfache Eintrittskarte, wohl aber wie ein kostbarer Diamant, für den man sich bewusst und begründet entscheidet, um im deutschen Haus des Rechts und der Werte mit gleichen Rechten und Pflichten zu leben.

 

Dieser Diamant strahlt aus und zieht Menschen an: durch seine unverlierbare Würde, Freiheit in Verantwortung, Toleranz mit Offenheit, Gerechtigkeit gepaart mit Barmherzigkeit.

 

Wer diesen Diamant verächtlich oder lächerlich macht, ihn missachtet oder mit Füßen tritt, für seinen Ego-Trip missbraucht oder ihm gegenüber gleichgültig ist, verkennt (noch) die Bedeutung seiner identitäts- und integrationsstiftenden Kraft im pulsierenden Leben einer Demokratie sowie einer freiheitlichen und offenen Gesellschaft. 

Wer von diesem Diamant jedoch überzeugt ist, will und kann sich mit ihm und seinen Wirkungen nicht nur identifizieren, sondern entscheidet sich auch gerne für das deutsche Bürgerrecht – und wird dieses Recht auch verteidigen, wenn es sein muss.

 

Die Grundhaltung eindeutiger Loyalität in freier und freiwilliger Selbstbestimmung – kein Kadavergehorsam - wird selbstverständlich, weil Selbstkritik und Mündigkeit, kritisches und aufgeklärtes Denken zum Wesen des Diamanten gehört. Eine Optionspflicht ist dann keine Pflicht mehr, sondern eine Gelegenheit, sich zum Geiste des Diamanten zu bekennen

und ihn anzuerkennen, vor allem seine Werte in der Gesellschaft mit vielen kleinen und großen Diamanten (vor-) zu leben, um sie an die nächste Generation weiterzugeben.

 

Burkhard Budde

 

(F.A.Z. vom 13. 12.2016)


Kniefall vor Gott, der Menschen aufrichtet

Bei der Senioren-Union über „Weihnachten“


Ilse Nickel, Vorsitzende der Senioren-Union der Braunschweiger CDU, hatte zur Weihnachtsfeier am 12. Dezember 2016 ins CDU-Haus in Braunschweig am Gieselerwall eingeladen. Auch Gäste aus Wolfsburg und Salzgitter sowie Vertreter der Jungen Union konnten begrüßt werden. Als Redner hatte sie Dr. Burkhard Budde, freier Journalist und Mitglied des CDU-Kreisvorstandes in Braunschweig, gewinnen können.

Der Theologe, der über die Bedeutung des Weihnachtsfestes sprach, ermutigte die Teilnehmer, das „Geburtstagsfest mit dem Geburtstagskind“ zu feiern und Weihnachten nicht dem Zeitgeist ängstlich anzupassen. Die Botschaft von der Geburt Jesu Christi sei kein „alter Ladenhüter“, den man in die Rumpelkammer des Geistes stellen könne, auch kein „süßer Lockartikel“ im Schaufenster einer Feier ohne Bedeutung für das Leben.


Die Geburt Jesu sei ein sichtbares und einzigartiges Geschehen der unvergänglichen und allumfassenden Liebe Gottes, das nicht verschwiegen werden dürfe. Das „Geburtstagskind“ sei im Glauben auch „Geburtshelfer“ des göttlichen Geistes in einem Menschen, der auch heute noch in politischer Verantwortung vor Gott und dem Nächsten wirke.


Das Weihnachtsfest könne dazu beitragen, so Burkhard Budde, keinen ängstlichen Kniefall vor den Mächtigen in dieser Welt zu machen, sondern einen Kniefall vor dem liebenden Gott, der den Menschen „aus Liebe aufrichtet, damit er die erfahrene Liebe in Vernunft und Weisheit, in Freiheit und Verantwortung weitergibt.“


Zur Adventszeit

Nussknacker in der Tretmühle des Advents


Einer freut sich auf die Zeit des Advents, macht sich auf den Weg zum Weihnachtsmarkt, taucht in die Welt voller Lichter und Dichter ein. Ein anderer legt sich lieber pünktlich ins Bett und zieht sich die Decke über den Kopf. Er will seine Ruhe vom stressigen Trubel haben.

Ist der Advent eine harte Nuss? Weil es wie jedes Jahr anstrengend ist, Geschenke zu besorgen und Feiern vorzubereiten? Gefühle zu entwickeln, sich auf Knopfdruck zu freuen?


Ist der Advent eine taube Nuss? Weil die Substanz der christlichen Botschaft fehlt oder ausgehöhlt ist? Das Leben der Boten vom kommenden Gott so laut spricht, dass man die Botschaft nicht mehr hört?


Ist der Advent nur noch eine Schale? Die zwar immer noch die alte Neuigkeit von Gottes Liebe schützt, aber nur noch zur Dekoration gebraucht wird? Und Feiern ohne  tieferen Sinn stattfinden?


Wer im Advent – und auch sonst - auf „dumme Nüsse“ herabblickt, braucht sich nicht über immer mehr Ignoranz und Gleichgültigkeit  gegenüber der Adventsbotschaft und den Adventsboten zu wundern.


Wie kann man aber im Advent auf den Geschmack vom eigentlichen Advent kommen? Man muss versuchen, die Nuss zu knacken. Dazu sind geistige Anstrengungen in Kauf zu nehmen, sich mit den zerbrochenen Teilen der Schale, aber auch mit der Botschaft selbst auseinanderzusetzen: Es gibt einen genießbaren Kern, der der Seele schmeckt, ihr gut tut und sie froh macht. Es ist ein Geschenk des Himmels.

Es lohnt sich also, selbst zum geistigen Nussknacker  zu werden, weil es um die Frucht der Gewissheit bedingungsloser Liebe und letzten Sinns geht.


Und in der Tretmühle des Advents kann dann dieses Geschenk zum Keim neuen Lebens werden, zu einem besonderen Glückserlebnis, dass das Leben nach dem Advent und nach Weihnachten im Lichte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, im Geiste Jesu Christi, prägt, trägt, stärkt – und erneuert.


Burkhard Budde


Ein Kommentar zum Totensonntag

Trost in der Trostlosigkeit?!

 

Die Tür bleibt verschlossen. Die Frau, die ihren Mann verloren hat, ist untröstlich. Sein plötzlicher Tod hat sie tief verletzt, ihre Beziehung ist brutal vernichtet worden.

 

Der Tod verbreitet Angst und Schrecken. Kein Kraut ist gegen ihn gewachsen. Kein Geld, keine Macht, kein Titel, auch keine Sicherungen oder Alarmanlagen können verhindern, dass der Tod wie ein Fremder durch die Tür kommt. Richtig gelesen, schon gewusst, aber häufig verdrängt: Wie ein Dieb in der Nacht kann der Tod ohne Ankündigung zu jeder Zeit und an jedem Ort erscheinen, zerstören und wehtun.

Und jeder  Weiterlebende hat seine eigene Trauer um seinen geliebten Toten.

Kann der Totensonntag, an dem viele an ihren Verstorbenen denken, die traurige Seele trösten? Gibt es an diesem trostlosen Tag vielleicht doch einen Trost im Schmerz?

Weil die Seele des Toten unsterblich ist und jetzt in der Welt der Götter lebt? Weil sie sich in der Welt der Seligen auf Wanderschaft befindet? In einen anderen Körper verwandelt hat? In die Welt der Natur zurückgekehrt ist?

 

Kein Mensch ist bislang aus der Welt hinter der verschlossenen Tür zurückgekehrt, auch wenn man noch so häufig klopft oder trommelt. Die Tür ist keine Drehtür und es gibt auch keine Hintertüren.

 

Bleiben die Angehörigen also stets  trostlos zurück? Und sollten die anderen lieber das Leben auskosten, gelassen und heiter bleiben, einen Glücks-Kick nach dem anderen suchen, um möglichst viele Ego-Klicks zu erleben – bis der Sensenmann ungebeten und unangemeldet erscheint? Oder gibt es eine verborgene Welt in der Welt des Leidens - ohne Selbsttäuschung, aber mit neuem Trost im neuen Leben?

 

Wie war das noch? Im Garten Gethsemane am Abend vor seiner Hinrichtung  hatte ausgerechnet der gläubige Jesus Todesangst. Er wehrt sich allein – seine befreundeten Jünger schlafen -, qualvoll sterben und einen schändlichen Tod erleben zu müssen. Er kämpft mit sich und Gott. Er flieht nicht als die Häscher erscheinen und hält ihnen keine Rede, sondern nimmt schließlich seinen Leidensweg an. Warum? Weil er offensichtlich  Gottvertrauen geschenkt bekommen hat, trotz allem mit Gott zu rechnen, dass es einen tieferen Sinn in der Sinnlosigkeit gibt.

 

Für Jesus war dieser Gott kein Glücksbringer, der dem Menschen eine heile Welt vorgaukelt; kein zynischer Zuschauer angesichts der Schmerzen; auch kein Götze, der alle Erwartungen und Forderungen erfüllen soll. Gott war sein Vater, dem er im Leben und im Sterben vertrauen konnte, auch wenn es nicht immer einfach war. Denn Gott hatte versprochen, auch in der Abwesenheit anwesend, im menschlichen Leiden gegenwärtig zu sein und alles neu zu machen.

 

Auch wenn der mitleidende Gott im Blick auf das Leben nach dem Tod rätselhaft bleibt, gibt es seit dem leidenden und später auferstandenen Jesus Grund zur Hoffnung auf ewiges Leben. Vor allem wenn der Geist Gottes die Tür des Vertrauenden von innen öffnet und tröstet.                            Burkhard Budde


Auf ein Wort

Gefäß oder leere Hülle?

Zum Buß- und Bettag


Ist der Buß- und Bettag nur noch eine leere Hülle? Er war einmal ein Tag der Fürbitte. Die Kirche bat vor Gott um Vergebung für das Versagen der Gesellschaft. Auch ein Tag der Verantwortung. Die Kirche nahm kritisch Stellung  zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Und ein Tag der Prüfung. Die Kirche hielt dem einzelnen Gläubigen den Spiegel vor, damit er sein Gewissen prüfen konnte.

Und heute?


Wer auf Fehlentwicklungen in der Gesellschaft hinweist, sollte zunächst vor der eigenen Tür kehren. Wer den Splitter im Auge des anderen sieht, sollte den Balken im eigenen Auge nicht übersehen. Wer Umkehr fordert, sollte vor allem das ganze Leben als Frucht der Liebe verstehen.


Denn Buße ist keine einmalige Leistung, sondern eine immer wieder neue Erfahrung des göttlichen Geistes. Das Ende der Flucht vor der lähmenden Angst. Und der Beginn der Frucht des befreienden Glaubens.


Dann wird das Leben selbst ein Gefäß, mit dem man Göttliches im Menschlichen und Menschliches im Göttlichen schöpfen kann: Dass der Schöpfer allen Lebens letzte Instanz aller weltlichen Instanzen ist. Dass Gott sich in Jesus Christus als sein Bild offenbart hat. Dass Gottes schöpferischer Geist einen Menschen erneuern kann.


Am Buß- und Bettag muss das Spötter-Trio „Nur Gesinge, Gerede und Getue“  nicht das letzte Wort haben. Auch werden die politischen Anwälte und die moralischen Prediger, die vieles besser wissen und können, eine lebenswichtige  Botschaft nicht an den Rand drängen können: Gott selbst kann handeln – in einem Menschen, für ihn, auch gegen ihn, sogar ohne ihn. Und durch ihn, indem er ihn in Bewegung versetzt. Mit Rückgrat und Offenheit. Mit Mut und Begeisterung. In Vernunft und Liebe.


Burkhard Budde


Auf ein Wort

Neue Entdeckungen im Fluss des Lebens


Quakende Frösche, die lautstark alles besser wissen, können nicht überhört werden; stille Kaulquappen, die sich dankbar auf neues Leben freuen, schon. Kreuz und quer flitzen Schwarmfische, die in ihrem Temperament Unruhe, manchmal auch Ärger verursachen können. Manche Zierfische halten sich im Lebenskampf vornehm zurück, passen sich geschickt an, um zu überleben. Auch weggeworfener Müll und hin und wieder eine Flaschenpost sind zu sehen.

Im großen Fluss der Zeit scheint alles im Fluss zu sein. Das bunte sowie schön-hässliche Leben rauscht dahin. Das Tempo wird immer schneller, das Verfallsdatum immer kürzer. Überall sprudelt es gleichzeitig.  Vertrautes und Gewohntes verschwinden. Immer mehr Neues und Überraschendes, Widersprüchliches und Komplexeres, Mehrdeutigeres und Zwielichtiges geraten in den Sog des Unberechenbaren und der Angst. Kein Wunder, dass sich immer mehr Fische nach einer überschaubaren und geborgenen Welt sehnen, auch nach einem tieferen Sinn und ein wenig Liebe.


Wie die drei Raubfische, die einem Goldfisch begegnen. „Wie findet ihr denn das Wasser?“ fragt sie neugierig der Goldfisch mit seinen großen Augen. Doch die Raubfische schwimmen achtlos weiter. Nach einer Weile sagt plötzlich der eine Raubfisch zu seinen Kollegen: „Freunde, was meinte der Traumtänzer eigentlich mit „Wasser“?“  Alle sind ahnungslos. Und sie verdrängen von nun an solche Fragen, um bei ihren Raubzügen nicht unnötig abgelenkt zu werden, um noch erfolgreicher zu sein.  Eines Tages beschließen sie, den Fluss zu verlassen. „Dieses Leben engt uns ein. Wir müssen uns von ihm befreien, um noch mehr Beute zu machen“, denken sie, machen einen großen Sprung, landen auf dem Ufer, zappeln dort noch ein wenig und bleiben dann reglos liegen.


Auch der Goldfisch, der wohl etwas vom „Wasser“ ahnt, hat große Pläne. Als er jedoch anfängt, das Wasser mit seiner Selbstgerechtigkeit und Selbstsucht zu vergiften, um andere Fische in seinem Quartier zu vertreiben, sind auch seine Tage gezählt. Er muss selbst immer mehr von diesem Wasser  trinken – und verstirbt.


Nur ein nerviger kleiner Schwarmfisch überlebt die Raubfische und den Goldfisch. Er sieht und beachtet die Flaschenpost. Er ärgert sich zwar über die alte Form und das alte Etikett. Entdeckt aber im Inneren eine Botschaft: Gott soll wie Wasser sein, unsichtbar, aber lebenswichtig. Gott könne man mit Vater anreden und mit Liebe deuten. Gott sei die Quelle allen Lebens, aus der man neues Vertrauen, neue Kraft zur Verantwortung und neue Leidenschaft schöpfen könne. Diese Aussagen findet der Schwarmfisch gar nicht so übel, um das Übel in ihm und um ihn herum zu ertragen; und vielleicht auch ein wenig zu bändigen, ohne selbst zum Raubfisch oder zu einem Goldfisch zu werden.


In dieser Gewissheit des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe jedenfalls lebt der Schwarmfisch weiter, beschäftigt sich mit den Aussagen der Bibel, entdeckt Glück und Liebe

 trotz Lebenskampf, aber auch im Lebenskampf, bis er selbst zum Wasser des Lebens zurückkehrt.


Burkhard Budde


Ehrenamt wurde gewürdigt

Dank für langjährigen Dienst


Ohne das Ehrenamt fehlt dem Hauptamt ein wichtiger Partner. Gudrun Stegemeyer war über 25 Jahre mit dem Seniorenheim Wichernhaus in Bad Harzburg ehrenamtlich verbunden. Als ein Zeichen des Dankes erhielt sie für ihre langjährigen Dienste in den Leitungsgremien der Ev. Stiftung  am 11. November 2016 im Andachtsraum des Hauses das Kronenkreuz in Gold der Diakonie.

Stiftungsratsvorsitzender Dr. Burkhard Budde würdigte ihre vorbildliche, zuverlässige und engagierte Tätigkeit, insbesondere ihre Netzwerkarbeit im Blick auf kirchliche Gremien sowie den Rat der Stadt Bad Harzburg, dem sie 15 Jahre lang angehörte. Aber auch das kirchliche Profil des Wichernhauses sei ihr wichtig gewesen. Und Gudrun Stegemeyer habe unter „Diakonie“ nicht nur das Angebot von Andachten und der Seelsorge verstanden, sondern auch einen ganzheitlich ausgerichteten menschlichen Dienst, „der zugleich Körper, Seele, Geist und Soziales auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes umfasst“.   


Kommentar

Wer halbiert, verdoppelt?!

Martinsfest kann „beflügeln“

 

Hat sich das Fest in alter Gestalt überlebt? „Wie cool ist das denn?!“ sagte ein junger Mann erstaunt. Wer teilt, verliert („halbiert“) nicht, sondern gewinnt („verdoppelt“)?! Diese „coole“ Logik der Botschaft des St. Martinsfestes, das am 11. November – dem Beisetzungstag des Heiligen aus dem 4. Jahrhundert – gefeiert wird, bleibt aktuell. Wer das Richtige im richtigen Augenblick tut, kann die Not wenden – und Neues schaffen.

Der Soldat und spätere Mönch und Bischof, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler vor den Toren der französischen Stadt Amiens geteilt hat, bleibt ein Vorbild guter, d.h. richtiger Taten, wenn sie überhaupt möglich sind. (Denn ohne „Mantel“ könnte es auch keine „Mantelteilung“ geben.)


Natürlich, auch dieses Fest mit seiner alten Botschaft kann „missbraucht“ werden. Zum Beispiel als gedankenloses Allerweltfest mit hellen Lichtern, als schönes Spiel ohne besonderen Sinn und geschichtliche Substanz aus Angst vor Andersdenkenden.  Oder als „Steilvorlage“, die Botschaft der Nächstenliebe ins eigene Schaufenster zu stellen, aber sie im Geschäft selbst nur (vor-) zu leben, wenn sie sich rechnet und die „Kohle“ stimmt.


Dennoch, ein möglicher Missbrauch darf nicht den rechten Gebrauch verhindern.  Die Tretmühle des Alltags sowie die Konflikte im Alltag  brauchen dieses Fest als Projektionsfläche möglicher Alternativen und neuer Bewegungen, nach dem sich viele Menschen sehnen.


Dass zum Beispiel Brückenbauer und Friedensstifter ermutigt werden, das Leben ohne Gewalt zum Positiven zu verändern. Sie müssen nicht auf dem Rücken eines Pferdes sitzen, sondern können zu Fuß, auf leisen Sohlen und auf Augenhöhe anderen Menschen helfen. Möglichst auch mit klugem Kopf, brennendem Herzen und helfenden Händen, so dass Hilfesuchende eines Tages selbst „Ritter“ werden können. Der unsichtbare Ritterschlag geschieht mitten im Alltag: Mit geteilten Gefühlen wird die Tür zum Verstehen geöffnet, um mit Verständnis Tränen trocknen zu können und mit offener Hand Verständigung anzustreben.


Der heilige Martin, der wohl vor 1700 Jahren im heutigen Ungarn geboren wurde, hatte ein besonderes Erleuchtungserlebnis: In der Nacht nach der Mantelteilung soll ihm Christus mit der Botschaft erschienen sein „Du hast mich mit dem Mantel gekleidet.“  Ob im „Niedrigsten“ heute der „Höchste“ präsent ist? Auf jeden Fall kann in einem (auch seelisch und sozial) frierenden „Bettler“  wie  frierenden “Ritter“ dem Helfenden etwas „Göttliches“, die jeweilige unverlierbare Würde eines Menschen, begegnen.


Das Martinsfest hilft, den Martin in einem Menschen zu beflügeln. Grund zur tiefen Freude, wenn kleine und große Ritter beim Laternenumzug  die große Liebe im Kleinen feiern. Es gibt viele Gründe, das Fest nicht „uncool“ links liegen zu lassen.

 

Burkhard Budde


Die Liebe als Kraftquelle im Fluss des Lebens

Silberne Konfirmation in Spenge

Einen besonderen Festgottesdienst erlebte die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Spenge in ihrer St. Martinskirche. Zur Silbernen Konfirmation – 25 Jahre nach der Konfirmation -  am 6. November 2016 waren die Jahrgänge 1990 und 1991 eingeladen worden. Die Leitung der Liturgie hatte Gemeindepastorin Brigitte Janssens; die Festpredigt hielt Dr. Burkhard Budde, der von 1981 bis 1994 Gemeindepfarrer in Spenge war.

Im Fluss des Lebens, so der ehemalige Konfirmator in seiner Predigt zum Thema „christliche Liebe“ (1. Joh 4,16), gebe es große Herausforderungen angesichts der Lebensthemen wie  Berufswahl und Partnerwahl sowie die Wahl der Wohnung und des Freundeskreises: Das Gefühl, dass alles immer schneller im Fluss sei und man bei den ständigen Veränderungen kaum Schritt halten könne. Oder die ständige Angst, etwas Wichtiges und Dringliches zu verpassen.

Der Glaube an den liebenden Gott, dem Vater Jesu Christi, könne jedoch Halt und Orientierung, vor allem Lebenskraft schenken. Wer aus dieser Quelle schöpfe, empfange neue bedingungslose Liebe, nämlich Vertrauen und Leidenschaft sowie die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins. Von Gott geliebte Menschen, die mit einer unantastbaren und unverlierbaren Würde geadelt worden seien, könnten diese Liebe weitergeben, das Richtige im richtigen Augenblick im Möglichen tun, um die konkrete Not zu wenden. Und dabei wies der Prediger auf den Spenger Martinsaltar, der die „Mantelteilung“ zeigt und mit dieser Szene auf die Logik des christlichen Glaubens verweist: Wer teilt, verliert nicht, sondern gewinnt – neues Leben.


Segel gespannt

Veröffentlichung zu Ceta in DIE WELT

 Andrea Seibel, leitende Redakteurin der überregionalen Tageszeitung DIE WELT (DW), hat am 28. Oktober einen Kommentar mit dem Titel „Ceta. Und das ist gut so.“ geschrieben, der ein großes Echo fand. In der heutigen Ausgabe DIE WELT ist dazu ein Leserbrief von mir veröffentlicht worden.

 

„Auch ich bin der Überzeugung, dass man die Fenster und Türen eines (europäischen) Hauses nicht auf Dauer aus Angst, Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit oder Selbstüberschätzung verschlossen lassen darf, um nicht im Mief der Abschottung wirtschaftlich, sozial und kulturell zu ersticken.

 

Geöffnete Räume können demgegenüber den frischen Wind des Austausches, der Erneuerung, der Profilierung und der Konzentration sowie der Optionen ermöglichen und zwar zum gegenseitigen Nutzen. Allerdings gehören transparente und nachhaltige, d.h. auch tragfähige Regeln und Standards sowie gemeinsame Institutionen dazu, damit aus dem neuen Wind kein unberechenbarer Sturm mit bösen Überraschungen wird.

 

Mit Ceta scheint ein Segel gespannt zu sein, dass den Fortschritt mit Chancen und Risiken in verantwortbarer, d.h. demokratischer Weise stärkt und in die richtige Richtung zum Wohle aller lenkt“.

 

Burkhard Budde (DW 31.Oktober 2016)

 


„Akustik in vollkommener Reinheit“

Pan Acoustics aus Wolfenbüttel exportiert weltweit


Augen kann man verschließen. Ohren jedoch sind immer aktiv. Umso wichtiger erscheint es, die Ohren vor angstmachendem Krach und Lärm zu schützen, und der „Akustik in vollkommener Reinheit“ eine Chance zu geben. Das jedenfalls hat sich Udo Borgmann auf seine Fahnen geschrieben und vor etwa 15 Jahren die Firma Pan Acoustics gegründet.

Das in Wolfenbüttel angesiedelte Technologieunternehmen exportiert seine Produkte „ohne Ausfall“ in 20 Länder. Die Lautsprechersysteme, aktive digital steuerbare Zeilenlautsprecher, findet man weltweit in Kirchen, Bahnhöfen, Flughäfen, Tunnel, Hallen, Hörsälen, auch in Afrika, auf Schiffen und im Kohletagebau, weil sie härtestes Klima trotzen, „outdoor“-tauglich sind und „überall“ zum Beispiel in einem Saal für guten Klang sorgen.


Stolz ist Udo Borgmann, der am 27. Oktober 2016 auf einer Veranstaltung des Lions Club Braunschweig- Dankwarderode sprach, auf die Nominierung  zum Außenwirtschaftspreis (von 95 Firmen hat das Unternehmen aus Wolfenbüttel den zweiten Platz bekommen), aber vor allem auf seine 14 Mitarbeiter, die kreativ seien und laufend neue Ideen entwickelten.


Gibt es ein Erfolgskonzept? „Die Motivation der Mitarbeiter, die Spaß an Herausforderungen sowie Freude an sinnvollen Erfindungen haben“, antwortete der Firmengründer, der sich für flache Hierarchien sowie für einen sachbezogenen und partnerschaftlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern einsetzt. Die sonst häufig anzutreffende Haltung „nicht erwischt zu werden“ oder „nur Zahlen zählen“ vergifteten ein Betriebsklima, vor allem die Innovationsfähigkeit und Innovationsbereitschaft.  Man könne in einer Nische mit „ungebremster Kreativität“, „Produkten mit hoher Qualität“,  „fairen Preisen“ und einer „gelebten Ethik“ überleben.


Dass ein Prophet mit dem Bekenntnis zum Standort Deutschland auch im eigenen Land noch mehr Resonanz findet, ist dem mutigen Pionier und Audio- und Elektronik-Spezialisten aus Wolfenbüttel zu wünschen.

Burkhard Budde


Kommentar

Braucht die Seele (wirklich) Halloween?

Spaßverderber, Spaßmacher oder Spaßmuffel?


Brauchen wir so etwas Lustiges, so etwas Gruseliges? Und je gruseliger desto lustiger?

Nach Einbruch der Dunkelheit bekommen am 31. Oktober immer mehr Menschen Besuch von „finsteren Gestalten“. Sie klingeln und klopfen an der Haustür und fordern Leckerbissen. „Süßes, sonst gibt`s Saures“. Wer keine Süßigkeiten hat oder sich nicht auf die verkleideten und geschminkten Maskenträger mit (Plastik-)Kürbissen einlässt, kann Pech haben und einen kleinen „Horrortrip“, lustig-unlustige Streiche oder sogar eine Spur des Schmutzes oder der Verwüstung, erleben. Sind wir von allen guten Geistern verlassen?


Braucht ein Kind wirklich ein Gespensterfest, eine Art Grusel-Karneval? Sind Kritiker von Halloween Spaßverderber? Werden Gewalt, Tod und Dämonen wirklich verherrlicht oder verharmlost? Oder werden nur „böse Geister“ spielerisch und symbolisch gebändigt oder verbannt, indem sie mit eigenen Waffen – mit ihren „Fratzen“ - geschlagen werden?


Dass der Verband der Spielwaren-Industrie das Fest Halloween in Deutschland nach 1994 erfolgreich vermarktet hat, ist eine Glanzleistung, die allerdings auch zum kommerziellen Overkill aller möglichen und unmöglichen Angebote entarten kann. Dass immer mehr Eltern und Bürger jedoch nach dem Warum und dem Sinn, der Bedeutung und den Folgen des Festes fragen, spricht für ihre Verantwortung. Sie entdecken dabei auch historische Wurzeln des Festes der umherschwirrenden und irrenden Geister in der Gegenwart.


Halloween, eine Kurzform von „All-Hallow-Even“ bedeutet „Vorabend von Allerheiligen“. 


Zunächst gab es seit dem 2. Jahrhundert vor Christus den irischen Brauch, das Neujahrsfest „Samhain“, das Ende des Sommers, am 1. November gemeinsam mit den Seelen der Verstorbenen, die an diesem Tag auf die Erde kamen, zu feiern. In der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, so glaubte man, öffne sich aber zudem die Welt der Geister, der Kobolde und Hexen, auch in Tiergestalt. Mit brutaler Gewalt soll man sich gewehrt haben. Schwarze Katzen in Käfigen, die aus Weiden geflochten waren, wurden verbrannt. Oder die irischen Priester, die Druiden, sollen Menschenopfer, in der Regel Kinder, von Familien gefordert haben, die lebendig verbrannt wurden, um den Totengott Samhain gnädig zu stimmen. Eine ausgehöhlte und erleuchtete Steckrübe wurde vor die Haustür zum Schutz der Bewohner gestellt, wenn ein Kind herausgegeben worden war; wenn nicht, wurde die Haustür mit Blut beschmiert, Ausdruck des Todes und des Verderbens.


Im Jahr 837 wurde vom Papst der 1. November zum Ehrentag aller Heiligen und aller Seelen erklärt. Und das keltische heidnische Fest „christianisiert“, d.h. die armen Seelen durften das Fegefeuer für einen Tag, am Vorabend von Allerheiligen, verlassen.


Iren, die im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert waren, machten Halloween zu einem amerikanischen Brauch. Aus „Rüben- Laternen“ wurden geschnitzte Kürbisse, die nun „böse Geister“ abschrecken sollten. Und Halloween wurde immer mehr zu einem amerikanischen Ersatz für den europäischen Karneval. Immer häufiger und verändert taucht Halloween als Party- und Volkskultur mit „Trick or Treat“ („Streiche oder Leckerbissen“) in Deutschland wieder auf, erfreut und ärgert zugleich die Geister, Spaßmacher wie Spaßverderber.


Väter und Mütter jedoch, die nicht geistlos und gedankenlos, geschichtslos und verantwortungslos sind, stellen sich eine zentrale Frage: Braucht die Seele meines Kindes wirklich Halloween? Um lustig gruselig und fröhlich auf Kosten anderer Seelen zu sein?


Als Erwachsener jedenfalls feiere ich am 31. Oktober das Reformationsfest. Und freue mich über Kinder, die den Geburtstag von Martin Luther am 10. November feiern. Oder andere Feiern als Halloween bevorzugen.


Und man kann bei aller Begeisterung für ein Fest auch mal auf die Bremse treten und über das Thema nachdenken, ohne gleich ein Spaßmuffel werden zu müssen.

Burkhard Budde  


Schönes Vergnügen mit unaussprechlichem Zauber

You Silence I Bird

überzeugte im Braunschweiger Staatstheater


Ein bewegendes Vergnügen einer musikalischen Ästhetik: Mit jugendlichem Charme und unaussprechlichem Zauber überzeugte die Band You Silence I Bird (YSIB) mit ihrem Konzert am 22. Oktober 2016 im Staatstheater Braunschweig (Haus Drei). Ihre frischen Stimmen bewegten, ihre originellen Lieder beflügelten und ihre spezifische Kunst eroberten viele Seelen. Aus Zuhörern und Zuschauern wurden bewegte Teilnehmer. Der „Vogel“ hat sein Nest verlassen und zieht immer sichtbarer und hörbarer seine Kreise in der Musiklandschaft in Braunschweig, Hannover und darüber hinaus.


Aus einem ästhetischen Experiment ist ein ästhetisches Spiel geworden, dem man Erfolg wünschen kann, weil es eine Bereicherung für junge Menschen, aber auch für Ältere darstellt, die sich eine Mischung aus Anspruch, Leichtigkeit und Herzblut wünschen. Danke! - YSIB mit Paul Baumann, Jonas Budde, Hendrik Garbade und Moses Köhler für diesen vielfältigen „Flügelschlag“ einer musikalischen sowie ästhetischen Freude.

Burkhard Budde


Vom Schein zum Sein


Ein eitler Pfau überspielt seine Minderwertigkeitsgefühle, ein dekadenter Paradiesvogel seine Verantwortungslosigkeit. Ein langweiliger Pinguin hinterlässt gähnende Leere. Eine graue Maus versteckt ihre Sehnsüchte. Ein zahnloser Löwe brüllt und erntet Ignoranz. Ein schönes Model hat sich in die Erotik des schönen Scheins verliebt. Ein ungepflegter Rüpel hält sich für einen tollen Kerl. Ein geschniegelter Politiker kritisiert mit Unschuldsmiene und Krokodilstränen ein Gesetz, das er selbst beschlossen hat.


Das Aussehen und Auftreten können Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit nicht ersetzen. Aber ein glaubwürdiges Leben ermöglichen. Wenn die Seele nicht verkauft, der Charakter nicht verbogen, der Geist nicht getäuscht wird. Die Visitenkarte des Äußeren keine falschen Versprechungen macht. Sondern  Äußeres und Inneres eine intime Beziehung eingehen, die anzieht und ausstrahlt. Eine glaubwürdige Sprache gesprochen wird, die nicht so laut spricht, dass die Liebe überhört wird, sondern das Leben erregt und bewegt, zur Liebe in Notwendigkeit und im Möglichen befähigt.


Damit der Pfau zu sich selbst findet, der Paradiesvogel seine Bestimmung, der Pinguin Sinn, die Maus Befriedigung, der Löwe Verständnis, das Model das Sein, der Rüpel Anstand und der Politiker Vertrauen.

Burkhard Budde


Auf ein Wort


Wer dankt, denkt.

Und wer denkt, dankt.

 

Danken? Denkste! Undank ist der Welten Lohn.

Einen kühlen Kopf behalten und (auf-)rechnen können. Darauf kommt es an!

 

Denken? Nein danke! Jammern und Schimpfen ist besser.

Herzblut und viel Gefühl zeigen.

Das ist „in“!

 

Danken und denken gehören jedoch zusammen.

Wenn das Leben gelingen soll.

 

Auf das wirklich Wichtige und Entscheidende im Leben,

auf Gesundheit, Liebe und Vertrauen,

hat keiner einen Anspruch.

 

Aber ohne Denken,

Nach- und Vordenken, Durch- und Mitdenken,

verlieren diese Lebensgeschenke ihre Bedeutung und Kraft.

 

Der dankbar Denkende kann Neid und Gier, Hass und Gleichgültigkeit,

Selbstgerechtigkeit und Hochmut leichter überwinden.

Weil er bedingungslose Liebe einatmet und vernünftig ausatmet.

 

Und Verantwortung im Leben für das Leben wahrnimmt.

Indem er weit genug denkt

- an den Liebhaber allen Lebens,

der auch in der Not niemanden im Stich lässt.

 

Danke, dass dieses Denken zum Umdenken, zum Danken befreit.

 

Burkhard Budde


„Nichts gelernt“ - weil er alles schon wusste

Olaf Schubert in der „schönsten Stadthalle – in Braunschweig“


Den Ernst nimmt er fies und lässig auf die Schüppe. Und stolpert „geschickt“ über das zweideutig Eindeutige und das eindeutig Zweideutige. In seiner neuen Show „Sexy forever“ ließ der Kabarettist Olaf Schubert kaum ein Thema aus. Mit seinen Freunden Herrn Stephan und Jochen Barkas war die sinnliche Lichtgestalt mit bekanntem Pullunder und in Jeans am 28. September 2016 Gast in der Stadt Braunschweig, „die die schönste Stadthalle hat – in Braunschweig“.

Scheinbar naiv, vereinfachend und verharmlosend, aber dann immer auch bissig und zynisch umschifft er die Grenzen des guten Geschmacks und der politischen Korrektheit. Und sein schwarzer Humor erntet spontanes Gelächter. Aber wenn Betroffenheitslyrik aus seinem Mund kommt, werden „böse Witze“ nicht oder nur selten auf die Goldwaage gelegt.     

Der prickelnde Sekt der ironisierenden Übertreibung, der auch schon mal als „pechschwarzer Humor“ in das stille Wasser einfacher Denkstrukturen gegossen wird, scheint vielen zu munden – wenigstens während der Show. Auf jedem Fall immer ihm selbst, dem Olaf, der von sich sagt, „nichts gelernt zu haben, weil er alles schon wusste“  und gerne weniger verdienen würde, „um nicht ausgegrenzt zu werden“ - aber nicht weiß wie er es machen soll.

Burkhard Budde


Der neue Krodo.

 Krodo.

Wer hat dich gemacht?

 

Dein Rad erinnert mich an die Sonne.

Könnte damit das ewige Leben gemeint sein,

das keinen Anfang und kein Ende kennt?

 

Der Korb mit Blumen an die Schöpfung,

die am Ende einen Neuanfang schenkt.

 

Der wehende Rockschoß,

der auf die Seele in allem Leben hinweist.

 

Der Fisch als Symbol des Lebens schlechthin,

von dem alles Leben kommt, zurückkehrt und verweist.

 

Und ist diese Anonymität des Lebens

mit Jesus Christus sprachfähig geworden?

Als Lebenstrost ohne Scheinlösungen.

Als Lebenskampf mit begründeter Hoffnung.

 

Dann bist Du kein Götze und kein Maskottchen.

Kein gestorbener germanischer Gott.

Sondern vorchristlich christlich.

 

Und ick vinde dit toll, wie ein Mensch dit jemacht hat.

 

Burkhard Budde

 


Fröhliches Fest mit Krodo

Kastanienfest in Bad Harzburg


Das Entenrennen war eine besondere Attraktion. Der Verein für krebskranke Kinder Harz e.V. hatte es beim 21. Kastanienfest in Bad Harzburg organisiert. Es fand bei vielen Teilnehmern ein positives, fröhliches und lustiges Echo.

Viele Gäste aus der ganzen Region strömten am Wochenende in das Sole Heilbad am Nordrand des Harzes. Unter ihnen war auch Krodo, der an den germanischen Gott der Sachsen erinnert. Sein Standbild auf der Harzburg soll 780 von Karl dem Großen zerstört worden sein. Seit dem Jahr 2007 ist auf dem Burgberg, dem 483 Meter hohen Hausberg Bad Harzburgs, wieder eine Krodo-Statue zu sehen, die der Kunsthandwerker Volker Schubert geschaffen hat.

 

 

 

 

Der vorchristliche Krodo, auch der in seiner aktualisierten Gestaltung, kann mit Hilfe seiner Attribute lebensdienlich gedeutet werden: Das Rad als Symbol der Sonne könnte auf das ewige Leben hinweisen, das keinen Anfang und kein Ende kennt; der Korb mit Blumen als Symbol  der Schöpfung, die am Ende einen Neuanfang kennt; der wehende Rockschoß als Symbol der unsichtbaren, aber erfahrbaren Seele in allem Leben; der Fisch als Symbol des Lebens schlechthin, von dem alles Leben kommt, lebt und zurückkehrt.


Und hat nicht der christliche Glaube diese Anonymität des Lebens mit der Person Jesus Christus in einzigartiger und unverwechselbarer Weise  sprachfähig gemacht? Auch als neuer Trost des Evangeliums ohne Vertröstung und als Lebenskampf mit begründeter Hoffnung?

Burkhard Budde


Weder Panik- noch Gute-Laune-Fotos

Fotos in „Pop-Art“ von Jörg Scheibe


Die Spatzen pfeifen es von der Brunsviga. Im Kultur- und Kommunikationszentrum in der Stadt Heinrichs des Löwen sind Fotos in „Pop Art“ zu sehen. Keine Panik-Fotos, die Geist und Sinne provozieren, aber auch keine Gut-Laune-Fotos, die die Seele nur schmeicheln wollen. Dem Fotografen Jörg Scheibe ist es vielmehr in seinen zehn ausgestellten Werken gelungen, Realität und Fiktion, Historie und Innovation so zu mischen, dass sie mit ästhetischen Lichtspielen positive Emotionen simulieren und wecken.


Jörg Scheibes Fotos repräsentieren „Geschichte“ wie die Braunschweiger Quadriga, den Dom oder das Rizzi-Haus und machen sie durch die fotografische und künstlerische (Farb-) Gestaltung zugleich gegenwärtig und zukunftsfähig.

Während „normale“ (Kunst-)Fotografie die unvollkommene Wirklichkeit akzentuieren und pointieren kann, zugleich auch aktualisieren und natürlich vervielfältigen, durchdringen sich die historische und künstlerische Perspektiven der Werke von Jörg Scheibe wechselseitig. Und verbreiten Freude, indem sie die Lichtseiten der historischen Erinnerungen spielerisch und farbenfroh zur Sprache bringen.


Die Fotos des freien Pressefotografen und Fotodesigners gehören nicht in die Wüste der Nichtbeachtung, sondern auf die Dächer der Öffentlichkeit.


Burkhard Budde


Ein Schatz im Schatz

Die „teuerste deutsche Münze“

im Schlossmuseum in Braunschweig

 

Die „teuerste deutsche Münze“ weckt die Neugier vieler Menschen. Zu sehen ist dieser Schatz zurzeit in der „Schatzkammer Harz“ im Schlossmuseum in Braunschweig. Sie gehört zu den Schaumünzen der Herzöge, die ihren Reichtum bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten zeigen wollten. In der Sonderausstellung dokumentieren die „Löser“ – wie die Münzen mit mehrfachen Talergewicht auch genannt werden - zugleich den Reichtum des sagenumwobenen Harzes, der auch Teil der Geschichte des ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Bis Mitte des 19.Jahrhunderts wurde bis zu 50 Prozent des deutschen Silbers im Harz gefördert.

 

Herzog Friedrich Ulrich, der von 1613 bis 1634 regierte, hat sich in diesem Löser zu 20 Goldgulden aus dem Jahr 1625, der mit den Stempeln des Lösers zu zwei Reichstalern wahrscheinlich in Goslar oder Tellerfeld geprägt wurde, verewigt. Erinnert wird jedoch indirekt zugleich auch daran, dass er der Politik der Räte zustimmte, Münzstätten zu verpachten sowie die Qualität der Münzen generell zu verschlechtern. Wie es in dem Katalog zur Ausstellung heißt führte dies 1621 zu Auseinandersetzungen der Bergleute, die selbst hochwertige Metalle förderten, aber minderwertige Münzen als Lohn erhielten.



 

Auf dem einzigartigen Münzschatz „Löser in Gold“ ist ein bärtiger Mann mit Hut und Buch zu sehen, der einen Pilgerstab hält und auf einem Boden mit Blumen steht, der Platz für eine Wertpunze freihält. Über ihm scheint die Sonne mit einem  Strahlenbündel und der hebräischen Inschrift יהוה für Jahwe. Die lateinischen Aussagen rechts und links von ihm verdeutlichen das religiöse Verständnis vom Leben der damaligen Zeit: „SINE DEO NIHIL“ („Nichts ohne Gott“); „FELICITER SUCCEDIT“ („Glücklich erfolgreich“).

Die lateinische Randschrift macht deutlich, dass es sich um den Heiligen Jakobus handelt, dem Apostel und Schutzheiligen der Pilger.

Das Wappen auf der anderen Seite der Münze zeigt einen bärtigen „wilden“ Mann, der mit einem Baumstamm ein Wappenschild mit fünf Helmen hält, das elf verschiedene Wappen zeigt. Darüber ist die Zahl 1625 zu sehen. Um den Rand des Lösers läuft die lateinische Inschrift „FRIDERICUS Û ULRICUS Û DEI Û GRATIA Û DUX Û BRUNSUICENSIS Û ET Û LUNEBURG“ („Friedrich Ulrich von Gottes Gnaden und Herzog von Braunschweig und Lüneburg“).

Die Sonderausstellung im Braunschweiger Schlossmuseum zeigt noch viele andere Schätze aus der „Schatzkammer Harz“. Sie kann noch bis zum 3. März 2017 besucht werden.


Überraschende Provokationen im Harz

Kunst für starke Nerven


Die höchstgelegene Bergstadt im Oberharz Sankt Andreasberg ist ein Geheimtipp für viele Menschen, die die Natur mit ihren offenen Geheimnissen und versteckten Schätzen  lieben. Kaum einer erwartet jedoch in dem Luftkurort provozierende Kunst. Man wird hellwach im verschlafenen Zentrum der ehemals freien Bergstadt, wenn man einzelne Werke der Ausstellung „Natur-Mensch“ in der Rathaus-Scheune betrachtet. Künstler aus der ganzen Welt haben sich mit dem Spannungsverhältnis von menschlicher Kreativität und kreativer Natur auseinandergesetzt und mit ihren Werken ein geistiges Sprungbrett in die Schnittstelle zweier Welten geschaffen.

Besonders provoziert das Werk „hunger for it“ von David Mildner (Berlin).  Auf einem Bauernhof hat sich offenbar etwas Brutales und Blutiges ereignet. Ein totes Schwein, das in seinem Blut auf einem weißen Weg liegt, ist zu sehen; sein Kopf befindet sich leblos auf dem grünen Rasen, auf dem auch ein weiteres Schwein zu sehen ist, das von einem grünen Pfosten eines Gitters eines eingezäunten Bereiches durchbohrt worden zu sein scheint. Daneben - vor dem Zaun - sieht man „überraschenderweise“ eine platt auf dem Rücken liegende unbekleidete Frau, die tot (ermordet?) und Teil des grausamen Geschehens ist. Auf den ersten Blick fällt jedoch eine weitere Person auf, eine mollige, gut genährte „Täterin“, die das ganze Bild dominiert. Sie ist ebenfalls unbekleidet, aber stehend, wirkt souverän und unberührt, ja sogar freundlich und  hat noch „frisches“ und tropfendes Blut an ihren Händen. Sie macht sich auf den Weg, indem sie mit ihrer rechten blutverschmierten Hand das Fußgelenk der toten Frau packt und - gleichsam die Augen des Bildbetrachters suchend - über sie hinwegschaut und gleichgültig nach vorne mit auf den weißen Weg zieht.


„Hunger for it“ ist nichts für die Augen von Kindern, auch wenn Minister Stefan Wenzel in seinem Grußwort im Ausstellungskatalog das „Einbeziehen von Kindern in das Ausstellungsgeschehen“ begrüßt. Auch nichts für die Augen von dünnhäutigen Beobachtern, die schöne Romantik und keine schonungslose Brutalität suchen. Oder für die Augen dickhäutiger Vielseher, die sich als Lieblinge der Kunst ausgeben, aber nur das entdecken, was sie sehen wollen. Oder für die Augen von getarnten Voyeuren, die sich durch ihren überheblichen Blick selbst entlarven. Vielleicht jedoch etwas für Menschen, die im zerstörerischen „Schlachtfest“ des Lebens ihre Nerven behalten, weil sie in der Gier und im Rausch nicht vor Hunger nach neuem Leben sterben, sondern neu leben wollen.


 

Auch das Werk „Meister 2“ von Anna Grau, die ebenfalls in Berlin künstlerisch tätig ist, fällt aus der Reihe. Vor dem Hintergrund abgestorbener und aufgereihter Bäume in heller Steppenlandschaft sowie grauem Himmel ist im Schatten des Vordergrundes ein ausgemergelter Wolf mit übergroßem Kopf zu sehen. Mit leuchtenden Augen blickt er scheinbar harmlos in die Ferne. Rechts von ihm sitzt ein vornehm gekleideter und glatt frisierter junger Mann mit hellem Gesicht, weißen Händen, lässig überschlagenen Beinen (jeweils ein Stück heller Haut ist auf dunklem Grund  auffallend) auf dem Fell eines edlen Sofas.


Das Werk wird durch ein stilles horizontal gestaltetes Lichtband durchbrochen, das die hellen, aber teilnahmslos blickenden Augen des Mannes berührt und scheinbar auch lenkt. Gibt es keine Beziehung der beiden Bildhälften, zwischen Trostlosigkeit und Luxus, zwischen dem Hunger des Wolfes und dem Reichtum des Mannes? Ist die Brücke vielleicht das Täuschungsmanöver  des listenreichen und gierigen Wolfes, das die Verlogenheit und Gleichgültigkeit des Mannes gegenüber dem zerstörten Leben widerspiegelt? Werden die freud- und sinnlosen Gefühle des Mannes unsichtbar sichtbar in der unberechenbaren Wolfsnatur des Menschen, der auf Kosten der Natur ein schönes Leben führt?


Ein Kunstwerk, dass – wie das Werk von David Mildner - mit vielen Fragen und Nachfragen die Tür zu einer Lebenswelt öffnet, um Antworten in einem selbst zu suchen und zu finden.


Burkhard Budde

 


Digitale Natives und Digitale Immigrants

Über einen gesellschaftlichen Dialog


Digitale Ureinwohner („Digital Natives“) und digitale Einwanderer („Digital Immigrants“) mischen die Gesellschaft immer mehr auf. Die einen wachsen in einer digitalen Welt auf, die anderen lernen sie erst im Erwachsenenalter kennen. Wieder andere üben sich in digitaler Abstinenz. Und dabei verändern sich die Märkte immer schneller. Bei manchen der „Generation Selfie“ spielt sich das Leben immer häufiger auf dem Display ab. Reale und virtuelle Welt scheinen dann miteinander verschmolzen zu sein.

Das globale Schaufenster mit den vielen und wertschöpfenden Vernetzungsmöglichkeiten hat viele positive Seiten.  Aber die Anonymität des Netzes kann auch zur schleichenden Entsolidarisierung der Gesellschaft führen sowie zum Nährboden für Parallelwelten werden. „Der Rückzug ins Private ist bei vielen angesagt, der gesellschaftliche Dialog abgesagt“, befürchtete Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Vorstands DZ BANK AG, die am 14. September 2016 zum „20. Investment Dialog“ in die Alte Oper Frankfurt am Main eingeladen hatte.  

Wie wollen wir jedoch in Zukunft leben, arbeiten und wohnen. Und was tut die Digitalisierung mit uns und der Wirtschaft? fragten zu Beginn der Veranstaltung Corinna  Wohlfeil (n-tv) und Christian Sievers (ZDF), die die Veranstaltung moderierten.


Keine „Powerfrau“ mehr?!

Einen Blick in die Glaskugel warf Prof. Dr. Heinz Bude von der Universität Kassel. Die „Powerfrau“ werde aussterben. Junge Frauen wollten eine glückliche Familie und einen guten Beruf. Die Generation werde „weiblicher, migrantischer, bunter, aber auch gespaltener.“ Eine Chefärztin werde keinen Krankenpfleger heiraten, sondern einen Kollegen. Die sozialen Medien, die den neuen Begriff von Öffentlichkeit als „geteilte Privatheit“ geschaffen hätten, würden ein „riesiges Angebot von Lebensassistenz“ bieten, personalisierte Angebote, „die durch Rückkoppelungsschleifen immer besser werden.“  Heinz Bude warnte vor einer „digitaler Anbiederung.“ Informationen würden endlos vervielfältigt; wichtiger sei gedeutetes, bewährtes und glaubwürdiges Wissen, das immer knapper und teurer würde.


„Respektvoller Umgang“

Die Lufthansa Group mit 120 000 Mitarbeitern und 32,1 Mrd.Euro Umsatz hat auf die Generation Selfie mit maßgeschneiderten Angeboten reagiert, berichtete Vorstandsmitglied Dr. Bettina Volkens. Nicht nur Innovation, Kreativität und Flexibilität seien wichtig, sondern auch ein respektvoller Umgang mit jungen Leuten, die gehört und eingebunden werden wollten.


„Beste Rahmenbedingungen“

Michael Zahn von der Deutschen Wohnen AG (160 000 Wohnungen im Wert von 15 Mrd. Euro) erläuterte die „besten Rahmenbedingungen“ für junge Menschen. Das seien nicht höchste Gehälter. Zufriedenheit, die Identifikation mit der Aufgabe und dem Unternehmen, das Vertrauen zum Vorstand, Perspektiven, Familie führten zur „operativen Exzellenz“.


„Das A und O für den Erfolg“

Vorstandsmitglied Wilfried Porth von der Daimler AG warb für „intelligente Vernetzungen und die Umsetzung digitaler Möglichkeiten als das A und O für den Erfolg eines Unternehmens.“ Es gebe für Daimler zwei besondere Herausforderungen: Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen und die Elektrifizierung von Fahrzeugen.


„Erfolgsfaktoren“

Aber gibt es in dieser dynamischen und komplexen Welt Erfolgsfaktoren für Digital Natives? Lars Hille, Mitglied des Vorstands der DZ Bank, nennt eine „gelassene Haltung“ sowie ein „Bündel von Ideen, Wünschen und Träumen.“ Insbesondere jedoch seien erforderlich „Resilienz“ (Widerstands- und Entwicklungsfähigkeit), „Agilität“ (Digitalisierung der Prozesse, klare Verantwortlichkeiten, aber auch das konstruktive Hinterfragen von Hierarchien), „Resonanz“ (Aufmerksamkeit für Wünsche wie Teilhabe und Bewertung), „Präsenz“ (Ansprechbarkeit durch Kombination von digitaler und sichtbarer Welt).


„Neue Arbeitswelt“

Wie die neue, neu gemachte und neumachende Arbeitswelt aussieht oder aussehen kann schilderten u.a. Jan Fischer (Geschäftsführer innosabi GmbH), Alastair Bruce (Geschäftsführer Micosoft Deutschland GmbH), Dr. Roman Glaser (Präsident Genossenschaftsverband Baden-Württemberg), Dr. Andreas  Wiele (Vorstandsmitglied Axel Springer SE).


„Chancen des Wandels“

Wer genau zuhörte, nahm eine lebensdienliche Botschaft wahr: Keine Angst vor dem Wandel haben, sondern ihn verantwortungsbewusst mitgestalten. Damit man nicht Getriebener oder Gefangener wird oder bleibt, sondern das „Gesetz des Handelns“ in der Hand behält oder wieder bekommt. Um die Chancen des Wandels zu entdecken und zum Nutzen aller umzusetzen.


Burkhard Budde


Politik in geselliger Runde

CDU-Dorftreff in Abbensen-Oelerse im Landkreis Peine

Hans-Jürgen Giere vom CDU Ortsverband Abbensen-Oerlerse im Landkreis Peine konnte auf seinem Hof beim „CDU-Dorftreff“ am 30.August 2016 viele Politiker begrüßen, unter ihnen den CDU- Landtagsabgeordneten und stv. Fraktionsvorsitzenden Frank Oesterhelweg, den Peiner CDU-Kreisvorsitzenden Christoph Plett sowie den CDU-, FDP-, PG- Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde. Darüber hinaus freuten sich viele Teilnehmer über die Kandidaten für Kreistag, Gemeinde- und Ortsrat, die Verantwortung vor Ort wahrnehmen wollen, insbesondere jedoch über die bunte Gemeinschaft in geselliger Runde - „garniert“ mit politischen, stets originellen Reden.


Am Kuchenbuffet

„Weniger Steuern können mehr Steuerkuchen bewirken“


Die Tageszeitung DIE WELT, die überregional erscheint, hat am 29. August 2016 einen Leserbrief von mir zum Thema „Steuersenkung“ veröffentlicht:


Wenn ein Kuchen kleiner wird, gibt es schnell Verteilungs- und Machtkämpfe, weil jeder möglichst ein großes Stück von ihm haben will. Wird er größer, weckt er Begehrlichkeiten von Lobbygruppen, die Sonderinteressen haben, sowie die Spendierlaune von Politikern, die wiedergewählt werden wollen. Auch wenn (immer) weniger Esser am Kuchenbuffet stehen sollten, gehört zu einer verantwortungsvollen Politik, an die Folgen und die nächste Generation zu denken: Weder Verschwendung noch Geiz noch Sparen um jeden Preis stärken den Steuerkuchen auf Dauer. Und die politische Gier, die Steuerkeule zu schwingen, um seine Klientel zu bedienen, oder sich mit Schulden einen „schönen Tag“ auf Kosten anderer zu machen, zerstört die Bereitschaft der Mehrheit der Bevölkerung, mit Einsicht, Leistungsbereitschaft und vielleicht sogar auch mit etwas Freude am Wachsen des Kuchens mitzuwirken.

Der Staat muss gezielt nachhaltige Anreize schaffen, sich mit dem „Kuchen für das Gemeinwohl, die öffentlichen Aufgaben und die wirklich Bedürftigen“ zu identifizieren und nicht das Gefühl vieler stärken, der normale Bürger würde beim Steuerzahlen wie eine Zitrone „um etwa 50 Prozent“ ausgepresst oder sei als braver Steuerzahler am Ende doch nur der Dumme.

Weniger Steuern tragen zum größeren Kuchen bei.

 

Dr. Burkhard Budde, Bad Harzburg  (DW 29.8.2016)

 


Heimat und Traditionsverbunden

Die Anziehungskraft eines Kartoffelpufferfestes


Otto Brandes weiß, wie „knusprige Kartoffelpuffer“ es schaffen, dass „das Wasser im Munde“ zusammenläuft. Und nicht nur seine Parteifreunde  wie Wolfgang Brandes, Sylvia Greve, Detlef Böntgen, Jürgen Wehmer, Yvonne Rickmann-Kriete , Dirk Voges und Hans-Henning Rischbieter – die „CDU-Mannschaft für Bortfeld – waren vom „Puffer“ begeistert, sondern auch die Gäste des Bortfelder Kartoffelpufferfestes.

Der CDU-Ortsverband Bortfeld hatte zu diesem traditionellen Fest eingeladen. Und viele kamen, unter ihnen auch der Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, der sich an den „Pickert“ aus seiner westfälischen Heimat erinnert fühlte und für den deshalb die Kartoffelpuffer in Bortfeld ein besonderer Gaumenschmaus war.


Vernetzt in Kirche und Gesellschaft

Landratskandidat besuchte Feste in Vechelde


Mit seinem Parteifreund Günther Wolters aus Vechelde besuchte Landratskandidat Dr. Burkhard Budde am 28. August 2016 Feste in Vechelde.

Beim Pfarrfest in St. Gereon anlässlich des 60-jährigen Bestehens der katholischen Kirche  kam es zu einer Begegnung mit dem Vechelder Bürgermeister Ralf Werner, der Pröpstin Pia Dittmann-Saxel und dem stv. Kreisvorsitzenden Georg Raabe.

 

 

 

 

Auch beim Bürgerbrunch im Schlosspark Vechelde wurden viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt.


Gemeinsam für mehr Demokratie

CDU und FDP gegen die Herrschaft einer Partei


Im Landkreis Peine wollen CDU, FDP und PB (Peiner Bürgergemeinschaft) den neuen Landrat stellen. „Zwei Jahrzehnte Herrschaft einer Partei ist genug“, sagte ihr Landratskandidat Dr. Burkhard Budde auf dem FDP Hoffest am 28. August 2016 in Sonnenberg. Die Demokratie lebe vom Wechsel. In 16 Jahren seien viele Chancen guter Nachbarschaftspolitik  sowie die Stärkung der kommunalen Familie „verschlafen“ worden.

Gute Stimmung herrschte bei der Begegnung (v.l.) von Waldemar Hänsel (FDP-Ortsvorsitzender), Dr. Ralf Zornemann (stv. FDP-Kreisvorsitzender), Dr. Burkhard Budde und Thomas Schellhorn (FDP-Kandidat und Gastgeber).


Spahn: Auch Flüchtlinge müssen Erwartungen einhalten

Großer Vertrauensbeweis für Ingrid Pahlmann


Ein Traumergebnis für Ingrid Pahlmann: Auf der Wahlkreismitgliederversammlung Gifhorn-Peine erhielt die Bundestagsabgeordnete das Vertrauen aller 84 wahlberechtigten Parteimitglieder und wurde erneut zur Bundestagskandidatin des Wahlkreises Peine-Gifhorn nominiert. Die CDU-Kreisvorsitzenden Christoph Plett (Peine) und Andreas Kuers (Gifhorn) dankten im Peiner Forum am 27. August Ingrid Pahlmann für ihre bisherigen Aktivitäten sowie den Parteimitgliedern für das ermutigende sowie solidarische Votum.


Zusammenarbeit mit Gifhorn

Landratskandidat Dr. Burkhard Budde stellte sich den Gifhorner Parteifreunden vor – unter ihnen Landrat Dr. Andreas Ebel – und freute sich auf die Zusammenarbeit nach der Kommunalwahl und sprach vom gemeinsamen Erfolg mit Bürgermeisterkandidaten Andreas Meier: „Der Wandel ist durch politischen Wechsel in Stadt und Landkreis nötig und möglich.“

Andreas Kuers, Ingrid Pahlmann, Jens Spahn, Dr. Burkhard Budde, Andreas Meier und Christoph Plett (v.l.).


Wirtschaftliche Lokomotive

Der Staatsekretär beim Bundesminister Jens Spahn zeichnete in seiner Rede ein differenziertes Bild von der politischen Lage. Wirtschaftlich gehe es Deutschland „ziemlich gut“. In Europa sei Deutschland mit 43 Millionen Erwerbstätigen sowie vielen innovativen Unternehmen wirtschaftliche Lokomotive.  Es gebe aber auch viele Herausforderungen. Zu einer „richtigen Politik“ gehöre die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft („Sozial ist, wenn die Wirtschaft wächst“.), ein ausgeglichener Haushalt („Den folgenden Generationen darf man keine (neuen) Schulden hinterlassen“.), sowie jetzt schon den demographischen Wandel  im Blick auf den Fachkräftemangel zu bedenken („Wenn der geburtenstarke Jahrgang aus dem Jahr 1964 in Rente geht, kommen nicht einmal halb so viel Menschen nach“.).


Vielfältige Schulformen

Spahn sprach sich für vielfältige Schulformen aus, gegen eine Einheitsschule aus, weil es auch keine Einheitskinder gebe, sowie gegen den Akademisierungswahn, weil das Leben nicht erst mit dem Abitur anfange.

Gemeinsame europäische Lösung

Im Blick auf die Flüchtlinge betonte der Politiker die Notwendigkeit eine gemeinsame europäische Lösung zu suchen und sich für Rechtsstaatlichkeit einzusetzen („Ausreisepflichtige müssen auch ausreisen.“).  Die Polizei brauche auch mehr Möglichkeiten.


Integration von Flüchtlingen

Flüchtlinge mit Bleibeperspektive müssten integriert werden, die deutsche Sprache lernen, eine Ausbildung unter leichteren Bedingungen bekommen („Der Mindestlohn muss an dieser Stelle überdacht und die Vorrangprüfung abgeschafft werden.“) und die Leitkultur oder die „Leitwerte“ sowie die  kulturellen und rechtlichen Erwartungen einhalten. „Die Prinzipien wie Trennung von Staat und Religion, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung, die uns stark gemacht haben, bleiben die Grundlage und Voraussetzung.“  Wer die Burka tragen möchte, sei im falschen Land. In Deutschland gebe es nicht nur viele Möglichkeiten, sondern auch Grenzen.


Wahlkampf in Peine für Peine und den Landkreis

Am 11. September sind Kommunalwahlen

Bürgermeisterkandidat Andreas Meier und Dr. Burkhard Budde

sind für einen Wechsel, damit der Wandel, der nötig, möglich wird - weg vom Nebeneinander und Gegeneinander hin zum Miteinander und Füreinander zum Wohl aller Bürger.


 

 

 

 


Eine familien- und altenfreundliche Partei

Ingrid Pahlmann, Burkhard Budde und Andreas Meier

in Rosenthal


Die CDU ist schon immer familienfreundlich gewesen, aber auch altenfreundlich, meinte Landratskandidat Dr. Burkhard Budde angesichts der vielen Kinder und älteren Bürger beim „Familien-Hoffest“ des CDU-Ortsverbandes Rosenthal auf dem Rosenthaler Rittergut am 26. August 2016. „Die Mischung macht es. Junge und alte Menschen brauchen einander“. Und jeder einzelne habe eine unverlierbare Würde, was Grundlage, Maßstab und Ziel jeder verantwortungsvoller Politik sei.

Begrüßen konnte die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Friederike von Schütz insbesondere die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, die eine lebendigen Bericht über ihre politische Tätigkeit in Berlin für Peine und Gifhorn gab, sowie den Peiner Bürgermeisterkandidaten Andreas Meier.


Im Jahre 1223 wurde Rosenthal erstmals urkundlich erwähnt. Der Bischof von Hildesheim hatte Rosenthal gekauft, um es anschließend zu befestigen. Von hier aus kämpfte er gegen die Herzöge von Wolfenbüttel, die in Peine ansässig waren, unter ihnen Gunzelin v. Wolfenbüttel, der Stadtgründer von Peine war.


Elmar Brok traf Burkhard Budde in Peine

Europapolitiker zu Gesprächen auf dem Weg in die Türkei


Ein besonderes Treffen von politischen Weggefährten mit möglichen Auswirkungen auf den Landkreis Peine: Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Dr. Burkhard Budde, CDU-, FDP-, PB-Landratskandidat im Landkreis Peine, trafen sich am 22. August 2016 in der Stadt Peine. Beide kennen sich seit vielen Jahren aus der politischen Arbeit in Ostwestfalen. Burkhard Budde war von 1975 bis 1979 Mitglied des Rates der Stadt Bünde; Elmar Brok aus Bielefeld ist seit 1980 im Europäischen Parlament und zurzeit Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Parlaments.


Elmar Brok berichtete, dass er auf Einladung des türkischen Außenministeriums und in Absprache mit Kanzlerin Angela Merkel und dem Europäischen Parlamentspräsidenten Martin Schulz jetzt mit einer niederländischen Kollegin nach Ankara fliege, um mit den türkischen Partnern über den Militärputsch und über die Flüchtlingsfrage zu sprechen.

Der „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei bleibe wichtig; vor ihm seien etwa 2000 Flüchtlinge von der Türkei nach Griechenland gekommen, nach dem Zustandekommen nur noch 80 pro Tag. Auch das Thema Visumfreiheit stehe auf der Tagesordnung. Für das Europäische Parlament sei neben der Erfüllung aller Bedingungen auch eine Aufhebeklausel wichtig, wenn die Türkei sich nicht an die vereinbarten Bedingungen halten sollte. Selbstverständlich könne die Frage nach der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei nach dem Militärputsch nicht verschwiegen werden. Elmar Brok: „Türkische Konflikte dürfen darüber hinaus nicht in Deutschland ausgetragen werden.“ Rechtsstaatliches Verhalten gelte für alle.

In dem Gespräch, an dem auch CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett und CDU-Ehrenvorsitzender und Minister a.D. Horst Horrmann teilnahmen,  lobte Elmar Brok seinen Freund Burkhard Budde: „Es ist in der Politik  sehr gut vernetzt. Ich werde ihm persönlich helfen, eine erfolgreiche Politik als Landrat zu machen“. Und damit spielte er auf EU-Förderungen in unterschiedlichen Bereichen an, insbesondere im Blick auf Innovation, den Strukturwandel und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Aber auch das Thema Peiner Stahl gehörte dazu.


Er kenne Burkhard Budde, der kein Ideologe, sondern ein Pragmatiker sei und  gleichzeitig einen Kompass der Werte habe, der in der Politik immer wichtiger werde. Die Verbindung von Realpolitik mit Werteorientierung sei eine Strategie, die auch Angela Merkel praktiziere.


Für eine gute Nachbarschaftspolitik

Besuch in Hohenhameln


Für eine gute Nachbarschaftspolitik sowie für bürgernahe Kooperationen zum gegenseitigen Nutzen sprach sich CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde aus.

Beim „Politischen Grillen“ des CDU-Gemeindeverbandes Hohenhameln am 25. August 2016 am Sportplatz in Hohenhameln ging es aber auch um die Kandidatenvorstellung für den Gemeinderat, berichteten Gemeindeverbandsvorsitzende Marion Övermöhle-Mühlbach und ihr Stellvertreter Christian Strübe.


Auch die Themen „Sicherung des Schulstandortes“, „Förderung der heimischen Wirtschaft“, „flächendeckender Ausbau des Internets“ sowie „Optimale Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs an die Mittelzentren“ waren Gesprächsstoffe im geselligen Rahmen.


Ein Original mit politischem Charme

Mit Minister a. D. Horst Horrmann unterwegs


Im Landkreis Peine leben viele sympathische Originale. Einer von ihnen strahlt zudem politischen Charme durch seine vielen Tätigkeiten und Ämter aus: Horst Horrmann (75) ist Zeitzeuge politischer Ereignisse und Entwicklungen – als Kultusminister unter Ministerpräsident Ernst Albrecht (1988 bis 1990), als Rats- und Kreistagsmitglied sowie als Mitglied des niedersächsischen Landtages von 1974 bis 2003. Auch die CDU hat der Lehrer und Schulrat mit geprägt – als Kreisvorsitzender von 1979 bis 2005 sowie als Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Braunschweig von 1992 bis 1994. Im vorpolitischen Raum war Horst Horrmann insbesondere als Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen aktiv (2005 bis 2014).


Kein Wunder, dass Horst Horrmann – heute Ehrenvorsitzender der CDU-Kreispartei Peine - wie ein offenes Geschichtsbuch erzählen kann. Und dabei die Gegenwart nicht aus dem Auge verliert, die nur durch historisches Wissen sowie im Abstand verstanden, bewertet und produktiv gemacht werden kann.

Vom Bahnhof aus gesehen können im Hintergrund die Abbrucharbeiten an der ehemaligen Mälzerei beobachtet werden.  


„Unabhängiger Anwalt aller Bürger“

Kreisparteitag der CDU Peine

Auch eine politische Großveranstaltung braucht Professionalität, wenn sie erfolgreich sein soll. Der CDU-Kreisparteitag im Peiner Forum am 23. August 2016 wurde von der Kreisgeschäftsführerin Imke Jeske-Werner und ihrem Team optimal vorbereitet und durchgeführt, vom CDU-Kreisvorsitzenden Christoph Plett sowie der Tagungspräsidentin Christine Heuer souverän geleitet.

 

Im Mittelpunkt des Parteitages standen die Kommunalwahlen am 11. September 2016. Zu Beginn hielt Landratskandidat Dr. Burkhard Budde eine politische Rede, in der er sich bei den vielen „helfenden Händen“ im Blick auf die Plakatwerbung und die Verteilung der Flyer bedankte, „aber auch für die Entschlossenheit und Geschlossenheit der Partei sowie die politische Überzeugungsarbeit der Mitglieder.“ Nach 16 Jahren sei ein Wandel im Landkreis sowie in der Stadt Peine nötig und möglich. Aus einem „roten Nest“ könne ein „offenes Nest“ werden.

 

 

 

 

Zusammenfassend sagte Burkhard Budde:

 

Ich möchte ein unabhängiger Anwalt aller Bürger und nicht nur einer Partei sein

und stehe für…

 

Bürgernähe statt Fusion,

Unabhängigkeit statt Fremdbestimmung,

einen offenen Blick statt Tunnelblick,

Pragmatismus statt Ideologie,

einen Wertekompass statt Scheuklappen,

Entwicklung statt Stillstand.

 

…und bitte um Vertrauen,

um als Landrat Verantwortung wahrnehmen zu können.


Politischer Rückhalt statt „billigen Populismus“

Staatssekretärin und Landratskandidat auf dem Hof Decker


Der Hof Decker in Hohenhameln im Landkreis Peine verbindet beispielhaft Tradition und Innovation: Seit 1735 ist der landwirtschaftliche Betrieb im Familienbesitz.  Die Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen sowie die Zucht von Kühen und Pferden gehören zum „traditionellen Programm“. Eine moderne Besonderheit ist durch den Bau einer Biogasanlage mit Nahwärmenetz für Teile der Ortschaft Bierbergen entstanden.


Für Dr. Maria Flachsbarth, Staatssekretärin im Bundesministerium  für Ernährung und Landwirtschaft, und Dr. Burkhard Budde, Landratskandidat für den Landkreis Peine, gute Gründe, an diesem vorbildlichen Ort ein Gespräch über „Herausforderungen der Landwirtschaft“ am 23. August 2016 zu führen. Mit dabei waren u.a. der Gastgeber Lutz Decker, Kreislandwirt Wilfried Henties, die stv. Landrätin Silke Weyberg, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Marion Övermöhle-Mühlbach und Heinrich Potesta.


Menschen mitnehmen

Lutz Decker schilderte die Aktivitäten des Familienbetriebes, „die Menschen mitzunehmen“.  Führungen zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Schule und Kindergarten werden durchgeführt. Akzeptanz für moderne Landwirtschaft sei da, wenn man erkläre, „warum beispielsweise Pflanzenschutz nötig ist.“

Da es Wachstum geben müsse, gehörten das Baurecht und der „Wust der Bürokratie“ auf den Prüfstand. Die „grüne Forderungspolitik“ könnten vielleicht größere Betriebe einhalten, die klein strukturierten Betriebe bekämen jedoch Schwierigkeiten, sagte Lutz Decker.


Für politischen Rückhalt

Wilfried Henties sprach die Gleichgültigkeit vieler Menschen gegenüber den Problemen der Landwirtschaft an, „da ja auch alles in den Einkaufsregalen beliebig und immer billiger verfügbar ist.“ Und vieles wie die Preispolitik  liege „in den Fängen großer Discounter. Wenige bestimmen die Musik“, meinte Henties und forderte: „Wir brauchen den politischen Rückhalt und keinen billigen Populismus“.


Für wettbewerbsfähige Strukturen

Die Staatssekretärin setzte sich für den ländlichen Raum ein, der starke und wettbewerbsfähige Strukturen brauche. Gesetze dürften die Landwirte nicht überfordern, sagte sie im Blick auf die grüne Mehrheit der Landwirtschaftsminister im Bund und die EU-Forderungen. Grundsätzlich dürfe man die Landwirtschaft nicht „in eine Ecke stellen“.

 

 

 

 


Für Wertschätzung und Anerkennung

Auch Burkhard Budde setzte sich für mehr Wertschätzung und Anerkennung der landwirtschaftlichen Leistungen ein. Der Landwirt leiste auch einen Dienst an der Gesellschaft. Man müsse ein Lagerdenken überwinden und Brücken zwischen Produzenten und Verbraucher bauen, immer wieder und vor Ort einen Ausgleich zwischen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft suchen.


Besuch einer „guten Stätte“

Auf den Spuren der Seele eines Dorfes im Landkreis Peine


„Von guter Stätte“ bedeutet „von Goddenstede“. Wer das weiß, kennt die Herkunft des Namens Gadenstedt. Das ist ein Dorf, das seit 1971 zur Gemeinde Lahstedt gehört, seit 2015 zu Ilsede. Es liegt 10 km südlich von Peine und 25 Kilometer westlich von Braunschweig.



Für geschichtsbewusste Menschen lohnt es sich, diesen versteckt-offenen Ort im Landkreis Peine aufzusuchen. Man kann die Seele des Stammsitzes der Familie von Gadenstedt, ein ausgestorbenes Adelsgeschlecht aus dem 12. Jahrhundert, zum Beispiel in der St. Andreaskirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, in den dort zu sehenden Kunstwerken verspüren. Und die künstlerischen Übergänge vom katholischen zum evangelischen Glauben entdecken.


Die Kirchenorgel ist ein besonderer Gewinn für interessierte Mitmenschen mit historischer Neugier, um ihre Welt besser verstehen zu können. Mit Zimbelstern und Vogelgeschreie (!) stammt die Orgel übrigens aus dem Jahr 1683.


Aber auch das Gadenstedter Heimatmuseum birgt beispielhafte Spuren traditioneller Dorfentwicklung.


 

 

 

 


Nico Kappe, Vorsitzender des Ortsverbandes Gadenstedt, hatte sich am 21. August 2016 mit Bürgern auf die Suche nach der Seele des Dorfes gemacht und anschließend zum Hoffest eingeladen. Mit von der Partie Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, der sich von der „guten Stätte“  beeindruckt zeigte.


Bürgerfrühstück für Leib, Seele und Geist

Mit offenem Ohr und Herzblut

 

Vor Ort, bürgernah und menschennah, mit offenem Ohr für die Sorgen und Erwartungen der Mitmenschen, mit Herzblut Verantwortung übernehmen  – mit diesem Markenkern überzeugt auch die CDU-Woltwiesche. Am 21. August 2016 lud sie zum Bürgerfrühstück „Zur feuchten Ecke“ ein. 

Andreas Sadlo, Jörg Meckoni und Dr. Burkhard Budde (v.l.)


Vorsitzender und Arzt Jörg Meckoni konnte u.a. die Kandidaten für den Orts- und Gemeinderat sowie Kreistagsabgeordneten Michael Kramer, Landratskandidat Dr. Burkhard Budde  und den Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinde Lengede Andreas Sadlo begrüßen.


Ein Ball verbindet Handwerk und Politik

Begegnungen auf dem Handwerkerball in Peine

 

Ob tatsächlich „am Anfang Himmel und Erde war und den Rest die Handwerker gemacht haben“ bleibt offen. Allerdings spielte Peines Kreishandwerksmeister und Konditormeister Lutz Seidel auf eine „Portion Wahrheit“ an, als er mit diesem Satz den Handwerkerball am 20. August 2016 im Schützenhaus in Peine eröffnete.


Die Gesellschaft brauche das Handwerk, das deshalb mit Zuversicht in die Zukunft blicken könne. Um am Markt die Nase vorn zu haben, reichten jedoch gute handwerkliche Fähigkeiten nicht aus. Öffentlichkeitsarbeit und Marketing gehörten dazu. Auch ermutigte Lutz Seidel die Handwerker, sich außerhalb der Werkstatt im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Bereich zu engagieren.



 

 

 

 


Begrüßen konnte der Peiner u.a. neben dem amtierenden Landrat auch den CDU-, FDP-, PB- Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde, die Peiner Bürgermeisterkandidaten Karl-Heinrich Belte (PB) und Andreas Meier (CDU).

Zu einer Begegnung kam es auch mit dem Kraftfahrzeugtechnikermeister Oliver Schatta, dem Kreishandwerksmeister für die Region Braunschweig-Gifhorn.


Zur Peiner Handwerkskammer gehören 10 Innungen. Das Peiner Handwerk beschäftigt etwa 10 000 Menschen; ein Betrieb durchschnittlich sechs Mitarbeiter.


Keine Gegenwart ohne Geschichte

Auf den Spuren der Geschichte


Um die Gegenwart besser verstehen zu können, muss man die Vergangenheit kennen.

Die Vergangenheit wiederholt sich zwar nicht einfach, aber man kann aus ihr für die Zukunft lernen.



 

 

 

 


Wolfgang Kaller vom CDU-Ortsverband Vallstedt-Alvesse-Wierthe aus dem Landkreis Peine konnte Bürger am 20. August 2016 begrüßen, die sich auf historische Spurensuche im Umfeld von Vallstedt machten. Vom Betriebshof der Landschaftsgärtnerei Michael Sehle ging es unter Leitung des Ortsheimatpflegers Dieter Strebe mit historischen Treckern durch den Ort Vallstedt.

Den Abschluss bildete ein Gespräch mit Landratskandidat Dr. Burkhard Budde in Minni´s Bierquelle in Vallstedt.  


Ein Sommerfest besonderer Art

Flüchtlinge engagieren sich für Kinder


Es gab deutschen, syrischen und iranischen Kuchen, auch arabischen Kaffee. Gemeinsam mit Flüchtlingen hatte der Verein „Ilsede hilft“, der BMW Club Peine, die Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Peine mbH (BBg) ein Sommerfest mit Benefizkonzert am 20.August 2016 im Gewerbepark Groß Bülten durchgeführt.

Gisela Braackmann und Marcus Seelis von „Ilsede hilft“ informierten Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde über das Besondere des Festes. Zum Beispiel – neben den internationalen Gaumenfreuden -  bot Mehrnoosh aus dem Iran Kinderschminken an. Flüchtlinge ermöglichten, kleine Gegenstände gegen eine Spende zu erwerben. Mitglieder des BMW Clubs sorgten für Bratwurst, Steaks und kalten Getränken. Gestiftete Fahrräder wurden von BBg versteigert. Die Peiner Kult-Bands „1890“ und „Stadtler & Waldorf“ musizierten zugunsten „Ilsede hilft“.

 

 

 

 

Der Erlös ist für Flüchtlinge, Bedürftige und Jugendliche in Ilsede bestimmt.


Mit offenem Blick statt Tunnelblick

Erfahrungen auf einem Hoffest


Hand aufs Herz. „Warum soll ich die CDU und euren Kandidaten wählen?“, fragte ein junger Mann neugierig. Und er fügte noch hinzu: „Was unterscheidet euch denn von anderen Parteien?“  


Kompass der Bürgernähe

Auf dem Wehnser Hoffest am 19. August 2016 konnte er Antworten finden.  Zum Beispiel Menschen- und Bürgernähe. Christine Heuer, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Edemissen, sagte: „Wir kümmern uns um die Sorgen und Nöte, aber auch um die Hoffnungen und Erwartungen der Bürger.“ Und über den Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde fügte sie noch hinzu: „Ihm geht es nicht um Ideologie, sondern um handfeste Lösungen. Und dabei hilft ihm der Kompass der Bürgernähe, sein ungetrübter Blick  und seine Führungskompetenz.“


Leitungskompetenz

Arthur Mowinkel, Ortsbürgermeister von Wehnsen und Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wehnsen, wies auf den Lebensweg des CDU-,FDP-,PB- Landratskandidaten hin, der insbesondere als Leiter einer kirchlichen Stiftung mit Krankenhaus, Altenpflegeheim und Ausbildungsstätten sowie als Ratsmitglied Menschen-, Leitungs- und Managementerfahrungen gesammelt hat. Auch konnte der Ortsbürgermeister die zukünftigen Kümmerer, Ortsratskandidaten für Wehnsen, vorstellen: Ingrin Hering-Hacke, Nadine Hintze, Jens Reupke und Uwe Thiesing.

Unabhängiger Anwalt aller Bürger

In seiner Rede fasste Burkhard Budde  selbst sein Selbstverständnis zusammen: „Ich möchte unabhängiger Anwalt aller Bürger sein statt nur einer Partei – mit offenem Blick statt Tunnelblick.“

Der Bürgermeister von Edemissen, Frank Bertram, erläuterte in seiner anschließenden Rede die kommunalpolitischen Herausforderungen vor Ort. In seiner „Wohlfühlgemeinde“ mit Wohnqualität und Naherholung, aber auch mit guter sozialer Infrastruktur gebe es eine Mischung von Dienstleistung, Handel und Handwerk. Gegenwärtig denke man über eine Gewerbeansiedlung nach.

 

 

 

 

Politische Offenheit

Der junge Mann fühlte sich offensichtlich immer wohler auf dem Hoffest: Der Musikverein Edemissen mit dem Dirigenten Jörg Bodendeutsch bewegte mit bewegenden Klängen die Gefühle, auch konnte man neben dem Landratskandidaten und Kommunalpolitikern die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann persönlich kennen lernen, vor allem verspürte er Menschlichkeit, die sich mit Politik glaubwürdig verband. Beim Abschied reichte er die Hand – mit glänzenden Augen, mit Herzblut und mit politischer Offenheit.


Sicherheit als Voraussetzung für Freiheit

Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft


Das Gefühl der Unsicherheit ist ein täglicher Begleiter vieler Bürger. Umso wichtiger erscheint die Beschäftigung mit dem Thema Sicherheit. Den Bundestagsabgeordneten und verteidigungspolitischen Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion Henning Otte aus Celle-Uelzen hatte deshalb CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett nach Peine eingeladen.

Henning Otte (l.), Dr. Burkhard Budde und Ingrid Pahlmann.


In einem Gespräch in der CDU-Kreisgeschäftsstelle am 18. August 2016 mit der heimischen Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann, dem Landratskandidaten  Dr. Burkhard Budde, dem Peiner Ratsherrn und Oberstleutnant der Reserve  Gerhard Bietz sowie weiteren Reservisten erläuterte der Gast den sicherheitspolitischen Kompass der Bundesregierung.


„Starker Rückhalt in der Gesellschaft“

Henning Otto lobte die Arbeit der Reservisten, der ehemaligen Soldaten, die Teil der Reserve sind und bei Bedarf für Wehrdienstleistungen zur Verfügung stehen: „ Wir können auf die freiwillige Reservistenarbeit nicht verzichten. Die Reservisten sind ein starker Rückhalt in der Gesellschaft, Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft sowie Stütze bei Einsätzen für die Sicherheit.“  


„Größere Vernetzung“

Gergard Bietz wies auf das Potential der Personen hin, die nicht „beordert“ sind, d.h. die nicht regelmäßig an Wehrübungen teilnehmen, aber „für das Vaterland etwas tun wollen.“  Auch Ingrid Pahlmann warb für eine „größere Vernetzung der Reservisten in andere Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk.“


„Neuausrichtung der Bundeswehr“

Henning Otto wies auf die „Neuausrichtung der Bundeswehr“ angesichts weltweit laufend wandelnder Rahmenbedingungen hin, zum Beispiel angesichts des Macht- und Einflussstrebens Putins sowie der Konflikte, des Terrors und der Bürgerkriege in Afrika, im Mittelmeer und im Nahen Ost. Zur Neuausrichtung  - bis 2017 - zählten nicht nur eine Strukturreform, sondern auch ein neues Selbstverständnis sowie die Zunahme zivil-militärischer Zusammenarbeit. Die Polizei könne bei großen Terroranschlägen oder Naturkatastrophen schon jetzt die Hilfe der Bundeswehr anfordern.


Stabilität und Sicherheit seien überall auf der Welt Grundvoraussetzung für Freiheit und Entwicklung. Mehr Geld für mehr Personal und eine bessere Ausrüstung zu fordern, sei Ausdruck der Fürsorge für die Soldaten, die Deutschlands internationale Verantwortungen wahrnehmen, „ in Einsatzgebieten immer mit einem Mandat und mit Partnern“.


„Wertschätzung des Dienstes für Frieden und Freiheit“

Burkhard Budde, der während seiner Ausbildung die Militärseelsorge kennengelernt hatte, betonte die Achtung und Wertschätzung der breiten Bevölkerung im Blick auf den Dienst der Soldaten für Frieden und Freiheit sowie für Achtung der Menschenrechte, „was es früher  leider aus ideologischen Gründen so nicht gegeben hat.“


 

 

 

Mobiler Landratskandidat für Mobilität


Imke Jeske-Werner und Nico Bock über den CDU-, FDP-, PB- Landratskandidaten in Peine: „Burkhard Budde steht für die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit des Landkreises, für die Werte Sicherheit und Freiheit, Heimat und Offenheit, für Tradition und Erneuerung - und deshalb auch für Mobilität.“

 

 

 

 


Zukunft für Firmen mit Nachfolgeproblemen

Besuch bei der Firma FMA-Elstermann in Wendeburg


Mittelständische Unternehmen haben nicht selten Nachfolgeprobleme, vor allem wenn ihre Inhaber ein bestimmtes Alter erreicht haben.  Die Brunswiek Holding Beteiligungsgesellschaft aus Braunschweig kauft solche Firmen, damit sie weitergeführt, Arbeitsplätze erhalten werden können und nicht abwandern. 

Holger Flöge, Georg Raabe, Olaf Funke, Dr. Burkhard Budde, Florian Bernschneider und Christoph Plett (v.l.).


In Wendeburg gibt es beispielsweise die Firma FMA Elstermann an der Rothbergstraße 8 bis 12, die seit 2012 zur Brunswiek Holding gehört. Der Geschäftsführer der Holding, Olaf Funke, berichtete am 17. 8. 2016 bei einem Besuch des CDU-, FDP- und PB- Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde, der Peiner Kreisvorsitzenden Christoph Plett (CDU) und Holger Flöge (FDP), des Kreistagsabgeordneten Georg Raabe und des Hauptgeschäftsführers des Braunschweiger Arbeitgeberverbandes Florian Bernschneiders, über die Entstehungsgeschichte des Unternehmens.


Seit 1983 gab es zunächst die Firma J. Elstermann, ein Stahl- und Behälterbaubetrieb; 1984 kam die Firma FMA hinzu, der Bau von Sondermaschinen, Maschinenkomponenten und mechanische Bearbeitung. Seit 2000 heißen die beiden zusammengeführten Firmen FMA Elstermann; hier arbeiten heute auf einer Produktionsfläche von 5000 qm etwa 40 qualifizierte  Mitarbeiter, die für Behälterbau in Stahl und Edelstahl sowie im Blick auf Maschinen- und Anlagenbau verantwortlich sind.


Die Holding, so Olaf Funke, kauft nicht nur Firmen mit Nachfolgeproblemen insbesondere aus den Regionen Braunschweig, Hannover und Magdeburg, um ihnen eine Zukunft zu geben, sondern beteiligt sich auch an Unternehmen und unterstützt Existenzgründungen in Wachstumsphasen.


Die Gäste aus der Politik besuchten anschließend die einzelnen Hallen in Wendeburg, die Schweißerei, die Lackierhalle und die mechanische Bearbeitung, und waren beeindruckt von der spezialisierten Arbeit sowie den zukunftsfähigen „Marktnischen“ des Betriebes.



Warum ein Unternehmen den Landkreis Peine wählt

CDU-, FDP-Politiker besuchten Atlas Titan in Vechelde


Ein starker Landkreis Peine ist für Dr. Burkhard Budde nicht nur selbstständig und unabhängig, sondern auch attraktiv für Unternehmen, die ihren Standort im Landkreis wählen,  Arbeitsplätze schaffen und soziale Sicherheit sowie Wohlstand für alle ermöglichen.

Georg Raabe, Holger Flöge, Christoph Plett, Dr. Burkhard Budde, Markus Sternitzke, Claudius Schönherr und Florian Bernschneider (v.l.).


Am Beispiel von Atlas Titan, ein Beratungsunternehmen an der Atlastitanstraße 1 im Gewerbegebiet Vechelde, informierte sich am 17. August 2016 der CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat gemeinsam mit den Peiner Parteivorsitzenden Christoph Plett (CDU) und Holger Flöge (FDP), dem Kreistagsabgeordneter Georg Raabe (CDU) und Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig, über wichtige „Standortfaktoren“.


Für den Geschäftsführenden Gesellschafter Markus Sternitzke und dem Prokuristen Claudius Schönherr von Atlas Titan gab es verschiedene Gründe der Muttergesellschaft  mit ihren acht operativen Standorten in ganz Deutschland, dem zentralen Standort Vechelde den Vorzug zu geben. Dazu zählten die geeignete Grundstücksfläche und das Umfeld, die Anschaffungskosten und die Hebesätze der Gewerbesteuer, die mitarbeiterfreundliche soziale Infrastruktur (z.B. Krippenplätze) und die Anbindung an den öffentlichen Personalverkehr (z.B. die Verbindung nach Braunschweig), aber auch die Datenanbindung. „Schließlich war die persönliche Überzeugungsarbeit des Bürgermeisters wichtig“, berichtete Markus Sternitzke, dessen Unternehmen vor 10 Jahren gegründet wurde und deutschlandweit etwa 300 Mitarbeiter beschäftigt.


Jährlich werden von Atlas Titan etwa 100 Projekte – Technologieberatung, Unterstützung durch Interimsmanagement, Realisierung kompletter Projekte  – mit hochqualifizierten Spezialisten verwirklicht. Projektpartner sind DAX- Unternehmen und große Aktiengesellschaften.


 

 

 

 


Das war wohl auch der Grund, den Firmennamen Atlas aus der griechischen Mythologie zu wählen. Atlas (griechisch „Träger“) hat den Himmel durch seine enorme Kraft gestützt. Eine Motivation für Atlas Titan, die Projekte der Kunden – auch aus China, Indien und Polen – zu stützen und vor allem zu lösen. Im Kommunikations- und Schulungszentrum der Firma in Vechelde gehen jedenfalls bundes- und weltweit Strategien für Dienstleistungen mit großem Know-how aus.    


Information und Austausch

Besuch beim Bürgermeister in Vechelde

Zu einem Informationsgespräch über die Gemeinde Vechelde sowie zu einem Gedankenaustausch im Blick auf die Landkreis Peine trafen sich Bürgermeister Ralf Werner (im Bild r.), CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde (2.v.l.), der stv. CDU-Kreisvorsitzende Georg Raabe (l.) und CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Hans- Werner Fechner im Vechelder Rathaus am 17. August 2016.

 

 

 

 

Die Einheitsgemeinde, die aus 17 landwirtschaftlich geprägten Gemeindeteilen besteht,  gehört zum historisch gewachsenen Braunschweiger Land.


NDR berichtet über das Thema „Fusion“ im Landkreis

Ist der amtierende Landrat noch glaubwürdig?


Der amtierende Landrat in Peine wollte eine Fusion mit Hildesheim. Als seine Genossen ihn bremsten, zog er das Projekt zurück. In einem Beitrag des NDR-Hörfunks vom heutigen Tag betonte er, dass es einerseits keine „Brautschau“ mehr gebe, andererseits man nicht wisse, ob nicht doch eine Fusion notwendig werde.


Das Votum vom Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde wurde in der Sendung sinngemäß wie folgt wiedergegeben:
„Bei einer Fusion würde der Landkreis sein eigenes Gesicht sowie die Bürger- und Sachnähe verlieren. Wenn der amtierende Landrat erst jetzt nach 16 Amtsjahren Kooperationsmöglichkeiten mit Braunschweig und Hannover entdeckt, kann man nach der politischen Glaubwürdigkeit fragen: Warum fällt ihm diese Option so spät ein?“


Ein CDU-, FDP-, PB- Mitstreiter sagte: "Wer auf das Vergessen der Bürger setzt und ihnen versucht Sand in die Augen zu streuen, sollte nach 16 Jahren den Weg frei für einen Wechsel machen, damit der Landkreis seine Führungskraft durch Eigenständigkeit behält".


Kommentar

Der öffentliche Raum ist auch ein Kulturraum

Warum ein Burka-Verbot sinnvoll ist

 


Ein deutsches Gesetz kann enthüllen, was europäische Kultur erwartet.

 

Ist eine Frau total verhüllt, kann sie kein Gesicht zeigen. Eine Frau im Zeltkleid mit Augenschlitz verunsichert viele, die dann lieber einen Bogen um sie machen und wegsehen. Und nicht selten gedeihen Spekulationen: Warum verschleiert eine Frau in der heutigen Zeit und hier im freien Europa ihren ganzen Körper? Aus religiösen oder traditionellen Gründen? Hat sie etwas zu verbergen? Verheimlicht sie ihre Identität? Hat sie Angst vor lästigen Blicken? Versteckt sie sich freiwillig? Oder wird sie zur Ganzkörperverschleierung gezwungen?

 

Was in muslimischen Ländern verpflichtend zu sein scheint, muss nicht in Deutschland erlaubt bleiben. In Belgien, in Frankreich und in den Niederlanden gibt es bereits Gesetze, die den islamischen Ganzkörperschleier im öffentlichen Raum verbieten.

 

Gute Gründe für ein Burka-Verbot im öffentlichen Raum, der immer zugleich ein Kulturraum ist, können genannt werden:

 

Zur Kultur der Vielfalt und Toleranz gehört untrennbar eine Kommunikation der Offenheit. Eine freie Bürgergesellschaft lebt von offenen Gesichtern, nicht vom anonymen Versteck- und Maskenspiel. Ist das Gesicht enthüllt, spricht auch die sichtbare Mimik.

 

Ferner gehört die Kommunikation der Gegenseitigkeit dazu. Eine verhüllte Frau kann ihr Gegenüber sehen. Umgekehrt ist aber ihr Gegenüber nicht dazu in der Lage. Wenn mit zweierlei Recht gemessen wird, entsteht Misstrauen und ein gedeihliches Miteinander ist gefährdet.

 

Auch die Kommunikation der Partnerschaft kann angeführt werden. Eine verhüllte Frau spricht durch ihre Verhüllung und signalisiert, dass sie sich dem Mann unterordnet, gehorsam ist und seine Vorrangstellung akzeptiert. Wie ist das mit den Normen und Zielen des Grundgesetzes zu vereinbaren?

 

Eine verhüllte Frau verweigert bewusst oder unbewusst, freiwillig oder gezwungen eine Kommunikation der Integration. Sie stärkt Parallelgesellschaften, fördert die Stigmatisierung aller muslimischen Mitbürger und erzeugt indirekt das Druck- und Drohpotenzial auf moderne muslimische Frauen, die die individuelle Freiheit, Gleichstellung und Gleichberechtigung lieben.

 

Ein Burka-Verbot würde beispielhaft Klarheit über unsere Kulturerwartungen schaffen: In Deutschland gibt es keine menschenrechtsfreien Räume. Frauen, ob nun verhüllt oder unverhüllt, sind niemals Menschen zweiter Klasse. Und eine Kleidung, die die Kommunikation im öffentlichen Raum total ignoriert, passt nicht zur Werte- und Rechtsordnung. Die Achtung und Verteidigung der individuellen Würde aller Menschen gehört vielmehr zum offenen Gesicht einer freiheitlichen Gesellschaft.

Burkhard Budde


Ohne Sicherheit keine Lebensqualit

Peiner Politiker auf dem CDU-Landesparteitag in Hildesheim


Zur Lebensqualität der Bürger gehöre auch das Gefühl der Sicherheit. Der Polizei müsse von der Politik der Rücken gestärkt und kein permanentes Misstrauen entgegengebracht werden. Auch sei Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln grundsätzlich sinnvoll. Diese Auffassung vertrat der Landesvorsitzende der CDU in Niedersachsen, David McAllister, auf dem Landesparteitag am 13. August 2016 in Hildesheim. Nicht nur die öffentliche Sicherheit sei ein Schutzgut, sondern auch die öffentliche Ordnung.



Mit dem Thema „Sicherheit“ sowie mit den Themen „Bildungspolitik“, „Finanzpolitik“ und „Flüchtlingspolitik“ beschäftigten sich auch die anwesenden Politiker aus Peine, unter ihnen CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett, Minister a.D. Horst Horrmann, stv. Kreisvorsitzender Michael Künzler und Landratskandidat Dr. Burkhard Budde. Natürlich wurde angesichts der Kommunalwahlen am 11. September zudem über „Kommunalpolitik“ gesprochen: Der ländliche Raum müsse fair – wie die Ballungsräume - behandelt werden. Und Bürgernähe sei ein besonderes Markenzeichen der CDU.


 

 

 

 

Am Rande kam es zu einer Begegnung von Horst Hormann, der Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen, Minister a.D. Bernd Althusmann mit Dr. Burkhard Budde (v.l.).



Gleichzeitig nutzte Burkhard Budde die Gelegenheit, mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof Dr. Johanna Wanka, über die Bildungspolitik zu sprechen. Es komme vor allem auf die Qualität an, aber auch auf die Vielfalt und Gleichbehandlung der Schulformen, damit Wahlmöglichkeiten für die Eltern eröffnet werden könnten. Eine „verpflichtende Einheitsschule für alle“ hatte bereits David McAllister in seiner Rede zu Beginn des Parteitages abgelehnt.


Der „Staubsaugereffekt“ von Fusionen

CDU-,FDP-, PB- Landratskandidat für gute Nachbarschaftspolitik

 

Der amtierende Landrat von der SPD wollte eine Fusion des Landkreises Peine mit einem benachbarten Landkreis, Teile seiner eigenen Partei mussten ihn wohl „bremsen“.

CDU-, FDP- und PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde spricht sich eindeutig gegen eine Fusion aus, dafür setzt er aber auf eine Nachbarschaftspolitik mit „echten Kooperationen auf Augenhöhe und zum gegenseitigen Nutzen“.  

 

Auf den „Staubsaugereffekt“ von Fusionen wies er auf einer öffentlichen Veranstaltung des CDU Ortsverbandes Alvesse/Rietze/Voigtholz-Ahlemissen am 11.8.2016 in Rietze hin: Eine „Zentrale“ ziehe immer mehr Aufgaben und Steuerungsinstrumente an sich. Bürgernähe und Sachnähe, Vielfalt und Identität sowie das Vor-Ort-Wissen, die Motivation, die Eigenverantwortung auch für Erneuerung würden schleichend oder offen „aufgesogen“. Der „schwächere Partner“ sei am Ende häufig „der Dumme“ und nur noch Anhängsel.

Als Landrat aller Bürger wolle er zugleich Anwalt und Gestalter eines starken und selbstständigen Landkreises sein.


 

Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.) Günther Krille, Ortsbürgermeister von Rietze, Christine Heuer, Vorsitzende des CDU Gemeideverbandes Edemissen, Christoph Fraatz, Sören Stolte, Vorsitzender des  Ortsverbandes  Alvesse/Rietze/Voigtholz-Ahlemissen, Dr.Burkhard Budde, Thomas Klußmann, Stefan Peemöller sowie Günther Meyer, Ortsbürgermeister von Wipshausen.

 


„Günstiges Ticket für Pendler

und mehr Sicherheit für alle Bürger“

Ortsbegehung mit dem Landtagsabgeordneten Jens Nacke


Die Themen „Verkehr“ und „Sicherheit“ in Peine standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Ortsbegehung des CDU-, FDP- Bürgermeisterkandidaten Andreas Meier und dem CDU-, FDP-, PB- Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde am 10. August 2016, an der auch der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Jens Nacke (Ammerland) teilnahm. 


Auf dem Foto (v.l.) Andreas Meier, Jens Nacke, Dr. Rainer Döring, Dr. Ralf Zornemann, Horst Horrmann, Dr. Burkhard Budde und Thorge Karnick.


Mit von der Partie waren zudem Minister a.D. Horst Horrmann, die stv. FDP-Kreisvorsitzenden Dr. Rainer Döring und Dr. Ralf Zornemann sowie der stv. CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thorge Karnick aus Peine.


Alle Teilnehmer waren sich einig, dass bei den Zugverbindungen Peine einen Verbundtarif zum Großraum Hannover brauche, damit ein günstiges Ticket zum Beispiel für Pendler angeboten werden kann. Auch erschien allen Politikern eine andere Taktung der Züge – auch nachts! – überfällig.

Bei der Sicherheit der Bürger wurden mehr finanzielle Mittel für mehr Polizeipräsenz im Innenstadtbereich Peines gefordert. Aber auch in der Fläche, so Burkhard Budde, müssten die Bürger sich „sicher fühlen und sicher leben“ können.



„Anwalt der großen und kleinen Leute“

„Als Peiner Landrat, der sich als Landrat aller Bürger sowie als Anwalt der großen und kleinen Leute versteht, ist mir die Selbstständigkeit und die Unabhängigkeit des Landkreises wichtig. Dazu gehören die Stärkung der Vielfalt und Eigenverantwortung der kommunalen Familie, eine bürgernahe und effiziente Kreisverwaltung sowie eine gute Nachbarschaftspolitik.“

 

„Landkreis als lebens- und liebenswerte Heimat“

„Damit die Menschen den Landkreis als ihre lebens- und liebenswerte Heimat erfahren können, werde ich mich für sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze einsetzen, für bezahlbaren Wohnraum, attraktive Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder, Familien und ältere Menschen, für solide Finanzen, für eine flächendeckende medizinische Versorgung sowie für die Stärkung des Ehrenamtes.“


 „Keine Wahlgeschenke, aber Dialog“

„Ich verspreche keine Wahlgeschenke, mache auch keinen Überbietungswettbewerb im Blick auf Versprechungen mit, werde nicht im Alleingang zum „Überraschungstäter“, wohl aber biete ich nach meiner Wahl den Dialog mit allen Verantwortlichen auf Augenhöhe an, um gemeinsam den Landkreis „fit“ für die Zukunft zu machen.“

Burkhard Budde in einem Beitrag für den NDR


Spannender Blick in die Glaskugel

Europapolitikerin, Landrats- und Bürgermeisterkandidat beim „Kneipengespräch“

 

Wenn alles im Fluss ist, kann ein Blick in die Glaskugel spannend sein.

Wie sieht die EU nach dem Brexit in der Zukunft aus? Und wie werden sich die Stadt und der Landkreis Peine nach den Kommunalwahlen am 11. September entwickeln?

 

Christoph Plett, CDU-Kreisvorsitzender, und Dr. Andreas Kulhawy, Vorsitzender des  Orstverbandes Peine-Kernstadt-Telgte-Handorf konnten beim „Kneipengespräch“ am 3. August 2016 freuten sich über die große Resonanz zu diesem Thema.  Als Gäste warfen die CDU- Politiker, die Europaabgeordnete Dr. Godelieve Quishoudt-Rowohl, der Bürgermeisterkandidat Andreas Meier und Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, Blicke in die Kristallkugel, ohne die Gegenwart und die Vergangenheit aus dem Auge zu verlieren.

 

Politischer Wechsel möglich und nötig

Für Burkhard Budde und Andreas Meier ist ein politischer Wechsel in der Stadt und im Landkreis möglich und nötig, da die lokale Demokratie nach jahrzehntelanger Herrschaft einer Partei „frischer Wind“ und einen „ungetrübten Blick“ von außen brauche, um „fit“ für die Zukunft zu werden.

 

Christoph Plett, Dr. Burkhard Budde, Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl,  Dr. Andres Kulhawy und Andreas Meier (v.l.)


„Brexit war und ist ein Schock“

Die Europaabgeordnete sprach von einer Überraschung bei den Wahlen in Großbritannien.  An den Brexit habe kein Mensch geglaubt. „Er war und ist ein Schock“, sagte Frau Quishoudt-Rwohl vor über 50 Teilnehmern der Veranstaltung. Keiner wisse, was der Brexit für die Teile des Vereinigten Königreiches (England, Schottland, Irland, Wales), aber auch für Europa insgesamt bedeute. Veränderungen habe es bereits bei der englischen Währung, den Finanzdienstleistungen und der Bankenwesen gegeben. Investoren hielten sich zurück; EU-Bürger, die in Großbritannien lebten und arbeiteten, seien besonders verunsichert. Frankfurt und Paris ständen in Konkurrenz, um die finanzpolitische Rolle von London zu übernehmen.

 

„Keine Sündenböcke suchen“

Man dürfe, so die Politikerin, jetzt keine Sündenböcke suchen. Es gebe eine Mischung von „Elementen“ für eine Brexit- Erklärung – zum Beispiel der einseitige und unredliche Kampf der Befürworter; die Änderung des Wahlgesetzes; die vielen Menschen, die nach Großbritannien aus den Commonwealth-Staaten und aus Osteuropa gekommen; eine fehlende konsequente Migrationspolitik, die vor allem Wähler vom Land verunsicherten.

 

„Macht des Faktischen“

Beim Blick in die Zukunft – in zwei drei Jahren – könne die „Macht des Faktischen“, ganz neue oder alte Fakten in neuem Gewand, die Beziehung Großbritanniens zur EU prägen; sehr wahrscheinlich würde es eine Freihandelszone wie die mit der Schweiz oder Norwegen geben.


 

 

 

 

 

„Gegenseitige Interessen der EU und der Türkei“

In dem Gespräch wurde auch die Flüchtlingsfrage diskutiert. Landratskandidat Burkhard Budde  warnte in seinem Beitrag vor „Blauäugigkeit“, aber auch vor „Hitzköpfigkeit“. Realismus und Besonnenheit seien notwendig. „Sowohl die Türkei als auch die EU haben Interessen, die bedacht werden müssen.“ Erdogan betreibe leider eine autoritäre Politik der Gleichschaltung und trete rechtsstaatliche Grundsätze mit den Füßen. Budde: „Erdogan setzt jedoch dadurch auch türkische Interessen aufs Spiel. Zum Beispiel die 6 Milliarden Euro, die die EU in den nächsten Jahren für die Betreuung der 2,8 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei bekommt. Sowie die vielen Auslandsinvestitionen, die aus der EU kommen“.

Das Interesse der EU, die Türkei als Bündnispartner der Nato sowie im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ und im Kampf gegen den Krieg in Syrien und im Irak zu behalten, habe für ihn eine „Schmerzgrenze“, wenn das Erdogan-Regime in Deutschland Angst und Hass durch einen türkischen Nationalismus, der Gift für die Integration vor Ort sei, verbreite.

 

Wenn alles im Fluss ist, müsse eine pragmatische Politik der Vernunft und Verantwortung Vorrang haben.


Nicht „blauäugig“ muslimische Verbände stärken,
sondern "verantwortungsbewusst" integrierte muslimische Mitbürger


Die Braunschweiger Zeitung meldet am 2. August 2016: „Weil der türkische Moscheeverband Ditib in starkem Maße von der türkischen Regierung beeinflusst und gesteuert werde, werde die CDU sich in dieser Regierungsperiode nicht mehr an Verhandlungen zu dem Vertrag beteiligen. Dies habe die Landtagsfraktion am Dienstag einstimmig beschlossen, teilte die CDU mit.“


Mein Kompliment: Die CDU lässt sich nicht geistig verführen, so zusagen aufs Glatteis der schönen, aber leeren Worte und Versprechungen führen und vom Zeitgeist – weil es in manchen Kreisen schick ist, die ganze Realität sowie die Konsequenzen auszublenden -  als williger Vollstrecker vorführen.


In einem Leserbrief an die überregionale Tageszeitung F.A.Z. zu der Meldung „Neue Debatte über Ditib-Vertrag“ und dem Kommentar „Fauler Vertrag“ (F.A.Z 26.7.2016), der noch nicht veröffentlicht worden ist, habe ich meine Überzeugung erläutert:


Wird Sand gestreut?

Soll dem Bürger Sand in die Augen gestreut werden?
Ein muslimischer Mitbürger, der im freien und demokratischen Deutschland gerne lebt, fühlt sich von dem türkischen Islamverband Ditib nicht vertreten und stochert im politischen Nebel. Er versteht nicht, warum die rot-grüne Regierung in Niedersachsen einen Vertrag mit muslimischen Verbänden im Herbst dieses Jahres abschließen will. Warum will die Landesregierung, so fragt er sich, den „Aufbau einer Geschäftsstelle“ mit jährlich 100 000 Euro unterstützen?


Ditib als Instrument der türkischen Religionsbehörde

Warum sollen die muslimischen Verbände – unter ihnen Ditib als Instrument der türkischen Religionsbehörde – bei der Auswahl der Lehrkräfte für den Islamischen Religionsunterricht oder im Rundfunkwesen durch „angemessene Vertretung“ in den Aufsichtsräten noch mehr Macht erhalten?


Instrumentalisierung der Verträge?

Der liberale Muslim macht sich auch Sorgen, dass die muslimischen Verbände die Verträge mit dem Land instrumentalisieren könnten: Muslimische Lehrerinnen oder Schülerinnen könnten durch Hinweis auf diese Verträge unter Druck geraten, endlich das Kopftuch zu tragen, weil es ja erlaubt sei.


Bitte keine Bevormundung!

Er will nicht, dass er und seine Kinder – auch seine Töchter - bevormundet werden: Im Blick auf Partner-, Freundschafts- und Freizeitwahl, auf die Religions(ab)wahl; vor allem ist ihm wichtig, dass die Aussagen des Koran auch historisch-kritisch gedeutet werden dürfen.


Bitte ernstnehmen und mitnehmen!

Der muslimische Mitbürger fühlt sich von der Politik nicht ernstgenommen, nicht mitgenommen. Was ist der Regierung in Niedersachsen eigentlich wichtiger? Die Stärkung der Verbände oder die Stärkung der Integration muslimischer Mitbürger, die sich für Gleichberechtigung und Freiheitsrechte sowie ein friedliches gesellschaftliches Miteinander einsetzen?


Reformkräften den Rücken stärken!

Wäre es nicht richtiger, den muslimischen Reformkräften den Rücken zu stärken, damit Integration ohne gefährliche Sonderwege durch mögliche Machtspiele der Verbände sowie ohne einseitige und von außen gelenkte Fremdsteuerung gelingt?


Integrierte Muslime stärken!

In demokratischen Parteien und Parlamenten sowie in der und für die Gesellschaft arbeiten bereits viele integrierte Muslime erfolgreich mit.
Und sollten diese Mitbürger nicht primär gefördert werden?!


Klarer und weiter sehen!

Besser als ein Auge zuzudrücken (und den Vertrag zu unterzeichnen) ist es, beide Augen zu öffnen (und an die Folgen des Vertrages in der gegenwärtigen Situation zu denken), um dann klarer und weiter sehen zu können.

Burkhard Budde


Publikumsmagnet in Bad Harzburg



Der Pferdesport ist und bleibt ein Publikumsmagnet: Zur 137. Galopprennwoche kamen viele tausend Menschen aus ganz Deutschland nach Bad Harzburg.   

 


Am letzten Tag, am 31.Juli 2016, gab es wieder viel Unterhaltung und Spaß, Spannungen und Überraschungen – beim Wetten, aber auch bei Gaumenfreuden und kulturellen Genüssen sowie Begegnungen von Jung und Alt aus allen Schichten der Bevölkerung.



Besuch beim größten Arbeitgeber in Peine

Ingrid Pahlmann, Andreas Meier und Burkhard Budde im Klinikum


Mit etwa 700 Mitarbeitern ist das Klinikum Peine größter Arbeitgeber der Stadt Peine. Um sich aus erster Hand sowie vor Ort über die Situation des Hauses zu informieren, sprachen die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, Landratskandidat Dr. Burkhard Budde und Bürgermeisterkandidat Andreas Meier am 27. Juli 2016 mit dem Kfm. Klinikumdirektor Oliver Grüner und der Betriebsratsvorsitzenden Christine Leckelt. Mit dabei waren der stv. CDU-Kreisvorsitzende Georg Raabe und der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Hans-Werner Fechner sowie die CDU-Kreisgeschäftsführerin Imke Jeske-Werner und ihr Mitarbeiter Nico Bock.



Das Peiner Klinikum mit seinen 312 Betten, das in neun ärztlich geleiteten Fachabteilungen jährlich etwa 14 000 stationäre Fälle betreut, gehört seit 2003 zum Allgemeinen Krankenhaus Celle (AKH).


Zu den Herausforderungen der meisten Krankenhäuser in Deutschland zählen u.a. Unterfinanzierung, Investitionsstau, Vergütungsabschlag bei steigenden Patientenzahlen, Auseinandergehen der Preis-Tarif-Schere, Bürokratie- und Kontrollvorgaben. Um sie in Peine und Celle besser bewältigen zu können, sind u.a. die Apotheken am Standort Celle zum 30. Juni zusammengelegt worden. Und im Peiner Klinikum, so Oliver Grüner, werden beispielsweise die Prozesse im Blick auf den Operationsbereich, das Aufnahme- und Entlassmanagement optimiert. Die Leistungsentwicklung habe sich zum Vorjahr deutlich verbessert und ein positives Jahresergebnis sei ein realistisches Ziel in diesem Jahr.


Ingrid Pahlmann versprach, Probleme und Sorgen im zuständigen Ministerium in Berlin zur Sprache zu bringen. Andreas Meier betonte die Wichtigkeit des Klinikum-Standortes in Peine für die Bürger. Burkhard Budde erinnerte daran, dass ein Krankenhaus keine Fabrik sei und nicht allein betriebswirtschaftlich geführt werden könne. Ökonomie und Organisation, Fachlichkeit und Menschlichkeit seien eine „untrennbare Einheit“ im Dienstleistungsbereich. Der medizinische Fortschritt müsse allen Menschen zugutekommen, unabhängig vom Kontostand, seiner Geburtsurkunde oder seinem Wohnsitz. Was ein kranker Mensch dingend brauche, müsse er auch bekommen. Die Politik trage für die Rahmenbedingungen eine besondere Verantwortung.


Kommentar:


Warum ein Gottesbezug

für Gläubige und Nichtgläubige wichtig ist


Christen, Juden und Muslime scheinen dafür zu sein, Atheisten und Antiklerikale dagegen. Die Volksinitiative für einen Gottesbezug in der Präambel der Landesverfassung in Schleswig- Holstein ist am 22. Juli 2016 knapp gescheitert; es fehlte im Kieler Landtag eine Stimme. Nichtsdestotrotz bleiben Werte aus dem Glauben heraus wichtig für die Gesellschaft, insbesondere die Achtung der Würde aller Menschen.


Von Christen kann man nicht erwarten, dass sie Gott auch im politischen Leben oder in rechtlichen Zusammenhängen leugnen, so zusagen ignorieren („ignoratio Dei“). Und einem Nichtchristen ist es in einer säkularen und pluralen Gesellschaft nicht zumutbar, gegen sein Gewissen den christlichen Gott, den Vater Jesu Christi, anzurufen („invocatio Dei“). Aber Christen und Nichtchristen können Gott als gemeinsames Fundament auch in der Präambel einer gemeinsamen Verfassung begründet benennen („nominatio Dei“):


Weil die Nennung „Gottes“ als „Fundament des Fundaments“ eine Vergewisserung darstellt, dass kein Staat und keine Religion, keine Wissenschaft und keine Ideologie, kein Politiker und kein Mensch unfehlbar, vollkommen und allwissend ist.


Weil die Nennung „Gottes“ das Anerkennen einer letzten Verantwortungsinstanz bedeutet, die einen Einsatz für die unantastbare und unteilbare Würde eines jeden Menschen – ohne Ausnahmen und ohne Salamitaktik! – zu jeder Zeit und an jedem Ort ermöglicht und begründet.


Gottes Name kann missbraucht und instrumentalisiert werden. Gott selbst ist kein abstraktes Objekt oder eine leere Formel, die eine Verfassung „adelt“.  Er bleibt für gläubige Menschen durch sein Wort handelndes Subjekt in allen Kontexten des Lebens.


Der Schöpfer allen Lebens braucht keine Mehrheit, aber die Mehrheit braucht den Gottesbezug, damit verantwortbare Freiheit in und durch Würde – eine dignitas ohne Ausnahme - eine reale Chance erhält.


Warum kann man sich nicht grundsätzlich auf die Formulierung in der Präambel des Grundgesetzes einigen: „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen…“? Landesverfassung(en) und Grundgesetz wären trotz aller Unterschiede „eines Geistes“.


Vielleicht kann ein Volksentscheid mehr „politische Geister“ zum Um- und Neudenken  be-geistern.

Burkhard Budde

 


„Was einem Landkreis zu Gute kommt“

Begegnung mit dem Freund Thomas Rachel


Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und Dr. Burkhard Budde, Landratskandidat für den Landkreis Peine, kennen sich seit vielen Jahren aus der politischen Arbeit des Landesvorstandes des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in Nordrhein- Westfalen (EAK).


"Kann Menschen zusammenführen und führen"

Am 19. Juli kam der CDU- Bundestagsabgeordnete und EAK-Bundesvorsitzende Thomas Rachel nach Peine, um seinen langjährigen Weggefährten zu unterstützen: „Burkhard Budde ist ein Gegenmodell zu Politikern, die die Gesellschaft spalten und polarisieren sowie Probleme vereinfachen. Burkhard Budde kann demgegenüber Menschen zusammenführen und führen sowie Probleme leichter lösen, weil er ein festes  Wertefundament hat.“ Auch sei „sein Freund“, der durch seine Kommunikationsfähigkeit und Sachlichkeit „entwaffnend“ überzeuge,  bundespolitisch gut vernetzt, „was einem Landkreis zu Gute kommt.“



Bevor Rachel, der seit November 2015 auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angehört, nach Peine kam, hatte er im Ammerland und in der Stadt Oldenburg über vom Ministerium geförderte Kommunale Bildungskoordinatoren für die Integration durch Bildung sowie  über die Chancen der Telekommunikation auch für Offshore-Windplattformen in der Nordsee gesprochen.


"Unabhängige und selbstständige Position"

An der Begegnung nahm auch Peines CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett teil, der sich wunderte, dass der amtierende Landrat „erst jetzt“ nach vielen Jahren seiner Amtszeit über Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Akteuren auch im Blick auf die Mobilität („ein Ticket“) „nachdenke“. „Was hat der Landrat eigentlich die ganze Zeit gemacht?“ fragte Plett provozierend. Peine habe keine „Sandwich-Position“ wie der Landrat glaube, der an der Fusion mit Hildesheim gescheitert sei, sondern eine unabhängige und selbstständige Position, die der CDU-, FDP- und PB- Landratskandidat  Burkhard Budde vertrete.


"Wurzeln christlicher und demokratischer Werte pflegen"

Dirk Heuer, Landesvorsitzender des EAK-Niedersachsen, betonte die Wichtigkeit, die Wurzeln christlicher und demokratischer Werte zum Beispiel in der Jugendarbeit, aber auch im Religionsunterricht zu „pflegen“. Und politisches Desinteresse sei bei der „Sehnsucht nach  Komplexitätsvermeidung nicht cool“.


"Für wehrhafte und plurale Demokratie"

Burkhard Budde wies am Vorabend des 20. Juli darauf hin, an das Attentat des Carl Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 zu erinnern. Ein würdiges Gedanken an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehöre zur notwendigen deutschen Erinnerungskultur, die eine offensive inhaltliche Auseinandersetzung mit antidemokratischen und totalitären Geistern in der heutigen Zeit wachhalte. Die wehrhafte und plurale Demokratie dürfe nicht auf dem Altar eines menschenverachtenden und intoleranten Populismus sowie Radikalismus geopfert werfen. Für die parlamentarische Demokratie mit der Gewaltenteilung und dem staatlichen Gewaltmonopol sowie den Grundrechten wie Meinungs- und Religionsfreiheit sollten sich alle Demokraten einsetzen. Politische Brandstifter im religiösen Gewand und religiöse Rattenfänger im politischen Gewand hätten dann weniger Chancen, das gesellschaftliche Miteinander und die Freiheit des einzelnen Bürgers zu zerstören.


Auf ein Wort


Coolster Augenaufschlag

 

(Fast) alles hat seine Zeit.

 

Wahrnehmen und träumen.

Analysieren und erklären.

Deuten und entscheiden.

 

Bewegen und kämpfen.

Verlieren und neuanfangen.

Loslassen und empfangen.

 

Alle Politik und Religion,

alle Bildung und Kultur,

alle Technik und Wissenschaft.

 

Alles hat seine Zeit.

Alles Leben und Erleben.

Alles Werden und Vergehen.

 

Nur eins ist vor, in und nach der Zeit.

Unvergänglich und unzerstörbar.

Der coolste Augenaufschlag aller Zeiten.

 

Die Ewigkeit in der Zeit.

 

Burkhard Budde


Cocktail mit verschiedenen Früchten

Neues Buch „AugenBlicke“ von Burkhard Budde



Ein unverwechselbarer schriftstellerischer Cocktail mit den Früchten „Leben“, „Liebe“, „Freiheit“ und „Politik“ bietet das neue Buch „AugenBlicke“ von Burkhard Budde.

Die 24 Denkanstöße in Form von Gedichten und Essays sowie die 15 Kommentare spiegeln Lebenserfahrungen des promovierten Theologen und freien Journalisten  aus Bad Harzburg wider. Die Beiträge sind in der Regel durch eigene Fotos illustriert.


Der Autor lädt seine Leser ohne moralischen Zeigefinger und missionarischen Eifer ein, sich mit seinen humanen Perspektiven und christlichen Positionen auseinanderzusetzen, mal schmunzelnd, mal nachdenklich, mal herausfordernd.

Besonders das Kapitel „Suche nach Leben“ will „Türöffner neuen Denkens, Kompass neuer Orientierung, Motor neuer Lebensgestaltung und Quelle neuen Sinnes“ sein.

Im Kapitel „Kontexte“ sind vor allem politische Beiträge des Autors veröffentlicht, die zum Teil in überregionalen Tageszeitungen erschienen sind. Sie sollen auch den zeitlichen Rahmen der Denkanstöße erhellen.


Burkhard Budde war bis 1994 Pfarrer einer Ev. Kirchengemeinde im Kreis Herford; anschließend 20 Jahre lang Vorstandsvorsitzender einer kirchlichen Stiftung mit Krankenhaus, Altenpflegeheim und Ausbildungsstätten in Braunschweig, aber stets journalistisch tätig, wozu ihn auch ein Publizistikstudium in Münster, ein Pressevikariat in Bielefeld sowie Kurzvolontariate beim Deutschlandfunk in Köln und bei Tageszeitungen in Ostwestfalen motiviert haben.


Über sein neues Buch sagt Burkhard Budde: „Die textliche und thematische Mischung soll den Leser anregen, in der Tretmühle und in den Konflikten des Alltags das Wahre, das Schöne, das Richtige sowie das Lebensdienliche nicht zu vergessen, ja neu zu entdecken.“


Gefördert wurde „AugenBlicke“  im DIN A6 Format und mit 84 Seiten von der Ebbecke-Stiftung Braunschweig. Hier kann es auch für fünf Euro pro Exemplar bestellt werden: Ebbecke-Haus, Schleinitzstraße 17, 38016 Braunschweig.



Sehnsucht nach Meer


Möven laden zum Träumen ein.
So unbekűmmert und unbeschwert fliegen zu können. So lautlos und zugleich kreischend sich zu verständigen. So scheinbar zufällig und zugleich gezielt etwas im Auge zu haben.


 

 

 

 


Das Wasser verfűhrt zum Entdecken.
So weit und tief. So nah und fern. So begrenzt und doch grenzenlos. So freundlich und zugleich unberechenbar kann das Leben sein. So viel Sichtbares an der Oberfläche und so viel Unbekanntes im Unsichtbaren kann es im Leben geben.


Die Sonne, die Wolken, der Wind, der Sturm und die Flaute verzaubern.
So reich und vielfältig. So frei und widersprűchlich. So brűchig und űberraschend. So schön und erschreckend lässt die Seele sich streicheln - um glűcklich zu sein.

Burkhard Budde


Begegnung mit Thomas  de Maizière


Burkhard Budde sprach in dieser Woche in Berlin mit Thomas  de Maizière. Beide kennen sich seit der gemeinsamen Studienzeit in Münster.



Dr. Thomas  de Maizière, auch CDU- Bundestags-abgeordneter, erinnerte sich: „Während ich damals im Studentenparlament der Universität Münster aktiv war, engagierte Burkhard Budde sich bereits im Stadtrat in Bünde. Als Vorsitzender des Jugendausschusses sammelte er dort schon früh handfeste Erfahrungen, die ihm auf seinem bisherigen Lebensweg zu Gute kamen: Einsatzbereitschaft und Selbstdisziplin, Verhandlungsgeschick und Führungswillen, vor allem aber Umsicht und Verantwortungsbewusstsein – alles Fähigkeiten, die ich schon damals in unserer Zusammenarbeit bei der Konrad-Adenauer-Stiftung sehr an ihm schätzte. Gerade für einen Landrat sind sie unverzichtbar.“

 


Aber auch zur „Sicherheitspolitik“ nahm  Thomas  de Maizière Stellung: „Für mich und wohl auch die meisten anderen Menschen gehört die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung – und damit die Gewährleistung eines friedlichen und freiheitlichen Miteinanders – zu den mit Abstand wichtigsten Aufgaben von Politik. Es ist der vordringliche Zweck allen staatlichen Handelns. Das Spektrum dieser Aufgabe ist entsprechend groß: es reicht von der Verfolgung von Verkehrs- und Ordnungswidrigkeiten über die Organisation von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz bis hin zur Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus. Hier müssen alle Ebenen – von den Kommunen bis zum Bund – eng zusammenarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass Burkhard Budde dafür der richtige und fähige Kandidat ist.“


Schnappschüsse beim Peiner Freischießen

Von Königen und freien Bürgern,
von Traditionen und fröhlichen Feiern,


von Ritualen und spontaner Deutung,
von einem regionalem Fest mit überregionaler Bedeutung.




Von Gemeinschaft und Geselligkeit,
vom Wir-Gefühl und von Gastfreundschaft,


von Lebensfreude und Leichtigkeit,
von einem Fest mit tieferer Bedeutung.

Burkhard Budde




Menschlichkeit als Maßstab

 

Im Gespräch mit dem KV-Vertreter Dr. Kleinschmidt


Gesundheit ist ein hohes Gut. Politiker setzen sich deshalb für eine gute medizinische Versorgung der Bevölkerung ein. Auch im Landkreis Peine ist für die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung rund um die Uhr die Kassenärztliche Vereinigung (KV) verantwortlich, die zugleich die Interessenvertretung der niedergelassenen Vertragsärzte ist.


Seit etwa 12 Jahren ist Dr. Thorsten Kleinschmidt Vorsitzender der KV Braunschweig, die die ärztliche Bedarfsplanung, die bundesweit vorgegeben ist, für die Region umsetzt. Zu einer Begegnung mit dem Arzt, der seit 20 Jahren in der Selbstverwaltung tätig ist, kam es am 1. Juli 2016 in der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Peine.


Vor der Kreisgeschäftsstelle (v.l.) Dr. Burkhard Budde, Dr. Thorsten Kleinschmidt, Ingrid Pahlmann, Christoph Plett und Hans-Werner Fechner.


Die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, der Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, der Kreistagsfraktionsvorsitzender Hans-Werner Fechner, CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett und sein Stellvertreter Georg Raabe setzten sich für eine wohnortnahe ärztliche Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau ein, insbesondere auch im Blick auf die ältere Generation im Landkreis Peine.


Neue ärztliche Bedarfsplanung?

Der KV-Vertreter räumte ein, dass die Bedarfsplanung nicht den tatsächlichen Bedarf abbilde und deshalb bundesweit überarbeitet werden müsse. Es gebe leider auch eine „aktive  Wahrnehmungsverweigerung auf Bundesebene.“ Allerdings werde jetzt an einer „neuen Betrachtungsweise“ der Bedarfsplanung gearbeitet.


Flexible Mobilitätskonzepte seien wegen der demographischen Entwicklung wichtig. Man könne nicht bei gleichem Ärztehonorar noch mehr Ärzte beschäftigen. Auch gebe es zudem beispielsweise bei den Augenärzten einen „Flaschenhals in der Weiterbildung“. Und nicht alle „banalen Alltagsprobleme“ gehörten in eine Arztpraxis. Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit Kapitalgesellschaften als Träger seien der falsche Weg. Das führe nur zur „Rosinenpickerei“ sowie zu einem „problematischen Einweiser-Verhalten“ in Kliniken, so Kleinschmidt.


Ernstnehmen der Situation vor Ort!

Hans- Werner Fechner betonte die Notwendigkeit, die (fach-)ärztliche Situation vor Ort ernst zu nehmen und bei Bedarf konkrete Lösungen zu suchen. Ingrid Pahlmann wies auf die Aktivitäten des Gesundheitsministeriums zum Beispiel zur „Prävention“, „Pflege“ und „Patientensicherheit“ hin. Burkhard Budde forderte, dass auch zukünftig jeder Patient die medizinische Leistung erhalten müsse, die er brauche und zwar „unabhängig von seiner Geburtsurkunde, seinem Kontostand oder seiner Adresse.“ Die Menschlichkeit müsse der wichtigste Maßstab der Gesundheitspolitik sein.


Mit Leichtigkeit feiern

„Freischießen“ als ein Fest emotionaler Superlative


Für viele Peiner und Gäste: Das jährliche Freischießen ist für sie ein Fest der emotionalen Superlative. Auch Gefühle, die sonst mehr oder weniger schlafen, sich aber im Laufe der Festlichkeiten steigern, schlagen dann Purzelbäume.



In diesem Jahr wurde das fröhliche und heitere Spektakel sowie der geordnete Rummel der Spielmannszüge, des Fanfarenzuges sowie der Korporalschaften am 1. Juli 2016 zum 419. Mal eröffnet. Der Schützenplatz mit seinen großen Zelten ist jetzt fünf Tage lang fest im Griff der bunten Festgruppen. Und wer in dieses traditionelle Geschehen (noch) nicht eintauchen will, findet bestimmt ein Fahrgeschäft, eine Bude, einen Imbiss, einen Stand, um auf seine emotionalen Kosten zu kommen.

 


Was zunächst ein „Freischießen von den bürgerlichen Pflichten“ war, ist im Laufe der Geschichte der Stadt Peine zu einem „Freischießen von den städtischen Steuern“ für den besten Mann geworden.



Die Burg Peine, die um 1200 ausgebaut wurde, beherbergte im Laufe der Zeit die heutige Stadt Peine. Die Burg hielt durch seine feste Besatzung die kriegerischen Auseinandersetzungen um den Peiner Besitz stand - insbesondere die der Welfen von Braunschweig mit den Bischöfe von Hildesheim und mit Gunzelin von Wolfenbüttel, der die Burg und die Grafschaft Peine geerbt hatte. Die aufblühende Stadt wurde demgegenüber  immer wieder von fremden Truppen besetzt. Um 1300 gründeten deshalb Bürger der Stadt eine Schützenbruderschaft, um die Angriffe von außen abwehren, aber auch um innere Unruhen und Feuerbrünste bekämpfen zu können – die Geburtsstunde des „Freischießens.“


Noch heute erinnert die Peiner Eule an diese Zeit, die zwar jetzt nicht mehr über die Burg, aber immer noch über die Stadt und ihre Menschen wacht – und einen Menschen nicht (mehr) mit trotzigen, sondern mit klugen Augen ansieht, ihn nicht (mehr) mit gekrümmten, sondern mit rechtsstaatlichen Krallen verteidigt, wenn seine Würde angegriffen wird.

Und alle beim „Freischießen“ einlädt, die neu gewonnene Freiheit mit Freude und Leichtigkeit zu feiern.

Burkhard Budde


Ausgestreckte Hand

Veröffentlichung in DIE WELT


Der Handschlag signalisiert für Andrea Seibel, stv. Chefredakteurin DIE WELT, Anerkennung  zwischen Mann und Frau und schafft Vertrauen; die DW-Redakteurin Eva Marie Kogel vertritt in der Ausgabe DW vom 28.Juni 2016 die „Contra-Position“. 

Meine Gedanken dazu  sind in der heutigen Ausgabe der überregionalen Tageszeitung als Leserbrief veröffentlicht:

„Vielen Dank für Ihren Artikel, der wie eine ausgestreckte Hand ist, die der Leser ergreifen kann, um zu begreifen: Gleichberechtigung findet ihre Bewährungsprobe im Alltag, wenn die Hand der Frau wie die Hand des Mannes erfahrbar ist und gedeutet wird.

Die kulturelle Form ermöglicht kulturelles Format. Umgekehrt braucht das Format, die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Mann und Frau, eine gemeinsame Form, um glaubwürdig zu bleiben und dem Miteinander auf Augenhöhe dienen zu können.

Ein (verweigerter) Händedruck spricht Bände. Zärtliche Hände streicheln zugleich die Seele. Der Handschlag kann sogar zwei Menschen glücklicher, weil partnerschaftlicher machen – unabhängig vom Geschlecht, von der Religion, der Herkunft und der politischen Gesinnung“.

(DIE WELT 1. Juli 2016)


Hoffest stärkt Wir-Gefühl

In Adenstedt wurde gefeiert


Ein Hoffest bietet nicht nur die Möglichkeit, fröhlich und gesellig zu feiern. Auch spontane Gespräche und Erlebnisse sind möglich, neue Kontakte und Freundschaften können geknüpft werden. Ein Wir-Gefühl entsteht häufig in einer gemischten und bunten Gemeinschaft. Solche, ähnliche oder ganz andere neue Erfahrungen sammelten auch viele Teilnehmer beim Hoffest des Adenstedter CDU-Ortsverbands.



Auf dem Hof von Sabine und Robert Hehnen in Adenstedt konnte am 25. Juni 2016 Karsten Könnecker den CDU-Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, den Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Hans-Werner Fechner, den Ilseder CDU-Gemeindeverbandschef Hannes Beims sowie CDU-Kreistagskandidaten begrüßen.



Begonnen wurde das Fest mit Kaffee und Kuchen. Ab 16 Uhr gab es Grillspezialitäten mit Salat. Auf dem Programm standen Musik der „Kreischsägen“, eine Kindertanzgruppe, Hüpfburg, Bingo, Kinderschminken und vieles mehr. Höhepunkt des Abends war abends der Auftritt der Band „Boogie Slam“, die Rock’n’ Roll, Blues und Boogie-Woogie „vom Feinsten“ lieferte.  


Besuch eines „innovativen Unternehmens“

„Unipress Salzgitter“

 

Lebendige Traditionen sind wie Wurzeln, die sich aus der Tiefe Kraft, Halt und Orientierung holen. Lebendige Innovationen sind wie Blumen, die sich nach Licht sehnen, um wachsen zu können. Dass zum nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg vieler Unternehmen Traditionen und Innovationen zusammengehören, zeigen Beispiele mutiger und verantwortungsbewusster Unternehmer in der Region.



CDU- Mitglieder  vom Landesverband Braunschweig unter dem Vorsitz von Frank Oesterhelweg MdL warfen am Wochenende einen Blick hinter einzelnen Kulissen „innovativer Betriebe“. Mit dabei Dr. Reza Asghari, Professor für Entrepeneurship an der TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule, der einen Innovationskreis der CDU leitet.


Zu den Besuchsterminen zählte „Unipress Salzgitter“, von Olaf Kierchner 1980 als Einmannbetrieb gegründet. Heute beschäftigt das mittelständische Unternehmen, dass das komplette Spektrum der Etiketten und Schilder anbietet, mehr als 50 Mitarbeiter, die für über 4000 Kunden arbeiten. Viele Jahre dabei ist auch der Technische Leiter Hans-H. Borchers, der mit dem Inhaber Olaf Kierchner die Gäste informierte und durch den Betrieb führte.


Zum Erfolgskonzept, so Olaf Kierchner, der gerne in der Region verwurzelt ist, gehören aber auch motivierte und qualifizierte Mitarbeiter, faire und zuverlässige Rahmenbedingungen und ein Markt sowie Kunden „vor Ort“, die die Angebote, die Qualität und Flexibilität, die Kundenorientierung und den Service, als eigene Chance begreifen.

 

Bei „Unipress“ in Salzgitter (siehe Foto v.l.) Olaf Kierchner, Sabine Kleinke, Dr. Reza Asghari, Dr. Burkhard Budde und Frank Oesterhelweg.


Chance für den ländlichen Raum

„Flora Prima“ als Beispiel für innovatives Geschäftsmodell


Als ein „gutes Beispiel für ein innovatives Geschäftsmodell“ bezeichnete Prof. Dr. Reza Asghari den Online Blumenversand „Flora Prima“ in Wendeburg. Der Professor für Betriebswirtschaftslehre an der TU Braunschweig hatte den Geschäftsführer Christof Heidemeyer bereits im Zusammenhang mit seiner Diplomarbeit im Jahr 2004 zum Thema „Suchmaschinen-Marketing“ schätzen- und kennengelernt.



Beim Besuch des weltweiten Blumenversenders am 24. Juni 2016, der auf Initiative  des CDU Landesverbandes Braunschweig stattfand, forderte dessen Vorsitzender Frank Oesterhelweg „Leute, die kreative Ideen haben, mehr zu unterstützen.“ Ihr Potenzial für die Volkswirtschaft müsse erkannt und ihre Ideen müssten, wenn nötig, auch mit einer Anschubfinanzierung  seitens des Staates gefördert werden, so der Landtagsabgeordnete. Die Bedeutung der Startups-Unternehmen bzw. der Gründerszene brauche ein öffentliches und wertschätzendes Bewusstsein.


Dieser Meinung schloss sich auch der CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde (Peine) an, der die Chance des Internets für den ländlichen Raum betonte. Reza Asghari nannte dafür die digitale Infrastruktur, weniger Bürokratie und möglicherweise „schnelles Kapital“ als wichtige Rahmenbedingungen. Der Professor, der einen „Innovationskreis“ der CDU leitet, bedauerte, dass das Land Niedersachsen offensichtlich kaum Interesse für Unternehmertum und Mittelstandsförderung habe und Förderinstrumente für Studenten bei Startups gestrichen habe.


Die beiden Geschäftsführer von „Flora Prima“, Christof Heidemeyer und Derek Regan, hatten den Blumenshop vor 15 Jahren noch zu Studienzeiten gegründet. Christof Heidemeyer berichtete von den Anfängen und der Entwicklung des wohl erfolgreichsten Blumenversenders Deutschland, der heute 29 Personen beschäftigt. Neben der Kundenbetreuung müssen das Netzwerk der Floristen und die Zusammenarbeit mit einer Gärtnerei und vieles mehr regelmäßig und zuverlässig gepflegt werden.

 

„Flora Prima“ ist ehrgeizig. Das Unternehmen, das in 120 Länder liefert, will 365 Tage im Jahr „persönlich“ erreichbar sein, zu Wunschterminen liefern und zwar mit 7-Tage-Frische-Garantie, mit einer Gratis-Glasvase, einer Gratis-Grußkarte, zwei Gratis-Geschenken.  Es unterscheide sich dadurch von den Wettbewerbern, so Heidemeyer, der trotz des Erfolges bescheiden bleibt: „Glück gehört immer auch dazu. Und die weitere Entwicklung kann keiner voraussagen.“


Zu seiner Philosophie jedenfalls gehört es, dankbar für den Standort Deutschland zu sein, nicht „auf hohem Niveau“ zu jammern. Und nicht immer nur an seinen eigenen Vorteil zu denken, sondern auch an die Solidargemeinschaft.

Gedanken, die bei den anwesenden Politikern – unter ihnen der Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg Gerd Albrecht sowie die Landesvorstandsmitglieder Michael Künzler, Christoph Plett und Sabine Kleinke - offene Ohren fanden.


Was bedeutet „covern“?

Fest der Musik in Hannover



Was bedeutet eigentlich „covern“? fragte sich eine ältere Frau beim „Fest der Musik“ in der Innenstadt von Hannover am 21. Juni 2016. Sie stand mit ihrer Einkaufstasche an der großen Bühne am Kröpcke, wo drei Bands auftraten, eine aus Frankreich, eine aus Polen und eine aus Deutschland. Die vielfältige und gemischte Musikgemeinde war in guter Stimmung und offen für Passanten, die zufällig vorbeikamen, verweilten und neugierig dem Sound zuhörten und das bunte Geschehen verfolgten.


 

 

 

 


Die deutsche Band „You Silence I Bird“, die für „Acoustic-Indie-Pop“ steht, freute sich über den „kulturellen Austausch“.  Ein polnisches Musikstück beispielsweise wurde nicht einfach kopiert, sondern interpretiert; das Original nicht einfach vergessen, sondern neu, in eigener Weise sowie mit persönlicher Note nachempfunden. 


Und auch die Bands aus dem Ausland ließen es sich nicht nehmen, einen Song von „You Silence I Bird“ vorzutragen – eben zu „covern“.


Ein gelungenes Beispiel: Identität und Vielfalt, Verstehen und Verständigung bleiben kommunizierende Röhren eines lebendigen Kulturaustausches. Und das war nicht nur für junge Menschen, sondern auch für die „ältere Generation“ ein seelischer Dazugewinn.


Noch eine ganze Weile blieb die ältere Frau stehen, bewegte ihren Körper ein wenig – und erfreute sich an der modernen, eben auch an der „gecoverten“ Musik.

Burkhard Budde


Freie Menschen helfen freiwillig

Sozialer Einsatz von Serviceclubs


Freie Menschen helfen freiwillig. Die weltweiten Vereinigungen der Service Clubs wie die Rotarier (seit 1925) und Lions (seit 1917) gibt es auch in Braunschweig: seit 35 Jahren den Lions Club Braunschweig Dankwarderode, einer von sieben Lions Clubs in der Löwenstadt, der am 20. Juni 2016 seine Gründung feierte.



In einem Service Club (Service=Dienst) sind nicht nur Menschen, die unabhängig von politischen und religiösen Überzeugungen kameradschaftlich und freundschaftlich miteinander verbunden sind. Ein Club spiegelt auch Personen wider, die in vielen Berufen wichtiger Berufssparten tätig sind und sich gemeinsam auch nach ihrem Berufsleben für Bürgersinn und die soziale Entwicklung der Gesellschaft einsetzen.


Beispielhaft können sie „Kitt“ sein, der die Gesellschaft zusammenhält, indem sie sich an Werte und Normen orientieren: Würde und Menschenrechte, Toleranz und Freiheit, Nächstenliebe und Verantwortung, Verstehen und Verständigung.


Beispielhaft können sie „Salz“ sein, das der Gesellschaft ein offenes und einladendes, ein menschliches und soziales Gesicht gibt, indem sie die Werte trotz Widerstände im Rahmen des demokratischen Rechtsstaates mit Zivilcourage und Weisheit leben.


 

 

 

 

 

Zum „Kitt“ und „Salz“ gehört der „Sauerstoff“ des Feierns, um Menschen menschlich zusammenzuführen, Freundschaften zu ermöglichen und zu vertiefen sowie dem anschließenden „Service“  eine besondere gemeinsame Seele einzuhauchen.

Burkhard Budde   


„Wir können es schaffen“

9. Niedersachsentag der CDA in Niedersachsen


Aus ganz Niedersachsen kamen die Delegierten in die Fuhsestadt. Im  Forum Peine fand am 18. Juni 2016 der

9. Niedersachsentag der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Niedersachsen (CDA) statt.


Dr. Max Matthiesen, Dr. Burkhard Budde und Josef Holtvogt (v.l.)


CDA-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Dr.Max Matthiesen und Landessozialsekretär Josef Holtvogt konnten zur Tagung mit dem Motto „Wir können es schaffen“ u.a. auch Peines CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett, Bürgermeisterkandidat Andreas Meier sowie Landratskandidat Dr. Burkhard Budde begrüßen.


Zu Beginn des Niedersachsentages war Dr. Burkhard Budde als Theologe und ehemalige Pfarrer gebeten worden, die traditionelle Andacht mit Ehrung der im letzten Jahr verstorbenen CDA-Mitglieder zu halten. In seiner Besinnung über Psalm 37,5 warb er um „begründetes Gottvertrauen“, einer Kraft-, Hoffnungs- und Sinnquelle auf „jedem“ Lebensweg. Geistig- geistliche Quellerfahrungen könnten zudem ermutigen und befähigen, den persönlichen Kompass christlicher Liebe in die Hand zu nehmen, um im Lebenslabyrinth einen begehbaren Weg im Geist der Freiheit und der Verantwortung zu finden.


 

 

 

 

Christoph Plett, Andreas Meier und Dr. Burkhard Budde


In ihren Grußworten schilderten Christoph Plett und Andreas Meier die Schönheiten, aber auch die Herausforderungen der Stadt Peine im Blick z.B. auf die Stahlpolitik, den sozialen Wohnungsbau und die Flüchtlingsfrage; Burkhard Budde die Notwendigkeit im Gesundheitswesen, angesichts von ökonomischem und bürokratischem Druck sowie Verteilungs- und Machtkämpfen die individuelle Würde und Menschlichkeit nicht unter die Räder geraten zu lassen.  



Missbrauchte Fankultur – Rote Karte für Rowdies


Gedanken von mir zur „Unkultur“ von Rowdies und zur „Kultur“ von Fans sind heute in der überregionalen Tageszeitung „DIE WELT“ veröffentlicht worden.


„Fans“, die gezielt und zugleich wahllos Gewalt anwenden, sind keine Fans, sondern unberechenbare und gefährliche Rowdies. Als „Maskenfans“ gebrauchen sie die Fankultur, um sie zu missbrauchen. Sie treten die Fankultur mit Füßen.



Die wahre Fankultur des deutschen Lieblingssportes bleibt eigentlich unbeschreiblich, aber immer eine konstruktive Sache des Herzens: Die Begeisterung begeistert. Und die begeisterte Begeisterung schlägt immer wieder emotionale Purzelbäume. Besonders wenn das befreiende Tor endlich (!) gefallen ist. Und das Zittern, das Daumendrücken und das Anfeuern ein Ende haben. Dann umarmen sich erleichterte Fans – ganz spontan. Und springen in die Höhe – ganz unverkrampft. Dann leuchten ihre Augen – ganz klar. Denn ihr Selbstbewusstsein ist gesteigert: „Wir sind (wieder) wer. Mit uns muss man rechnen.“  Und in diesem beglückenden und gewaltlosen Hexenkessel der Gefühle scheint es keinen Ausgang zu geben. 


Nach dem Anpfiff ist alles möglich gewesen. Aber der Sieg ist nie in Zweifel gezogen worden. Nach dem Tor ist vor dem (nächsten) Tor. Und diese „Gedankenlosigkeit“ ist allzu menschlich und in diesem verzaubernden Augenblick verzeihlich: Dass das Glück manchmal Tore schießt. Manchmal oder häufig (?!) auch im Bündnis mit leidenschaftlichem und entschlossenem sowie taktischem und kompetentem Kampf. Dass die Tränen der Fans der gegnerischen Mannschaft noch getrocknet werden müssen. Dass Nationalspieler nicht immer den Eindruck machen, sich mit der Nation identifizieren und die Gefühlswelt ihrer Fans verstehen zu können. Dass es die Unkultur eines unfairen Rumpelfußballspiels mit Fouls sowie randalierende und gewalttätige Maskenfans gibt. Dass am nächsten Tag ein disziplinierter Alltag folgt, in dem der einzelne funktionieren muss: Formulare ausfüllen, Akten abarbeiten, Maschinen bedienen, Autos reparieren, Menschen beraten, die Schulbank drücken, die Uni aufsuchen, „kleine Brötchen“ backen.  


Für den echten Fan im Stadion, vor dem Fernseher oder dem Public Viewing spricht sein Herz: Die schönste Nebensache der Welt ist in einer bunten, sichtbaren oder unsichtbaren Gemeinschaft auf Zeit zur Hauptsache geworden – und der kleinste gemeinsame Nenner einer fröhlichen und frohmachenden Volkskultur. Gerade deshalb brauchen Rowdies die Rote Karte – der Fans, des Vereins, der Gesellschaft und des Rechtsstaates.

Burkhard Budde

(DIE WELT 18. Juni 2016)


Im Kleinklein des Alltags nicht den Globus vergessen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Peine

Begrüßung vor dem Hotel in Peine


Eine Frau steht eindrucksvoll ihre Frau. Charmant und freundlich, empathisch und höflich sowie mit Argumentations- und Überzeugungskraft erlebten 130 Mitglieder und Gäste des Peiner Industrie- und Wirtschaftsvereins Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen. Gastgeber Bernhard Michels, Vorsitzender des Vereins, war stolz auf die „hochkarätige Politikerin“, die für 177 000 Soldaten und 88 000 zivile Mitarbeiter verantwortlich ist und für neue “Bundeswehrstrukturen der Zukunft“ steht.


Auf der Veranstaltung im Hotel Schönau in Peine am 16. Juni 2016 freuten sich aber auch die anwesenden CDU-Parteifreunde über „ihre“ stv. Bundesvorsitzende, unter ihnen die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, Peines Kreisvorsitzender Christoph Plett und sein Schatzmeister Michael Künzler, Fraktionsvorsitzender im Kreistag Hans-Werner Fechner und der Landratskandidat Dr. Burkhard Budde sowie Bürgermeisterkandidat Andreas Meier.

Andreas Meier, Bernhard Michels, Dr. Ursula von der Leyen, Ingrid Pahlmann, Dr. Burkhard Budde (v.l.).


Gemeinsamkeiten: Wirtschaft und Bundeswehr

Sind Bundeswehr und Wirtschaft zwei Welten, die einander fremd sind? Frau von der Leyen zeigte „gemeinsame Schnittstellen“ auf. Als Geschäftspartnerin gebe die Bundeswehr jährlich Aufträge in Höhe von 14 Mrd. Euro an die private Wirtschaft („An einem Tag werden allein sechs Tonnen Brot verputzt und sechs Tonnen Kartoffeln verbraucht.“) Als Konkurrentin am Arbeitsmarkt müsse auch die Bundeswehr um Mitarbeiter z.B. in ihren fünf Krankenhäusern werben („Es werden für 100 Berufe Auszubildende gesucht.“). Wie Unternehmer und Geschäftsleute trage die Bundeswehr zudem eine „Verantwortung für das Gemeinwesen“. Wer Dienst bei der Bundeswehr mache, verteidige jedoch nicht nur Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, sondern sei auch im Blick auf den „Ernstfall“ bereit, sein „Bestes“ zu geben, nämlich sein Leben. Die 17 Auslandsmissionen spiegelten dieses besondere Verständnis („Kein Beruf wie jeder andere“) wider.


130 Teilnehmer und Gäste


Neue Herausforderungen: Globale Krisen

Neue Herausforderungen müsse die Bundeswehr angesichts der Krim-Annexion („Mit Waffengewalt sind die Grenzen innerhalb Europas verschoben worden.“) und der Ukraine-Krise, der Bürgerkriege und der zerfallenen Staaten Libyen und Syrien, des Terrorismus und des Islamischer Staates (IS) meistern. „Wir können nicht wegschauen, was dort passiert“, sagte Frau von der Leyen. Die Bundeswehr habe beispielsweise 7000 kurdische Peschmerga-Kämpfer im Nordirak ausgebildet und ausgerüstet, die helfen konnten, den „Nimbus der Unbesiegbarkeit“ des IS zu brechen sowie Flüchtlinge zu schützen. Wichtig seien die Unterstützung lokaler Bodentruppen, Hilfen beim Wiederaufbau sowie Versöhnungsarbeit.


Neuer Kampf: Für offene und tolerante Gesellschaft

Aber auch Europa sei im Visier des IS. Die Ministerin setzte sich für eine offene und tolerante Gesellschaft ein („Die Scharia ist eine menschenverachtende Ideologie der Gleichschaltung und des Fanatismus.“) sowie für ein geeintes und friedliches  Europa („Kompromisse sind die Königsdisziplin und besser als aufeinander zu schießen.“).



Bernhard Michels dankt der Ministerin; links Christoph Plett


Und im Kleinklein des Alltags dürften die 500 Millionen Europäer „den Globus“ nicht aus dem Auge verlieren, um ihn im Blick auf eine „bessere Welt“ prägen zu können, sagte die Politikerin mit ihrer charmanten sowie Köpfe und Herzen bewegenden Prägekraft.


Zusammenarbeit auch ohne Fusion

CDU-Landratskandidaten aus Hildesheim und Peine

trafen sich in Hülsede

Es gibt eine „Zusammenarbeit auch ohne Fusion“. Diese Auffassung vertraten die CDU- Landratskandidaten Christian Berndt (Hildesheim) und Dr. Burkhard Budde (Peine), die gemeinsam an einem Gespräch der CDU Niedersachsen mit Landräten und Oberbürgermeistern am 15. Juni 2016 im Wasserschloss Hülsede teilnahmen. 


Die Veranstaltung, die vom CDU-Generalsekretär Ulf Thiele und dem Landesvorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Reinhard Winter geleitet wurde, beschäftigte sich u.a. mit der Flüchtlingsfrage, der Schul-, Gesundheits- und Verkehrspolitikpolitik.


Christian Berndt, der auch Fraktionsvorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion in Hildesheim ist, und Burkhard Budde, der auch von der Peiner FDP und der Peiner Bürgergemeinschaft als Landratskandidat aufgestellt worden ist, wollen sich regelmäßig treffen, um über die Stärkung einer bürgerfreundlichen und aufgabenorientierten Politik zu sprechen.

 

 

 

 

Am Rande der Tagung kam es zu einer Begegnung mit Hans-Wilhelm von Bronsart, dem Senior-Schlossherr des Wasserschlosses, das von 1529 bis 1548 errichtet wurde und seit 1585 im Besitz der Familie von Mengersen ist sowie beispielhaft für die frühe Weserrenaissance steht. Vor dem Bild seines Urgroßvaters, dem Staats- und Kriegsminister Paul Bronsart von Schellendorff I (1832- 1891) entstand das Foto (v.l.) Christian Berndt, Hans-Wilhelm von Bronsart und Dr. Burkhard Budde.


Die stolze Tradition des Bergarbeiters

„Lengede Tag“ mit dem Landratskandidaten


Das tragische Grubenunglück von 1963 gehört zum kommunalen Gedächtnis der Stadt Lengede im Landkreis Peine. Aber auch bundesweit erinnern sich viele Menschen an das “Wunder von Lengede“.


Die ehemalige Bergbaugemeinde hat sich grundlegend gewandelt. Wo beispielsweise früher das Hüttenareal war, befindet sich heute ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Der Eisenerzabbau ist 1977 eingestellt worden. Die Tradition mit seinem unverwechselbaren Charme und die Moderne mit seinem technologischen Fortschritt sind eine neue Verbindung eingegangen. Sowohl reizvolle Fachwerkbauten als auch Neubaugebiete sowie Firmen mit überregionalem Geschäftsmodell befinden sich in der lebendigen Kommune mit seinen fünf Ortsteilen.


Michael Kramer (r.)


Dazu zählt auch, die „stolze Tradition“ des Bergarbeiters mit dem besonderen Kameradschaftsgeist zu pflegen. Ein Grund, die Bergbauausstellung im Rathaus der 13 000 Einwohner zählenden Gemeinde zu besuchen. Auf Anregung von Michael Kramer, CDU- und Fraktionsvorsitzender sowie dem stv. Bürgermeister Hans Grünhagen informierte sich CDU-, FDP-, PB-Landratskandidat Dr. Burkhard Budde über die Geschichte des Bergbaus und über das Grubenunglück sowie anschließend über die aktuelle Situation von Lengede.


Hans-Hermann Baas, Bürgermeister der Kommune im Dreieck zwischen Braunschweig, Salzgitter und Peine, erläuterte im Gespräch mit dem Landratskandidaten und seinen Begleitern die Attraktivität seiner Gemeinde, indem er u.a. auf Kindertagesstätten, Neubaugebiete, Betriebsansiedlungen und die Gesamtschule hinwies: „Rechtzeitig haben wir uns auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger eingestellt.“  Michael Kramer ergänzte: „Die glückliche Lage von Lengede mit den guten Verkehrsanbindungen sowie die Verwaltung, die sich als Dienstleister versteht, spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle.“


 

 

 

 

Bernd Löper (l.); Hans Grünhagen (r.).


Im Rahmen des „Lengede-Tages“ kam es auch zu einer Begegnung mit Bernd Löper, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Lengede, der seit 25 Jahren existiert. Der Verein mit seinen 118 Mitgliedern zählt zu den größten Gewebevereinen der Region. Landratskandidat Burkhard Budde lobte die Vereinsaktivitäten, insbesondere die Netzwerkarbeit, weil sie der vielfältigen und nachhaltigen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung einer Gemeinde im Landkreis dienten.


Bürgermeisterkandidaten und Landratskandidat

bei „Fischer Druck“

Erfolgreiches Familienunternehmen


Erfolgreiche Familienunternehmen denken langfristig und sind nicht an kurzfristiger Gewinnmaximierung interessiert. Sie investieren nachhaltig, um wettbewerbsfähig zu bleiben, aber darüber hinaus nicht selten wegen ihrer besonderen Motivation: „Auch für meine beiden Söhne, die ein Wirtschaftsstudium absolviert haben und jetzt in meine Firma eingestiegen sind, habe ich das Unternehmen regelmäßig modernisiert,“ bekannte Familienunternehmer Wolfgang Zittel, der 1980 die Firma „Fischer Druck“ in Peine übernahm, eine der größten Bogenoffsetdruckereien in Norddeutschland.


Marion Övermöhle-Mühlbach und Andreas Meier


Bei der Präsentation des 3. Peiner Wirtschaftsspiegels 2016 am 13. Juni 2016 in den Räumen von „Fischer Druck“, zu der die Peiner Allgemeine Zeitung, der Industrieverein, die Kaufmannsgilde und die City Gescheinschaft eingeladen hatten, schilderte Wolfgang Zittel den etwa 100 Gästen – unter ihnen Peines Bürgermeister Michael Kessler, die Bürgermeisterkandidaten Andreas Meier und Karl-Heinrich Belte, Landratskandidat Dr. Burkhard Budde sowie die stv. CDU-Kreisvorsitzende Marion Övermöhle-Mühlbach – die Situation der Druckindustrie in Deutschland.

 

Karl-Heinrich Belte mit seiner Tochter


Gegenwärtig gibt es deutschlandweit 8500 Druckereibetriebe mit insgesamt 140 000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz von 20 Mrd. Euro haben. Nach einer Prognose können etwa 7000 Betriebe überleben, wenn sie sich auf bestimmte Produkte mit hochwertigem Charakter spezialisieren, den neuesten Stand der Technik haben sowie die Geschäftsprozesse optimal gestalten.


Christian und Henning Zittel


Auch die Söhne Christian und Henning des inhabergeführte Familienunternehmen mit 65 festangestellten Mitarbeitern wissen, dass die Anschaffung einer modernen Druckmaschine nicht ausreicht, um zukunftsfähig zu bleiben. Transparenz, Vernetzung und Prozessgestaltung müssen dazu kommen. Konkret heißt das für „Fischer Druck“ „Kostenreduktion durch Automatisierung“, „Optimale Rüstprozesse“ sowie „Transparente Information“; perspektivisch weitere Vernetzung durch komplexe IT-Systeme, der Einsatz von Robotern in der Produktion, Print-to-Web sowie neue Druckverfahren (Symbiose von Offsetdruck und Digitaldruck).


 

 

 

 

Wolfgang Zittel


Für den Seniorchef zudem der tägliche Gang durch seine Firma, um seine Mitarbeiter zu begrüßen und den Kontakt zu pflegen.


Auf ein Wort

Fußball:

Schönste Nebensache als Hauptsache 



Eigentlich unbeschreiblich: Die Fankultur des deutschen Lieblingssportes. Die Begeisterung begeistert. Und die begeisterte Begeisterung schlägt immer wieder emotionale Purzelbäume. Besonders wenn das befreiende Tor endlich (!) gefallen ist. Und das Zittern und das Daumendrücken ein Ende haben. Dann umarmen sich erleichterte Fans – ganz spontan. Und springen in die Höhe – ganz unverkrampft. Dann leuchten ihre Augen – ganz klar. Denn ihr Selbstbewusstsein ist gesteigert: „Wir sind (wieder) wer. Mit uns muss man rechnen.“  Und in diesem beglückenden Hexenkessel der Gefühle scheint es keinen Ausgang zu geben. 


 

 

 

 


Nach dem Anpfiff war alles möglich (gewesen). Aber der Sieg stand trotzdem „außer Zweifel“. Nach dem Tor ist vor dem (nächsten) Tor. Und diese „Gedankenlosigkeit“ ist allzu menschlich und in diesem Augenblick verzeihlich: Dass das Glück manchmal Tore schießt. Manchmal oder häufig (?!) auch im Bündnis mit leidenschaftlichem und entschlossenem sowie taktischem und kompetentem Kampf. Dass die Tränen der Fans der gegnerischen Mannschaft noch getrocknet werden müssen. Dass es die Unkultur eines unfairen Rumpelfußballspiels sowie randalierende und gewalttätige Maskenfans gibt. Dass am nächsten Tag ein disziplinierter Alltag folgt, in dem der einzelne funktionieren muss; Formulare ausfüllen, Akten abarbeiten, Maschinen bedienen, Autos reparieren, Menschen beraten, die Schulbank drücken, die Uni aufsuchen, „kleine Brötchen“ backen muss.

 


Für den echten Fan im Stadion, vor dem Fernseher oder dem Public Viewing spricht sein Herz: Die schönste Nebensache der Welt ist in einer bunten, sichtbaren oder unsichtbaren Gemeinschaft auf Zeit zur Hauptsache geworden – und der kleinste gemeinsame Nenner einer fröhlichen und frohmachenden Volkskultur.

Burkhard Budde

  


Kreisvorsitzender dankt und ehrt Parteifreunde


Dank und Anerkennung für Parteifreunde: Über zwanzig Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Peine konnte Kreisvorsitzender Christoph Plett für „langjährigen und treuen Dienst“ ehren. Als ein Zeichen der Wertschätzung gab es am 8.Juni 2016 in der Peiner Kreisgeschäftsstelle nicht nur eine Urkunde, die CDU-Nadel und den CDU-Kugelschreiber, sondern vor allem würdigte Christoph Plett jedes einzelne Mitglied individuell und sehr persönlich im konkreten Zusammenhang. Gleichzeitig bat er, weiterhin in der CDU-Familie mitzuwirken: „Wir brauchen ihre Erfahrungen und Kenntnisse, um unsere Werte und Ziele in der Politik für die Allgemeinheit umzusetzen.“ Einzelne Jubilare berichteten spontan von ihren Erlebnissen und Höhepunkten in „ihrem Partei- und Politikleben“.



Im feierlichen Rahmen erinnerte Landratskandidat Dr. Burkhard Budde in seinem Grußwort an die Pionierleistung und Aufbauarbeit der Jubilare. Die CDU habe sich von einer „Honoratiorenpartei“ über eine „Mitgliederpartei“ zu einer „modernen Volkspartei“ entwickelt. Gemeinsam müsse man daran arbeiten, die „christlich-demokratische Volkspartei der Mitte“ auch weiterhin vertrauenswürdig sowie handlungs- und mehrheitsfähig  für die Zukunft zu machen.


Auch die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Georg Raabe und Marion Övermöhle-Mühlbach, Schatzmeister Michael Künzler, Schriftführer Andreas Kuhlhawy sowie Kreisgeschäftsführerin Imke Jeske Werner und die CDU- Mitarbeiterin Kirsten Geske freuten sich mit den Jubilaren und dankten ihnen.  


„Wunderschönes vor der Haustür“

Hermann Mehrens, Oliver Junk und Burkhard Budde

in Bad Harzburg beim Wirtschaftsrat


Deutschland habe „Wunderschönes“ auch vor der Haustür zu bieten. Diese Auffassung vertrat Dieter Lorenz vom Wirtschaftsrat der CDU Landesverband Niedersachsen, der zu einer Veranstaltung auf dem 483 Meter hohen Burgberg, dem Hausberg Bad Harzburgs, am 7. Juni 2016 eingeladen hatte.


Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.) Jochen-Konrad Fromme, von 1998 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Burkhard Budde, Dr. Oliver Junk und Hermann Mehrens.


Auch Hermann Mehrens, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Goslar/Harz, der 2009 von Bremen in die Harzregion gekommen war, betonte die Schönheit und die Attraktivität.  Leider werde immer noch viel gejammert. „Aber wie will man Fachkräfte mit einem schlechten Image gewinnen?“, fragte Mehrens in seinem Vortrag über den „Harz“ und empfahl, auch mit der „Freizeit in der Natur“ zu werben.


Deutlich kritisierte Hermann Mehrens die Pläne der niedersächsischen Landesregierung aus dem  Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) eine „verfasste Region mit Parallelstrukturen per Gesetz ohne Beteiligung der Wirtschaft“ zu machen. Die Initiative „Ein Harz“ sei die bessere Alternative als ein zentralistisch gesteuerter Verband. Die Tourismusverantwortlichkeit z.B. müsse vor Ort geleistet werden.


Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk warb für Bündelung statt Zentralisierung. Und ohne die Wirtschaft könne die Region keine Zukunft gewinnen. Das „Rote-Laterne-Image-Problem“ als „zentrales Problem“ müsse nachhaltig  überwunden werden. Goslar sei auf einem guten Weg. Es gebe bei 50 000 Einwohnern 20 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Und vor allem sei seine Stadt nicht pleite, sondern habe sogar Einwohner dazugewinnen können. 


Peines CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde sprach von der besonderen Verantwortung der Unternehmer: „Gestalten sie mit ihrer Wirtschaftskompetenz die Politik mit, damit Arbeitsplätze durch wirtschafts- und sozialfreundliche Rahmenbedingungen  gesichert und neue geschaffen werden.“ Und damit der Wohlstand für alle und soziale Sicherheit sowie echte Solidarität möglich blieben.


Die Menschen im Landkreis Peine profitieren für Burkhard Budde  auch von der Lage zwischen Harz und Heide sowie Braunschweig und Hannover. Ballungsgebiete und Landkreise dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssten die jeweiligen Vorteile achten und zum gegenseitigen Nutzen beachten. Durch Vernetzung und Kooperation, Selbstverantwortung und Selbststeuerung  könne für den Bürger mehr geleistet werden als mit ortsferner Zentralisierung, bürgerferner Fremdbestimmung und menschenferner Bürokratie.



Mit Freunden und Freude zu den Quellen
Besuch der Stadt Torgau und Wittenberg



„Ad fontes!“ Wer „zu den Quellen!“ fährt, kann die Gegenwart besser verstehen und Neues entdecken. Auch wenn wichtige Quellorte der Reformation abseits von den ganz großen Touristenströmen liegen, kann man sie von Braunschweig oder Wolfenbüttel aus relativ schnell erreichen. Und dann „Lebensdienliches“ für weitere Wege schöpfen.


Torgau an der Elbe zwischen Wittenberg und Dresden gilt als „politische Geburtshelferin“ der Reformation; Wittenberg mit den Wirkungsstätten Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Lucas Cranachs des Älteren als die „religiöse Mutter“.   

 

Schloss in Torgau

Kurfürst Friedrich der Weise (1463-1525), der als erster Luthers Reformation unterstützte, ließ Wittenberg zur Residenzstadt mit neuem Schloss und Hofkapelle ausbauen und gründete dort 1502 eine Universität.

Kurfürst Johann Friedrich der Großzügige (1503-1554) ließ im Torgauer Schloss, der Residenz der Kurfürsten, eine Kapelle bauen, die Martin Luther gestalten und am 5.Oktober 1544 einweihen konnte, den ersten evangelischen Kirchenbau in Deutschland.


Marktplatz in Wittenberg mit Pfarrkirche

Am „Quellort Wittenberg“ schöpft der Besucher den Geist der Reformationszeit allein schon aus dem Geist des Ortes, dem „Spiritus loci“.


Zum Beispiel im Lutherhaus, wo der Reformator insbesondere mit seiner Frau Katharina, geb. von Bora, und den sechs Kindern in der Gemeinschaft mit Studenten und Gästen 38 Jahre lang lang gelebt hatte.

 

Lutherhaus

Aber auch in der Pfarrkirche Sankt Marien, wo Luther fast jeden Sonntag gepredigte, wird die reformatorische Botschaft lebendig, beispielsweise vor dem Reformationsaltar von Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553): Kirche ist da, wo „rein gepredigt“ wird, die Sakramente „recht verwaltet“ werden und sich die „Gemeinschaft der Gläubigen“ versammeln.


Eine wahre Gedenkstätte der Reformation ist die Wittenberger Schlosskirche, in der Martin Luther 1546 beisetzt wurde, mit der „Thesentür“ und den 95 Thesen gegen den päpstlichen Ablasshandel (Mönch Johann Tetzel: „Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt“.)


Schlosskirche in Wittenberg


In dieser Kirche können zudem Glasfenster mit Wappen von 198 deutschen Städten, die sich früh der Reformation angeschlossen hatten, betrachten werden. Darunter die Wappen die Städte Braunschweig, Wolfenbüttel und Helmstedt.


 

 

 

 


Sicherlich hatte auch der Mensch Martin Luther – in seinen verschiedenen Rollen als Bibelausleger und Bibelübersetzer, als Schriftsteller und politischer Berater, als Schrittmacher der Moderne und Entdecker theologischer Wahrheiten – Mitmenschen vom neuen „befreienden und freien Geist“ beeindrucken können - im Zusammenspiel mit den neuen Medien des Buchdrucks, der Unterstützung sowie dem Schutz (!) durch Fürsten, Humanisten und Theologen.
Vor allem jedoch durch das „kostenlose und nie versiegende Quellwasser des Evangeliums“ von der bedingungslosen Liebe Gottes allein durch den Glauben an Jesus Christus. Denn – so seine zentrale biblische Entdeckung - die Gerechtigkeit Gottes ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das frei zur Verantwortung im Geiste der Liebe Christi macht (Römer 1,16ff).



Und manchmal reicht auch heute noch ein Tropfen von diesem Wasser, Seelen zu trösten, zu erfrischen und aufblühen zu lassen – mit allen menschlichen, sozialen und politischen Konsequenzen.

Burkhard Budde


Weniger Bürokratie und mehr Bürgernähe

Landratskandidaten Gerhard Radeck und Burkhard Budde

für vernünftige kommunale Kooperation

statt parteipolitische Machtdemonstration



Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger!


Zum Großraum Braunschweig gehören die drei kreisfreien Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt es eine „regionale Klammer“, den Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), der sich vor allem um eine nachhaltige Raumordnung (z.B. Thema „Windkraftanlagen“) sowie um einen funktionierenden Nahverkehrsplan (öffentlicher Personennahverkehr, „ÖPNV“) kümmert.


Nach einem Gesetzentwurf der SPD-, Bündnis90/Die Grünen- und FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag soll sich der Zweckverband „weiterentwickeln“. Der niedersächsische kommunalen Landkreistag, der Städtetag sowie der Städte- und Gemeindebund lehnen dieses Gesetzesvorhaben jedoch als „Irrweg“ ab. Auch die kritische Stellungnahme des Landratskandidaten Gerhard Radeck aus Helmstedt unterstütze ich:


1. Eine zusätzliche Verwaltungsebene schafft Doppelstrukturen mit zusätzlichen Konflikten und Kosten.

2. Zusätzliche Aufgaben fördern eine unnötige Konkurrenz mit Partnern, die im gleichen Bereich tätig sind (z.B. Allianz für die Region).

3. Die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten von Zweckverband, Landkreisen und Städte werden verwischt und erschweren die jeweiligen „Hausaufgaben“.

4. Die Mitbestimmungsrechte der ZGB-Mitglieder werden ausgehöhlt und zum Etikettenschwindel.

5. Die geplanten neuen Ämter wie ein direkt gewählter Verbandspräsident und ein Zweckverbandsbeirat vermehren die Bürokratie und verursachen weitere Kosten für den Steuerzahler.

6. Eine höhere Verbandsumlage ohne ausreichende direkte Finanzkontrolle schwächt die Zusammenarbeit und schränkt eigene finanzielle Spielräume ein.


Wie mein Helmstedter Landratskandidat setze ich mich für eine freiwillige regionale Zusammenarbeit sowie für eine aufgabenorientierte Nachbarschaftspolitik ein. Dazu kann eine überparteiliche „Enquetekommission“ beitragen, indem sie Vorschläge erarbeitet, die in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden müssen, bevor ein Landtag beschließt.


Für mich gelten folgende Leitlinien:


Mehr sachliche Bürgernähe und weniger bürokratische Fremdbestimmung.

Mehr transparente Demokratie und weniger interessengeleitete Parteipolitik.

Mehr kommunale Selbstverwaltung und weniger zentrale Steuerung.

Mehr politischer Dienst mit, für und im Auftrag des Bürgers

und keine(!) machtpolitischen Spiele, die auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden.


Ihr

Burkhard Budde,

Landratskandidat im Landkreis Peine


Mehr „berufliche Vielfalt“ in den Parlamenten?!

Geburtshelfer als kritischer Geist


Günter-Helge Strickstrack


Begegnung mit einem Geburtshelfer

Günter-Helge Strickstrack, am 28.Mai 1921 in Wieda im Harz geboren, war als Teilnehmer Zeitzeuge des Gründungsparteitages der Bundes-CDU am 21. Oktober 1950 in Goslar, auf dem Konrad Adenauer zum ersten CDU-Bundesvorsitzenden gewählt wurde. Damals war Strickstrack persönlicher Referent des niedersächsischen Wirtschaftsministers Otto Fricke (CDU).   


Begegnung mit einem kritischen Geist

Günter-Helge Strickstrack war Ehrengast  bei der Feierstunde „60. Jubiläum der Bundespartei“  am 25. Oktober 2010 in Goslar. Die CDU-Bundesvorsitzende Dr. Angela Merkel sprach von einer festen Verankerung der CDU in der Mitte der Gesellschaft. Die CDU sei politische Heimat für Christlich-Soziale, Liberale und Wertkonservative.

Strickstrack nahm in seinem bewegten und bewegenden Grußwort kein Blatt vor dem Mund: Politik würde in den Parlamenten nur noch von Berufspolitikern betrieben, „die immer auch wiedergewählt werden wollen.“ Eigentlich sollten die Parlamente „berufliche Vielfalt“ widerspiegeln.


 

 

 

 

Auf dem Bundesparteitag der CDU 2014 in Köln


Begegnung mit einem glaubwürdigen Boten

einer politischen Botschaft

Der heute 95jährige Celler konnte auch als Ehrengast der 70. Geburtstagsfeier des Peiner CDU-Kreisverbandes am 31. Mai 2016 in Peine begrüßt werden. Im Film „Die Gründerjahre der CDU Deutschlands“ der Konrad-Adenauer-Stiftung, der den Teilnehmern gezeigt wurde, war er als ein Gründungsmitglied der Bundes CDU zu sehen.

Strickstrack musste nicht sprechen, weil sein Leben sprach: Ohne das Wissen um geschichtliche Wurzeln wächst kein politischer Baum. Mit gereifter und verwurzelter Erfahrung kann eine Partei mit vielen Wurzeln und Verästelungen die Stürme der Zeit überleben, wachsen und die Gegenwart für die Zukunft gestalten.

Burkhard Budde


Rückblick als Aus- und Weitblick

70. Geburtstag des Peiner CDU-Kreisverbandes


Eine Gelegenheit zum Rückblick, aber auch zum Ausblick: Der 70. Geburtstag des Peiner CDU- Kreisverbandes, der am 31. Mai 2016 im Forum Peine gefeiert wurde. Die Redner Christoph Plett (Peines CDU-Kreisvorsitzender), Prof. Dr. Gert Pöttering (Vorsitzender Konrad-Adenauer-Stiftung), Frank Oesterhelweg (CDU-Landesvorsitzender Braunschweig) und Horst Horrmann (Ehrenvorsitzender CDU-Peine) würdigten das Geburtstagskind und gaben einen Einblick in das Leben der Partei.


Günter-Helge Strickstrack (M.), Christoph Plett (r.)

und Dr. Burkhard Budde


Geburtshelfer Überraschungsgast

Im Rückblick: Christoph Plett konnte als Geburtshelfer und Zeitzeuge der CDU-Geschichte Günter-Helge Strickstrack (94) aus der Nähe von Hannover begrüßen, der die Bundes CDU am 20. Oktober 1950 in Goslar mitbegründet hatte.


Peiner Quellflüsse

Horst Horrmann wies auf die spezifisch Peiner „Quellflüsse“ in der Gründungs- und Aufbauphase der CDU hin. Das gemeinsame Band der „christlichen Grundüberzeugung“ als Antwort auf die Schreckensherrschaft der Nazis und des mörderischen Krieges. Die national und konservativ geprägten Mitglieder der damaligen Deutschen Partei. Und die 35 000 Heimatvertriebenen, die nach dem Krieg in den Landkreis Peine gekommen waren.


Mit Selbstbewusstsein und in Demut

Gert Pöttering nannte insbesondere die Einheit Deutschlands, die Einigung Europas, die soziale Marktwirtschaft und die Bewahrung der Schöpfung als wichtige CDU-Weichenstellungen in der Vergangenheit, die zugleich ein Zukunftsprogramm „mit Selbstbewusstsein und gleichzeitig in Demut“ darstellten.

 

Vor dem Forum Peine (v.l.) Christoph Plett, Frank Oesterhelweg (MdL), Horst Horrmann (Minister a.D.), Ingrid Pahlmann (MdB), Prof.Dr.Hans-Gert Pöttering, Dr. Burkhard Budde (Landratskandidat) und Andreas Meier (Bürgermeisterkandidat Peine).


Partei der Integration und

des christlichen Menschenbildes

Im Ausblick: Für Gert Pöttering – wie für Christoph Plett - bleibt das christliche Menschenbild wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.  Als christliche Wertegemeinschaft sowie als Partei der Integration könne die CDU weiterhin eine Partei für alle sozialen Schichten und Interessengruppen jenseits der Konfessionen sein. Die Würde jedes einzelnen Menschen sei der entscheidende Kern und die treibende Kraft der Modernisierung, „zur Bewahrung und gleichzeitig zur Erneuerung“. Es gebe keine Alternative zur Europäischen Einigung. Wer anders denke, sollte Soldatenfriedhöfe besuchen, um sich die Vergangenheit zu vergegenwärtigen.


„Nicht wegducken“

Frank Oesterhelweg pflichtete Pöttering, „dem Europäer neben Helmut Kohl“, bei. Das „C“ sei kein schmückendes Beiwerk, sondern geistige Klammer der Union. (Selbst-)Kritisch fragte er jedoch: „Aber sind wir wirklich noch eine Volkspartei, die breit aufgestellt ist? Binden wir noch konservativ und nationaldenkende Menschen? Oder haben wir hier eine offene Flanke?“ Auch dürften CDU-Politiker sich nicht immer „wegducken“, wenn ihnen der frische Wind ins Gesicht blase. Konrad Adenauer könne noch heute als ermutigendes Beispiel dienen.


Imke Jeske-Werner, CDU-Kreisgeschäftsführerin, wurde von Christoph Plett und Hans-Werner Fechenr für ihren vorbildlichen Einsatz gedankt.


Für die Zukunft aller

Im Durchblick: Zu einer Politik aus christlicher Verantwortung gehören insbesondere die Heimat, das Vaterland, das vereinte Europa, aber auch eine friedensstiftende Politik von Menschen, für Menschen, mit Menschen und im Auftrag von Menschen – zum Wohl des Gemeinwohls für die Zukunft aller.

So war die Geburtstagsfeier auch ein Rückblick als Durch- und Weitblick.


Offenes Ohr aus Berlin für Peiner Anliegen



Der Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier (l.) aus Berlin im Gespräch mit seinen Parteifreunden Dr. Burkhard Budde (Landratskandidat im Landkreis Peine; M) und Andreas Meier (Bürgermeisterkandidat in Peine; r). Die „Chemie“ stimmte. Bundestagsabgeordneter Carsten Müller (2.v.l.) war „Türöffner“ dieser Begegnung am 27. Mai 2016 in Braunschweig. Foto: Siegfried Nickel


„Schüler sind keine Schachfiguren“

Schulangebot verbessern


Für Eltern und ihre Kinder, aber auch für die Attraktivität eines Landkreises ist das Thema „Schule“ von großer Bedeutung.

Für Hans-Werner Fechner, Fraktionsvorsitzender der CDU im Peiner Kreistag, fehlt für den gesamten Landkreis eine Schulentwicklungsplanung und deshalb auch ein ausgewogenes Schulangebot.  „Wir brauchen zudem ein pädagogisches Konzept“, forderte Fechner in einem Pressegespräch mit den Peiner Nachrichten und der Peiner Allgemeinen am 30. Mai 2016, an dem auch CDU-Kreistagsmitglied Silke Weyberg sowie CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde teilnahmen.



In einem Antrag der CDU-Kreistagsfraktion an den Landrat wird eine Beendigung des „Hin- und Herschiebens“ von Schülerzahlen gefordert. Silke Weyberg erläuterte: „Feste Einzugsgebiete sind notwendig, damit die Kannibalisierung um Schüler aufhört.“ Und Burkhard Budde ergänzte: „Schüler sind keine Schachfiguren.“ Den bestehenden „Flickenteppich“ würde er im Falle seiner Wahl zum Landrat im Sinne einer gerechteren Gesamtperspektive zum Wohle aller gezielt zu ändern versuchen, um bessere Schulentwicklung zu ermöglichen.


Auf ein Wort

„Es gibt nichts, was allen gefällt“



Ein Mensch versuchte es allen recht zu machen. Er wollte nicht anecken und Applaus haben. Aber er merkte nicht, dass er immer langweiliger wurde und viele ihn nicht wahrnahmen.


Ein anderer Mensch war für alles offen. Auch er wollte nicht anecken und Applaus haben. Aber er merkte nicht, dass er überall angreifbar wurde und viele ihn nicht ernstnahmen.


Wenn es nichts gibt, was allen gefällt, sollte man dann doch lieber schweigen oder nur mit den Zähnen klappern? Lieber verwechselbar sein und untertauchen als auffallen, aus der Reihe tanzen oder Farbe bekennen?


Wer überleben will, muss sich anpassen – aber nicht um jeden Preis, nicht immer und nicht mit allen Mitteln. Wer klug und weise lebt, schielt nicht nur nach Beifall oder nach einfachen Königswegen, wohl aber nach begehbaren Wegen, die eine gemeinsame Zukunft versprechen:   


Indem Brücken geschlagen werden, ohne ins Schwimmen zu geraten; verstanden wird, um Verständigung erzielen zu können.


Indem Segel gesetzt werden, ohne das Ruder aus der Hand zu geben; der Wind der Gegen-)Argumente genutzt wird, um die gemeinsame Fahrt fortsetzen zu können.


Indem mit dem Florett gefochten wird, ohne zum Holzhammer der selbstgerechten Besserwisserei greifen zu müssen; der offene Meinungsbildungsprozess sowie die offensive Überzeugungsarbeit gestaltet wird, um ein tragfähiges Ergebnis für die gemeinsame Zukunft zu erzielen. 


Die alte römische Weisheit gilt immer noch: „Non omnibus unum est quod placet“ („Es gibt nichts, was allen gefällt.“). Aber was heute richtig ist, kann morgen falsch sein. Und darum hört die Suche nach gewaltlosen und menschengerechten Lösungen nach Regeln der gegenseitigen Wertschätzung, Fairness und Wahrhaftigkeit nie auf. Und dabei muss sich niemand aufgeben, weil die Weisheit die gemeinsame Verantwortung zum gegenseitigen Nutzen im Wettbewerb der Personen und Ideen nie aufgibt – sie bleibt als geschenkte Würde des Lebens allen vorgegeben.


Burkhard Budde


Ein Highlight offener Dorfgemeinschaft

Gelungenes Hoffest mit MdB und Landratskandidat


Etwas Besonderes des schönen Ortes im Landkreis Peine ist sein Ruf als „Spargeldorf der Region“. Wipshausen, vom Kieselabbau geprägt, hat – und das ist eine weitere Besonderheit - die „Wipshäuser Kieskuhle“, ein Badesee, der durch den Kiesabbau entstanden ist und zum erholsamen und erfrischenden  Verweilen einlädt.



Ein gesellschaftliches Highlight im Leben der Dorfgemeinschaft ist jedoch das Hoffest des CDU Ortsverbandes Wipshausen bei der Familie Sievers an der Kirchstraße. In diesem Jahr, am 28. Mai 2016, waren die Bundestagsabgeordnete  Ingrid Pahlmann, Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, der Bürgermeister der Gemeinde Edemissen Frank Bertram, CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett sowie CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Christine Heuer Ehrengäste, die der CDU- Ortsverbandsvorsitzende Mathias Otte und der Ortsbürgermeister Günter Meyer begrüßen konnten.     


Bei Gegrilltem und kühlen Getränken bestand die Gelegenheit, aus erster Hand und im persönlichen Gespräch Neuigkeiten aus Berlin von der Bundestagsabgeordneten zu erfahren sowie den Landratskandidaten kennen zu lernen. Für die musikalische Unterhaltung und richtige Stimmung sorgte zudem die Feuerwehrkapelle Didderse.


Zu sehen war auch das blaue Wappen von Wipshausen: Goldene und wachsende Spargelstauden mit Wurzeln. Und darüber entdeckt der aufmerksame Betrachter einen goldenen Firstwinkel mit Pferdeköpfen, die gekreuzt sind. An die frühere Zugehörigkeit zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg erinnern die Farben Blau-Gelb.


Die „Wipshäuser“ haben gewachsene Traditionen, die sie pflegen und die für Neubürger attraktiv sind.  Und sie bleiben im Landkreis Peine ein gutes Beispiel offener und einladender Dorfgemeinschaft, die auch gemeinsam feiern können.


Ein lebendiges Geschichtsbuch

über eine lebendige Geschichte

CDU-Peine feiert 70jähriges Parteibestehen


Er ist ein „lebendiges Geschichtsbuch“ der CDU- Parteigeschichte in Peine. Horst Horrmann (75), von 1979 bis 2005 Peines CDU- Kreisvorsitzender und von 1988 bis 1990 niedersächsischer Kultusminister, hat im Zusammenspiel mit CDU-Kreisgeschäftsführerin Imke Jeske-Werner und dem Schriftsteller Rolf Ahlers die Festschrift zum 70jährigen Parteibestehen erstellt.



In einem Pressegespräch mit den Peiner Nachrichten am 27.Mai 2016 schilderte CDU-Ehrenvorsitzender Horrmann die Anfänge und den „beschwerlichen Weg zu einer gemeinsamen christlichen Partei“. Stolz wies er auf die bislang größte Open-Air-Veranstaltung der CDU Peine mit über 1000 Zuhörern im Jahre 1965 hin: Bundeskanzler Ludwig Erhard war auf Einladung des Peiner CDU-Bundestagsabgeordneten Arthur Enk gekommen.

 


CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett fasste zusammen: „Die Fundamente sind bis heute das christliche Menschenbild, die soziale Marktwirtschaft und die europäische Einigung.“ Die CDU als Volkspartei sei eine Union aus Christen, Liberalen und Konservativen.


Am 31. Mai 2016 wird es im Peiner Forum eine Feier zum Geburtstag geben.  


Politik mit Maß und Mitte

Minister Peter Altmaier  in Braunschweig


Ein wenig kokettiert er doch mit seiner Leibesfülle. Der „gewichtigste Minister“, so Peter Altmaier über sich selbst, gehört jedoch auch zu den sympathischen Politikern der Republik. Am 27. Mai 2016 überzeugte er auf einer Veranstaltung des CDU-Kreisverbandes Braunschweig im Kongresssaal der Industrie- und Handelskammer seine Zuhörer – mit Argumenten, aber auch mit seiner authentischen Persönlichkeit.

 


Fotos: Siegfried Nickel


Zuvor hatte er dem heimischen Bundestagsabgeordneten Carsten Müller ein „dickes Kompliment“ gegeben: „Er hat ein hohes Ansehen in der Fraktion, weil er zu den Experten der Energiewende zählt.“



Auch zog der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben eine positive Bilanz der Regierung unter der Führung von CDU/CSU.  Er wies zum Beispiel auf das jährliche Wirtschaftswachstums von 2 Prozent hin, auf die sinkende Arbeitslosigkeit (gegenwärtig 2,5 bis 2,7 Mio. Arbeitslose) sowie auf einen Bundeshaushalt ohne neue Schulden. „Der Kraft, die in den Menschen steckt, haben wir klare Rahmenbedingungen gegeben.“ Und die Regierung Merkel habe keinen „Wettlauf in Sachen Populismus“ gemacht und keine Steuern erhöht, sondern Spielräume genutzt und z.B. in Bildung und Infrastruktur investiert.


Wichtig sei die „industrielle Basis“ in Deutschland. Es gebe über 20 Prozent Industriearbeitsplätze. „Jeder einzelne Arbeitsplatz auch in der Stahlindustrie muss verteidigt werden“, betonte Altmaier, „weil es dem Land insgesamt ohne diese Arbeitsplätze schlecht geht“.



In der Flüchtlingskrise habe Deutschland dem „humanitären Impuls“ den Vorrang gegeben. Da Deutschland jedoch nicht alle Flüchtlinge auf der Welt  aufnehmen und nicht alle Probleme der Welt bewältigen könne, sei die „ungeordnete Entwicklung“ in „geordnete Bahnen“ gelenkt worden. Anerkannte Flüchtlinge müssten Integrations- und Sprachkurse besuchen: „Deutsch ist nicht alles, aber ohne die deutsche Sprache ist alles nichts.“ Es dürfe auch keinen „Rabatt“ aus welchen Gründen auch immer geben: „Gesetze gelten für alle.“


Altmaier schilderte folgende Kritik: „Stellen Sie sich vor. Ein Flüchtling will von einer deutschen Helferin kein Geld annehmen, da es unter seiner Würde ist!“ Er habe zurückgefragt: “Wo ist denn das Problem? Dann bekommt er eben kein Geld.“ Und werde sicherlich auf Dauer „einsichtsfähig“ und einen Zugang zur Kultur der Gleichberechtigung entwickeln.


Viel Applaus erhielt der Politiker, der vielleicht nicht zu den „wichtigsten Ministern“ (Altmaier) gehört, aber zu den glaubwürdigsten Köpfen, die mit Maß und Mitte Menschen begeistern und die Politik bewegen können. So dass CDU-Kreisvorsitzender Dr. Sebastian Vollbrecht resümieren konnte: „Die Veranstaltung war ein politisches Highlight und hat mir sogar Spaß gemacht.“  


Mitten im pulsierenden Leben

CDU fordert Standortprüfungen in der Innenstadt


Worum geht es? Nur um ein Verwaltungsgebäude? Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Peiner Kreistag  Hans-Werner Fechner geht es beim Thema „Lage eines neuen Kreishauses“ um mehr, nämlich um eine historische Dimension: „Die heute getroffenen Entscheidungen haben eine Signalwirkung für die innerstädtische Entwicklung von morgen“, sagte er in einem Gespräch mit der Peiner Allgemeine am 25. Mai 2016.



CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde ergänzte: „Wir brauchen einen zentralen Ort mitten im pulsierenden Leben, mit dem sich die Bürger identifizieren können und nachhaltig das Wir-Gefühle des Landkreises gestärkt wird.“


Vor der ehemaligen Malzfabrik Langkopf – neben dem Lindenquartier ein weiterer möglicher Standort des Kreishauses in der Innenstadt - forderte Fechner erneut den Landkreis auf, Kontakt mit der Stadt Peine aufzunehmen, um einen Neubau in der Innenstadt zu überdenken bzw. zu verwirklichen – da es um mehr gehe als um „politische Kurzschlusshandlungen im Augenblick.“


Lobende Worte für ein Pils

Besuch der Bierbrauerei Härke


Wer einen etwas herben Geschmack bevorzugt, freundet sich schnell mit dem traditionsbewussten Getränk an. Seit 126 Jahren ist die Braukunst in Peine verwurzelt – und immer noch oder gerade deshalb in der Bevölkerung sehr beliebt. Das wird auch das beliebte Härke-Hoffest zeigen, das am 28. Mai 2016 stattfindet und von vielen Menschen besucht wird.



Am 25. Mai waren die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann und Landratskandidat Dr. Burkhard Budde auf Initiative des Peiner Bürgermeisterkandidaten Andreas Meier gemeinsam mit Freunden und Förderern Gäste der BrauManufaktur Härke.


 

 

 

 


Bereits das aus der Gründerzeit stammende Brauereitor, das vom Architekten Anton van Norden (1879 bis 1955) gestaltete wurde, war für die Besucher ein besonderer Blickfang.

Dass das Bier selber durch das Wasser aus dem eigenen 81 Meter tiefen Brunnen, mit dem 80-Prozent–Anteil regionaler Gerste sowie dem Hopfen aus dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt in Bayern besonders mundet, davon konnten sich alle Teilnehmer  zum Schluss der Informationsveranstaltung überzeugen – und dem Braumeister Martin Härke lobende Worte übermitteln.


Auf ein Wort

Zugpferd ist nicht gleich Zugpferd

Wer zieht den Karren aus dem Dreck?



Ein Zugpferd, das begeistert, ist eine treibende Kraft, fällt auf und zieht an. Es bewegt die Gemüter und die Herde.


Aber ist ein Zugpferd immer ein Zugpferd? Einer, der selbstgemachte Scheuklappen trägt, sich vor einen selbstgerechten Pflug spannen lässt oder selbstverliebt auf der Stelle tritt? Der andere wegbeißt, wegtritt, wegtreibt? Der flieht, wenn es brenzlig wird? Der so laut wiehert, dass andere Stimmen nicht mehr gehört werden (können)? Ist auch so einer ein Zugpferd?


Viele wollen das beste Pferd im Stall sein. Der Populist, dem der Applaus wichtiger als die ganze Wirklichkeit ist. Der Lobbyist, dem das Interesse wichtiger als das Gemeinwohl ist. Der Karrierist, dem der Erfolg wichtiger als die Überzeugung ist. Der Bürokrat, dem die Akte wichtiger als der Mensch ist.


Aber welches Zugpferd kann den Karren wirklich aus dem Dreck ziehen?


Nicht geeignet ist der lahme Gaul, der vor sich her trottet und nur an sein Fressen denkt. Auch nicht das Reittier, das stolz seine Runden dreht und alles um sich herum vergisst. Auch nicht das Nutztier, das sich aufopfert und von anderen ge- und missbraucht wird.


Ein wahres Zugpferd ist wohl derjenige, der sich vom hohen Ross herabbegibt und Bodenhaftung erlangt. Der mit (selbst-)kritischem Blick versucht, die vielfältige und bunte Wirklichkeit wahrzunehmen. Der mit unabhängigem Blick Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Stärken und Schwächen würdigt. Der mit offenem Blick mutig und kreativ neue Wege sucht, um Wiesen und Felder, Potenziale und Freiräume zu entdecken.


Ein befreiter und befreiender Blick auf das Ganze, der andere „Tiere“ – auch die lahmen Gäule, Reit-, Arbeits-, und Lasttiere -  gewinnt, um den Karren gemeinsam wieder flott zu machen.


Burkhard Budde


Unabhängig von gewachsenen Seilschaften

CDU, FDP und PB für politischen Wechsel


Kommt es nach 16 Jahren zu einem politischen Wechsel? Am 11. September 2016 wird der Landrat  auch im Landkreis Peine direkt von der Bevölkerung gewählt. Der CDU-, FDP- und PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde warb beim Spargelessen des CDU-Ortsverbandes Broistedt am 22. Mai in Broistedt für eine „Neuorientierung“. Unterstützung erhielt er dabei von Michael Kramer (Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Lengede), Helmut Müller (Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Broistedt) und Andreas Sadlo (unabhängiger Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Lengede) (Foto v.l.) sowie von Wolfgang Belte (CDU-Kreisvorstandsmitglied Peine).



Burkhard Budde aus Bad Harzburg sagte, dass es sich mit dem Landkreis Peine identifizieren könne. Er habe in den letzten Wochen nicht nur die Schönheit der Natur und der Landschaft kennen- und schätzen gelernt, sondern auch die Wohn- und Lebensqualität sowie die attraktive Lage des Landkreises zwischen den Oberzentren Braunschweig und Hannover, zwischen Harz und Heide. Das Entwicklungspotenzial, vor allem die engagierten und kreativen Menschen, die in der Industrie, im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in der Landwirtschaft arbeiteten, müsse man insbesondere achten und beachten, damit der Landkreis zukunftsfähig bleibe.


Als Landrat, der keine „ideologischen Scheuklappen“ trage oder auch keinen „festen Tunnelblick“ habe, frei und unabhängig von gewachsenen Seilschaften sei, wolle er sich für die Bürger, mit dem Bürger und im Auftrag des Bürgers für die Entwicklung des Landkreises einsetzen.   


Erneut sprach sich Burkhard Budde gegen eine Fusion mit einem anderen Landkreis aus, weil dadurch insbesondere  Bürgernähe, Sachnähe und gewachsene Strukturen gefährdet würden. Schnellboote, die flexibler und schneller reagieren könnten, seien einem schwerfälligen Tanker mit viel Bürokratie vorzuziehen. Eine übertriebene Zentralisierung habe stets die Neigung eines „Staubsaugers“, nämlich immer mehr Aufgabe an sich zu ziehen. Eine Dezentralisierung mit mehr Eigenverantwortung und Selbstbestimmung stärke demgegenüber die kommunale Selbstverwaltung mit effizienter Wissensnutzung und Erkenntnisfortschritten zu Gunsten der Bürger.


Eine „funktionsfähige Verwaltungseinheit“ könne man auch nicht allein an „Zahlen“ festmachen. Jede Zahl sei ein Konstrukt der Interpretation und müsse vor allem im Kontext interpretiert werden („Zwei Haare auf dem Kopf sind wenig; zwei Haare in der Suppe sind viel.“). Er stehe für eine „Einheit in Vielfalt“, für aufgabenorientierte Zusammenarbeit und eine vernünftige Nachbarschaftspolitik.


Mit den Augen von Frauen

Frauen hatten Männer zum „politischen Sparziergang“ eingeladen


Mit den Augen von Frauen die Kreisstadt Peine sehen. Das war das Anliegen der Frauenunion (FU) der CDU Peine, die den Bürgermeisterkandidaten Andreas Meier und Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde zu einem „politischen Sparziergang“ durch die Innenstadt am 21. Mai 2016 eingeladen hatte.



Marion Övermöhle-Mühlbach, FU-Vorsitzende, hatte den Schwerpunkt des gemeinsamen Ganges auf die Fußgängerzone gelegt, wo es an dem Samstag pulsierendes Leben gab, aber auch wegen der vielen Leerstände politische Herausforderungen gibt.


Kritische (An-) Fragen wurden von den engagierten Frauen gestellt; zum Beispiel gibt es (genügend) Orte mit Wickeltischen? Ist eine befriedigende  „Behindertenfreundlichkeit“ (z.B. öffentliche Toiletten für Behinderte) in der Stadt gewährleistet? Gibt es überzeugende und attraktive Angebote für den Nachwuchs, für junge Menschen? Wie wird die Stadt planerisch mit den Leerständen zukünftig umgehen, damit mehr Menschen in Peine einkaufen; werden die Bürger rechtzeitig und umfassend informiert, beteiligt? Warum funktioniert in Peine keine „grüne Welle“?



Andreas Meier versprach, als Bürgermeister sich sofort für eine „grüne Welle“ einzusetzen, die bisherige Planung des Lindenquartiers  auf den Prüfstand zu setzen, um bessere Lösungen zu finden, und mehr Transparenz bei kommunalpolitischen  Projekten zu schaffen.



Burkhard Budde wies auf die besondere Chance des Landkreises hin, durch seine Lage zwischen Hannover und Braunschweig durch günstigere Immobilien- und Mietpreise für viele Menschen attraktiv zu sein. Die Wohn- und Lebensqualität müsse insgesamt gestärkt werden, damit auch die Menschen im Landkreis wohnen wollen oder wohnen bleiben, die in den Oberzentren arbeiten.


Und damit blickten die Augen der Frauen in die gleiche Richtung wie die der Männer.


Gemeinsam auf dem Weg zum Erfolg
3. Braunschweiger Runde in Peine


Wer die richtigen Weggefährten hat, kann den Weg zum Erfolg leichter finden und konsequenter gehen. Im Team – trotz oder gerade wegen der Unterschiede im Blick auf Interessen, Verantwortlichkeiten, Vorstellungen und Temperamente - hat man mehr Erfolg als im Alleingang.



Zur dritten "Braunschweiger Runde“ trafen sich deshalb unter dem Vorsitz von Frank Oesterhelweg, MdL, der geschäftsführende Landesvorstand des CDU-Landesverbandes Braunschweig, mit Hauptverwaltungsbeamten, Mandats- und Funktionsträgern   am 20. Mai 2016 in der CDU-Geschäftsstelle in Peine.


Peines CDU- Kreisvorsitzender Christoph Plett zeigte sich erfreut über die vielen Gäste aus der Region Braunschweig. Mit dabei waren auch die Landratskandidaten Gerhard Radeck (Helmstedt) und Dr. Burkhard Budde (Peine) sowie Peines Bürgermeisterkandidat Andreas Meier.


Sehr kritisch wurde der rot-grüne Gesetzentwurf zum Zweckverband Braunschweig besprochen, der auch aus der Sicht vieler interessierter Bürger – u.a. wegen der geplanten zusätzlichen Ebene - weg von Bürgernähe und Sachnähe hin zu mehr Bürokratie und Politikverdrossenheit führt.

 


Politiker, der sich nicht verbiegen musste

Wolfgang Sehrt feierte 75. Geburtstag


Ein Politiker „alter Schule“ feierte am 19. Mai 2016 seinen 75. Geburtstag: Wolfgang Sehrt, der sich in der Öffentlichkeit „nie verbiegen“  und „keine Scheinwelt vorgaukeln“ musste; so hatte ihn Ehefrau Ute  in der Zeitschrift „Sieben Jahrzehnte CDU Braunschweig“ im Dezember 2015 charakterisiert.



Und in der Tat gibt es viele wegweisende Kennzeichen von Wolfgang Sehrt, der als Mitglied des Braunschweiger Stadtrates (von 1974 bis 2011) und als Mitglied des Niedersächsischen Landtages (von 1982 bis 2003) nicht nur viele politische Weichen mitgestellt hat, sondern auch für einen besonders originellen und menschlichen Politikstil „mit Ecken und Kanten“ stand.


Im Städtischen Museum Braunschweig am Löwenwall kamen über 250 Personen zusammen, um auch dem „typisch deutschen Vereinsmeier“ (Ute Sehrt) für seine Dienste zu danken.  


 

 

 

 


Michael Bösche und Dr. Burkhard Budde konnten erst am Ende der Feier gratulieren, da sie zuvor als Schöffen im Amtsgericht Braunschweig tätig gewesen waren. Umso mehr freute sich der Jubilar über die Wünsche der späten Gäste und lud sie spontan - wie es zur guten „alten Schule“ der Gastfreundschaft gehört - zu einem „Süppchen“ ein. Natürlich auch zu einem Erinnerungsfoto.



Pfingsten als pulsierendes Fest


Begeisternder Pulsschlag



Ein Unbekannter hört den Pulsschlag der Zeit.

Die Sehnsucht nach dem Einfachen im Komplexen, der Eindeutigkeit in der Mehrdeutigkeit, der Wahrheit in der Lebenslüge, der Geborgenheit in der Heimatlosigkeit, der Anerkennung in der Gleichgültigkeit, der Freiheit in der Unmündigkeit, der Gerechtigkeit im Unfairen, der Gewissheit in ungewisser Zukunft. 


Wer ist dieser Unbekannte, der die Sehnsüchte in der Vielfalt kennt, sie nicht einfach vertreibt, auch nicht einfach umarmt, sondern sie ernst- und annimmt?

Der die Sehnsüchte unterscheidet, von Ungeistern befreit und in schöpferische Kräfte verwandelt?

Der ein friedliches Zusammenleben der Verschiedenen ohne heiße Luft und eisige Kälte, aber in Vernunft und Verantwortung, in Weisheit und Besonnenheit ermöglicht?


Ein Zauberer? Ein Spinner? Ein Zungenbrecher?


Keiner kann ihn herbeizwingen. Keiner kann ihn vertreiben. Keiner kann ihn verstecken.

Er spricht ohne Worte. Er lässt einen jeden seine Sprache in der Erfahrung der Liebe hören.

Ein unsichtbarer Freund des Menschen, der den Puls des einzelnen, aber auch den einer Institution höher schlagen lässt.

Der durch den Pulsschlag des göttlichen Wortes das Leben erneuert und heilt, begeistert und bewegt.


 

 

 

 


Wer ist dieser erfahrbare Unsichtbare?


Der Heilige Geist, der froh- und neumachende Geist Christi.


Burkhard Budde


Neuer Andachtsraum soll Profil stärken

Einweihung im Gottesdienst zum Pfingstfest



Im Altenheim Wichernhaus in Bad Harzburg gab es am 14. Mai 2016 einen besonderen Grund zum Feiern: Ein Andachtsraum, der jetzt zentral liegt und künstlerisch gestalteter ist, wurde im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes zum Pfingstfest eingeweiht. Gleichzeitig wurden neue Mitarbeiter eingesegnet. In seiner Predigt betonte Pfarrer Hans-Joachim Meyer, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Ev. Stiftung Wichernhaus ist, dass das regelmäßige Angebot von Gottesdiensten und Veranstaltungen „in zentraler Lage“ das diakonische Profil stärke.

Zur Stiftung gehört ein Seniorenheim mit etwa 154 Pflegeplätzen und 22 Tagespflegeplätzen, in dem etwa 132 Mitarbeiter beschäftigt sind.


 

 

 

 


Nach dem Gottesdienst gab es ein Gruppenfoto mit (v.l.) Pfarrerin Petra Rau (Luthergemeinde Bad Harzburg),Hans-Jürgen Fleger (stv.Vorstand), Gudrun Stegemeyer (Stiftungsratsmitglied), Dr. Burkhard Budde (Stiftungsratsvorsitzender), Rolf Meyer (Stiftungsratsmitglied), Renate Heinemann (Geschäftsführerin/Heimleitung) sowie Pfarrer Hans-Joachim Meyer.


Auf den Spuren der „Eisenschaffenden Industrie“

Radtour mit dem Landratskandidaten



Auf den Spuren der „Eisenschaffenden Industrie“, die die Region Ilsede seit über 120 Jahren geprägt hat, begab sich am 12. Mai 2016 CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde gemeinsam mit Henning Lochstedt und Joachim Raschewski von der CDU Ilsede. Die Fahrradtour, die etwa 20 Kilometer lang war, wurde für alle Teilnehmer ein „nachhaltiges Erlebnis“.


 

 

 

 


Manfred Vorberg (79) vom Förderverein „Haus der Geschichte“, der die Radtour leitete, war selbst 20 Jahre lang auf dem Hochofenwerk der Ilseder Hütte als Ingenieur beschäftigt gewesen und bei manchen Anlagen ein „Mann der ersten Stunde“.  1858 wurde die Ilseder Hütte gegründet; 1872 wurde das Peiner Walzwerk gebaut. Eingestellt wurde der Erzabbau aus der Lagerstätte Bülten/Adenstedt 1976, der Hochofenbetrieb in Ilsede 1983, die Produktion von Kokerei, Kraftwerk und Nebengewinnung 1995.


Die Industrialisierung verwandelte Bauerndörfer in Arbeiterdörfer oder schuf neue Siedlungen, da die Ilseder Hütte für viele Familien in Ilsede und Lahstedt Arbeitgeber war. Zügig gelang die Integration der angesiedelten Hüttenarbeiter in die landwirtschaftlich geprägte Region.


Zu Beginn der Geschichte der Industrie wurden 60 Mitarbeiter benötigt. Als sie geschlossen wurde, waren etwa 1800 eigene Mitarbeiter betroffen. Stolz berichtete Manfred Vorberg über den Geheimrat Gerhard Lucas Meyer, der 1868 Generaldirektor der Ilseder Hütte wurde. In seiner Zeit fiel auch die Gründung der Verkehrsbetriebe zur Lösung der umfangreichen Transportarbeiten sowie eine vorbildliche  innerbetriebliche Sozialpolitik und der Aufbau sozialer Stiftungen.



Zu den Stationen der Spurensuche gehörten auch der Grenzstein am Adenstedter Wald, der das Hoheitsgebiet des Herzogtums Braunschweig zum Königreich Hannover markierte, das Gelände des Emilie-Schachtes in Bülten, der eine Tiefe von 248 Meter hatte, das Altenheim Handorf, eine soziale Einrichtung, die auf Gerhard Lucas Meyer zurückgeht, sowie das ursprüngliche Gesellschaftshaus des Bergbaus Bülten Adenstedt, der heutige Groß Bültener Hof.



Manfred Vorberg und Burkhard Budde waren sich nach der Fahrt einig: „Die Geschichte einer Region ist ihr individueller Fingerabdruck. Und ohne Kenntnis der Geschichte kann man die Gegenwart nicht verstehen“.



Der Weckruf eines Trommlers

„Das Leuchten und die Sorgen Afrikas“



Ein Trommler trommelt. Und keiner scheint sein Trommeln wahrzunehmen.

Andere sind im Gespräch vertieft. Oder haben andere Probleme.

Entwurzelt und doch selbstbewusst trommelt er – „just for fun“, weil es ihm Spaß macht? Oder wegen der Hoffnung auf „small business“, weil er Geld braucht?

Er trommelt und trommelt und wird nicht beachtet, geschweige denn geachtet, wenn auch nicht missachtet.


Das Ölbild „In der Bahn“ (50x70 cm) von Marie- Luise Schulz aus Braunschweig ist im Jahr 2014 entstanden; es behält aber seine bleibende Brisanz im Leben und für das Leben.

Es ist ein Weckruf:

Das Zwecklose nicht zu vergessen. Und nicht nur nach dem Nutzen, den Vorteilen und der Anerkennung zu fragen.

Den Augenblick nicht zu übersehen. Und nicht nur nach der Uhr, dem Smartphone und dem Massengeschmack zu schielen.

Das Zeitlose zu suchen. Und nicht nur sein Glück erzwingen oder um jeden Preis machen zu wollen, sondern sich von ihm finden und beschenken zu lassen.


Und kann all das nicht auch ein bereichernder Beitrag afrikanischer Kultur in der kulturellen Vielfalt europäischer Kultur sein?


Der Betrachter des bewegten Bildes jedenfalls wird zum Nachdenken bewegt.


Zu sehen ist dieses Meisterwerk der an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ausgebildeten Künstlerin gegenwärtig in der Ausstellung “Das Leuchten und die Sorgen Afrikas“ in der Alten Kirche von Bad Suderode, einem Ortsteil der Welterbestadt Quedlinburg.


Wer die Ausstellung, die noch bis zum 30. Juni 2016 dauert (Dienstag und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr), auf sich wirken lässt, kann nicht selten ein leises, immer lauter werdendes politisches „Trommeln“ hören: Wenn nicht bald auf dem afrikanischen Kontinent angesichts der „Sorgen“ wie Kriege und des Hungers etwas geschieht, werden sich Millionen von Menschen auf den Weg nach Europa machen. Und nicht nur an die Türen klopfen, sondern verschlossene Türen ignorieren und sich durch Türen drängeln, um in einer neuen Heimat Frieden und Sicherheit, Freiheit und Wohlstand zu finden. Und vielleicht auch das Glück des „Trommlers“, der selbst im „Unglück“ glücklich erscheint.

Burkhard Budde



Zum Muttertag

Große Gefühle?



Ist der Muttertag ein Tag großer Gefühle?


Wird die Mutter mit goldenen Worten und roten Nelken, mit teuren Pralinen geehrt?


Oder werden Schuldgefühle geweckt? Macht sich ein schlechtes Gewissen bemerkbar, weil es eine lange Funkstille gab?


Ist er vielleicht ein Tag vorgespielter Gefühle? Wird der Mutter zwar für ihre Erziehungsleistungen gedankt, aber in Wahrheit ist das Ritual längst hohl geworden.


Ist der Muttertag nur etwas für ewig Gestrige, weil das Bild einer fürsorglichen Mutter mit stiller Opferbereitschaft schon lange nicht mehr zum Zeitgeist passt?


Erlebt dieser Tag gehässige Ignoranz? Weil bei einem Kind das Mutterbild einer fiesen Hexe aus dem Märchen dominiert?


Also sollte der Muttertag dann doch nur ein Glückstag für Blumenhändler und andere sein, die sich vom Muttertag ein Geschäft versprechen?


Wie wäre es, die Gefühle zu ordnen und zu gestalten?


Der Muttertag am 2. Maisonntag erinnert an besondere Frauen.


An die eigene Mutter, deren Herz in der Regel (!) beim ersten Schrei des Neugeborenen oder beim ersten Blickkontakt mit ihm höher schlug. Wehe, jemand hätte das Knittergesicht oder überhaupt ihr Kind kritisiert. Die Mutter, die – keine Regel ohne Ausnahme - schon während der Schwangerschaft eine seelische Beziehung zum Kind aufgebaut hat, ihr Kind liebt, wie es ist, mit ihrem Kind existentielle Ängste ausgehalten hat, es tröstete, ihm vergab, es verteidigte und beim selbstständig werden über Höhen, aber auch durch Täler begleitete.


Aber auch an eine Feministin. An Anna Jarvis (1864-1948), eine unverheiratete und kinderlose Lehrerin aus West Virginia, die sich für politische Ziele der Frauenbewegung wie das Frauenwahlrecht einsetzte. Als ihre Mutter, die ebenfalls politisch aktiv war, am 9. Mai 1905 starb, wollte sie, dass jährlich an die Lebensleistung ihrer Mutter gedacht wurde und ab 1908 mit dem ersten Muttertag an die „Werke aller Mütter“.


Der Muttertag erinnert zudem an alle Frauen, die sich selbstbewusst und kritisch, auf leisen Sohlen und verantwortungsbewusst für das Leben mit einem menschlichen und sozialen Gesicht einsetzen.

Denn der weltweite Siegeszug dieses Tages, den die Internationale Muttertaggesellschaft, die Heilsarmee und die Geschäftspolitik der Blumenbranche bewirkte, ist nicht ohne „starke“, d.h. menschlich und zugleich sozial eingestellte Frauen, ohne „persönliche Identifikationspersonen“ und „politische Pioniere“ denkbar gewesen.


Wie immer in der Geschichte einer politischen Bewegung gab es Trittbrettfahrer und Missbräuche, zum Beispiel der Mutterkult der Nationalsozialisten. Aber die eigentliche Substanz der Botschaft bleibt lebendig und wichtig: Danken und Denken, Liebe und Vernunft gehören zur persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung untrennbar zusammen.


 

 

 

 


Der Muttertag als Dank- und Gedenktag kann dann zum Hoffnungs- und Zukunftstag aller – auch der Väter und Kinder  - werden, manchmal vielleicht auch zum Versöhnungstag.


Und für die eigene Mutter und ihr Kind – auch für ein erwachsen gewordenes Kind, das seine Mutter (neu) vorbehaltlos annimmt und liebt – kann dieser Sonntag zu einem  einer erneuerten und gleichberechtigten Beziehung werden – als ein Vorbild im Kleinen für die große Gesellschaft.

Also doch ein Tag weiser Gefühle.

Und mit einem frohmachenden Tropfen aus der Quelle wahrer Liebe und des persönlichen Glücks.

Burkhard Budde

Das Foto (oben) zeigt ein Werk der Braunschweiger Künstlerin Marie-Luise Schulz.



Gestaltungsräume einer Gemeinde stärken

Besuch der Gemeinde Edemissen im Landkreis Peine


Für Bürgermeister Frank Bertram und dem CDU- Fraktionsvorsitzenden Ulrich Kemmer ist Edemissen mit den 14 Ortschaften im Landkreis Peine in Niedersachsen eine „besonders attraktive Adresse“.



Bei der Begegnung mit der Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann, dem CDU-, FDP- und PB- Landratskandidaten Dr. Burkhard Budde sowie den Kommunalpolitikern Thomas Klußmann und Hans-Jürgen Giere am 3. Mai 2016 im Rathaus der Gemeinde mit etwa 12000 Einwohnern wurden die „Schönheiten und Charakteristika“ genannt, die Voraussetzungen für eine Anziehungs- und Ausstrahlungskraft: Wohn- und Lebensqualität, Naturnähe und Kulturangebote, Sicherheit und Ärzteversorgung, Einkaufsmöglichkeiten und Sicherheit, Dorferneuerung und Bürgerbusse und vieles mehr.


 

 

 

 


All das gibt es auch in vielen anderen Gemeinden des Landkreises, aber die "individuelle Mischung“ ist immer Kennzeichen für den „individuellen Fingerabdruck“ einer Gemeinde. Und natürlich auch die Menschen, die hier wohnen und nicht nur die Nähe zur Heide, sondern auch zu den Oberzentren Braunschweig und Hannover schätzen.


Für „Eingeweihte“ gehört zudem die Geschichte Edemissens zum Alleinstellungsmerkmal, die im Wappen der Gemeinde deutlich wird: Der schreitende Löwe mit seinen roten Krallen und seiner roten Zunge, erinnert an die Zugehörigkeit zum ehemaligen Herzogtum Braunschweig- Lüneburg. Und die Linde mit den 14 Blättern an die 14 Ortschaften.


Dass Edemissen freie Gestaltungsräume im Rahmen der kommunalen Selbstverantwortung braucht, betonte auch Burkhard Budde beim Thema Kreisumlage sowie fairen Umgang des Landkreises mit der Gemeinde Edemissen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Flüchtlingskrise vor Ort.  


Wohin mit dem „strahlenden Müll“?

Besuch bei DBE in Peine



Die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) in Peine beschäftigt sich gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft DBE TECHNOLOGY GmbH im Auftrag des Staates mit der Frage der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle.


DBE-Geschäftsführer Borries Raapke konnte am 3. Mai 2016 die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann, CDU-Bürgermeisterkandidat Andreas Meyer (Stadt Peine), CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde (Landkreis Peine) sowie CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett aus Peine begrüßen, um sie über die Aufgaben und Herausforderungen seiner Gesellschaft zu informieren.


 

 

 

 


Acht Atomkraftwerke sind gegenwärtig in Deutschland aktiv, zehn in Schweden, 15 in Großbritannien und in der Ukraine, 19 in Kanada, 21 in Indien, 25 in Korea, 33 in China, 35 in Russland, 43 in Japan, 58 in Frankreich und 99 in den USA.


Deutschland will  den Ausstieg aus der Atomenergie und den Umstieg auf erneuerbare Energie. Aber was geschieht mit dem „strahlenden Müll“?


Eine Expertenkommission des Bundes schlägt vor, dass sich für 23 Milliarden Euro die Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW vom Kostenrisiko der Atommüll- Lagerung freikaufen sollen. Für die Kosten der Stilllegung und des Abrisses der Meiler sollen die Energiekonzerne verantwortlich sein; der Staat für Zwischen- und Endlagerung. Lösungen werden gesucht. Und DBE will und soll dabei helfen.


Energien nutzen

Bundestagsabgeordnete und Landratskandidat bei WindStrom


Wind ist in Niedersachen reichlich vorhanden. Bis Ende 2014 zählte das Windenergieland Nr.1 der Bundesrepublik 5.616 Windenergieanlagen (Deutschland insgesamt 25.980 - Ende 2015).


Wind gehört zu den erneuerbaren Energien, die wegen des Klimaschutzes, aber auch wegen des beschlossenen Ausstiegs aus der Kernenergie für alle (überlebens-)wichtig sind.


Konventionelle und erneuerbare Energieträger

Gegenwärtig beträgt in Deutschland der Anteil der Stromproduktion durch konventionelle Energieträger (Kernenergie, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas) 64,53 Prozent, durch erneuerbare Energieträger (Wind, Solar, Biomasse, Wasserkraft) 35,47 Prozent.

Das letzte Atomkraftwerk soll im Jahr 2022 abgeschaltet werden, der Ausstieg aus der Kohle ist bis 2050 vorgesehen. Deutschland ist weltweit Vorreiter der „Energiewende“. Sie hat vielfältige Aktivitäten mit neuen Arbeitsplätzen ausgelöst.



Politik im Gespräch

In Edemissen im Landkreis Peine beispielsweise wurde 1992 das Stammhaus der Unternehmensgruppe „WindStrom“ gegründet, das von Joachim Mrotzek und Steffen Warneboldt geleitet wird. Am 3. Mai 2016 bekamen sie Besuch von der CDU-Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann, CDU-, FDP-, PB- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde sowie den Lokalpolitikern Thomas Klußmann und Hans-Jürgen Giere, die sich über die Windindustrie  informieren wollten.


Aktivitäten von WindStrom

Die Unternehmensgruppe „WindStrom“ mit einem Umsatz des Kernunternehmens von 37,4 Mio. Euro hat bis Ende 2015 389 Windenergieanlagen errichtet sowie fünf Umspannwerke. In Oyten im Landkreis Verden gibt es eine Niederlassung, in Westensee im Landkreis Rendsburg-Eckernförder ein Regionalbüro. Sie ist auch im Ausland tätig, z.B. in Frankreich und Polen.

Zu ihren Geschäftsfeldern gehören die Planung, Finanzierung und schlüsselfertige Errichtung von Windparks, die kaufmännische und technische Betriebsführung von Windparks, der Betrieb von Windparks und Umspannwerken.


 

 

 

 


Wünsche an die Politik

Als einen Standortvorteil bezeichnete die Geschäftsleitung die Rahmenbedingungen in Deutschland mit Vertrauensschutz und Verlässlichkeit. Allerdings wünscht sie sich insbesondere von der Politik, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG 2016, eine Mindestmenge von 2.500 MW pro Jahr aufnimmt (ohne „Repowering“,  d.h. das Ersetzen alter Kraftwerksteile zur Stromerzeugung durch neue Anlagenteile) und dass kommerzielle Anreize für Netzbetreiber geschaffen werden.


Gesamtverantwortung der Politik

Wind ist und bleibt wichtig für die Stromerzeugung in Deutschland: Betrug der „Wind“- Anteil im Jahr 2014 noch 9,1 Prozent, waren es 2015 bereits 13,5 Prozent. Politik – und das ist auch vielen Stromkunden wichtig – trägt eine Gesamtverantwortung  im Blick auf den Energiemix sowie auf Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Planbarkeit. Politik schafft die Verwirklichung dieser Ziele nicht im Alleingang. Sie sollte es mit (bürokratischen) Regulierungen nicht übertreiben, sondern die Energien der Unternehmen bei der Energiewende nutzen.

Burkhard Budde


Die Zusammensetzung der Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2015 in Prozent (2014 im Vergleich):

Braunkohle 23,8 (24,8)

Steinkohle  18,1 (18,9)

Kernkraft 14,1 (15,5)

Wind  13, 5 (9,1)

Erdgas 9,1 (9,7)

Biomasse 6,8 (6,9)

Photovoltaik 5,9 (5,7)

Wasser 3,0 (3,1)

Sonstige…

 


Auf den Schultern von Adenauer und Erhard

Stiftung fördert Studenten mit Potential

Wer auf Schultern steht, sieht weiter. Und kann leichter den Überblick gewinnen sowie Maßstäbe für sein eigenes Handeln finden.



Eine solche „Schulter“ ist Konrad Adenauer, von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, vor allem Motor des Wiederaufbaus des deutschen Kernstaates im Westen sowie Weichensteller einer verlässlichen Westbindung.

 

 

 

 

Aber auch Ludwig Erhard gehört zu den wichtigen Schultern unserer Geschichte: Von 1949 bis 1963 war er Wirtschaftsminister und von 1963 bis 1966 zweiter Bundeskanzler, vor allem der Vater des deutschen Wirtschaftswunders und „Ziehvater“ der Sozialen Marktwirtschaft.



Unsichtbar, aber im Wertehorizont immer gegenwärtig waren Adenauer und Erhard bei der Auswahltagung der Studienförderung der Konrad- Adenauer- Stiftung. 95 Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen  waren am 29. und 30. April 2016 nach Sankt Augustin  gekommen, um in 16 Gruppen vor allem mit ihrem Wissen, ihrem sozialen Engagement, ihrer Persönlichkeit und dem individuellen Potential die jeweils drei Prüfer zu überzeugen.   

Dr. Susanna Schmidt, Leiterin der Hauptabteilung Begabtenförderung und Kultur sowie Dr. Frank Müller, Abteilungsleiter der Studienförderung, freuten sich über die große Resonanz.

Denn aus Hoffnungsträgern von heute können Verantwortungsträger von morgen und „Schultern“ für andere von übermorgen werden.

Burkhard Budde

 


Ein Schatz wird gehoben

Das Welterbe im Harz


Für manche ist er wie Sahne. Schön dass es ihn „obendrauf“ gibt. Für andere ist der schöpferische Geist der Menschheit wie ein Schatz, den man gezielt entdecken kann. Aus der Ferne – auch aus Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien -  kommen immer mehr Schatzsucher, um das einmalige Welterbe im Harz kennen zu lernen. Dazu zählen das Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Goslar und die Oberharzer Wasserwirtschaft.



Weltweit gibt es 1031 Welterbestätten, in Deutschland 40 Stätten, die zurzeit als authentische Orte das gemeinsame kulturelle Weltgedächtnis darstellen.


Wer vor der Haustür des Harzes lebt, könnte eigentlich stolz sein auf diesen Schatz, der als Weltkulturerbe der UNESCO im Jahre 2012 offiziell von der Ministerin Johanna Wanka bekannt gemacht wurde.  Aber noch muss bei vielen in der Nähe Wohnenden im Blick auf die Themen Bergbau, Energieversorgung, Architektur- und Siedlungswesen und Landschaftswandel noch Überzeugungsarbeit geleistet werden.


 

 

 

 

Gerhard Lenz, Stiftungsdirektor UNESCO-Welterbe im Harz und Geschäftsführer Erzbergwerk Rammelsberg, ist seit fast vier Jahren dabei, den Schatz systematisch zu heben. Auf einer Veranstaltung des Braunschweiger Lionsclubs Dankwarderode erläuterte er am 28. April 2016 seine Strategie.


Das Welterbe soll als Motor der Regionalentwicklung genutzt, die Erinnerungsstätten zu Vermittlungsorten entwickelt, der Bildungsauftrag in Museen lokal verwirklicht und Museen vereint werden.  


Konkret bedeutet das: Zehn „kleine Museen“ müssen attraktiv gestaltet und miteinander vernetzt werden. Zwei Welterbe- Erkenntniswege und drei dezentrale Infozentren werden geschaffen. Von insgesamt 960 Objekten sollen 30 öffentlich zugängliche Bodendenkmale instandgesetzt werden. Und natürlich gehören auch Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit dazu, um das „versteckte“ Welterbe bekannter zu machen.  Mit etwa 1,5 Mio. Euro unterstützt die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen ihres „TRAFO-Modells“ das Kulturangebot im ländlichen Raum.



Eine Chance, um aus der Vergangenheit mit seinen schöpferischen Leistungen mit Bürgern vor Ort eine Zukunft in der Region zu entwickeln. Denn das Erbe ist nicht nur Zeugnis der Vergangenheit, sondern vor allem Triebfeder eines Entwicklungspotentials.  Keine „Sahne“, sondern wachsender Schatz.  

Burkhard Budde  


Starker und unabhängiger Partner des Staates

Das Beispiel der Bürgerstiftung Braunschweig



 

 

 

 

Was macht eigentlich eine Bürgerstiftung? In Deutschland gibt es etwa 400 „starke Partner des Staates“ (Ursula von der Leyen). Die Anfänge dieser „Institutionen wachen Bürgersinns“ (Horst Köhler) gehen auf den deutschen Unternehmer Reinhard Mohn zurück, der das „Modell der community foundation“ in Amerika kennengelernt hatte und 1996 die Gründung der Stadtstiftung Gütersloh anregte.


Sehr schnell verbreitete sich die Idee, entweder „von oben“ durch einen Paten oder „von unten“ durch Bürger.

In Braunschweig kamen im Jahr 2003 etwa 100 Bürger zusammen und gründeten nach dem Motto „MitTragen-MitDenken-MitGestalten“ die Bürgerstiftung Braunschweig, um soziale und kulturelle Aktivitäten zu fördern.



Ulrich E.Deissner, Vorstandsvorsitzende dieser Stiftung, führte mich am 27. April 2016 durch die neuen Stiftungsräume direkt hinter dem Haus der Braunschweigischen Stiftungen am Löwenwall 16.  Stolz berichtete er, dass die Braunschweiger Bürgerstiftung zu den führenden deutschen Bürgerstiftungen gehört. „Wir fördern bürgerschaftliches Engagement, aber wir betreiben auch Projekte in den Bereichen Bildung und Erziehung, Kultur und Kunst, Wissenschaft und Gesundheit sowie Natur-, Umwelt- und Denkmalschutz“, sagt Deissner und weist allein auf etwa 80 Projekte hin, die mit anderen Stiftungen gemeinsam gemacht werden.


Darüber hinaus werden etwa 32 Treuhandstiftungen von der Bürgerstiftung verwaltet („Stifter für Stifter“), die im letzten Jahr das Qualitätssiegel für gute Treuhand-stiftungsverwaltung vom Bundesverband Deutscher Stiftungen erhielt. Als ein besonderes Kennzeichnen der Bürgerstiftung bezeichnet Deissner die Unabhängigkeit: „Wir denken wie Stifter, nicht wie Banken.“


Die Bürgerstiftung Braunschweig – ihre Moderatoren-, Mittler- und Netzwerkerrolle, aber auch ihre professionellen Dienst- und Serviceleistungen stärken das soziale und kulturelle Gesicht der Stadt. Ein ermutigendes Beispiel auch für andere Städte und Landkreise.     


Mutmacher Obama


Über die Veröffentlichung meiner Gedanken zur Grundsatzrede des Präsidenten Obama in der heutigen Ausgabe DIE WELT habe ich mich sehr gefreut.



"Präsident Obama – kein Weltenretter, aber immer noch ein Hoffnungsträger, der häufig den richtigen Ton mit den richtigen Worten verbindet – und in Hannover den Europäern den richtigen Spiegel zum richtigen Zeitpunkt vorgehalten hat:

Europa darf sich nicht auseinanderdividieren. Ein starkes Europa wird als Partner und Mitgestalter weltweit gebraucht. Nur eine europäische Geschlossenheit in Vielfalt und Gleichwertigkeit, in Offenheit und Erneuerung, mit Fairness und Rechtsstaatlichkeit, mit Eigenverantwortung und Solidarität kann eine gemeinsame Zukunft als Teil der globalen Welt eröffnen.


Man muss Obama nicht zu Füßen liegen. Er ist kein Heilsbringer (gewesen). Aber man kann ihm danken, dass er allen Europäern Mut macht, die Antriebskräfte der Freiheit und Würde, der Vielfalt in Einheit zu entdecken und sich von ihnen bewegen zu lassen, die selbst angesichts enttäuschter politischer Liebe freigesetzt werden."


(in: DIE WELT 27.4.2016; Zu: "Der Präsident hat einen Traum" vom 26. April 2016 in DW)



Gefällter Baum

 

 

Auch er hat seine Zeiten.

Die Wurzeln am Anfang.

Der Stamm mit den Jahren.

Die Zweige mit den Erfahrungen.

Die Blätter mit den Aufgaben.

Die Früchte mit den Erfolgen.

Gibt es Sinn am Ende seiner Zeit?

 

Burkhard Budde

 

„Dynamisches Innovationsmodell“

Franz Einhaus und Burkhard Budde gemeinsam im Peiner Stahlwerk

 

Peines Landrat Franz Einhaus (SPD)  sowie Dr. Burkhard Budde (CDU-, FDP-,PB-Landratskandidat) sind sich einig: Der Stahl hat für das Peiner Land und die Wirtschaftsregion  eine besondereBedeutung.  

 

 

Auf Einladung des Wirtschaftsrates der CDU des Landesverbandes Niedersachsen besuchten sie am 21. April 2016 das Unternehmen der Peiner Träger GmbH in der Stadt Peine. Marc Osterwald und Jan Christian Janßen vom Wirtschaftsrat freuten sich, auch die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann,Kommunalpolitiker, Personen aus der Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen zu können sowie die Gastgeber Dipl. Ing. Stephan Lemgen (Geschäftsführung der Peiner Träger GmbH) und Dr. Peter Juchmann (Leiter Bandgießen/Warmwalzen), die Informationen zu ihrem Unternehmen gaben.   

 

 

Für Burkhard Budde ist das Peiner Stahlwerk, das zur Salzgitter-Gruppe gehört, nicht nur ein „wirtschaftliches Traditionsmodell“, das die Peiner Wirtschaft und Region geprägt habe, sondern auch ein „dynamisches Innovationsmodell“, das durch technologische Pionierleistungen Ausstrahlungs- und Anziehungskraft weltweit gewinne. Ein fairer Wettbewerb sei jedoch die Bedingung für eine nachhaltige Entwicklung und die Sicherung der Arbeitsplätze.  

 

Auch Franz Einhaus erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die EU-Kommission nicht nur für den Schutz gegen Billigimporte aus China nach Europa sorgen müsse, sondern auch keine Subventionen für „marode“ Stahlwerke in Europa geben dürfe, die zu Lasten moderner Anlage wie die in Peine gingen.

 

Dass in Peine „innovativ“ gearbeitet wird, zeigt die weltweit erste Pilotanlage zum Bandgießen am Standort Peine. Neue Stahlsorten werden durch die Bandgießtechnologie (BCT) erzeugt und sollen weltweit industrielle Anwendung finden. Peines Bürgermeisterkandidat Andreas Meier (CDU) war wie die übrigen Gäste – unter ihnen die CDU- Kreisvorsitzende Claudia Körner aus Salzgitter und der Oberbürgermeister a.D. Prof. Rolf Schnellecke aus Wolfsburg - beeindruckt, als er das 153. Gießen unmittelbar mit erlebte, wie aus 1625 Grad heißem Stahl ein innovatives Produkt entstand. „Das ist für mich ein weiterer Grund, mich für unseren Stahlstandort Peine einzusetzen", sagte er begeistert.  

 

 

Die Peiner Träger GmbH, die 779 Mitarbeiter beschäftigt, hat einen Jahresumsatz (2015) von 517 Mio Euro. Erzeugt werden Rohstahl (1.039 Tt) und Walzstahl (992 Tt). Zu den Produkten zählen Formstahl- und Breitflanschträger, Stützenprofile, Pfahlprofile und Grubenausbauprofile.

Die industrielle Pilotanlage, so Peter Juchmann in seinem Vortrag über die BCT-Anlage, „hat die grundsätzliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des horizontalen Bandgießverfahrens nachgewiesen“.  Eine erste Weiterentwicklung zu Warm- und Kaltwalzbandprodukten sei erfolgt. Verkaufsfähige Flachprodukte  seien „der nächste Meilenstein“. Und es gebe bereits weitere Produktideen.


Für die Politik vor Ort stand nach der Besichtigung fest:Die kreativen und leistungsfähigen Köpfe in und für Südostniedersachsen sind auf allen Ebenen gemeinsam zu stärken.

 

 

Liebe

 

 

Ich liebe dich

jetzt und hier

und bin ganz bei dir.

 

Du liebst mich

wie ich bin

und das ist unser Gewinn.

 

Wir lieben uns

und sind ein Paar

und sagen dazu ja.

 

Die Leidenschaft,

die uns bewegt,

bleibt der gemeinsame Weg.

 

Das Kribbeln mag verschwinden,

wachsen jedoch das Vertrauen,

und darauf können wir bauen.

 

Burkhard Budde

 

 

 

Suche elf Diamanten

 

Suche eine geizige Person, die materiell reich,

aber sozial arm ist.

Suche eine verschwenderische Person, die materiell arm,

aber sozial reich erscheint.

Suche eine gierige Person, die immer mehr haben will,

aber immer weniger Liebe hat.

Suche eine heuchlerische Person, die künstlich lächelt,

aber real mit dem Fuß tritt.

Suche eine gehässige Person, die andere schlecht macht,

aber nicht selbstkritisch ist.

Suche eine neidische Person, die anderen nichts gönnt,

aber selbst Anerkennung braucht.

Suche eine überhebliche Person, die alles besser weiß,

aber unter Minderwertigkeit leidet.

Suche eine gleichgültige Person, die die Ruhe liebt,

aber herzlos lebt.

Suche eine ängstliche Person, die den Mund öffnen sollte,

aber den Kopf einzieht.

Suche eine faule Person, die Potenziale hat,

aber lieber bequem durchs Leben  segelt.

Suche eine ungläubige Person, die Gott missachtet,

aber von ihm und durch ihn existiert. 

 

 

Warum?

Weil sich alle im Spiegel des Lebens wiedererkennen können.

Um als Rohdiamant mit rauen und spitzen Kanten

zum edlen Stein der leidenschaftlichen Vernunft  

und persönlichen Verantwortung

geschliffen zu werden.

Burkhard Budde

 

Mit eigenem Kopf

Studenten werden gefördert

 

Der eigenwillige und mutige Kopf hätte sich über die jungen Hoffnungsträger gefreut. Nach Konrad Adenauer, der von 1917 bis 1933 Oberbürgermeister in Köln und von 1949 bis 1963 Bundeskanzler der Bundesrepublik war, ist die parteinahe Stiftung der CDU benannt, die Studenten fördert.  

 

 

Der Name Konrad Adenauer verpflichtet: Als Mensch mit Menschen und für Menschen Verantwortung für sich, die Gesellschaft und die Wirtschaft, für die Demokratie und den Staat wahrzunehmen.  

Unabhängig davon bleibt das historische Werk Adenauers: Er war vor allem Motor des Wiederaufbaus und der neuen Souveränität des deutschen Kernstaates im Westen, Weichensteller einer stabilen Demokratie, einer leistungsfähigen Volkswirtschaft, einer verlässlichen Westbindung sowie einer Verständigungspolitik, die neues Vertrauen schuf.

 

 

Am 15. und 16.April 2016 fand wieder eine Auswahltagung der Studienförderung in Bad Honnef statt. Als Mitglied des Auswahlausschusses und als ehemaliger Stipendiat konnte ich Studierende – bei dieser Tagung vor allem zukünftige Wirtschaftswissenschaftler - kennenlernen, die überdurchschnittliche schulische Leistungen erbracht hatten und überdurchschnittliche hochschulische Leistungen erwarten lassen, sich aktiv in Politik, Gesellschaft oder in einem sozialen Bereich engagieren sowie persönlich geeignet erschienen, weil sie als tolerante und soziale sowie als kritikfähige und mündige Persönlichkeiten überzeugten – vielleicht nicht so unbequem wie damals Adenauer, aber mit eigenem und selbstständig denkendem Kopf.   

 

Mobiler Dienst für den Bürger

Besuch der Peiner Verkehrsgesellschaft

 

Morgens gegen 4.20 Uhr beginnt der Dienst für den ersten Busfahrer. Gegen 23.20 Uhr kehrt der letzte Mitarbeiter der Peiner Verkehrsgesellschaft mbH (PVG) mit seinem Bus zum Standort Am VFB-Platz 3 in Peine zurück.

 

 

Um die Arbeit und Herausforderungen der PVG kennenzulernen, machte die CDU-Kreistagsfraktion Peine unter dem Vorsitz von Hans-Werner Fechner am 13. April 2016 einen Ortstermin. Mit dabei waren CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett und CDU-, FDP- und PG- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, die sich von den Aufgaben der Mitarbeiter – u.a. Einsatzleitung, Wartung, Reinigung, Sicherheitsprüfungen der 35 Fahrzeuge - beeindruckt zeigten.

 

Anschließend wurde mit dem Geschäftsführer Jörg Reincke und dem Bereichsleiter Jörg Meier insbesondere  über die Themen „Schülerbeförderung“, „Leistungsspektrum“, „Nahverkehrsplan“, „Rahmenbedingungen und Gestaltungsspielräume“ und  „Entwicklung“ der PVG gesprochen.

 

Die Peiner Verkehrsgesellschaft gehört zum Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), die „regionale Klammer“ zwischen den drei kreisfreien Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel, die zur Zeit für die Raumordnung und einen funktionierenden Nahverkehrsplan verantwortlich ist.

 

Über einen Gesetzentwurf von SPD, Grünen und FDP zur Weiterentwicklung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig in einen „Regionalverband“ mit erweiterten Aufgaben sowie mit Direktwahl und einer zusätzlichen parlamentarischen Ebene wird im niedersächsischen Landtag und in der „Politik vor Ort“ gegenwärtig diskutiert – natürlich auch ein Thema in der CDU-Kreistagsfraktion und bei Mitarbeitern der PVG.

 

 

Musik kann Menschen glücklicher machen

Auftritt der Nachwuchsband „You Silence I Bird“

 

Die Sonne, die am Himmel verschmitzt lächelt, schickt großzügig ihre Strahlen zu den Menschen. Manche sind dankbar und ihre Gesichter hellen auf. Andere entdecken erste Frühlingsgefühle und verspüren lang vermisste Schmetterlingsgefühle.

Bei anderen Menschen hat die Sonne keine Chance. Sie eilen genervt oder gelangweilt mitten durch das bunte Treiben. Als wären sie allein auf dieser Welt und als gäbe es keine Sonne, keinen Mond und keine Sterne. Unzufriedene Gesichter und gleichgültige, manchmal auch böse Blicke können jedoch eine besondere Stimmung nicht vermiesen.

 

 

Auch auf dem Kohlmarkt der Löwenstadt war am 9. April 2016 beim „modeautofrühling 2016“ eine besondere Stimme eines besonderen Vogels zu hören, der die Stimmung aufzuhellen vermochte. „Das ist ja Musik zum Verlieben“, rief eine junge Frau ihrer Freundin zu, die stolz ihr Kind in einem Kinderwagen schob. Und beide strahlten gleichsam um die Wette. Sie erlebten zufällig – en passant - die Nachwuchsband „You Silence I Bird“ („YSIB“) , die mit ihren eigenen Musikstücken wie ein zwitschernder Vogel in der Stille die Herzen und Köpfe der Menschen erreicht, wenn sie sich mitnehmen und hineinnehmen lassen in die Dynamik und Harmonie ihrer Indie-Pop- Musik. Auch ein älterer Herr genoss offensichtlich diese „Stille“ in seiner Seele, die sich mit sanften musikalischen „Rufen“ zu füllen schien. Immer häufiger bewegte er, in einer Hand eine Bierdose haltend, seinen Körper. Und seine Augen fingen an zu glänzen.  

Dieser Band zuzuhören und sichvon ihr wie von Sonnenstrahlen zärtlich berühren und sanft streicheln zu lassen, schien sich für Jung und Alt zu lohnen. Begeisterte ließen es sich denn auch nicht nehmen, für fünf Euro die EP „Teaside“ zu kaufen.

 

 

Und was haben die jungen Musiker selbst gefühlt? Wie interpretieren sie den „Vogel“, der in der Stille des Frühlings aktiv ist. Paul Baumann (Vocals und Gitarre): „Ich konnte den Duft des Frühlings wahrnehmen, der uns selbst beflügelt.“ Jonas Budde (ebenfalls Vocals und Gitarre): „Die Bewegungen des Frühlings werden von unserer Musik aufgenommen und können in den Herzen und Köpfen nachdenkliche und frohmachende Wellen schlagen.“ Hendrik Garbade (Bass,Gitarre und Vocals): „Der Frühling schafft eine entspannte, fast familienähnliche Atmosphäre, die Begegnungen und Gespräche erleichtert.“ Und Moses Köhler (Percussion, Backing Vocals): „Wenn die passende Stimmung durch den Frühling geprägt ist, blüht der Mensch leichter auf, so dass die Musik geöffnete Türen der Seelen vorfindet.“  

 

Doch „You Silence I Bird“, im Januar 2012 von den vier jungen Männern aus Braunschweig und Hannover gegründet, will und kann das Geheimnis des Frühlings nicht lüften. Denn der Vogel will noch vielen Menschen - ein ganzes Jahr lang und nicht nur im Frühling – Freude durch die Musik bereiten. Seit März 2014 – durch die Teilnahme am „School Jam“ Wettbewerb sowie durch mehrere Voting-Gewinne auf Spiegel Online im Wettbewerb mit über 1000 Bewerbern – zählt „YSIB“ zu den acht besten Nachwuchsbands Deutschlands. Seit kurzem gibt es auch das Musikvideo „Last Night“ – ein weiterer Lichtblick unabhängig von der Jahreszeit.

Aber die Sonne existiert immer, auch hinter dunklen Wolken. Und sie freut sich über jeden musikalischen Nachwuchs, der Menschen glücklicher macht.                          B.B.

Weitere Infos:yousilenceibird.com         

 

 

Vorsitzender:  

„Die CDU steht für eine familienfreundliche Stadt“

Abgeordneter auf dem Parteitag:

„Die CDU steht hinter VW.“

 

Die CDU in Braunschweig, die etwa 1040 Mitglieder hat und in 23 Ortsverbänden im Stadtgebiet organisiert ist, will bei den Kommunalwahlen am 11. September wieder stärkste Kraft im Stadtrat und „stark“ in den Bezirksräten sein.

 

CDU-Kreisvorsitzender Dr. Sebastian Vollbrecht  wies auf dem Kreisparteitag am 9. April 2016 in der Braunschweiger Stadthalle auf die Bedeutung der Kommunalwahl hin. Der Bürger stehe vor den Entscheidung, ob er solide Verhältnisse mit einer starken CDU habe wolle „oder den Weg zurück in die lähmende Verschuldung“.  Ein Sparwille im aktuellen städtischen Haushalt sei weder bei der SPD noch bei den Grünen zu erkennen. Selbst die Einführung der Kita-Gebühren, die die CDU ablehnte, brächten keine zusätzlichen Einnahmen für den Haushalt. Die von der CDU eingeführte Befreiung als besonderer Standortvorteil, als Investition in die Zukunft, als Ausdruck für eine familienfreundliche Stadt  würde leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

 

IHK-Präsident:  

„Danke für gute Zusammenarbeit“

Für die gute Zusammenarbeit zwischen der Industrie- und Handelskammer und der CDU sowie den Stadträten dankte IHK-Präsident Helmut Streiff, der mehr als 30 000 Mitgliedsunternehmen in der Region repräsentiert und als „begeisterter Verfechter“ des Regionsgedankens ehrenamtlich tätig ist.

 

 

Betriebsrat:  

„Für umfassende Aufklärung“

Uwe Fritsch, Betriebsratsvorsitzender VW Braunschweig, nahm in seinem Grußwort zum Thema „manipulierte Abgaswerte“ Stellung: „Mitarbeiter, die nichts mit den Manipulationen zu tun haben, haben jetzt Angst um ihren Arbeitsplatz. Wir haben eine umfassende Aufklärung gefordert.“ Die kriminellen Machenschaften von wenigen Managern dürften nicht zum Ruin vieler führen.  Die „Mitbestimmung“ sei nicht Ursache von krimineller Energie: „Das zu behaupten ist widersinnig und infam“. Auch warnte er vor pauschalen Verurteilungen und warb um Verständnis für die Anerkennungsprämie: Gute Arbeit habe gute Löhne verdient. VW – weltweit beschäftigt das Werk etwa 620 000 Mitarbeiter an 121 Standorten – sei in einer „handfesten Krise und noch lange nicht über den Berg.“

 

Schatzmeister:  

„Für Kulturwandel.“

Zu Beginn seines Berichtes über die finanzielle Situation der CDU ging Schatzmeister Dr.Burkhard Budde auch auf das Grußwort von Uwe Fritsch ein. Solidarität mit den Mitarbeitern von VW sowie die Stärkung des Standortes sei für die Region wichtig. Die Qualität der Marke VW müsse erhalten bleiben und weiterentwickelt werden. „Aber die verantwortlichen Kräfte dürfen den versprochenen Kulturwandel bei VW nicht vergessen, der eine Verantwortungs- und Gesprächskultur gleichwertiger Mitarbeiter stärkt und Ängste überwindet.“

 

Carsten Müller:  

„Für Solidarität mit VW“

Auch Bundestagsabgeordneter Carsten Müller unterstrich anschließend: „Die CDU steht hinter VW.“ Das könne man leider von allen Politikern nicht sagen. SPD und Grüne hätten im EU-Parlament einen Untersuchungsausschuss  beantragt, „um VW zu schwächen.“ Ein Abgeordneter der Linken habe im Bundestag sogar zu Protokoll gegeben, dass der „Lack bei VW“ ab sei.

Positiv berichtete Carsten Müller vom geplanten Ausbau der Weddeler Schleife, von bewilligten Fördergeldern für die Dachsanierung der Braunschweiger Katharinenkirche; aber auch die Sanierung des Domdaches soll unterstützt werden.  Für Carsten Müller sollte der Burgplatz zum UNESCO- Kulturerbe erklärt werden.

 

Heidemarie Mundlos:  

„Für Schließung von Sicherheitslücken“

Die Landtagsabgeordnete Heidemarie Mundlos setzte sich u.a. für die Schließung der Sicherheitslücken in Niedersachsen ein, „um eine Abwehr islamistischer Bedrohung zu erreichen“, für eine bessere Unterrichtsversorgung, „die wir wegen der Kinder mit zusätzlicher Sprachförderung brauchen“, für bessere Bedingungen in den Krippen und Kindertagesstätten, „da diese Einrichtungen mehr als eine Unterbringung sind und einen Erziehungsauftrag haben.“     

 

Klaus Wendtroth:  

„Für den Weg der Vernunft“

Klaus Wendtroth, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, forderte die SPD auf, auf den „Weg der Vernunft“ zurückzukehren, um gemeinsam den „Weg der dynamischen Entwicklung“ weitergehen zu können.


 

Neu gewählter Kreisvorstand

Als Vorsitzender wurde auf dem Kreisparteitag SebastianVollbrecht wiedergewählt. Stellvertreter sind Claas Merfort, Carsten Müller und Sabine Campe. Die Finanzen werden weiterhin durch Burkhard Budde betreut; Schriftführerin ist Antje Keller. Den Vorstand komplettieren als Beisitzer Michael Berger, Friederike Harlfinger, Björn Hinrichs und Laura Schwedes. Foto Siegfried Nickel 

 

Auf ein Wort.

Sind Sie eigentlich glücklich?

 

 

Das Fenster zum Glück scheint immer nur kurz geöffnet.

Aber ein Blick auf die Außenwelt ist dann möglich.

 

Sie tauschen verdientes Gold gegen ein Pferd.

Wer auf dem Rücken eines Pferdes sitzt, kann weiter sehen, besser gesehen werden und schneller vorankommen.

 

Sie tauschen das Pferd mit einer Kuh.

Wer eine Kuh besitzt, kann mit Milch rechnen und hat damit eine gewisse Sicherheit, die Voraussetzung für seine Freiheit ist.

 

Sie tauschen die Kuh gegen ein Schwein.

Wer über ein Schwein verfügt, hat nicht selten Schwein gehabt und kann die Vielfalt der Gaumenfreuden genießen.

 

Sie tauschen das Schwein mit einer Gans.

Wer eine Gans sein eigen nennt, gehört schon zu denen, die sich Luxus gönnen sowie die Suche nach dem Guten, dem Wahren und dem Schönen leisten können.

 

Sie tauschen die Gans gegen einen Wetzstein.

Wer einen Wetzstein hat, will gerne arbeiten, aber auch in seinen Tätigkeiten Sinn, Freude und Anerkennung erleben.

 

Sie tauschen den Wetzstein gegen einen Felsstein.

Wer einen Felsstein annimmt, kennt eigene und fremde Hoffnungen und Sehnsüchte und kann doch plötzlich alles verlieren.

 

Die Fensterscheibe ist dann zerbrochen, aber sie trennt nicht mehr.

Wer jetzt rausschaut, schaut gleichzeitig hinein;

wer hineinschaut, schaut überraschenderweise hinaus.

 

 

Denn jetzt können leere Hände mit neuem Vertrauen gefüllt werden.

Und mit bedingungsloser und schöpferischer Liebe,

die das befreite Herz und die leicht gewordenen Füße neu bewegen lassen.

 

Und Sie glücklich macht bis Sie sich in der Glückseligkeit in Gott vollenden.

 

Burkhard Budde

 

In Würde und selbstbestimmt leben wollen

Ingrid Pahlmann und Burkhard Budde besuchten Altenpflegeheime

 

 

In Würde und mit Respekt sicher und selbstbestimmt leben. Und eines Tages auch sterben. Wo und wie kann man das? Auch alt, gepflegt, begleitet und gut versorgt werden. Gelingt die Verwirklichung eines solchen Leitbildes in einem Altenpflegeheim?  

 

Auf Initiative von Gisela Braackmann, CDU-Kreisvorstandsmitglied Peine, suchten die CDU-Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann (Gifhorn) und der CDU-, FDP- und PG- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde  sowie der stv. Gemeindebürgermeister Günter Mertins (Ilsede), Seniorensprecher Karl-Heinz Arnold und weitere Kommunalpolitiker das Gespräch mit Bewohnern und Mitarbeitern von Altenpflegeheimen.

 

 

Zunächst wurde am 6. April 2016 die Seniorenresidenz Brockenblick GmbH in Gadenstedt-Lahstedt besucht. Leiter Christopher Boës stellte seine Einrichtung vor, die zur Die MEDIKO Pflege- und Gesundheitszentren GmbH alsTeil der familiengeführten LINDHORST Gruppe mit Firmensitz in Winsen an der Aller gehört. Im Brockenblick leben zurzeit 90 Bewohner in 84 Einzelzimmern und drei Doppelzimmern in drei Wohnbereichen. Das durchschnittliche Einzugsalter ist 89 Jahre, die durchschnittliche „Verweildauer“ der Bewohner etwa vier bis fünf Jahre. 83 Mitarbeiter kümmern sich nach einem ganzheitlichen Konzept, „wobei der Bewohner an erster Stelle steht“, so  Boës. Auch Probleme wie „Fahrstuhl“, „Parkplatz“ und „Verkehrssicherheit für Senioren“ außerhalb des Hauses wurden von Bewohnern offen angesprochen und lösungsorientiert diskutiert.

 

 

In Ilsede Am Markt kam es anschließend im QualiVita Senioren- und Pflegeheim zur Begegnung mit der Geschäftsführung Jana Schulz und Achim Leßmann, Anna Spahr von der Verwaltung und Bewohnern. In Kleingruppen konnten sich die Gäste mit den Bewohnern bei Kaffee und Kuchen austauschen. Geschäftsführerin Jana Schulz informierte über das Familienunternehmen und über die Einrichtung in Ilsede mit 38 Plätzen und 40 Mitarbeitern. Die zentrale Lage des Hauses, aber auch seine überschaubare Größe gehöre zu den Besonderheiten. „Jeder Bewohner“, so Jana Schulz, „könne individuell und liebevoll von den Mitarbeitern begleitet werden.“ So wurde zum Beispiel der Wunsch einer Bewohnerin, die im Sterben lag, die Fingernägel lackiert zu bekommen, selbstverständlich erfüllt. Auf Wunsch arbeitet das Haus mit dem Hospizverein Peine zusammen, aber auch zu der Kirchengemeinde gebe es gute Kontakte. Viele Angebote wie Beschäftigungs- und Betreuungsprogramme (z.B.Gedächtnistraining) gibt es regelmäßig. Und wie finden suchende Menschen ein „humanes  und passendes Altenpflegeheim“?  „Lassen sie auch ihr Bauchgefühl sprechen, wenn sie zum ersten Mal ein Haus betreten“, empfiehlt Jana Schulz.


 

Landratskandidat Dr. Burkhard Budde, der sich für eine Träger- und Angebotsvielfalt im Landkreis Peine sowie für eine würdevolle Pflege und ganzheitliche Begleitung  aussprach und selbst über vielfältige Erfahrungen in der diakonischen Altenhilfe verfügt (er war viele Jahre Vorstandsvorsitzender des Niedersächsischen Evangelischen Altenhilfeverbandes), dankte den Mitarbeitern für ihren engagierten Dienst, aber auch den Bewohnern („den eigentlichen Arbeitgebern“) für das „begründete Vertrauen in der menschlichen Beziehungsarbeit“.  Er sprach u.a. mit den Bewohnern Heidemarie Kielhorn und Günter Friebe, die sich in dem Senioren-und Pflegeheim sehr wohlfühlen, aber auch in „ihrer geliebten Stadt“.

 

 

Für humane Leistungsschulen mit sozialem Gesicht

Landratskandidat beider CDU Ilsede-Lahstedt

 

 

Auch CDU-, FDP-, PG- Landratskandidat Dr. Burkhard Budde forderte wie die CDU-Kreistagsfraktion in der letzten Woche einen Schulentwicklungsplan für den gesamten Landkreis Peine. Auf der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Ilsede-Lahstedt am 5. April 2016 im Waldgasthaus „Odinshain“, die vom CDU- Vorsitzenden Hannes Beims geleitet wurde und an der auch CDU-Kreisvorsitzender Christoph Plett teilnahm,  setzte er sich für eine vielfältige Schullandschaft ein. Sie sei eine wichtige Bedingung für die Sicherung des Standortes eines Landkreises, der Vielfalt bei gleichberechtigten Angeboten und zugleich Einheit im Blick auf ein abgestimmtes gemeinsames Profil brauche. Eltern würden häufig bei der Schulwahl insbesondere  nach der der Qualität der Schule, den Abschlussmöglichkeiten, dem Ruf, den Wegen fragen, um für ihr Kind einen verantwortbare Entscheidung zu fällen. Alle Schulen – in welcher Form auch immer - würden sich am besten nicht als „Kuschel- oder Paukschulen,“ sondern als „humane Leistungsschulen mit sozialem Gesicht“ verstehen, Das „Pädagogische“ , der „Schüler in der Beziehung zum Lehrer“, sollte der Dreh- und Angelpunkt aller Schulpanüberlegungen sein.

 

 

Weltmarktführer:  „Licht für die Welt“

Carsten Müller, Burkhard Budde und Christian Werner besuchten „B&S“

 

Licht fasziniert (fast) alle.  Es erhellt die Dunkelheit, ermöglicht Klarheit und Durchblick, wirkt beruhigend und zugleich motivierend. Licht kann aber auch irritieren, manipulieren und blenden. Für ein ganz besonderes Licht, für ein zuverlässiges, flackerfreies und dimmbares Tageslicht, sorgen elektronische Vorschaltgeräte, die in Braunschweig hergestellt werden.  

 

Die Firma B&S Elektronische Geräte GmbH – Firmengründer (Firmengründung 1984) und Geschäftsführer sind Wilfried Brauckmann und Michael Schmidt – ist Weltmarktführer. Ohne ihre Produkte für professionelle Tageslichtsysteme gäbe es weltweit keine Filme ohne flackerfreies Licht auf Fernsehmonitoren und Kinoleinwänden, keine Rockkonzerte, Sportveranstaltungen, Messen oder Wahlkampfveranstaltungen mit dieser hellen Lichtleistung. Auch könnten Crashanlagen der Industrie in kein gleißendes, fast schattenfreies Licht getaucht werden, das annähernd dem Zweifachen des hellsten Tageslichtes entsprechen soll. Und Solarsimulationen zum Beispiel, die die Widerstandsfähigkeit von Lacken und Kunststoffen untersuchen, könnten nicht in dieser Qualität durchgeführt werden.

 

 

Bei einem Besuch des  Unternehmensam 5. April 2016 konnten sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller aus Braunschweig und Dr. Burkhard Budde, CDU-, FDP- und PG- Landratskandidat im Landkreis Peine, gemeinsam mit dem Initiator dieses Besuches Christian Werner, Lehrer der Neuen Schule Wolfsburg, von der vielfältigen „Pionierleistung für die Welt“ überzeugen.

 

Dipl.-Ing Michael Schmidt blickte dabei stolz und zugleich dankbar auf ein „Highlight des Sports und der Technik“ zurück.  Bei der Eröffnung der Olympiade 1992 in Barcelona kam es zum „Wendepunkt“ der Entwicklung des Braunschweiger Unternehmens. Weltweit wurde zum ersten Mal die Lichtleistung von einem Megawatt elektronisch mit B&S- Vorschaltgeräten gesteuert, die nächtliche Veranstaltung „ins rechte Licht gesetzt“.

 

Licht ermöglicht Gemeinschaft, schenkt Orientierung und macht Mut: Durch Beispiele wie „B&S“ – angefangen hatte die Karriere zum „Licht für die Welt“ mit einer Geschäftsidee als eine der ersten Ausgründungen der TU Braunschweig – kann eine ganze Region nachhaltig Zukunft erobern und Dunkelheit – welcher Art auch immer – erhellen oder sogar überwinden helfen.

 

Burkhard Budde 

 

 

Christian Werner zum „Licht“ nach dem Besuch bei B&S  

 

Jeder, der schon einmal vor einem Kaminfeuer oder einem Lagerfeuer gesessen hat, weiß: Licht bedeutet Gemeinschaft. Es ist eine gemeinsame Mitte. Das gilt auch für die Sonne: Im Sommer zieht es Millionen von Deutschen an sonnige Strände, an denen wir das Licht der Sonne genießen.

 

Tageslicht ist wie Medizin. Licht macht glücklich und zufrieden. Wer nach einem langen Arbeitstag in der Abendsonne sitzt und die wärmenden Strahlen genießt, der erlebt hier eine besondere Form der Zufriedenheit.

Gutes Tageslicht ist aber auch für unseren Alltag wichtig, am Arbeitsplatz, wenn man genau hinschauen muss, braucht man Tageslicht oder künstliches Licht. Beim Lesen von Büchern, bei einer Operation im Krankenhaus oder beim Zieleinlauf im Sport, überall ist Tageslicht die Voraussetzung für gute Ergebnisse.

 

Bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer in Skandinavien 1994 brauchte man Kunstlicht. Es ist hier im Winter zu wenig Tageslicht vorhanden.

Nun flackert normalerweise das Licht, sehr schnell. Das hat einen guten Grund. Wenn das Leuchtmittel, häufig eine Glühlampe stets nur von einer Seite einen gleichmäßigen Strom erhalten und dadurch zum Glühenangeregt würde, wäre die Glühlampe schnell kaputt:  Der Glühwendel würde sehr schnell durchbrennen. Deshalb nutzen wir Wechselstrom. So halten die Leuchtmittellänger. Das bedeutet aber auch, dass in jeder 50stel Sekunde das Licht kurz aus ist. Es wechselt 50 Mal in der Sekunde. Das kann unser Auge nicht sehen - Kameras aber schon.

Wenn nun beim Sport der Rennbob genau jetzt durch die Zielllinie rast, gibt es kein genaues Zielfoto. Der Wettbewerb müsste wiederholt werden.

Das ist bei Olympia undenkbar.

Deshalb bestanden die Organisatoren für die Spiele 1996 in Norwegen auf flackerfreiem Tageslicht. Das geht nur, wenn man eine besondere Form von Leuchtmitteln nutzt. Diese Entladungslampen brauchen ein Gerät, was den Wechselstrom aufbereitet. Diese Vorschaltgeräte für kleinere und große Scheinwerfer baute eine Firma aus Braunschweig.

Die Organisatoren von Olympia testeten die Geräte von fünf Firmen aus der ganzen Welt und stellte sie bei minus 25 Grad mitten ins Eis bei Lillehammer in Norwegen. Nur die Geräte aus Braunschweig hielten diesen Test ohne Störungen durch und lieferten den benötigten Strom für die Scheinwerfer. Das war der Durchbruch dieser Firma zur Weltspitze.

 

Eigentlich hatte die Firma Brauckmann & Schmidt bahnbrechende Ideen für die Magnetschwebebahn erfunden. Als sich dieses Verkehrsmittel in Deutschland nicht durchsetzte nutzten die beiden Ingenieure aus Braunschweig ihre Erfindungen und Patente für Scheinwerfer. Die Film- und Fernsehindustrie wurde nun zum Abnehmer. Die kleine Firma aus Braunschweig wurde Weltmarktführer für die Vorschaltgeräte von Tageslichtlampen. Ob in Hollywood, Bollywood oder Nollywood, Filme aus den großen Traumfabriken in Amerika, Indien und Nigeria verließen sich auf die Technik Made in Germany. Auch das ZDF oder das österreichische Fernsehen arbeitete mit diesen Geräten: Denn ohne Licht gibt es im Studio keine Bilder. Gemeinsam mit ARRI, dem Hersteller von Scheinwerfern aus München wurde B & S aus Braunschweig, zu einem "hidden champion" einen Weltmarktführer aus der zweiten Reihe. Mit etwa 50 Mitarbeitern in seinem Werk in Braunschweig achtet es auf kompromisslose Qualität, denn die Geräte haben eine garantierte Mindesthaltbarkeit von 15 Jahren. Die Geräte der Konkurrenz kommen hier nicht in allen Fällen heran. Deshalb achten die Einkäufer großer Gesellschaften darauf, dass dieses wichtige Detail immer von B & S aus Braunschweig geliefert wird, auch wenn es 10 % teurer ist als die Geräte der Konkurrenz.

 

Auch nach 25 Jahren kommen die Vorschaltgeräte aus dem harten Außeneinsatz zur Wartung in das Braunschweiger Werk zurück und werden repariert und getestet. Es ist immer hell Testlabor des Werkes. Dafür sorgen mehrere große Scheinwerfer, die im Dauerbetrieb laufen.

Später werden die Geräte beispielsweise in der Wüste Kaliforniens den Beweis antreten müssen, dass sie auch bei über 50 Grad Außentemperatur volle Leistung bringen.

 

Christian Werner

 

 

 

Leidenschaftlich erlebbar

Österliche Liebe

  

Dummheit? Geschwätz? Purer Wahnsinn?

 

Aber wenn ich wachgeküsst und wachgerüttelt, aufgerichtet und be-wegt werde? Meine  Denkfaulheit zärtlich umarmt wird, meine festen Prägungen, Gewohnheiten und Überzeugungen sanft gestreichelt, meine Enttäuschungen verstanden werden, sich plötzlich Türen öffnen, die geheimnisvolle Lebensräume erschließen.

 

Ja, dann werde ich neugierig und verlasse vorsichtig meine Nische, auch ohne verführerische Show und fromme Reden.

Und entdeckedie Liebe Gottes ohne Anfang und Ende, die die Vernunft erhellt und zugleich übersteigt, die einzigartig und schöpferisch ist. Die den toten Jesus aufgeweckt hat, damit er aufsteht zum neuen Leben, für alle, die dieser Liebe Vertrauen schenken.

 

Zwar bleibt der spitze Stachel des Zweifels und der Schmerzen, aber die Wahrheit dieser neuen Beziehung trocknet alle Tränen. In dieser Liebe leben auch die Schlafenden, bewegen sichalle und kehren eines Tages zurück.

 

Diese Weisheit ist zwar nicht belegbar, auch nicht widerlegbar, aber leidenschaftlich erlebbar und persönlich verantwortbar.

Burkhard Budde

 

Das Lichtkreuz ist ein Kunstwerk des Künstlers Ludger Hinses und ist in der St.Lamberti Kirche in Oldenburg zu sehen.

 

Der Wanderer.

 

 

Wohin führt sein Weg?

 

Beim Spaziergang wandern seine Gedanken.

Die Vielfalt der Wege macht ihn neugierig.

Die Höhen des Glücks erfreuen seine Seele.

Im Ödland des Alltags ist ihm langweilig.

Die Wüsten der Ohnmacht erscheinen ihm sinnlos.

Im Dickicht der Heuchelei fehlt ihm der Durchblick.

Die Sümpfe der Anfeindungen rauben ihm den Schlaf.

Abgründe des Bösen lassen ihn erschaudern.

 

Ein kleiner Fehltritt genügt, um den Halt zu verlieren.

Mit Trippelschritten kommt er nur langsam voran.

Mit Laufschritten verliert er die Kontrolle.

Sprünge können alles verschlimmern.

 

Aber Schritt für Schritt kann er auch Neues entdecken.

Den Weg auf dem Weg, der ihn auf allen Wegen be-wegt.

Ohne diesen unsichtbaren „Grund“ könnte er wohl nicht weitergehen.

 

Ob Jesus das nach seiner Auferstehung gemeint hat?

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Lebens,

niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ (Joh.14,6)

 

Und der Wanderer auf Erden „dennoch“

und „gerade deshalb“ froh sein kann?!

Bis er im blühenden Garten ewigen Lebens angekommen ist.  

Burkhard Budde

 

 

Hass und Gewalt bekämpfen

 

Unmenschlicher islamistischer Terror in Brüssel.  

Die Opfer hatten keine Chance.

 

Terroristen töten und morden gefühllos, wahllos und unterschiedslos.

Geistig und menschlich verblendet, verstockt und verwirrt, aber strategisch und konkret geplant wollen sie Tod, Angst und Schrecken verbreiten.

Ihre Hauptfeinde sind unsere Demokratie, die Menschenrechte, die Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die Gleichstellung von Mann und Frau. Ihr Hass bedeutet nicht nur Feindschaft im Blick auf „Ungläubige“ (zu den „Ungläubigen“ gehören Muslime, die in unserer Werte- und Rechtsordnung Schutz vor Terror suchen), sondern die Vernichtung der „Ungläubigen“ sowie die freie Welt spalten und lahmlegen zu wollen.

 

Terroristen verbreiten Gewalt, Tod, Hass, Tränen und Angst.

Die menschenverachtenden Taten und das lebensverachtend Zerstörerische muss mit allen Mitteln bekämpft werden, damit das unbegreiflich Böse nicht wächst.  

 

Der säkulare Rechtsstaat mit seinem Gewaltmonopol ist herausgefordert. Er darf sich nicht verunglimpfen oder vorführen lassen, ein Vakuum oder ein Klima des Hasses zulassen.

Sondern muss seine Bürger aktiv und offensiv schützen, die Würde und Freiheit sichern und konsequent verteidigen, auch wenn es einen absoluten Schutz nicht gibt.

 

Aber auch alle Bürger, die weiterhin in einem Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts leben wollen, tragen eine Mitverantwortung, zum Beispiel Hasspredigern und heuchlerischen Einflüsterern, die die Stimmung aufheizen und zu Gewalt aufrufen, und Rattenfänger und Brandstifter, die andere zu Gewalt verführen wollen, mutig zu widersprechen und couragiert zu widerstehen.

 

Die Zeit ist reif, wach zu werden und aufzustehen gegen alle, die Hass offen oder heimlich säen.

Und zusammenzuhalten: Das Einheitsband unserer Werte darf nicht zerschnitten werden, damit Terroristen nicht triumphieren. Sondern die Freiheit und Verantwortung, die Vernunft und Menschlichkeit das erste und letzte Wort behalten.

Burkhard Budde

 
 

 

Moment mal:

Klopfzeichen im Gefängnis des Leidens

 

Einer sitzt in seinem Gefängnis –

ohne Mauern und doch ummauert.

 

Verurteilt ohne Schuld. Eigentlich unverschämt.

Eingesperrt ohne Gründe. Eigentlich unbegreiflich.

Behandelt ohne Gefühle. Eigentlich unmenschlich.

 

Aber soll erkämpfen? Reiß dich zusammen?!

Lieber schweigen? Beiß die Zähne zusammen?!

Herunterschlucken? Kopf hoch, es wird schon werden?!

Soll er seine Seele verkleistern? Der liebe Gott hilft doch?!

Soll er sich vertrösten lassen? Später wirst du den Sinn erfahren?!

 

Sind diese Tiefschläge und Ratschläge das Ende?

Oder könnte das Ende zugleich ein neuer Anfang sein?

Wie wäre es, die Klopfzeichen wahrzunehmen?

Das verstehende Herz. Die liebende Hand.

Die tröstende Stimme „Siehe, ich mache alles neu.“

 

Die Tür des Gottvertrauens kann zwar nur von innen geöffnet werden.

Aber seit Jesus Christus gibt es neue Hoffnung  im Gefängnis des Leidens –

auf ein leises Klopfzeichen ohne Anfang und Ende.  

Burkhard Budde

 

Palmsonntag, die Karwoche, vor allem Karfreitag lädt ein, über die Bedeutung des Leidens nachzudenken.

 

Presseecho Peiner Allgmeine: 

Landratskandidatur: Peiner CDU schickt

Dr. Budde mit großer Mehrheit ins Rennen

97,2 Prozent der CDU-Mitglieder votierten für Theologen und Publizisten/ FDP und PB unterstützen Budde

Von Thorsten Pifan

 

Jetzt ist es offiziell: Dr. Burkhard Budde wird bei der Wahl am 11.September für die CDU Peines amtierenden Landrat Franz Einhaus (SPD) herausfordern. Die CDU-Mitglieder nominierten ihn gestern Abend im Stederdorfer Hotel Schönau mit 97,2 Prozent zum Landratskandidaten. Budde ist aber nicht nur Kandidat der CDU, auch die FDP und die PB werden ihn als Kandidaten unterstützen.  

 

Holger Flöge, FDP-Chef im Peiner Land, lobte in einem Grußwort Budde als versöhnende und verbindende Figur. Das sei etwas, was der Landkreis dringend brauche, nachdem der amtierende Landrat Franz Einhaus (SPD) mit „seinen gescheiterten Fusions-bemühungen“ mit Hildesheim tiefe Gräben aufgerissen habe.

 

Auch Peines CDU-Chef Christoph Plett ging Einhaus scharf an: „DerAmtsinhaber hat einen kapitalen Schaden angerichtet, weil er die Fusion mit Hildesheim ohne Rücksprache mit der CDU angeschoben hat.“

 

Landrats-Kandidat Budde selbst stellte der Versammlung fünf Thesen für einen „starken und eigenständigen Landkreis Peine“ vor: Der Landkreis braucht eine starke Führung: So kritisierte er das „unwürdige Schauspiel“ um den Kreishaus-Neubau: „Andreas Meier als CDU-Bürgermeister und ich als Landrat werden

dieses Schauspiel beenden“, sagte er. Wichtig seien auch geordnete Finanzen.

Zudem stehe Budde für einen wirtschaftsfreundlichen Landkreis, indem es wettbewerbsfähige, umweltfreundliche Arbeitsplätze gibt. Entscheidender Standortfaktor sei auch eine vielfältige Schullandschaft mit einem vielgliedrigen Schulsystem. Genauso wichtig sei aber auch die Infrastruktur, wie verkehrssichere

Straßen und einen bürgerfreundlichen Öffentlichen Personennahverkehr.

Angesichts der aktuellen Debatte forderte der Theologe eine Flüchtlingspolitik mit Kopf und Herz, die vor Panikmache und Blauäugigkeit stehe. So gelte es, den Migranten „unsere Werte und rechtlichen Spielregeln zu vermitteln“. Wichtig für einen Landkreis wie Peine sei auch eine moderne, fortschrittliche Gesundheitsversorgung. „Der Landkreis Peine muss ein Ort

sein, an dem man auch medizinisch sicher in Würde alt werden kann“, sagte er.

Peiner Allgemeine 16.3.2016

 

Presseecho Peiner Nachrichten: 

Offiziell: Budde ist der Herausforderer

Die CDU-Mitgliederversammlung wählt ihren Landratskandidaten mit 70 von 72 Stimmen.

Von Jörg Kleinert

 

Klares Votum für Dr. Burkhard Budde: Mit 97,22 Prozent Ja-Stimmen nominierten die Mitgliederder Peiner Kreis-CDU den 62-jährigen Bad Harzburger zum gemeinsamen Landratskandidaten von CDU, FDP und Peiner Bürgerschaft. Von 73 Wahlberechtigten bei der Mitgliederversammlung im Restaurant Schönau in Stederdorf machten 72 ihr Kreuz. 70 stimmten für Budde, zwei gegen ihn.

Budde tritt bei der Wahl am 11. September gegen Amtsinhaber Franz Einhaus (SPD) an, dessen Partei ihn am vergangenen Samstag während einer SPD-Delegiertenversammlung mehrheitlich zum Kandidaten gekürt hatte.

CDU-Kreischef Christoph Plett sagte: „Das ist der Startschuss für den Wahlkampf.“ Er warb um den Schulterschluss aller Peiner Christdemokraten. „Ab jetzt stehen wir geschlossen hinter Burkhard Budde, und wenn die Pfeile kommen, stehen wir geschlossen vor ihm.“ Er habe den im Kreis Herford geborenen Budde, ein studierter Theologe und Publizist, als angenehmen Menschen kennengelernt, sagte Plett. „Er passt zu uns, er ist ein feiner Kerl. Ich hoffe, dass das in den nächsten Monaten auch viele Bürger im Kreis Peine feststellen werden.“

Budde skizzierte anschließend in fünf Punkten sein Programm: Er wolle einen eigenständigen Landkreis mit unverwechselbarem Profil. Dazu gehöre auch ein Kreishausneubau an zentraler Stelle in Peine. „Es ist unwürdig, wenn Mitarbeiter so lange in Containern untergebracht werden“, sagte Budde. Als Landrat werde er „dieses unwürdige Schauspiel beenden“.

Er stehe darüber hinaus für einen wirtschaftsfreundlichen Standort, sagte der 62-Jährige. Sein Credo: Mit solider Haushalts- und Finanzpolitik müsse der attraktive Rahmen für Wirtschaft, Mittelstand und Handwerk geschaffen werden, damit die in gut bezahlte und bezahlbare Arbeitsplätze investieren. Einsetzen  wolle er sich auch für eine vielfältige Schullandschaft, für Flüchtlingspolitik mit Kopf und Herz und die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung.

Der Wahlkampf um das Amt des Peiner Landrates ist eröffnet. Burkhard Budde (CDU) will im September ins Kreishaus einziehen. CDU-Kreischef Christoph Plett setzte während der Nominierungsversammlung der Christdemokraten erste verbale Spitzen in Richtung Amtsinhaber Franz Einhaus. „Er hat dem Landkreis kapitalen politischen Schaden zugefügt, in dem er ohne Rücksprache mit der CDU die Fusion mit Hildesheim wollte“, sagte Plett. „So etwas darf in Zukunft in diesem Landkreis nicht mehr passieren.“

Holger Flöge, Vorsitzender der Kreis-FDP, schlug in dieselbe Kerbe. „Franz Einhaus hat die Fusion zu seiner Herzensangelegenheit gemacht – und er ist mit seinen Bemühungen gescheitert.“ Burkhard Budde machte deutlich: „Meine Art ist es nicht, sich im stillen Kämmerlein etwas auszudenken. Mein Stil ist es, mit allen Beteiligten zu sprechen.“

Peiner Nachrichten 16./17.3.2016

 

 

 

Für einen starken Landkreis

Burkhard Budde jetzt offiziell nominiert

 

 

Jetzt ist es offiziell: Christoph Plett konnte als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Peine mitteilen, dass Dr. Burkhard Budde zum Landratskandidaten von der Mitgliederversammlung des CDU Kreisverbandes am 15. März 2016 im Hotel „Schönau“ in Peine- Stederdorf fast einstimmig in geheimer Wahl gewählt wurde.  

 

Plett bezeichnete den CDU-, FDP- und PB- Kandidaten als „Glücksfall“ für den Landkreis, weil er Kommunikation, Kompetenz und Menschlichkeit miteinander verbinde. FDP-Kreisvorsitzender Holger Flöge sprach in seinem Grußwort von einem Kandidaten, den der Landkreis in seinen Spannungen und Konflikten zur Integration dringend brauche.  

 

Zu den ersten Gratulanten gehörten die stv. Kreisvorsitzenden Marion Övermühle-Mühlbach und Georg Raabe, der Fraktionsvorsitzende Hans-Werner Fechner sowie die Minister a.D. Horst Horrmann und Gert Lindemann.

 

Burkhard Budde sprach insbesondere fünf Themen an, für die er sich einsetzen wolle.

 

Zusammenfassung seiner Rede:

 

1.     Für einen starken und eigenständigen Landkreis mit unverwechselbarem Profil

Die Besonderheiten des Landkreises: Die Schönheit der Natur ist das einigende Band, die Vielfalt in der Stadt Peine und der Gemeinden gehört zu den identitätsstiftenden Brücken, selbstbewusste Menschen zu den lebendigen Stützpfeilern. Der Landkreis ist mehr als die Summe seiner Teile.

Als Landrat möchte ich diese Einheit in Vielfalt verkörpern; sie nicht nur verwalten, sondern gestalten. Gebunden bin ich dabei an dem Kompass der individuellen Freiheit und Eigenverantwortung, der Hilfe zur Selbsthilfe und der Solidarität, der Gesamtverantwortung und Lösungskompetenz.

Der Kreishausneubau ist mehr als nur ein Ort der Verwaltung; er ist auch ein Ort, wo die Einheit in Vielfalt sichtbar und erfahrbar wird. Er gehört deshalb an zentrale Stelle in Peine. Es ist unwürdig, wenn Mitarbeiter solange in Containern untergebracht werden. Es ist ein unwürdiges Schauspiel,wenn Mitarbeiterfreundlichkeit und Bürgerfreundlichkeit auf dem Altar bürokratischer Machtkämpfe geopfert werden. Andreas Meier als Bürgermeister und ich als Landrat werden dieses Schauspiel beenden.

 

2.     Für einen wirtschaftsfreundlichenLandkreis

Wirtschaftsleistungen und Sozialleistungen sind zwei Seiten einer Medaille, nämlich der Zukunftsfähigkeit sowie der Lebensqualität in unserem Landkreis. Wir brauchen eine solide Haushalts- und Finanzpolitik sowie einen attraktive Rahmen für Wirtschaft, Mittelstand und Handwerk, damit mehr in sichere, wettbewerbsfähige, gut bezahlte und bezahlbare Arbeitsplätze  investiert wird.

Die Stahlindustrieam Standort Peine ist zu stärken. Notwendig ist der Schutz gegen den unfairen Wettbewerb mit Billigstahl aus China. Es ist ein Bärendienst für das Klima und die Umwelt, wenn die Stahlproduktion aus Deutschland und Europa vertrieben ist, weil der Billigstahl zum großen Teil aus veralteten Anlagen mit großem CO2- Ausstoß stammt.

 

3.     Für eine vielfältige Schullandschaft

Wer einen festen Lebensmittelpunkt sucht fragt häufig nicht nur nach dem Arbeitsplatz (ist er sicher, wird er gut bezahlt?), nach der Wohnung (ist sie bezahlbar, in welcher Lage liegt sie?), nach der Gesundheitsbetreuung (gibt es Ärzte, Apotheken?), nach dem sozialen und kulturellen Leben (gibt es Freizeit- und Bildungsangebote?), nach den Verkehrsanbindungen (in den Harz, in die Heide, nach Hannover, nach Braunschweig, zum Arbeitsplatz), nach der Kinderbetreuung (gibt es Kitas?), sondern auch nach Schulen für die Kinder:

Welche Abschlüsse bieten sie an? Welche Qualität, welchen Ruf haben sie? Gibt es ein Ganztagsangebot? Welche Entfernungen müssen zurückgelegt werden? Gibt es überhaupt eine freieWahl?

Ich trete deshalb ein für ein vielgliedriges Bildungssystem, in Vielfalt mit freier Wahl, Standortsicherheit und Gleichbehandlung.

 

4.     Für eine Flüchtlingspolitik mit Kopf und Herz

Die Mehrheitder Bevölkerung ist offensichtlich gegen einen unbegrenzten und ungesteuerten Zustrom von Flüchtlingen. Wir brauchen einen Vorrang der „Vernunft mit Herz“ vor Panikmache und Blauäugigkeit, vor Durchwursteln und Bedingungslosigkeit.  Auch im Landkreis gibt es viele Herausforderungen; z.B. die Integration durch Sprachkurse,die berufsbezogen oder einstiegsqualifizierend sind, die besondere Ansprache der Frauen, Unterkünfte, die Vermittlung unserer Werte, der kulturellen und rechtlichen Spielregeln. Vor allem brauchen wir einen breiten gesellschaftlichen Dialog: Nicht die Flüchtlinge, die eine Bleibeperspektive haben und sich in unsere Werte- und Rechtsordnung integrieren wollen, sind unsere Gegner, sondern vor allem die Fluchtursachen und die Bürgerkriege sowie Feindbilder und Hass.

 

5.     Für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung

Die fachärztliche und hausärztliche Versorgung der Bevölkerung geschieht auf hohem Niveau. Die Gemeinden sind im Zusammenspiel mit der Kreisstadt und der Region Braunschweig gut aufgestellt. Mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zusammen muss jedoch eine wohnortnahe Versorgung auch außerhalb der Kreisstadt weiterentwickelt werden. Dabei müssen alle von dem medizinischen Fortschritt profitieren können; Geldbeutel, Wohnort oder Geburtsurkunde dürfen nicht die entscheidende Rolle spielen. Maßstab muss letztlich die Menschlichkeit bleiben; das gilt insbesondere für die Palliativ- und Hospizversorgung, aber auch für die Möglichkeit medizinisch sicher sowie in Würde alt werden zu können.

 

Dank für Treue und Einsatz

CDU-Gemeindeverband Edemissen ehrte langjährige Mitglieder

 

 

Christine Heuer, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Edemissen, konnte im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 14. März im Landhaus Redecke zahlreiche Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft in der CDU ehren. Auch Landratskandidat Dr. Burkhard Budde dankte den Jubilaren für ihreTreue sowie ihren ehrenamtlichen Einsatz in der Partei und für die Partei, „wodurch das Gemeinwohl und Bürgerwohl gestärkt werden“.   

 

Für die Region in der Region

„Peiner Politik“ bei der Klausurtagung

 

 

Bei der Klausurtagung des CDU-Landesverbandes in der Burg Warberg am 11. und 12. März 2016 war auch die „Peiner Politik“ vertreten. Ein Thema waren die Landratswahlen am 11. September.

Auf dem Foto sind zu sehen (v.l.) Marion Övermöhle-Mühlbach (Frauen Union), Christoph Plett (Kreisvorsitzender), Dr. Burkhard Budde (Landratskandidat), Frank Oesterhelweg (MdL, Landesvorsitzender) und Michael Künzler (stv. Landesvorsitzender).

 

Politik für die Region Braunschweig

Landratskandidaten mit von der Partie

 

 

Auf der Burg Warberg diskutierte der Landesvorstand des CDU- Landesverbandes Braunschweig  über das Thema „Regionalverband/ Braunschweiger Land/ ZGB“. Zu diesem Tagesordnungspunkt  der Klausurtagung konnte der Landesvorsitzende Frank Oesterhelweg, MdL, Hennig Brandes begrüßen, den Verbandsdirektor des kommunalen Zweckverbandes Großraum Braunschweig. Mit eingeladen waren auch die Landratskandidaten Gerhard Radeck (Helmstedt) und Dr. Burkhard Budde (Peine).  

 

Hoffnung wächst zuletzt

 

So fliegen können wie ein Vogel,

so schwimmen wie ein Fisch,

so laufen wie ein Pferd,

so kämpfen wie ein Löwe,

so schlafen wie ein Bär.

 

Und doch kennt kein Tier

das große Schießgewehr,

die Macht giftiger Worte,

die Liebe ohne Wiederkehr.

 

Allein der hoffende Mensch ist`s,

der Träume nie vergisst.

Burkhard Budde

 

Einsatz für den Landkreis Peine:

 

Zum Beispiel „Flüchtlingsproblematik“ und  

„Öffentlicher Personennahverkehr“

 

Vor allem mit den Themen „Flüchtlingsproblematik im Landkreis Peine“ und „Öffentlicher Personennahverkehr und Schulentwicklung“ beschäftigte sich die CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Peine unter dem Vorsitz von Hans-Werner Fechner auf einer Klausurtagung am 4. und 5. März 2016 in Westerburg.  

 

 

Gisela Braackmann und Günter Mertins berichteten über „Ilsedehilft e.V.“. Der ehrenamtlich geführte Verein engagiert sich für Flüchtlinge, sich in der Gemeinde Ilsede zu integrieren, beruflich Fuß zu fassen, zu lernen und auf eigenen Beinen zu stehen.

Mit von der Partie war auch Dr. Burkhard Budde, CDU-, FDP-,PB- Landratskandidat für den Landkreis Peine am 11. September 2016.

 

Ein „überzeugter Europäer“  

als „politisches Highlight“

Wolfgang Schäuble in Braunschweig