Der Zauber des Karnevals

 

Der Zauber des närrischenTreibens – am Verstand zweifeln oder zu Verstand kommen?

 

Ein Engel beflügelt die Gemüter, weil er bei einem Spaß auf die Nase fällt, aber lachend wieder aufstehen kann. Ein Witzbold, der nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt, verdreht einem anderen geschickt das Wort im Mund. Ein Brummbär, unzufrieden und gleichgültig, trottet behäbig hinter der Menge her. Eine Ente, lahm und brav, kann sich nicht mehr spontan freuen und gibt eine tragische Figur ab. Ein Elefant, tollpatschig und kurzsichtig, poltert mit seinen flachen Worten im Porzellanladen der Gefühle. Ein Pferd, dressiert und gehorsam, versteht viele Witze nicht und lacht häufig an der  falschen Stelle. Ein Löwe, stark und mächtig, brüllt Phrasen und wirkt wie ein Bettvorleger. Ein Reh, scheu und verschreckt von gehauchten Küssen und kurzen Umarmungen, flüchtet Hals über Kopf in das Hinterhaus. Ein Teufel fällt auf die Nase, weil er sie ständig rümpft und abheben will, und die Hölle böser und schadenfroher Blicke erntet.

 

Im großen Theaterspiel des Karnevals spielt jedoch der Narr die Hauptrolle. Er hält allen Zuschauern, Mitspielern und sich selbst den Spiegel der Geschöpflichkeit, der Unvollkommenheit und der Vergänglichkeit vor.Indem er vor allem die Selbstgerechten, die Selbstverliebten und die Selbsterhöhten auf die Schippe nimmt, entlarvt er ihr Status-, Macht- und Erziehungsgehabe auf der Bühne des Lebens. Indem er die tierisch ernsten Spielregeln des Alltags mit leichtem Frohsinn und kluger (Selbst-) Ironie in Frage stellt, stärkt er die Gemeinschaft aller Mitspieler, die in ihrer Würde alle gleich und in ihrem Denken, Reden und Handeln alle frei verantwortlich sind.

 

In jedem Menschen steckt ein Narr. Was die künstliche Maske verbirgt und nicht verrät, erzählt die Maske hinter der Maske, die Menschlichkeit, die den Geist der Freiheit atmet und in ihn „vernarrt“ ist. Alles erscheint erlaubt. Aber Kopf und Herz haben stets ein Veto-Recht. Gegen den Willen eines Betroffenen wird Freiheit zum Ego-Trip auf Kosten anderer. Aber  ein „Küsschen in Ehren“ muss noch nicht bedeuten, dass die Maus die Katze verspeisen will?!

 

Auch der Narr in einem Menschen kann ein Spielverderber sein und seine Nase in den Wind halten und immer nach seiner Besonderheit, Abgehobenheit und Erhabenheit schnüffeln. Die Spucke bleibt jedoch weg und das Lachen bleibt im Halse stecken, wenn er mit seinen Zähnen, die er grinsend zeigt, lächelt und gleichzeitig unter dem Tisch mit seinem Fuß gegen das Schienbein eines anderen tritt, indem er über ihn Blödsinn redet, ihn bloßstellt oder verhöhnt.

 

Über alles, über alle, vor allem über sich selbst darfgelacht werden. Aber echte seelische Luftsprünge mit Herz auf Kommando, auf Knopfdruck oder via Tusch funktionieren nicht. Wenn jedoch Dinge befreiend auf den Kopf gestellt oder überraschend auf den Punkt gebracht werden, erneuert undstärkt das gemeinsame Lachen die Gemeinschaft der weisen Narren und närrischenWeisen.

 

Ob ein „Kölle alaaf“, ein Düsseldorfer „Helau!“ oder ein Braunschweiger „Brunswiek Helau“ - das närrische Dreigestirn der Freiheit, der Lebensfreude und der Menschlichkeit ist überall dabei.

 

Wenn in der Stadt Heinrichs des Löwen der humorlose Teufelmit seinen bösen Blicken verscheucht wird, können sich die Narren auf einen Himmel freuen, wo gelacht wird. Und auf einen kleinen Vorgeschmack auf diesen Himmel Geschmack machen - durch ein Lächeln, das sie im verzauberten Gesicht eines Menschen zaubern, durch den Zauber des Karnevals, aber auch durch Humor inder Welt des kalten Verstandes jenseits des närrischen Treibens.  

Burkhard Budde

 

Moderne Ritter ohne Heiligenschein

Moderne Ritter gibt es viele. Auch ohne Pferd und Mantel.
Eine Mutter beispielsweise kümmert sich liebevoll um ihr neugeborenes Kind. Ein Vater begleitet verständnisvoll seinen Sohn, der pubertiert. Ehrenamtliche und Freiwillige engagieren sich in ihrer Freizeit für Menschen in Not. Auf leisen Sohlen und häufig hinter den Kulissen der Öffentlichkeit geschieht viel Großes im Kleinen.

Auch der Martinstag, der 11. November, will daran erinnern: Martin von Tours (4.Jahrhundert), zunächst Soldat, später Mönchsbischof, teilte spontan seinen Mantel mit einem frierenden Bettler vor den Stadttoren von Amiens in Nordfrankreich. Eine spontane Handlung, die Kreise zog.

Nicht nur ein „großer Sprung“ kann die Mitwelt und Nachwelt be-wegen, sondern auch ein „kleiner Schritt“ – etwas Richtiges zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort tun; ein kleines Licht des Vertrauens in der Dunkelheit der Angst entzünden, persönliche Verantwortung im brutalen Lebenskampf wagen, einen Funken Hoffnung in der Ohnmacht der Gefühle schenken, einen Tropfen Zuwendung in der Wüste der Einsamkeit geben. Geteiltes kann zum Geheilten werden und schließt Investiertes in Geld, Zeit, Kultur, Bildung nicht aus, sondern ein.

„Bettler“ und „Ritter“ haben jedoch viele Gesichter, die manchmal etwas vortäuschen und dann enttäuschen können. Der Bettler, der den Frierenden spielt, aber in Wahrheit reich ist. Der Ritter im prunkvollen Gewand, der großzügig Hilfe verspricht, aber keine Taten folgen lässt. Der Bettler, der lieber auf Kosten anderer lebt als seine eigene Eigenverantwortung wahrzunehmen. Der Ritter, der im Mantel der Moral, der Religion und der Politik an Bettler erinnert, aber in Wirklichkeit nur an seinen eigenen Vorteil denkt.

Ritter von heute können die Bettler von morgen sein – und umgekehrt. Ein Bettler kann reich im Geiste sein und ein Ritter seelisch verarmen. Für beide ist stets eine Gesellschaft mit einem menschlichen und solidarischen Gesicht wichtig; dass jemand spontan hilft, Hilfe zur Selbsthilfe anbietet, solidarisch ist, sich für gerechtere Strukturen und Verhältnisse einsetzt.
 

 

In der Martinskirche in Spenge (Kreis Herford/NRW) zeigt der Altar mit der Szene der Mantelteilung noch eine weitere Dimension: Hinter dem Ritter Martin ist ein weiterer Ritter zu sehen, nämlich ein betender Ritter. Ob es einen unsichtbaren Ritterschlag im Alltag für denjenigen gibt, der entdeckt, dass sich in der Nächstenliebe – im Vertrauen, in der Verantwortung, in der Leidenschaft und in der Vernunft – die Gottesliebe widerspiegeln kann?
Und könnte die eigentliche Quelle des Sozialen die bedingungslose Liebe sein, die man selbst – ohne eigene Leistung – schon empfangen hat?
Dann wird aus einem Ritter, der die Würde ausnahmslos verteidigt und sich fürwürdevolle Bedingungen engagiert, kein Mensch mit einem Heiligenschein. Wohl aber ein moderner Ritter mit Herz und Kopf, Händen und Füßen, der eine unsichtbare schöpferische Kraft kennt, die sichtbare Spuren der Liebenachhaltig hinterlässt.

Burkhard Budde
 

 

 

 

Kommentar zum Thema „Gottesbezug

 

Das ideaSpektrum, das auflagenstärkste überregionale evangelische Wochenmagazin im deutschsprachigen Bereich mit Sitz in Wetzlar, hat einen Kommentar von mir zum Thema "Gotteserwähnung in der Präambel einerdemokratischen Verfassung" veröffentlicht.  

Im schleswig-holsteinischen Landtag war die Aufnahme eines Gottesbezuges in die neue Verfassung gescheitert. 

 

Bedeutung der  

Nennung Gottes für alle

 

Eine demokratische Verfassung kann auch ohne einen Gottesbezug in seiner Präambel den Bezug zu Gott offen halten, zum Beispiel durch den Schutz christlicher Feiertage. Aber ohne Gottesbezug fehlt in einer Präambel ein besonderes identitätsstiftendes Vorzeichen, das den Inhalt der rechtlichenKlammer des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens prägen kann.

 

Ein Gottesbezug (hätte) bedeutet:

 

Erstens. Gottgläubige und andere erkennnen ihre Menschlichkeit.

Wer anerkennt, dass er ein unvollkommener und vergänglicher Mensch ist, wird sich selbst oder andere nicht vergöttlichen. Es fällt ihm leichter, totalitäre Ansprüche zu entlarven und zu bekämpfen.

 

Zweitens. Gottgläubige und andere erkennen eine letzte Verantwortungsinstanz.

Wer anerkennt, dass die eigene und fremde Verantwortung Grenzenhat, da sich jeder irren kann und alles vorläufig ist, wird sich leichter ("demütiger und weiser") für eine Gesellschaft mit einem menschlicheren und gerechteren Gesicht einsetzen. Das anerkannte Wissen um eine letzte Verantwortungsinstanz ("vor Gott") stärkt das persönlicheGewissen um die vorletzte Verantwortung ("vor dem Menschen").

 

Drittens. Gottgläubige und andere erkennen die Würde ohne Ausnahme. 

Wer anerkennt, dass "Gott" dem Menschen eine unverlierbare und bedingungslose Würde geschenkt hat, wird diese Würde ohne Ausnahme  - ohne Salamitaktik oder Selektion - dankbarer und unbedingt erachten und sie verteidigen zu versuchen.

 

Menschen können den lebendigen Gott leugnen (ignoratio Dei), "Gott" für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren oder als Gegenstand der Wissenschaftbeschreiben. Gerade in einer pluralen Gesellschaft mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen bleibt jedoch die Nennung Gottes (nominatio Dei) im Blick auf eingemeinsames Miteinander und Füreinander sowie auf eine gemeinsame Zukunft wichtig.

 

Für Christen, die sich zu dem Gott des Vaters Jesu Christi bekennen und ihn anrufen (invocatio Dei), bleibt der ewige Gott stets handelndes Subjekt, immer ein Gott der souveränen Freiheit und der universellen Liebe - ob mit oder ohne Gottesbezugin einer Verfassung, vor allem durch das vielfältige Zeugnis der Bibel.

 

Aber die Nennung Gottes in einer Verfassung hätte eingemeinsames Zeichen durch verantwortungsbewusste Politiker gesetzt: Der Mensch erkennt seine Menschlichkeit, wenn er "Gott" als gemeinsame Zukunft in der Gegenwart aus Erfahrungen der Vergangenheit anerkennt.   

 

Burkhard Budde

 

„Auch der Nordenohne Gott?“

 

Imschleswig-holsteinischen Landtag ist die Aufnahme eines Gottesbezuges in dieneue Verfassung gescheitert.

ZurBerichterstattung „Auch der Norden ohne Gott?“ vonUwe Schmitt (DW 9.Oktober 2014) ist ein Leserbrief von mir - in gekürzter Form -in der heutigen Ausgabe DIE WELT erschienen:

 

Die letzte Instanz


Ist ein Gottesbezug in einer Präambel einer demokratischen Verfassung ein alter Zopf,der eigentlich ins Museum deutscher Geschichte gehört?

Von Christen kann man nicht erwarten, dass sie Gott leugnen (ignoratio Dei). Nichtchristen ist nicht zumutbar, den christlichen Gott anzurufen (invocatio Dei). Aber Christen und Nichtchristen können beide Gott als gemeinsame transzendentale Grundlage - nicht als beschreibbaren Gegenstand - in der Präambel einer Verfassung nennen (nominatio Dei), um sich bei allen Unterschieden und Gegensätzen gemeinsam zu vergewissern, dass kein Staat, keine Ideologie, keine Wissenschaft, aber auch kein Politiker unfehlbar, vollkommen und allwissend ist.

 

Das gemeinsame Kennen und Anerkennen einer letzten Verantwortungsinstanz außerhalb und unabhängig eigener Erfahrungen und Überzeugungen begründet und befähigt vor allem, sich für die unantastbare und unteilbare Würde aller Menschen überall und zu jeder Zeit einzusetzen, die für das Zusammenleben in einer pluralen Welt eine notwendige Voraussetzung ist.Autonomie - eine Würde ohne Ausnahme- wird durch Theonomie – Verantwortung aller vor dem Leben selbst - gestärkt und ermöglicht.  

Das schließt nicht aus, dass sich Christen im offenen und ehrlichen Dialog mit Nichtchristen zu dem Gott in Wort und Tat bekennen, der im Sinne Jesu mit Liebe gedeutet und mit Vater angeredet werden kann und handelndes Subjekt in allen Kontexten des Lebens bleibt, auch wenn seine Existenz belächelt, sein Name missbraucht oder andere Götter angebetet werden sollten. 

 

Aber auch die Nennung des allgemeinen Gottesbezuges ist kein alter Zopf, sondern das Angebot eines modernen Geistes für alle Köpfe, das auch Stur-und Hitzköpfe unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder einer Weltanschauung klug, vor allem besonnen und weise machen kann. 

 

Leider scheinen zu viele politische Köpfe diesen entgrenzenden unduniversalen Bezug in ihren Köpfen noch nicht entdeckt zu haben - oder als alten Zopf missverstanden zu haben.

 

Burkhard Budde

 

(DW 14. Oktober 2014)

 

 

 

„Die deutsche Angst“

 

Angst kann Angst machen.

 

Wenn der Vogel Strauß seinen Kopf in den Sand steckt, seinem Gegner empfindliche Teile als Angriffsfläche überlässt und dadurch alles nurnoch schlimmer macht.

Wenn der Hase sich auf den Wettlauf mit dem Igel einlässt, weil er das Spiel nicht durchschaut und am Ende erschöpft kapitulieren muss,sogar Hohn und Spott des verlogenen Igels erntet.

Wenn der brüllende Löwe zwar Verteidigungsbereitschaft signalisiert,aber am Ende – wenn es wirklich ernst wird -, als Bettvorleger endet bzw. gedemütigt wird.

 

Angst kann aber auch politisch hellwach machen, Selbsttäuschung, Selbstverlust und Selbstüberschätzung überwinden sowie positive Kräfte zu mobilisieren helfen.

 

Wenn jenseits von Gutgläubigkeit und Naivität das rücksichtslose und unwürdige Interessen- und Machtspiel, das auf dem Rücken unschuldiger Menschen ausgetragen wird, durchschaut und entlarvt wird.

Wenn jenseits von eigenen Interessen und Wahrnehmungen mit einer gemeinsamen Stimme der Vernunft den mehr- und vieldeutigen Stimmen der machtpolitischen sowie kalten Unvernunft eindeutig widersprochen wird.

Wenn jenseits von eigenen Erfahrungen und Gefühlen die freie Welt ihre Souveränität und Freiheit durch ein geschlossenes Handeln auf Augenhöhe ohne Panik, mit Entschlossenheit ohne Feindschaft sowie mit einer neuen gemeinsamen Strategie für die Zukunft im Blick auf einen Aggressor  

– einem unberechenbaren Wolf im dialektisch versteckten Schafsfell -  verteidigt wird.

 

Angst kann dann sogar Lehrmeisterin und innere Triebfeder eines neuen Miteinanders werden.

  

Burkhard Budde

 

(Leserbrief zum Kommentar von Andrea Seibel; in DW 5.9.2014)

 

 

 

 

 

Auf den christlichen Geist achten

 

Im Artikel „Rundumerneuerung“ (F.A.Z. vom 18.August) hält Reinhard Bingener der ev. Kirche in Deutschland einen realistischen Spiegel vor. Nicht nur Kompetenz und Unfähigkeit, Glück und Defizite werden angesprochen, sondern auch allzu Menschliches.

Es menschelt eben überall, auch in der verfassten Kirche. Aber wie geht ihre Führung damit um? Mit der Brechstange eines "Wahlmassakers", das anschließend mit dem Mantel einer falsch verstandenen Liebe zugedeckt wird?
Auf den Mann aus Nazareth könnte sich jedenfalls niemand berufen, der nicht auch das Destruktive mit dem Konstruktiven zu überwinden versuchte. Jesu Botschaft der Liebe als Conditio sine qua non sowie als Sinn und Seele aller kirchlichen Aktivitäten bewirkt selbst eine "Runderneuerung".

Der christliche Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit - in der Bibel vielfältig bezeugt - macht aus Menschen lebendige Steine eines kirchlichen Hauses, das nicht auf Sand gebaut ist. Der Geist Christi macht aus einer verwechselbaren Organisation eine unverwechselbare Institution, die im Häusermeer nicht übersehen werden kann.

Bei Personalentscheidungen in der EKD sollte nicht nur auf fachliches und theologisches Profil, auf politische Gesinnung oder auf Proporz geachtet werden. Wohl aber insbesondere auf geistliche Vollmacht, die den leitenden Dienst begründet, begrenzt, trägt und unabhängig von Zerrspiegeln des Zeitgeistes macht; fähig zur sachlichen Selbstkritik und persönlichen Rundumerneuerung  - sei es auch nur durch einen aufrichtigen Blick in den Spiegel der Liebe Gottes.

 

Burkhard Budde

 

( Leserbrief F.A.Z. 22. September 2014)

 

 

Klugheit macht reich

Zum Leitartikel von BZ-Chefredakteur Armin Maus vom 22. September 2014 erschien in der Braunschweiger Zeitung ein Leserbrief:

 

"Stress" differenziert betrachten

Ein „Stress-Verbot“ ist in der Tat weltfremd, weil die Menschen sowie die Lebens- und Arbeitssituationen sehr unterschiedlich sind. Nicht jede Situation lässt sich nachhaltig durch Gesetze regeln und verbessern, sondern nur durch eine Führungs- und Betriebskultur, die die Person wertschätzt und würdigt, die Leistungen erkennt und anerkennt, die ein gerechtes Miteinander und solidarisches Füreinander anstrebt, persönliche Für- und Vorsorge sowie Loyalität und Identifikation im Blick auf das Unternehmen kennt. Dann ist auch ein vertrauensvolles Vier-Augen-Gespräch zum Thema „Stressbewältigung“ möglich und selbstverständlich.
Klugheit macht reich, wenn die betrieblichen und volkswirtschaftlichen Realitäten angenommen und ernstgenommen werden.
Dummheit macht arm, wenn Überregulierung und Fremdbestimmung den Fortschritt, die Individualität, Flexibilität und Kreativität verhindern.
Die Weisheit besteht darin, leistungsorientierte Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens im Rahmen einer fairen Wettbewerbsordnung zu stärken, indem das Kulturelle und das Menschliche, das Fachliche und das Wirtschaftliche sich verbünden – und beim Thema „Stress“ differenziert, mit klugen und zugleich weisen Augen hingesehen wird.

 

Burkhard Budde

 

(BZ 23. September 2014)